Farbe für den Holzboden eines Anhängers

chris.al

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32457 Porta Westfalica
Hallo zusammen,

ich bin momentan etwas ratlos, ich bereite gerade einen alten Anhänger auf, wo ich das komplette Holz entfernen und neu machen muß.

Mein Problem ist nun der Fußboden, ich weiß nicht womit ich ihn streichen soll, unser örtliches Farbenfachgeschäft hat mir nicht unbedingt weitergeholfen, einerseits sagten Sie mir, das im Farhzeugbau eigentlich zwei Komponenten Lack genommen wird, da kostet der Liter mindestens 30 €, er hat mir (ich benötige den Anhänger nicht oft, will aber Holz und Sand damit fahren können) Bootslack empfohlen, der kostet nicht soviel!

Ich weiß nicht weiter, er sagte mir Holzöl würde noch teurer sein!

Kann mir einer sagen was man nehmen sollte, ich will auch nicht die Welt ausgeben, will eigentlich sehr günstig davon kommen!

Gruß

Christian:
 
also ich habe vor paar jahren auch den boden vom anhänger erneuert.
habe erst dicke nut und federbretter drauf gemacht und ein mal mit ner billigen holzfarbe gestrichen ,dann siepdruckplatte drauf geschraubt und fertig.
da brauch man danach nicht wieder streichen und siepdruckplatte ist wasserfest.
gruß andreas
 
Hallo,

Hab Zimmermann gelernt und daher hier mal ein paar anregugen.

Holz ist Natur und sollte man nicht viel dran ändern.

Man unterscheidet zwischen Konstuktiven (Baulichem), Natürlichen und Chemischen Holzschutz.

Das Holz muß immer so Konstruiert sein, das Wasser schnell abfließen kann. Die Kopfenden sollten nich in U-Eisen enden, da sich dort Wasser sammelt und schnell ins Holz einziehen kann und somit gut für Pilze ist...

Bei Profilbretter ist zu achten, das die Nut immer nach unten zeigt, was jetzt aber nur bei Bordwänden gilt..
Daran denken, das rundherum Luft zu lassen, da Holz gerne "schafft"

Lacke und Dickschichten sind zu vermeiden, da die Farbe nicht ins Holz eindringt und das Atmen verhindert. Bei starken gebrauch platzen Lackstücke raus, wo Wasser eindringen kann, was sich durch die Kapilarwirkung durch das Holz zieht, es ann aber nicht mehr verdunsten, da der Lack ein Atmen verhindert,

Lasuren sind die günstigeren Alternativen, Atmungsaktiv und auch Pilzhemmend, größere Tiefenwirkung.

Kesseldruck Imprägniertes Holz wäre noch besser, da dies den optimalen Schutz gewährleistet.

Man entscheidet auch unter den Resistenzklassen,
Klasse 1 sehr dauerhaft: z.B. Teak, Robinie, Afzelia....
Klasse 2 dauerhaft: z.B. Bankirai, Mahagoni, Edelkastanie, Stiel,-Traubeneiche....
Klasse 3 mäßig dauerhaft: z.B. Lärche, Douglasie, (Kiefer)...
Klasse 4 wenig dauerhaft: z.B. Tanne, Fichte, Roteiche....
Klasse 5 nicht dauerhaft: z.B. Birke, Buche, Esche, Linde

zum Schluß:

Ich würde nach Möglichkeit Kiefer, oder Lärche nehmen, diesen als Kesseldruck Imprägnierung, oder ohne Kesseldruck, dann ca. 4 mal gut mit Lasur streichen, aber nachdem alles zugeschnitten wurde, damit die Schnittkanten optimal geschützt sind. Hier am besten nicht an Lasur sparen, da sich das auf die Lebensdauer auswirk!! Bretter über Nacht mit den Kopfkanten in die Lasur stellen. Steht der Hänger nur draussen, einmal im Jahr kurz drüberpinseln und gut ist.
Fichtenbretter vermeiden, da das weiche Holz stärker abgenutz wird, oder hier öfter mal Pinseln.

Wie vorher geschrieben, Doppelt gemoppelt, dies auch vermeiden.
Wasserdunst vom Boden steigt in die untere Lage auf, wird dort aufgesogen, kann aber nicht weiterziehen, da es durch die Wasserfesten Platten gehindert wird. zwischen den Lagen kann es gerne anfangen zu faulen. (Dies dauert schon ein bischen)

Markus
 
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