Folgenschwerer Konstruktionsfehler im 844 Getriebe?

diggedemm

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72555 Metzingen-Neuhausen
Hallo zusammen,
ich befürchte, dass im 844 Getriebe ein folgenschwerer Konstruktionsfehler vorliegt. Der Konstruktionsfehler verursacht meiner Meinung nach die Lockerung der Schiebewelle. Hieraus resultieren erhebliche Probleme beim Schalten und schließlich verschleissen die Zahnräder des Gruppengetriebes vorzeitig.

Werde morgen dazu FAG kontaktieren um meinen Verdacht entweder zu entkräften oder so wie ich befürchte, bestätigen zu lassen.

Werde danach das Ergebnis und eine detailierte Erläuterung sowie Hinweise zur Behebung des Fehlers in jedem Fall hier bekanntgeben.

Grüße aus Metzingen
Ingo
 
Hallo zusammen,
ich habe diese Zeichnung mit der Bitte um eine Stellungnahme an Case IH gesendet.

Die Zeichnung zeigt, dass die Einstellmutter lediglich Kontakt auf einer Ringbreite von nur 1.5mm mit dem Kegelrollenlager hat. Das reicht für die Flächenpressung bei Weitem nicht aus, wie man an den beiden Fotos in meiner Galerie sieht. Links sieht man die neue Einstellmutter und rechts die gestauchte. Die Ringfläche hat sich regelrecht in den Radius des Kegelrollenlagers gesetzt. dadurch ist die Vorspannung verloren gegangen. Dass sich die Schiebewelle dadurch gelöst hat ist eine logische Folge.

Sobald sich Case IH dazu meldet werde ich berichten.

Aber ihr könnt es ja schonmal selbst beurteilen, ob es euch betrifft und wie ihr damit verfahren wollt.

Die Behebung des Fehlers ist natürlich wie immer einfach. Passscheibe zwischen Einstellmutter und Kegelrollenlager und gut is.

Warum die IH-Leute diesen Pfennigsartikel nicht beim Werkszusammenbau des Getriebes eingebaut haben bleibt wohl ihr ewiges Geheimnis.

Grüße aus Metzingen
Ingo
 
diggedemm:

Hallo zusammen,
ich habe diese Zeichnung mit der Bitte um eine Stellungnahme an Case IH gesendet.

Die Zeichnung zeigt, dass die Einstellmutter lediglich Kontakt auf einer Ringbreite von nur 1.5mm mit dem Kegelrollenlager hat. Das reicht für die Flächenpressung bei Weitem nicht aus, wie man an den beiden Fotos in meiner Galerie sieht. Links sieht man die neue Einstellmutter und rechts die gestauchte. Die Ringfläche hat sich regelrecht in den Radius des Kegelrollenlagers gesetzt. dadurch ist die Vorspannung verloren gegangen. Dass sich die Schiebewelle dadurch gelöst hat ist eine logische Folge.

Sobald sich Case IH dazu meldet werde ich berichten.

Aber ihr könnt es ja schonmal selbst beurteilen, ob es euch betrifft und wie ihr damit verfahren wollt.

Die Behebung des Fehlers ist natürlich wie immer einfach. Passscheibe zwischen Einstellmutter und Kegelrollenlager und gut is.

Warum die IH-Leute diesen Pfennigsartikel nicht beim Werkszusammenbau des Getriebes eingebaut haben bleibt wohl ihr ewiges Geheimnis.

Grüße aus Metzingen
Ingo

Und was soll da Case IH deiner Meihung jetzt schreiben?
Der Bock ist 30 Jahre alt, das Interessiert doch die nicht mehr wie der irgend wann mal zusammengebaut wurde. Soll Case IH jetzt jedes 30 Jahre alte Getriebe umbauen oder was?
Kulanz wirst du da bestimmt nicht bekommen.
Case IH hat genug zu tun das sie die neuen Schlepper im Griff haben!

Bin aber trotzdem gespannt was Case IH schreibt, wenn sie überhaubt zurückschreiben, glaube kaum das in St.Valentin noch irgendeiner da ist der sich mit IHC Technik auskennt, räumen ja nicht umsonst das IHC Archiv leer...
 
Hallo,

habe zwar keinen IHC x44, aber unser 833 hat das selbe System zur Vorspannung der Kegelrollenlager. Und auch wir hatten das Problem, dass die Schiebewelle axiales Spiel bekam, da sich die Einstellmuttern gelöst haben. Da ich die Muttern allerdings über die Öffnung des Allradantriebs mit einem selbstgebauten Schlüssel anziehen konnte, habe ich das Getriebe nicht geöffnet und konnte deshalb auch nicht sehen, wie die Muttern aussahen. Aber ich muss sagen, dass wir seitdem keine Probleme hatten, die Muttern und die Lager müssen demnach noch keine Schäden durch die losen Muttern bekommen haben.
Ich denke aber, dass dieser Konstruktionsfehler, wenn es denn einer sein sollte, nicht gravierend zu sein scheint, da man sonst eigentlich nur selten von kaputten IHC-Getrieben hört.
Bin aber trotzdem gespannt, ob Case sich dazu äussert. Was haben die von FAG denn gesagt?

Gruß Georg
 
Es war nie meine Absicht auf eine Kulanz von Case IH zu spekulieren. Aber ich finde, wenn sie meine Ansicht von diesem Problem teilen, dass sie eine Anweisung an alle Werkstätten rausgeben sollten, bei den Schleppern zu geeigneter Gelegenheit den Fehler zu beheben.

Ich finde es jedenfalls sehr peinlich. Und ich bin mir sicher, dass fast alle Schlepper mit diesem Getriebe das Problem haben. Dass es unterschiedliche Auswirkungen hat, weil sie davon abhängen, wie sanft die Fahrer mit Schaltproblemen umgehen, ist klar.

Dass keine größeren Probleme mit dem Getriebe bekannt sind habe ich erstaunlicherweise auch festgestellt. Denn bei mir ist die Welle extrem locker und trotzdem hält das Getriebe. Eben nur das Schalten ist nicht mehr einwandfrei gewährleistet und die Zahnräder sind sehr abgenutzt. Aber es hält noch.

Dennoch glaube ich, dass schon viele Landwirte ein neues Getriebe zu Unrecht auf eigene Kosten bekommen haben.

Und einem gewissen Kundenverlust hat es mit Sicherheit auch gegeben, wenn einige enttäuscht von ihrem IHC waren, dass er sich schon nach wenigen Betriebsstunden nicht mehr so geschmeidig hat schalten lassen wie zu Beginn.

Grüße aus Metzingen
Ingo
 
Ich finde deine zeichnung interessant, aber Die Zeit kann man sich auch sparen, denn das Getriebe ist, wie schon beschrieben, eine Konstruktion aus den 80ern, und es wird auch kaum jemanden con Case mehr stören, da der Fehler wohl nich die Hauptursache für Getriebeschäden an der Serie war und ist!
 
Diggedem, hast Du denn mal die auftretende Last berechnet?

Hast Du in den Unterlagen der Fa. FAG den Werkstoff und die Wärmebehandlung
des Kegelrollenlagerinnenrings nachgeschlagen, die Festigkeit der Mutter bestimmt,
und nachgerechnet ob die auftretende Flächenpressung innerhalb der
zulässigen Grenzen ist?

Kennst Du denn das Lastkollektiv, welcher ist der begrenzende Faktor für Drehmomentspitzen?

Wie verhält sich denn die Vorspannung des Lagers unter Temperatureinfluss?
Bleiben Restspannungen in der Reibfläche, hast Du die berücksichtigt in der
Berechnung der Vergleichsspannung?
 
diggedemm:

Hieraus resultieren erhebliche Probleme beim Schalten und schließlich verschleissen die Zahnräder des Gruppengetriebes vorzeitig.

Was verstehst du denn genau unter probleme beim schalten?
Was hat dein 844 für ein getriebe? 8+4, 16+8 oder Agriomatik S?

mfg Mane
 
Also ich finde das gut diggedemm das du die Leute von IH-Case darüber informierst, verstehe jetzt garnicht wieso sich hier ein paar darüber "aufregen"?

Mfg Tobias
 
Nicht aufregen.
Prinzipiell finde ich das auch gut, nur den Leuten die das Interessiert die sind bei CNH warscheinlich nicht mehr da.
Ich wüsste bei meinen alten 946 auch einiges was ein sauberer Konstruktionsfehler ist, das würde auch ein paar Seiten füllen.
Die Verkaufen lieber!
Kulanz ist bei CNH auch nicht ein Begriff der an erster Stelle im Firmenlexicon steht!
 
Hallo zusammen,
lasst mich bitte noch einmal erklären, dass es überhaupt nicht mein Begehren ist CNH in irgendeiner Form zu belangen.

Sicher war ich etwas verärgert, als ich nach vielen Arbeitsstunden alles mögliche abgebaut hatte, um nachzusehen, was meine Schaltprobleme verursacht, und dann noch feststellen musste, dass mein Getriebe wegen einem Pfennigsartikel derart abgenutzt ist.

Meine Erkenntisse wollte ich dann natürlich hier preisgeben, um darüber andere Meinungen zu hören. Aber auch um einen vielleicht hilfreichen Hinweis für "Leidgenossen" zu geben.

Ich möchte auch deutlich machen, dass ich deshalb kein abtrüniger IHC-Fan bin. Im Gegenteil. Die IHC-Schlepper sind und bleiben meine Traumschlepper.

Mit was grünem oder anderem roten oder gar mit was blauem werde ich mich nie identifizieren.

Bezüglich der fachlichen Fragen und Kommentaren nach Berechnungen von auftretenden Lasten, Vergleichsspannungen etc. vom Kollegen jjesau, erlaube ich mir zu antworten, dass es
1. dem, der sich mit der Materie Metall etwas mehr auskennt, auch ohne Berechnungsnachweise auffällt, dass die Flächenpressung hier zu hoch ist und
2. genau das auch die Fotos von der gestauchten Mutter beweisen.

Güße aus Metzingen
Ingo
 
diggedemm:

Hallo zusammen,
lasst mich bitte noch einmal erklären, dass es überhaupt nicht mein Begehren ist CNH in irgendeiner Form zu belangen.

Sicher war ich etwas verärgert, als ich nach vielen Arbeitsstunden alles mögliche abgebaut hatte, um nachzusehen, was meine Schaltprobleme verursacht, und dann noch feststellen musste, dass mein Getriebe wegen einem Pfennigsartikel derart abgenutzt ist.

Meine Erkenntisse wollte ich dann natürlich hier preisgeben, um darüber andere Meinungen zu hören. Aber auch um einen vielleicht hilfreichen Hinweis für "Leidgenossen" zu geben.

Ich möchte auch deutlich machen, dass ich deshalb kein abtrüniger IHC-Fan bin. Im Gegenteil. Die IHC-Schlepper sind und bleiben meine Traumschlepper.

Mit was grünem oder anderem roten oder gar mit was blauem werde ich mich nie identifizieren.

Bezüglich der fachlichen Fragen und Kommentaren nach Berechnungen von auftretenden Lasten, Vergleichsspannungen etc. vom Kollegen jjesau, erlaube ich mir zu antworten, dass es
1. dem, der sich mit der Materie Metall etwas mehr auskennt, auch ohne Berechnungsnachweise auffällt, dass die Flächenpressung hier zu hoch ist und
2. genau das auch die Fotos von der gestauchten Mutter beweisen.

Güße aus Metzingen
Ingo

Des Satz ".....dass mein Getriebe wegen einem Pfennigsartikel derart abgenutzt ist." schreib mal ruhig in deinen Brief mit rein, der Ärger mit Pfennigsartikeln kenn ich schon bei den Maxxums der ersten Serie!
Dort wurde ein Ölspritzblech mit Schrauben angebracht die nicht hielten weil sie einfach zu billig waren, so das das Blech bei einigen ins Getrieb gefallen sind und erheblichen Schaden angerichtet haben!
 

Des Satz ".....dass mein Getriebe wegen einem Pfennigsartikel derart abgenutzt ist." schreib mal ruhig in deinen Brief mit rein, der Ärger mit Pfennigsartikeln kenn ich schon bei den Maxxums der ersten Serie!
Dort wurde ein Ölspritzblech mit Schrauben angebracht die nicht hielten weil sie einfach zu billig waren, so das das Blech bei einigen ins Getrieb gefallen sind und erheblichen Schaden angerichtet haben!

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Hehe sowas kenne ich beim Puma CVX auch, da geht es um 2 6er Schrauben die zu wenig sind /styles/default/xenforo/smilies/fr/smiley4.gif
 
Hallo zusammen,
ich darf euch nun mitteilen, dass mich gestern die Firma CASE IH angerufen hat. Es war ein sehr ausgiebiges und freundliches Telefonat.

Der Gesprächspartner hat sich ausgiebig nach den technischen Zusammenhängen und den Folgen meiner Erkenntnis zu dem Fehler erkundigt. Er konnte das Problem nachvollziehen und war erstaunt, dass seiner Kenntnis nach nie eine Rückmeldung von den Werkstätten gekommen ist. Er will dazu alle Gebietsleiter schriftlich informieren.

Für CASE IH ist das Thema natürlich nicht mehr so arg relevant, da nur noch extrem wenige der betroffenen Schleppertypen in den Vertragswerkstätten zur Reparatur bzw. Inspektion kommen.

Wir hatten auch darüber gesprochen, dass es noch viele IHC-Besitzer gibt, die ihre Schlepper mit viel Liebe und Herzblut selbst inspizieren, reparieren und restaurieren, weil sie im Großen und Ganzen ihre IHC sehr mögen.

Wir waren uns darüber einig, dass die, die ihren betroffenen Getriebetyp bei Gelegenheit öffnen, die Abhilfe schaffende Unterlegscheibe einbauen sollten.

Ich selbst habe sie natürlich eingebaut, bin aber mit dem Zusammenbau meines 844 noch nicht fertig. Somit kann ich noch nicht sagen, inwieweit sich diese Maßnahme positiv auswirkt. Aber ich werde noch darüber berichten.

Insgesamt muss ich sagen, dass ich es wirklich toll finde, dass CASE IH Stellung zu dem Thema genommen, und sich nicht ignorant zu der Sache verhalten hat.

In etwa zwei Wochen werde ich berichten können, wie mein 844 sich nach der Maßnahme schalten lässt und welche Maßnahmen ich zu der Verbesserung des Schaltverhaltens noch empfehlen kann.

Grüße aus Metzingen
Ingo
 
Respekt, hätte ich jetzt nicht gedacht das die zurückrufen/styles/default/xenforo/smilies/fr/smiley4.gif

Bin gespannt ob bei uns was schriftliches ankommt zwegs diesem Problem/styles/default/xenforo/smilies/fr/smiley4.gif
 
Kommt drauf an, was man unter Getriebeschäden versteht.

Wenn ich hier und da lese,
- wieviele Späne und Bruchstücke so aus den Getrieben gefischt werden,
- was noch so von manchen Zähnen eines Zahnrades übriggeblieben ist,
- warum Gänge rausspringen,
- warum sich Gänge schwer schalten lassen usw.
dann fragt sich mancheiner was da wohl für ein Schaden vorliegen könnte?

Natürlich kann man auch Getriebeschäden erst bei Totalausfall (Bruch) als solchen definieren.

Grüße aus Metzingen
Ingo
 
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