Funktion Feder Auflaufbremse Drehschemelanhänger

BSV IHC 423

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74850 Schefflenz
Hallo zusammen,

wir haben für unseren Verein einen Drehschemelanhänger erworben.

Nach dem Austausch aller Schmiernippel habe ich mir nun die Auflaufbremse näher angesehen.

Hier ist eine Feder verbaut die derzeit aber zu keinem einzigen Zeitpunkt betätigt wird.

Ich nehme an, dass diese beim Anziehen des Hängers eigentlich den entstehenden Ruck/Schlag abmindern soll.

Hierzu müsste aber auf der Zugstange irgendetwas die Feder mitnehmen.

Ich konnte bisher aber nichts derartiges finden bzw. auch nicht dass irgendwo etwa angebrochen/defekt ist.

Vieleicht hat irgendjemand schon mal dieses oder ein ähnliches System gesehen und kann mir sagen nach was ich suchen muss bzw. was defekt ist oder fehlt?

Gruss

Markus

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Hallo,

ich muss ganz klar sagen ich kenne dieses System so nicht, aber rein von der Funktion ist das ja eine Auflaufbremse und du hast keine Feststellvorrichtung die benötigt wird für das Zurückfahren. Ich sehe das so die Feder drückt die Bremse immer auf und erst wenn der Wagen bei einer bestimmten Geschwindigkeit und bei dem entsprechenden geladenen Gewicht, die Feder soweit nachgibt und der Bremsvorgang eingeleitet wird.

Gruß Alexander
 
Moin Markus, hast Du an dem Anhänger nicht irgendwo einen Hinweis auf den Hersteller gefunden? Typenschild am Hänger oder an der Deichsel?

Evtl. auf den Bracken ein Schriftzug zu erkennen?

Das Gestänge unterhalb des kleinen Blechkastens, sieht danach aus, als ob da früher eine Feststellbremse dran war.

Hoffe es findet sich jemand der den Hänger einem Erbauer zuordnen kann.

Ist regional sehr unterschiedlich.

Weiter viel Erfolg vom Emslandschrauber Franz
 
Moin.

Meines Erachtens dient die Feder dazu das der Anhänger nicht bei jeder kleinsten Kleinigkeit eine Vollbremsung hinlegt. Es dämpft etwas den Schub. Bewegt sich denn das Gestänge? Die lange Stange an der Anhängeöse muss beim Bremsen in die Deichsel rutschen. Dabei wird die Feder gespannt. Bei leerem Anhänger braucht die Bremse ja nicht mit voller Leistung arbeiten.

Gruß Jürgen
 
Hallo zusammen,

@D217s:

es gibt eine Feststellvorrichtung fürs Rückwärtsfahren, das ist der Hebel links neben der Feder. Ist auf dem Bild in der Stellung gesperrt für Rückwärtsfahrt. Die Feder bewegt sich derzeit gar nicht in keinem einzigen Fahrzustand.

@Emslandschrauber:

Hersteller war der Dorfschmied drei Dörfer weiter, existiert natürlich lange nicht mehr. Feststellbremse ist noch dran, siehe oben.

@FuerPapa:

Das Bremsgestänge bewegt sich und funktioniert auch. Bremse funktioniert auch, allerdings bewegt sich die Feder in keinem Zustand. ich denke es müsste einen mitnehmer auf der Stange der Zugöse gegeben haben (duchgehender Stift o.Ä.) der die Feder mitgenommen hat. Konnte blos beim Inspizieren der Stange kein Bohrloch oder etwas abgebrochenes entdecken.

Ich finde Deine Idee interessant dass die feder das Bremsen sanft einleitet. ich hatte ja gedacht, dass es den Anfahrruck mindert. Dein Vorschlag gefällt mir besser.

Allgemein auch zu beachten, der Hänger wurde wahlweise für Traktor- bzw. Pferdebetrieb gebaut.

Gruss

Markus
 
Ja, Druckfeder war mir klar.

Ich dachte nur dass sie von links nach rechts gedrückt wird, in Deinem Vorschlag wird sie von rechts nach links gedrückt.

Ich könnte mir auch vorstellen dass am Ende der Feder ne Scheibe war die mit einem Querstift mit der Zugstange verbunden war.

wenn es wärmer wird muss ich das ganze wohl doch etwas ausführlicher nach fehelenden bzw. abgeborchen teilen untersuchen.

Gruss Markus
 
ich bin der gleichen Meinung wie Jürgen. Aber nur für mein Verständnis, wenn du die Anhängeöse in die Hand nimmst kannst du diese bis auf Anschlag Bremse schieben ohne, dass sich die Feder bewegt?

Gruß Alexander
 
So habe ich das jetzt jedenfalls auch verstanden.

Wir hatten mal einen Anhänger mit 2 Federn. Eine lange für die Bremse und eine ca. 8cm kurze die noch hinten drauf saß. Die war damit man beim anziehen nicht gleich gegen Block zog. Glich also ein wenig Spiel aus. Bei vollem Zug ging die komplett auf Block.

Deine Bremse muss so eingestellt werden, dass bei Vollbremsung die Feder nicht auf Block geht. Vielleicht war das nicht mehr möglich und der Stift wurde entfernt.

Bauern sind da kreativ ;)

Gruß Jürgen
 
Hallo zusammen,

@D217s:

Genauso ist es, die Feder bewegt sich nie, ich kann die Öse reinschieben bis die Bremse zumacht oder den Wagen ziehen, null Veränderung an der Feder, deshalb meine ich ja dass wahrscheinlich was fehlt.

@FuerPapa:

Momentan kann man die Zugstange reinschieben bis die Brems zumacht ohne das die Feder bewegt wird, da ist momentan auch nichts verbaut was die Feder überhaupt mitnehmen könnte.

Wenn man den Hänger zieht geht die Zugstange auf den hinteren (links im Bild, da wo auch die Rückfahrsperre befestigt ist) Metallblock was leichte Schläge verursacht (deshalb meine erste Annahme dass die Feder diese Schläge mindern soll).

Wahrschinlich wird der Mitnehmer fehlen, kaputt oder entfernt worden sein.

Bei der ersten Sichtkontrolle ist mir diesbezüglich nichts aufgefallen.

Das muss ich dann wohl nochmal in Ruhe, wenn es etwas wärmer ist, inspizieren.

Gruss

Markus
 
Ich vermute hier etwas anderes.

Im Normalbetrieb muß die Feder gut vorgespannt sein, und durch eine Klinke gesichert werden.

Dazu muß dann das Gestänge der Auflaufbremse passend eingestelt sein, so das diese richtig arbeitet, wenn der Hänger aufläuft.

An der Klinke der Feder wird dann ein Abriss-Seil angebracht.

Verliert man dann den Hänger, lößt die Klinke die Feder, die Feder fährt dann voll aus, und bremmst den abgerissenen Hänger voll.

Diese Vorrichtung ist defekt, und wurde irgenwann mal außer Betrieb gesetzt, damit der Hänger rollfähig ist.

Ein änhliches Prinzip hat mein THK5 aus alter DDR Produktion.

Gruß Jürgen / Jogi633
 
Hallo

Die Feder dient als Anfahrdämpfer, hat jeder auflaufgebremste Anhänger nur bei den neueren, so ab vor 40 Jahren, haben zwei Gummipuffer in der Deichsel

die man nicht sehen kann.

MfG

Alwin
 
Ein freundliches Hallo in die Runde,

kann momentan kein Bild einstellen, da meine Ballenanhänger über Winter woanders untergestellt sind.

Einer der Anhänger hat eine ähnliche Mechanik.Die Feder soll den Auflaufvorgang etwas dämpfen.

An der rechten Seite gehört zwischen Feder und vorderer "Lagerung" der Zugösenstange ein ca. 15 mm breiter

Ring, Außendurchmesser entspricht dem Federaußendurchmesser- Wandungsstärke also so 10 - 12 mm.

Bei mir ist dieser Ring mit 2 Stück 8mm Madenschrauben in 2 Mini-Senklöchern in der Zugstange fixiert, weil die Zugstange in dem Bereich

nicht durchgebohrt sein darf.

Wenn nun die Bremse nicht vorschriftsmäßig nachgestellt wurde und die Feder auf "block" geht bevor die Bremse anspricht, werden entweder

die Schraubenstummel abgeschert, oder der Ring zerbricht in 2 Teile und verschwindet auf Nimmerwiedersehn.Das vermute ich hier.

Hoffe, das hilft weiter.

Beste Grüße

+Matthes+
 
Das was Matthes beschreibt, ist der Stellring den ich oben erwähnt habe.

Die Lösung von Jogi633 finde ich spannend. Normal ist die Notbremse doch gegeben wenn die Deichsel runter fällt. So war es bis jetzt bei allen Anhängern die ich kenne.

Wenn sie als Anfahrdämpfer funktionieren soll, müsste das anschließende schräge Bremsgestänge ja noch ziemlich weit nach vorne kommen können, gucke ich mir gleich nochmal an.

Gruß Jürgen

Edit

Ich glaube das der Klotz an dem die Rückfahrsperre angebracht ist, sich nicht bewegt. Deshalb glaube ich nicht an eine Anfahrdämfpung.
 
Hallo zusammen,

@Jogi633:

Das ist es defintiv nicht die Metallführungen rechts und links der Feder sind angeschweißt und es ist nirgends erkennbar dass dort mal eine Klinke war.

@cvxdriver:

Tja, das ist nun die Frage, Du meinst es ist ein Anfahrdämpfer (dachte ich zuerst auch), FuerPapa und +Matthes+ denken es ist eine Dämpfung für den Auflaufvorgang (macht vielleicht auch Sinn da der anhänger ja auch für Pferdebetrieb konzipiert war).

Je nachdem von welcher Seite ich die Feder auf der Schubstange sichere erhalte ich die jeweils ander Funktion, also währe beides möglich.

@+Matthes+:

Dann werde ich die Schubstange die Tage nochmals nach irgendwelchen Vertiefungen absuchen.

Der Anlenkpunkt an der Achse ist auch leicht nach oben gebogen, da bin ich mir nicht sicher ob das so gehört, wenn nicht passt es zu Deiner Theorie.

Anbei nochmal das Bild, der Anlenkpunkt befindet sich unter dem roten Strich. Habe leider kein besseres Bild hierzu da, kann aber Samstag noch eines Machen 8der Vollständigkeit halber).

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Übrigens Danke für die vielen Antworten und die muntere Diskussion.

Gruss

Markus
 
Hallo Jürgen,

stimmt, der Klotz ist angeschweißt.

Wenn die Klemmung/Stellring/Ring links auf der Welle fixiert währe würde es genu so funktionieren (als Dämpfer beim losfahren).

Ist es rechts der Feder auf der Welle fixiert funktioniert es als Auflaufdämpfer.

(aber in beiden Fällen die Fixierung innerhalb der zwei angeschweißten Führungen).

Gruss

Markus
 
Für den Pferdebetrieb ist die Auflaufbremse außer Funktion. Da sitzt der Kutscher auf dem Bock und hat ein Pedal und eine Kurbel. Die Kurbel für Bergabfahrt.

Ich kann mir vorstellen, das in die beiden Blechlaschen auf der Deichsel noch eine Verlängerung montiert wird für den Pferdebetrieb, sonst sind die zu weit mit den Beinen hinten dran. Da muss ja noch der Schwengel zwischen.

Gruß Jürgen

Edit

Mal angenommen man montiert den Ring in Fahrtrichtung hinten, dann hat doch die Zugstange keinen Weg mehr zum Ausfahren. Dafür müsste die Feder auf Vorspannung gebracht werden. Das würde doch dann die Zugstange unbelastet nach hinten drücken und die Bremse (wenn auch nur leicht) betätigen. Damit das nicht passiert müsste die Bremse entsprechend zurück gestellt werden. Dann reicht beim Auflaufen sicher der Weg nicht mehr um die Bremse zu betätigen.

Macht in meinen Augen keinen Sinn.
 
Stimmt, hatte ich vergessen.

Ja, in die zwei Laschen gehört eine Einsteckdeichsel.

Hinten, wo sich die Deichsel aufteilt, befindet sich ein Loch fuer, bei uns sagt man Schildscheid, kenne den Fachbegriff nicht, an dem die Pferde eingehängt wurden.

Die Kurbel wirkt auf die Hinterachse.

Gruss Markus
 
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