Fotovoltaik aufs Dach

856

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16 Januar 2007
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Hallo was haltet ihr von einer Fotovoltaikanlage auf dem Dach?

Wer hat schon Erfahrungen damit?

Bin am überlegen so eine Anlage bei mir zu instalieren.

Gruß aus Hessen an den Rest der Roten Welt
 
@ MW-724 die Frage meinste doch jetzt nicht ernst oder?

Gruß aus Hessen an den Rest der Roten Welt
 
Hallo,

Wir haben eine Fotovoltaikanlage auf dem Dach, die hat 120qm und 14,4kw, ist jetzt vier Jahre drauf und bisher funktioniert sie tadellos, ist Natürlich ein hoher Betrag was so eine Anlage kostet, aber ich finde auch ein überschaubares Risiko,weil bei uns z.b. ists so, wir haben zehn Jahre Garantie, fünfzehn Jahre einen festen Einspeisevertrag mit 47 Cent pro Kw, und wenn die Anlage mit den bisherigen Jahresdurchschnittswerten weitermacht sind wir in ca. 7-8 Jahren wieder raus. Und wenn die Anlage dann noch ein weilchen länger hält, dann kann man auch noch was verdienen. Es kommt auch drauf an ob man das Geld hat oder aufnehmen muss,wenn das Geld übrig wäre würde ichs auf jeden Fall empfehlen!!

Gruss Michael
 
Hallo IHC 1056,

ich sehe das mit der Finanzierung genau andersrum: Selbst wenn ich das Geld unterm Kopfkissen hätte, würde ich lieber Traktoren, Motorräder und Wiesen davon kaufen als eine Photovoltaik.

Wir haben für unsere Anlage ganz gezielt einen KfW-Kredit bei unserer Hausbank aufgenommen und verrechnen die Zinsen mit den Einnahmen - da bleibt weniger beim Finanzamt hängen. Das ist eine Investition, die nach 20 Jahren unterm Strich ein Plus aufweist. Vielleicht hängt die optimale Finanzierung aber auch von der individuellen Steuersituation ab, deshalb vorher gründlich beraten lassen.

Hauptsache ist, man zäumt das Pferd nicht von hinten auf, wie das zur Zeit Viele machen: Zuerst muss man seine Heizungsanlage in Ordnung haben, dann die Fenster und Außentüren. Als nächstes an die Dämmung von Speicherboden und Dach denken, die Außenwände nicht vergessen. Zuletzt wird die Brauchwassererwärmung optimiert, dabei darf man ruhig über eine Solarthermische Anlage nachdenken. Wenn das alles in Ordnung ist, darf man sich mit Photovoltaik befassen, falls nicht, ist das Geld woanders besser angelegt.

Gruß Reinhard (aus dem "sonnigen" Westerwald).
 
Also das mit dem Pferd von hinten aufzäumen ist mal klar.Es geht auch nicht um ein Hausdach sondern um mein Scheunendach das sich langsam aber sicher auflöst(Ziegeldach 65 Jahre alt)das Dach soll dabei auch erneuert werden,deswegen war ich am überlegen das in einem Aufwasch zu machen.

Finanzieren kann man das nur über die Kfw ales andere ist Betriebswirtschaftlicher Selbstmord das ist klar.

Es ging mir auch nicht darum wie man es am besten macht ,sondern um Erfahrungen die man nur im laufe der Jahre macht.Was so alles passieren kann und worauf man achten sollte.

Gruß aus Hessen an den Rest der Roten Welt
 
Ich kann dazu sagen, es gibt ja das ERNEUERBARE ENERGIEN GESETZ.

Dieses verpflichtet uns als Energieversorger, ich arbeite beim RWE/Süwag AG, diesen PRIVAT erzeugten Strom bzw. Energie in unser Netz einspeisen zu lassen.

Dabei liegt die Anschlussleistung bei ca. 30KW installierte Photovoltaikfläche, die ohne Mehraufwand für den Kunden ins Netz eingespeist werden kann.

Bei mehr als 30KW kann eine Netzverstärkung notwendig werden, an der eine Kostenbeteiligung des einspeisenden Kunden nicht auszuschließen ist.

Wir, die RWE/Süwag aber auch die E.ON, ENBW, Vattenfall etc. vergüten diesen REGENERATIV erzeugten Strom nach dem Gesetz wesentlich höher, als etwa die Erzeugungskosten im Bereich Atomenergie, Kohleenergie liegen würden, um, so möchte es der Gesetzgeber, mit Subventionen die Solarenerie auf dem Energiemarkt wirtschaftlich zu machen.

Würde Wind/Biomasse/Solar nicht subventioniert werden, hätten sie keine Chance gegen die dominierende

Kernenergie/ Kohlekraft/ Erdgastechnik/ etc.

sprich die fossilen Energieträger der Gegenwart.

P.S. diese Angaben sind nicht zu verallgemeinern. Grundsätzlich muss mit eurem hiesigen Energieversorgungsunternehmen ein Energieleifervertrag abgeschlossen werden zu denen üblichen Konditionen, die sich unterschieden können.

Schönen Sonntag

MAtthias
 
Hallo 856,

ich merke, wir sind uns grundsätzlich einig. Bei den Krediten gibt es noch einen Trick: Die KfW passt ihre Zinssätze nicht so häufig an, dafür in größeren Schritten. Dazwischen gibt es immer mal Phasen, in denen die Hausbank attraktivere Angebote machen kann. Inzwischen leiten auch Bausparkassen KfW-Kredite durch, wenn man einen zuteilungsreifen Bausparvertrag hat, kann das interessant werden (wenn Du aber ein Scheunendach zu flicken hast, wirst Du dieses Geld schon anders unterbringen).

Erfahrungen habe ich inzwischen eine Menge gesammelt, auch etliches an Lehrgeld bezahlt. Darüber zu berichten, würde den Rahmen eines Forumeintrages sprengen - ich kann das einfach nicht mit wenigen Worten ausdrücken. Nur eines: Ich halte nichts von Lösungen, bei denen PV-Module die Dachhaut bilden.

1. hat man dabei keine Möglichkeit, durch Aufständern den Einfallswinkel zu optimieren.

2. ist die Dichtheit des Daches eher gewährleistet, wenn darunter noch eine intakte Dachhaut ist.

3. ist der Wirkungsgrad besser, wenn zwischen Dach und Modulen Luft hindurch streichen kann. Bei Erwärmung erhöht sich der Innenwiderstand in den Modulen und die Leistung sinkt.

4. kann auch mal ein Modul kaputgehen (selten, aber kommt vor). Mitten aus einer geschlossenen Fläche ein einzelnes Modul ausbauen ist eine echte Herausforderung. Bei uns hat jetzt eine Reparatur 3 Monate gedauert - wolltest Du so lange ein Loch im Dach haben?

Alles Weitere könnten wir bei einem Pott Tee besprechen, falls Du mal in der Nähe bist.

Gruß Reinhard
 
@Kobold 324 Hey Reinhard wo kommst du her?

Gruß aus Hessen an den Rest der Roten Welt
 
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