FragdenLandwirt

Goldener 353

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Moin,kennt ihr schon die Internet Seite "FragdenLandwirt.de" ?Dort machen sich Landwirte stark um das Wissen der Bevölkerung über die Landwirtschaft zu verbessern. Alle reden über die Landwirschaft und mehr schlecht als recht aber keiner mit den Landwirten direkt. Es werden immer mehr Ängste geschürt über Tierquälereien, Umweltzerstörung usw wo der Landwirt immer der Schuldige sein soll daher wehren sie sich unter anderem mit dieser Seite.www.fragdenlandwirt.deZudem haben viele Umweltverbände und Tierschutzorganisationen zu einer Demo am Samstag in Berlin aufgerufen mit dem Motto wir haben es satt. Die Landwirte rufen zu einer Gegendemo auf mit dem Motto " Wir machen euch satt ". Also wer die Landwirte stärken möchte der macht sich auf dem Weg nach Berlin. Näheres findet ihr auch auf der Internetseite. Zusätzlich gibt es noch eine Onlinepetition zum gleichen Thema.www.change.org/p/bundesministeri...t-über-unsDie Landwirte würden sich über eure Unterstützung und auch Fragen freuen.Gruß Uli
 
Hallo Uli,

ich komme gerade mit dem Schlepper von Berlin und habe in den letzten drei Tagen insgesamt über 800km zurückgelegt.

Andere Kollegen sind bis zu 640km (ein Strecke) gefahren um an der WIR HABEN ES SATT Demo teilzunehmen, welch ein Einsatz !!!

Es waren insgesammt über 80 Schlepper und ich versichere Dir, es waren alles echte Bäurinen und Bauern,große und kleine,

konventionell,- und ökologisch wirtschaftende.

Wir fordern eine Agrarpolitik,

-bei der z.B. auch bäuerliche Familienbetriebe mit 100 oder weniger Milchkühen noch eine Zukunft haben.

-und wenn diese Kühe dann wenigstens zeitweise auch nochmal auf einer grünen Wiese verweilen dürften,wäre das auch gut.

-bei der nicht alle Schweinemäster Herrn Straathof nacheifern müssen, um "zukunftsfähig" zu sein.

- bei der jeder das Recht hat, daß seine Felder und Früchte nicht gentechnisch verunreinigt werden.

- bei der Saatgut und Tiere nicht patentiert werden können.

- bei der unsere Kinder und zukünftige Genrationen noch eine Artenvielfalt vorfinden wie wir sie haben.

- bei der die Bienen noch Überlebenschancen haben, denn wir brauchen sie.

- und so weiter.

Ich frage den Landwirt , was ist an den Forderungen falsch ?

Und dann kommt der DBV (Deutsche Bauern Verdummungsverband) mit seiner unsachlichen Propaganda und veranstalltet eine Gegendemo.

Wie peinlich ist das den ?

Wir Landwirte sollten mehr miteinander Reden und unsere Informationen nicht zu einseitig beziehen.

MfG Lothar

PS : Ich war mit dem 1455 da, und war überrascht, welche Begeisterung einem wegen dem Schlepper entgegenschlägt.

        Schließlich waren ja wesentlich neuere und teurere Schlepper dort. (Bilder folgen)
 
Hallo Lothar,

alle Achtung für dein Einsatz.

Die Forderungen die du aufgezählt hast haben andere Landwirte auch. Nur war es nicht der DBV der Eingeladen hatte und es war auch keine Demo sondern ein Flashmob. Es wurde auch keine Propaganda betrieben. Peinlich finde ich es nur sich mit dem BUND oder auch der PETA in eine Reihe zu stellen und zu Demonstrieren. Da sind ganz verschiedene Interessen der einzelnen Organisationen. 

Genau wie du sagst sollten wir Landwirte mehr miteinander Reden, aber nicht Organisationen unterstützen die den Landwirt in der Öffentlichkeit anprangern und Unwarheiten als Standard ausweisen.

Gruß Uli
 
Hallo Leute !

Hallo Lothar, na da habt Ihr aber den Verkehr in Berlin- Mitte schön lahmgelegt. Die ersten Bilder sind in der Wilhelmstr. unweit des Brandenburger Tores entstanden. Ich habe die ersten 20 Jahre meines Lebens gleich um die Ecke in der Leipziger Str. verbracht und kenne die Gegend daher ganz gut. In Alt- Moabit seid Ihr auch langgefahren, mein Bruder arbeitet dort und hat mir natürlich ein Bild in Echtzeit gesendet.

Ja mit dem Unterstützen ist das so eine Sache: Mittlerweile ist es ja so, dass diverse Verbände/ Organisationen auch schon ganz kräftig Land aufkaufen. Ein Bekannter von mir hat ein Stückchen Wiesenland an den NABU verkauft, hätte ich es früher mitbekommen, dann hätte ich natürlich zugeschlagen. Wenn man nun nicht aufpasst und das so weitergeht, dann kaufen uns diese Verbände irgendwann die Nutzflächen weg, weil diese Flächen sind jetzt für die Landwirtschaft nicht mehr nutzbar und wieder hergeben tun sie die Flächen auch nicht. Sie sind ja jetzt die Eigentümer.

Mit freundlichen Schraubergrüßen, IHC-MOL.
 
Goldener 353:

Hallo Lothar,

alle Achtung für dein Einsatz.

Die Forderungen die du aufgezählt hast haben andere Landwirte auch. Nur war es nicht der DBV der Eingeladen hatte und es war auch keine Demo sondern ein Flashmob. Es wurde auch keine Propaganda betrieben. Peinlich finde ich es nur sich mit dem BUND oder auch der PETA in eine Reihe zu stellen und zu Demonstrieren. Da sind ganz verschiedene Interessen der einzelnen Organisationen. 

Genau wie du sagst sollten wir Landwirte mehr miteinander Reden, aber nicht Organisationen unterstützen die den Landwirt in der Öffentlichkeit anprangern und Unwarheiten als Standard ausweisen.

Gruß Uli

dito
 
Hallo,

entschuldigt bitte meinen teilweise unsachlichen Beitrag,mit mir sind wohl die Emotionen durchgegangen.

Der " Flashmob " war keine Veranstaltung des DBV, das ist richtig, auch wenn einige Vertreter, in ihrer Person als Landwirt, dort teilgenommen haben.

Mit Propaganda meinte ich auch nur, die tatsachenverdrehende Berichterstattung des DBV und der dazugehörigen Fachpresse.

Ich war selbst lange in dem Verband aktiv, obwohl ich die auf Wachstum und Export ausgerichtete Agrarpolitik für bauernfeindlich halte. Als man mir dann zum Thema Gentechnik erklärte, das wir auf diese innovative Technik nicht verzichten können, wurde es mir zu viel.

Das Höfesterben ist eine Folge dieser Politik, und ein ein Verlust der Vielfalt auf unsern Dörfern.

Wir sollten nicht vergessen, daß wir Bauern mit und von der Natur leben. Es ist mit unsere Aufgabe diese zu erhalten,zu pflegen und an die nächste Generation weiterzugeben. Hierfür sind die öffentlichen Gelder die wir bekommen, und deren Bedeutung wird noch zunehmen.

Auch bei uns sind 160 Hektar Fläche für den Naturschutz aufgekauft worden , auf denen jetzt einige Landwirte Landschaftspflege betreiben und ein Teil ihres Einkommens erwirtschaften. Da es alles Grenzstandorte waren, wo eine intensive Bewirtschaftung sowiso nicht dauerhaft sinnvoll war, finde ich dieses ok.

Auch mit den zum Teil gewöhnungsbedürftigen Ansichten einiger weniger Tierschützer habe ich kein Problem, schließlich leben wir in einer bunten und veilfältigen Gesellschaft,in der jeder "zum Glück " seine Meinung sagen kann.

Diese einzelnen Meinungen schaden den Bauern nicht, eine falsche Agrarpolitik letzdendlich allen.

Die Menschen stehen hinter uns, wir sollten uns nur nicht zu sehr von kapitalgesteuerten Molkerei,-Fleisch,-Saatgut,- und Chemiekonzernen steuern lassen.

MfG
 
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