Hallo Markus,
diese Thematik haben wir an unserer Weide auch schon durch, da uns vor 2 Jahren die Kutsche meiner Frau inkl. Geschirr und der neue Westernsattel meiner Tochter über Nacht geklaut wurde. Schadenshöhe ca. 5000 Euro. Polizei war am nächsten Tag vor Ort. Spurensicherung durchgeführt. Anzeige gegen unbekannt. Ergebnis: Es war organisiert, vorher ausgekundschaftet, wenig Beschädigung und nur Handschuhabdrücke.
Wir haben an unserer Weide auch kein Strom. Daher bleibt nur ein ständiger Batteriebetrieb, den du überwachen musst, oder etwas mit Solar. Welche Lösung auch immer, braucht es eine SIM-Karte, damit du die Bilder, Videos oder auch Nachrichten überhaupt verschicken kannst. Diese SIM-Karte verursacht monatliche Kosten, wenn du das volle Programm nutzen möchstest, da du einen Datentarif brauchst. Für nur Nachrichten per SMS würde auch eine Prepaidkarte reichen.
Nun kommt allerdings die Überlegung, ob sich der Aufwand und die Kosten überhaupt lohnen.
- Reicht denn überhaupt eine Kamera, um die gesamten Bereiche zu erfassen? Wenn nein, dann steigen die Kosten mit jedem weiteren Gerät.
- Wie sind die Gegebenheiten? Ist es eine Feldscheune, an der auch mal Passanten mit ihren Hunden vorbeikommen? Dann bekommst du bei jedem Spaziergänger eine Nachricht. Bei jeder Nachricht, die sich im Nachhinein als Fehlalarm zeigt stumpfst du ab und kannst den wirklichen Alarm nicht mehr erkennen.
- Bist du wirklich immer zuhause um die Einbrecher zu verscheuchen oder zu stellen? Wenn nein, dann bringen dir eventuelle Videos oder Bilder von den Tätern laut Aussage der Polizei meist nichts. Sie können das Bild zwar für die Fahndung ausschreiben, aber wenn es sich um eine organisierte reisende Bande, vielleicht sogar aus dem Ausland, handelt, dann tauchen sie meist nie wieder und können demnach nicht gestellt werden.
Bei uns führte die Fahndung der Polizei zu nichts, außer, dass wir monatelang zig Anzeigenportale nach Kutschen und Westernsätteln überprüft haben, in der Hoffnung, dass die Teile irgendwo wieder auftauchen. Nach einem dreiviertel Jahr haben wir aufgegeben.
Wir gehen nun den umgekehrten Weg, so wie es mittlerweile viele Landesforsten aufgrund des Holzdiebstahls machen. Sie verstecken GPS-Tracker im/am Holz und wissen dann genau wo ihr Holz ist, da sie eine Nachricht erhalten, wenn der Tracker einen bestimten Bereich (Geofencing) verläßt.
Mal wieder viel geschrieben, aber ich hoffe ich konnte dir helfen.
Gruss Joerg
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„Wenn Informationen von Menschen im Dialog oder in einer Diskussion verarbeitet wird,
dann ist dies nach allem, was wir wissen,
die tiefstmögliche Art der Verarbeitung.“
(Manfred Spitzer)