Frage an die Hydraulik-Cracks

Mike IH353

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18 August 2018
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Ort
79848 Bonndorf im Schwarzwald - Gündelwangen
Guten Morgen :)

ich will an meinem 353 die Hydraulik aufrüsten. Es sind serienmässig keine Steuergeräte verbaut. Er besitzt nur den Hydraulikblock für den Heckheber.

Ich habe ein 2 Hebel Monoblock Steuergerät das doppelwirkend ist. Es hat Anschlüsse für Druckweiterführung und drucklosen Rücklauf. Soweit ist mir alles klar. Mit der Pumpenleitung gehts in das Steuergerät. Druckloser Rücklauf habe ich über den Deckel vom Vorratsbehälter unterm Sitz realisiert.

Da ich jetzt noch ein Frontlder (einfacher Klinklader) anbauen möchte, benötige ich noch ein ew Steuergerät.

Ich würde jetzt eigentlich vom 2 Hebel- Steuergerät über die Druckweiterführung in das Steuergerät für den Frontlader gehen und von dessen Druckweiterführung in den Hydraulikblock vom Traktor (ursprünglicher Pumpenanschluss) damit der Heckheber noch funktioniert. Warum realisieren alle (zumindest die wo ich gesehen habe) den Kreislauf für den Frontlader über einen Absperrhahn? Funktioniert meine Vorgehensweise nicht?

Und dann ist mir auch noch unklar wo ich den Rücklauf vom ew Steuergerät anschließe? Ich hab noch kein ew Steuergerät mit drucklosem Rücklauf gefunden
 
Check ich ehrlich gesagt nicht :P

Bisher schaut es wie auf dem Bild aus. Das ew Steuergerät soll ähnlich wie ein joystick oben seinen Platz finden, so dass ich den arm auflegen kann. Nicht unten am Schalthebel.

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so ein Steuergerät würde ich gerne verbauen. Und eine Armablage dazu selbst gestalten.

Das 2 Hebelsteuergerät hat ja eine druckweiterführung mit der ich in das Einhebelsteuergerät in den Druckeingang kann. Wo muss ich dann mit dem Rücklauf vom Einhebelsteuergerät rein. In den von mir gefertigten drucklosen rücklauf wird wohl nicht funktionieren oder?
 
Hallo,

der Rücklauf muss genauso zurück zum Tank wie bei dem Zweihebelgerät. Vielleicht hast du ja seitlich am Hydraulikblock noch Verschlussschrauben wo du draufgehen kannst.

Gruss

Georg
 
Was ich nicht verstehe:
Ist der Rücklauf vom einfachwirkendem Steuergerät drucklos oder nicht??? Wenn ja könnte ich ihn ja einfach mit an den anderen anschließen. Wenn nicht würde dies ja mein drucklosen rücklauf vom 2 Hebelsteuergerät stören.

Was passiert wenn z.B. kein Gerät betätigt wird. Die Pumpe baut ja den Druck auf. Liegt dann an den Steuergeräten immer der volle Druck an? Arbeitet die Pumpe dann immer gegen den Druck oder schaltet die dann intern ab oder wird der Druck im Steuergerät intern abgebaut und drucklos in den Tank befördert? Es muss ja irgendein Kreislauf geben damit das Material ständig belastet wird auch wenn kein Gerät betätigt wird.
 
Hallo Mike ohne Profil!

 

Als erstes, zum Verständnis:

Die Pumpe baut keinen Druck auf, die Pumpe leifert einen Volumenstrom (l/min), je nach Motordrehzahl mehr oder weniger.

Der Druck wird erst durch einen Verbraucher aufgebaut (=Last [bar]).

 

Von der Pumpe zum ersten Steuergerät, dann mit Druckweiterleitung zum zweiten Steuergerät, dann mit Druckweiterleitung zum Regelhydrauliksteuergerät (Heckhydraulik). Die Rückläufe können mit einem T- Stück zusammengefasst werden, Größe mindestens 15L.

Wenn kein Gerät betätigt wird, wird das Öl zum Regelhydrauliksteuergerät geleitet und wieder zurück in den Tank.

 

Ganz wichtig ist, dass die Druckbegrenzunsventile jedes der im Strang eingebauten Steuergeräte passend eingestellt werden!

 

Was noch gesagt werden muß, ist, dass jede zusätzliche Verschraubung, Knie, Steuergerät, Leitung,... einen zusätzlichen Widerstand darstellen, der auch im Leerlauf den Druck an der Pumpe erhöht und so eine zusätzliche Erwärmung des Öls bewirkt.

Nicht Umsonst wurde von den Ingenieuren von IHC der Aufbau entwickelt, wie vom Dieter abgebildet.

 

 Gruß, Gerhard
 
Danke Gerhard. Die Erklärung hat mir viel weitergeholfen. Verbaue jetzt wohl sogar ein Kreuzhebel und baue auf hydraulische Gerätebetätigung um: Noch eine Frage zur Einstellung der Druckbegrenzungsventilen. Wie ist da die Vorgehensweise? Wäre toll wenn du mir dies erläutern könntest.

Grüße

Mike
 
Ganz einfach:

  • An einer Hydraulikkupplung des betreffenden Steuergeräts einen Stecker mit Manometer dran einstecken
  • die Stellschraube des Druckbegrenzungsventils ca. 1 Umdrehung herausdrehen
  • Motor auf Drehzahl bringen
  • Ventilhebel betätigen, der Zeiger des Manometers hebt sich
  • die Stellschraube des Druckbegrenzungsventils langsam hineindrehen, bis das Manometer ca. 160 - 170bar anzeigt
  • Stellschraube sichern
Das Ganze bei beiden Steuergeräten durchführen.

Gruß, Gerhard
 
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