Hallo Miteinander und gleich ein kleiner Dank an alle, die diese Zeilen lesen,
ja, ich bin neu hier dabei und freue mich dieses Forum gefunden zu haben. Gleich zu Beginn war ich hier gut aufgenommen und durfte auch schon den ersten Ratschlag mitnehmen, welcher mich auch gleich weiter brachte. Eigentlich bin ich nur von all dem "Alten Zeug" begeistert, was früher alle weggeworfen und durch Neues ersetzt haben. Ich stelle immer wieder fest, dieses "Alte Zeug" ist und war vielfach viel besser, langlebiger und einfacher zum benutzen als manch moderner Kram. Natürlich braucht es Zeit, Geduld und etwas Geschick damit umzugehen.
Und so kam auch bei uns zu Hause erst die Liebe zu den "Alten Sachen", dann mal ein altes Ölkännchen, ein alter Standmotor von Sachs oder ein sehr alter AS Hochgrasmäher bis hin zu einem Agria 1300 Balkenmäher. Und das auch nur weil meine Gattin vor einigen Jahren 1 1/2 Pferde sich anschaffte (Mérens Kalblutstute und ein nettes Shetty Pony).
Da wir bzgl. der Pferdehaltung und Landwirtschaft aus dem "Tal der Ahnungslosen" kamen, mussten wir uns zeitnah und intensiv damit beschäftigen. Damit gings dann los. Erst viele Besuche in den diversen Freilandmuseen von Wackershofen über Bad Windsheim bis nach Beuren oder in den Odenwald. Ideen sammeln, wie wir dieses kleine Pferdehobby mit kleinem Geld auch tatkräftig mit älteren Gerätschaften stemmen können. So kam ein Einachs- Dreiseitenkipper mit Weber Handpumpe als Mistanhänger mit einem Deutz F2L612, der heuer den 60-igsten feierte, zusammen. Dann baute ich eine Hydraulik an und der Holzspalter fand seinen ersten Freund der ihn trug und bewegte. Nicht lange drauf kam die Solo Gartenhacke mit Anhänger für die "Kleinsttransporte" von Zaunstickel bis Zaunlitzen. Eine "Rolle", ein 2-Achs Anhänger von Wurst aus 1959 für das Heu und Stroh folgte und dann noch eine Hakortette 5022 die den Heinkel Kippanhänger zieht und für etwas grobere Arbeiten gerne parat steht.
Jetzt fehlte aber noch ein günstiger zweiter Trecker, der so manche Arbeit von Holz bis Heu machen etwas leichter und rationeller macht. Es kam der IHC McCormick Deering Farmall F12G aus August / September 1938 (hat Torsten recherchiert) dazu. Nicht mehr ganz original, doch mit einer bewegten Zeitgeschichte. Nachdem im dritten Reich so einige drastische Importbeschränkungen und Marktregulierende Vorgaben kamen, durfte auch IHC aus den Staaten nicht einfach weiter so ihre Produkte nach D liefern. So kam es, dass ab 1937 der IHC in D- Neuss produzierte und damit auch weiterhin in Deutschland einen Absatzmarkt hatte. Geliefert wurde in jede Ecke Deutschland. Und so mancher Trecker verpasste nach dem Mauerbau die Flucht nach dem Westen anzutreten und verblieb im System der DDR hängen. Nicht weiter schlimm, den auch dort gab es reichlich Beschäftigung für gute "Arbeiter" wie den Farmall F12G. In der Nähe von Usedom fristete mein F12G sein Dasein seither. Doch nach erster Krankheit in 1982 erfuhr der originale Motor keine Heilung, Teile gab es keine und so starb der Motor. Doch dem Farmall wurde neues Leben eingehaucht. Sein Herz schlägt seither mit dem Motor des Weimar Bagger T172 Motor mit 17 PS aus dem VEB Motorenwerk Robur - Zittau GD2 bzw. seit 1962 dem VEB Motorenwerk Cuneald mit der Motorbezeichnung 2 NVD 12,5 SL. Eine tolle Kombination bis heute. und da damit etwas Fortschritt einkehrte, wurde er auch noch mit einer Heckhydraulik vom Famulus (Fortschritt) RS 14 / 30 geparrt.
Und so lebt er noch heute in Top Form und ohne Probleme. Nur dem Alter von 78 Jahren geschuldet, muss mein F12 nicht mehr schufften, sondern darf sich auf das tragen meines Holzspalters und dessen Antrieb beschränken.
So sind alle beschäftigt, die zwischenzeitlich in unsere Dienste traten. Die Solo kutschiert vorsichtig und langsam die Kinder und den Alten mit doch bis zu 6 kmh durch die Gegend, die Hakorette sorgt mit für Ordnung und leistet tolle Transportdienste, der Deutz zieht jeden meiner 5 Anhänger mit Heu, Stroh, Holz und Bauuttensilien und der IHC McCormick Deering Farmall F12G entlastet meine nun doch schon 58 Jahre alten Knochen beim Hartholzspalten.Wir sind ein tolles Team und nicht zuletzt freut sich meine Gattin, dass sie keine Arbeit mit dem ganzen Drumrum hat und sich nur den Pferdchen widmen kann
Wünsche euch das Allerbeste und ich hoffe, ihr hatte etwas Freude beim lesen.Es grüßt aus Hohelohe zwischen Öhringen und Forchtenberg, Uwe der F12-Fips


So sah der F12 G aus, als ich ihn bekam (s.unten) und nun hat er fast sein altes Kleid wieder (s.oben) und vor allem funktioniert tatsächlich alles! Bin immer noch begeistert.
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ja, ich bin neu hier dabei und freue mich dieses Forum gefunden zu haben. Gleich zu Beginn war ich hier gut aufgenommen und durfte auch schon den ersten Ratschlag mitnehmen, welcher mich auch gleich weiter brachte. Eigentlich bin ich nur von all dem "Alten Zeug" begeistert, was früher alle weggeworfen und durch Neues ersetzt haben. Ich stelle immer wieder fest, dieses "Alte Zeug" ist und war vielfach viel besser, langlebiger und einfacher zum benutzen als manch moderner Kram. Natürlich braucht es Zeit, Geduld und etwas Geschick damit umzugehen.
Und so kam auch bei uns zu Hause erst die Liebe zu den "Alten Sachen", dann mal ein altes Ölkännchen, ein alter Standmotor von Sachs oder ein sehr alter AS Hochgrasmäher bis hin zu einem Agria 1300 Balkenmäher. Und das auch nur weil meine Gattin vor einigen Jahren 1 1/2 Pferde sich anschaffte (Mérens Kalblutstute und ein nettes Shetty Pony).
Da wir bzgl. der Pferdehaltung und Landwirtschaft aus dem "Tal der Ahnungslosen" kamen, mussten wir uns zeitnah und intensiv damit beschäftigen. Damit gings dann los. Erst viele Besuche in den diversen Freilandmuseen von Wackershofen über Bad Windsheim bis nach Beuren oder in den Odenwald. Ideen sammeln, wie wir dieses kleine Pferdehobby mit kleinem Geld auch tatkräftig mit älteren Gerätschaften stemmen können. So kam ein Einachs- Dreiseitenkipper mit Weber Handpumpe als Mistanhänger mit einem Deutz F2L612, der heuer den 60-igsten feierte, zusammen. Dann baute ich eine Hydraulik an und der Holzspalter fand seinen ersten Freund der ihn trug und bewegte. Nicht lange drauf kam die Solo Gartenhacke mit Anhänger für die "Kleinsttransporte" von Zaunstickel bis Zaunlitzen. Eine "Rolle", ein 2-Achs Anhänger von Wurst aus 1959 für das Heu und Stroh folgte und dann noch eine Hakortette 5022 die den Heinkel Kippanhänger zieht und für etwas grobere Arbeiten gerne parat steht.
Jetzt fehlte aber noch ein günstiger zweiter Trecker, der so manche Arbeit von Holz bis Heu machen etwas leichter und rationeller macht. Es kam der IHC McCormick Deering Farmall F12G aus August / September 1938 (hat Torsten recherchiert) dazu. Nicht mehr ganz original, doch mit einer bewegten Zeitgeschichte. Nachdem im dritten Reich so einige drastische Importbeschränkungen und Marktregulierende Vorgaben kamen, durfte auch IHC aus den Staaten nicht einfach weiter so ihre Produkte nach D liefern. So kam es, dass ab 1937 der IHC in D- Neuss produzierte und damit auch weiterhin in Deutschland einen Absatzmarkt hatte. Geliefert wurde in jede Ecke Deutschland. Und so mancher Trecker verpasste nach dem Mauerbau die Flucht nach dem Westen anzutreten und verblieb im System der DDR hängen. Nicht weiter schlimm, den auch dort gab es reichlich Beschäftigung für gute "Arbeiter" wie den Farmall F12G. In der Nähe von Usedom fristete mein F12G sein Dasein seither. Doch nach erster Krankheit in 1982 erfuhr der originale Motor keine Heilung, Teile gab es keine und so starb der Motor. Doch dem Farmall wurde neues Leben eingehaucht. Sein Herz schlägt seither mit dem Motor des Weimar Bagger T172 Motor mit 17 PS aus dem VEB Motorenwerk Robur - Zittau GD2 bzw. seit 1962 dem VEB Motorenwerk Cuneald mit der Motorbezeichnung 2 NVD 12,5 SL. Eine tolle Kombination bis heute. und da damit etwas Fortschritt einkehrte, wurde er auch noch mit einer Heckhydraulik vom Famulus (Fortschritt) RS 14 / 30 geparrt.
Und so lebt er noch heute in Top Form und ohne Probleme. Nur dem Alter von 78 Jahren geschuldet, muss mein F12 nicht mehr schufften, sondern darf sich auf das tragen meines Holzspalters und dessen Antrieb beschränken.
So sind alle beschäftigt, die zwischenzeitlich in unsere Dienste traten. Die Solo kutschiert vorsichtig und langsam die Kinder und den Alten mit doch bis zu 6 kmh durch die Gegend, die Hakorette sorgt mit für Ordnung und leistet tolle Transportdienste, der Deutz zieht jeden meiner 5 Anhänger mit Heu, Stroh, Holz und Bauuttensilien und der IHC McCormick Deering Farmall F12G entlastet meine nun doch schon 58 Jahre alten Knochen beim Hartholzspalten.Wir sind ein tolles Team und nicht zuletzt freut sich meine Gattin, dass sie keine Arbeit mit dem ganzen Drumrum hat und sich nur den Pferdchen widmen kann
So sah der F12 G aus, als ich ihn bekam (s.unten) und nun hat er fast sein altes Kleid wieder (s.oben) und vor allem funktioniert tatsächlich alles! Bin immer noch begeistert.
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