Frage zu Zylinderkopfdichtung und Dichtringe D-155?

ihc353s

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6 Dezember 2024
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Hallo zusammen,

hatte heute die Gelegenheit, bei einem Case IH 433 (schwarzer Alugrill), den Motor, also Kolben und Büchsen zu machen.

Beim auflegen der Zylinderkopfdichtung, wurde ich ein bissl stutzig, eine der Löcher in der ZK Dichtung scheint nicht zu passen. Also im Netz nach Angeboten von Zylinderkopfdichtungen, für den 155er Motor gesucht und Bilder verglichen.

Es scheint also doch, verschiedene ZKDs für den 155er Motor zu geben, einmal mit Bohrung, einmal groß ausgeschnitten, so wie diese hier, oder eben geschlossen, so das die Bohrung abgedeckt wird.

Aber warum?

Es handelt sich um die, in Fahrtrichtung rechts hinten gelegene Ölbohrung, sie führt runter ins hinterste Nockenwellenlager. Im Zylinderkopf ist an dieser Stelle keine Bohrung.

Bei der alten ZKD, die ich leider nicht mehr habe, ist an dieser Stelle eine Abdichtung, der Abdruck davon ist noch auf der Dichtfläche des Blocks zu erkennen.

Kann ich diese Dichtung so montieren, oder geht mir da evtl. der Öldruck flöten?

Die ZKD stammt ausm Kopfdichtsatz, der Firma Elring, was ja eigentlich keine schlechte Marke ist.

Desweiteren eine Frage zu den O-Ringen der unteren Büchsenabdichtung.

Beim Kolben-Büchsen-Satz, der Firma Kolbenschmidt, sind ja 2 Ringe mit dabei. Natürlich habe ich die falschen, also die dickeren genommen, wie ich nachher erfahren habe. Laut KD- Brief vom 28.10.1980 und der Motornummer 134037 des Modells 433 werden O- Ringe mit 4,75mm Durchmesser , schwarz mit goldener Markierung verwendet.

Die Büchsen gingen auch schön stramm rein, aber sie sitzen dafür gut drin. Laut Kundendienstbrief handelt es sich lediglich um einen Unterschied von 0,25mm im Durchmesser des O-Ringes. Das kann doch nicht so viel ausmachen, oder?

Hier die Bilder der ZKD:

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Moin,

@Paylodoc: Mit Deiner Antwort kann ich jetzt so gar nichts anfangen, wofür stehen die Fragezeichen? Das mit den O-Ringen ist doch eine schon oft gestellte Frage, kann man die nicht einfach beantworten?

Gruß

Frank
 
Leute, die O- Ringfrage ist offiziell ja einfach zu beantworten, ab Motornummer 134037 des 433 kommt der dünnere Ring rein.

Nun sind aber leider schon die stärkeren drin und das auswechseln mit viel ZUsatzarbeit verbunden, da die ÖLwanne wieder ab muss, der Vorderachsbock ebenso.

Pleul los, Kolben raus, Buchsen raus, tauschen und alles wieder retoure.

Die Frage ist ja eher, ob das gutgeht in Bezug auf die Dichtigkeit. Jetzt könnte man ja meinen, strammer ist dichter, aber ist das wirklich so. Wenn das egal wäre, warum hat IH dann diese Anpassungen vorgenommen.

Motor läuft, Brennraum heizt sich auf, Buchsen dehnen sich aus, geben Wärme an das Külwasser ab, drücken aber auch die Buchsen noch stärker gegen die abdichtenden Ringe. Möglicherweise muss ein elastisch bleibender dichtender FReiraum erhalten bleiben, damit die Abdichtung immer gewährleistet ist. So könnte es ja passieren, dass durch den Ausdehnungsdruck die zu dicken Ringe so stark gestaucht werden, dass sie beim abkühlen des Sytems und zusammenziehen der Buchsen nicht mehr in der Lage sind, sich ebenfalls gleichmäßig auszudehnen um die Dichtfunktion zu gewährleisten. Vielelicht tritt so ein Effekt auch erst nach einiger Betriebszeit auf, oder halt nie.

Viel Theorie und vielleicht, ich weiß, aber die Änderungsdifferent von 0,25mm muss ja ihrgendwelche GRünde haben.

Viele GRüße, Matthias
 
Laut Aussage Kundendienst müssen die O-Ring Nuten so bestellt sein das sich der O-Ring bei der  Montage in der Nut ausbreiten kann.

@ Frank Nun weiss ich das Du der Frank bisst,sorry. Grüße vom Paylodoc.
 
Hallo Hans Heinrich,

so siehst das also ähnlich wie ich, dass der Ring einen gewissen Bewegungsspielraum haben muss, um das Delta T auszugleichen richtig?

dann müsste Schorsch doch nochmal die Teile ausbauen

Viele GRüße, Matthias
 
Hallo,

Die KundendienstBriefe sind mir bekannt und habe ich auch.

Du kannst die beruhigt drin lassen da passiert nichts. Die Blöcke haben auch Toleranzen und die Nut ist teilweise auch angefressen.

Ich hab auch mal die Falschen eingebaut. Ist schon 4 Jahre her und der Schlepper füttert noch heute jeden tag 200 Rindviecher mit dem Mischwagen.....
 
Hallo,

die Frage nochmal auswechseln oder nicht ist so eine Sache. Die Aufgabe des O-Ringes ist ja die Abdichtung Brennraum - Kühlwasser.

Um dies gewährleisten zu können muss eine Mindestvorspannung zwischen den Bauteilen sein um auch die Temperaturunterschiede gegen den anstehenden Druck ausgleichen zu können. Es muß das richtige Verhältnis zwischen O-Ring und Nut sein. (Nutfüllgrad) Neben der O-Ring Geometrie spielt noch die Nutgeometrie und die Shore-Härte des O-Ringes eine Rolle.

O-Ring und Nut haben jeweils auch gewisse Toleranzen. Daher ist es durchaus möglich dass der eingebaute O-Ring in die aktuelle Nut passt und auch sonst nichts mehr passiert. Das kann man alles wunderbar ausrechnen wenn man die Maße der aktuellen Bauteile vorliegen hat.

Ist der der O-Ring zu dick besteht die Gefahr einer mechanischen Beschädigung (Abscheren) bei der Montage. Wenn er in Position sitzt muß er in der Nut bei hohen Temperaturen noch genügend Platz zum ausdehnen haben (größerer Wärmeausdehungskoeffizient).

Umgekehrt muss er bei tiefen Temperaturen noch genügend Restvorspannung besitzen um gegen die anstehenden Drücke abdichten zu können.

Klingt alles sehr theoretisch, ist aber so. Ich will damit nur sagen, es liegt im Ermessen des Besitzers ob er alles nochmal auseinander nimmt oder das Risiko gehen möchte und die jetzigen Ringe drinn lassen. Es kann gut gehen wenn die O-Ring Nuten auf Toleranzmitte gefertigt sind oder eher Größtmaß haben und die eingebauten Ringe am unteren Ende der Toleranz liegen.

Ich denke es gibt eher Probleme wenn die O-Ringnuten Kleinstmaß hätten UND die eingebauten O-Ringe Größmaß hätten, das ist statistisch gesehen sehr selten der Fall.

Gruß

Manfred
 
Also, man lernt ja im Leben nie aus!!!

Hab mir grad den ehemaligen Block, meines 353 angeschaut, ist ja auch ein D-155 Motor.

Da ist in der besagten Bohrung eine Verschlussscheibe drin. Zudem sind da die Bohrungen, die beim 86er 433 Block offen sind, überrall Verschlusstopfen drin, noch dazu ist die Gussform, in dem Bereich der Stößelführungen auch anders geformt. Da soll sich noch einer auskennen??????????????

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383+833:

Hallo,

die Frage nochmal auswechseln oder nicht ist so eine Sache. Die Aufgabe des O-Ringes ist ja die Abdichtung Brennraum - Kühlwasser.

Gruß

Manfred
Moin,

das stimmt so nicht, die O-Ringe dichten Kühlwasser gegen Kurbelgehäuse ab. Der Brennraum läßt sich wohl nicht mit einem O-Ring abdichten.

Gruß

Frank
 
....für mich war die Zylinderlaufbuchse die Begrenzung des Brennraumes zumindest hatte ich sie bei meinen Ausführungen so dazugezählt. Der "Brennraum" an sich ist schon in Wirklichkeit der Raum in dem sich das Luft-Dieselgemisch entzündet.... aber diese Haarspaltereien dienen nicht wirklich der Problemlösung....
 
Nachdem der Lehrling, meines EX Arbeitgebers, auf Schulung war und erst seit gestern wieder da ist, musste der 433 ein bissl warten. Schliesslich soll der Junge auch lernen, wie man einen Motor macht.

Die dickeren O-Ringe habe ich nun drin gelassen, so schwer waren die auch nicht zu montieren. Zudem habe ich die gezeigte Zylinderkopfdichtung verbaut, nachdem ich mit dem Lehrling, einen extra von mir mitgebrachten, leeren 155er Block inspiziert hatte.

Es ging um die Sicherstellung der Schmierung der Nockenwelle, nachdem alle Zweifel beseitigt waren, wurde die gezeigte ZKD verbaut.

Um auf Nummer sicher zu gehen, hab ich dann auch noch mein Öldruckmanometer angeschlossen, um den Öldruck im Blick zu haben.

Der Probelauf verlief, wie erwartet reibungslos, er dauerte 30 Minuten, bei Halbgas. In der Zeit hielt sich der Motoröldruck, bei etwa 4,5 Bar und sank auch nicht merklich, nach dem Probelauf. Nach dem Probelauf betrug der Öldruck noch 2,5 Bar im Leerlauf, ich glaube, da kann man nicht meckern.

Der Motor sprang gut an und lief sehr gut und rauchte nur am Anfang, im warmen Zustand war kein Rauch zu sehen. Beim Gas geben, zeigte sich eine leichte dunkle Rußeinfärbung, alles in Ordnung.

Nachdem dann der Zylinderkopf nochmal nachgezogen und die Ventile nochmal eingestellt waren, konnte der 433, wieder seinem Besitzer übergeben werden.

Gruß Schorsch
 
Hallo Schorsch, der Ölfluss geht vom ersten Nockenwellenlager duch eine Bohrung nach oben durch den Kopf.Von hier zum 1 Kipphebewellenbock, von dort in eup-1136517728-b2bbc9c2c3b8d3a9a8897aee03532e75-1542809202_big.webpdie Kipphebelwelle und dann zu den einzelnen Kipphebel.Vorne ist zur Wapu hin. Körnermarkierung an der Nockenwelle zum Nockenwellenbock beachten! Grüße vom Paylodoc.
 
Hallo,

also, es gibt Neuigkeiten zum 433, gestern war ich ja vor Ort, um eine ESP beim Steyr ein zu bauen, als der Besitzer von dem 433 vorbei kam.

Er berichtete, das der Schlepper am Samstag heiß geworden wäre, obwohl er nur 3 Kilometer Strassenfahrt gemacht hätte. Er hat dann den Schlepper vorbei gebracht (waren nur 500 Meter) und ich hab mir den angeschaut.

Es fehlte Kühlwasser, das ich in der Ölwanne, in Form von grauen Schleim wieder fand. Nun geht die Suche weiter.

Gruß Schorsch
 
Hab heut wieder Zeit gehabt, am 433 weiter zu machen. Hab alles wieder ausgebaut, Vorderachse, Ölwanne, Zylinderkopf, Kolben und Büchsen.

Auch die O-Ringe wurden raus genommen, leider ist mir kein Foto dazu gelungen. Die O-Ringe hatten ganz leichte Druckspuren, aber Hinweise auf ein abscheren hab ich nicht gefunden. Es befanden sich zwar Spuren an den Laufbuchsen, die sich mit dem Fingernagel abkratzen ließen, aber vom Bild her nicht zu den O-Ringen passten.

Hab die kleineren O-Ringe, aus dem Kolben-Büchsensatz noch da gehabt, habe aber bei einem eine Beschädigung festgestellt. Deshalb hat sich der Chef beschlossen, das neue, originale O-Ringe, vom freundlichen verbaut werden sollen.

Also hab ich die heut da geholt, und wurde vom Lageristen drauf hingewiesen, das ich da nicht der erste wär mit dem Problem. Seit die O-Ringe von IHC geändert wurde, gäbs da öfter mal Probleme.

Mit der alten Version hätts da nie Ärger gegeben??!!

Morgen gehts weiter, mit dem zusammenbauen, mal sehn, obs diesmal dicht hält?

Gruß Schorsch

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Hast du sofort alles ausgebaut oder die Ölwanne abgenommen und den Block abgedrückt?

Ich hab am Wochenende auch wieder die Großen Ringe eingebaut.Allerdings verbaue ich nur KS und nicht die Teile Von CNH.
 
Hallo Jonas,

den Block hab ich nicht abgedrückt, da ja vorher alles dicht war. Der Schlepper hat Wasser verbraucht und hatte weißen Schlamm am Kühlerdeckel. Der Besitzer wollte, das wir da mal bei gehen. Beim begutachten der ZK Dichtung war auch nichts auffälliges zu erkennen, ausser, das eine der Büchsen, innen einen leichten Rostrand hatte. Der Schlepper hat steht die meiste Zeit im Freien.

Deshalb wurde beschlossen, die Kolben und Büchsen auch zu tauschen, der Zylinderkopf wurde überarbeitet und abgedrückt.    Da das Wasser im Öl, nach der Reparatur so massiv auftrat, vermute ich den Fehler eben bei den O-Ringen, was mir vom Händler auch weitgehendst bestätigt wurde.
 
Heut wars soweit, der Motor wurde wieder zusammen gebaut.

Bei dem Schlepper wurde am Freitag das Öl abgelassen, damits übers Wochenende Zeit hatte, gut auszulaufen und abzutropfen. Am Montag, also gestern, wurde die Ölwanne abgenommen und beiseite gestellt. Heut hab ich sie gereinigt und dabei festgestellt, das in dem grauen Schlamm, drei kreisförmige Ringe, aus Frostschutz getröpfelt waren, die ich vorher nicht beachtet hatte.

Dies dürfte doch ein untrügliches Zeichen dafür sein, das das Wasser über die Büchsen O-Ringe ins Öl gelaufen sein dürfte. Das restliche Kühlwasser befand sich ja übers Wochenende noch im Motor.

Heute also nochmal alles penibel gereinigt und die neuen, dünneren O-Ringe verbaut. Trotz der dünneren Ringe gingen die Büchsen genauso straff rein, wie mit den großen O-Ringen.

Der Rest wurde zusammen gebaut, der Motor eine halbe Stunde warmlaufen lassen und anschliessend wurden der Kopf nachgezogen und die Ventile nochmal eingestellt.

Wir werden sehen, obs jetzt dicht ist, oder nicht, ich halt euch auf dem laufenden,

Gruß Schorsch
 
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