Calenberger-IHC
Bekanntes Mitglied
Liebes Forum,
Ich habe lange darüber nachgedacht, ob die Proteste der Bauern hier in dieses Forum gehören und habe mich dazu entschlossen dazu etwas zu schreiben und meinen Blick auf die Dinge hier einmal zu verfassen.
Ich möchte es nicht allzu in die Länge ziehen, daher halte ich mich kurz.
Zum einen bin ich in den sozialen Medien immer wieder darüber erstaunt, dass es einige Menschen in diesem Land gibt, die bis heute nicht kapiert haben, dass es bei den Protesten nicht vorrangig um Dieselabgaben geht, sondern hier ein gesamter Berufsstand abgewickelt werden soll. Die Proteste symbolisieren die Angst der Landwirte, dass sie in diesem Land nicht mehr gebraucht werden und in Zukunft ihren Beruf nicht mehr ausüben können.
Korrigiert mich wenn ich falsch liege, aber es ist etwas völlig anderes ob ich gekündigt werde und mir einen neuen Arbeitgeber suche und dort anfange oder ob mir die gesamte Existenzgrundlage entzogen wird. Ein ähnliches Gefühl dürften die Kumpel im Ruhrgebiet gehabt haben, als die Zechen nach und nach dicht gemacht wurden. Bloß das dort kein eigener fruchtbarer Grund und Boden im Spiel war und nicht die Versorgung eines Landes aufs Spiel gesetzt wurde.
Ich habe zwar keinen landwirtschaftlichen Hintergrund, wohne jedoch auf dem Dorf und bin über jeden Landwirt dankbar. Egal ob er Ackerbau oder Viehzucht betreibt. Ich habe es noch nie erlebt, dass jemand nein gesagt hätte, wenn man höflich fragt und um Hilfe bittet. Häufig bekommt man auch ungefragt Hilfe. So geschehen bei unserem letzten Hochwasser.
Die örtlichen Feuerwehren haben keine Pritschenfahrzeuge zum Transport von Sandsäcken, geschweige denn einen Radlader oder Gabelstapler. Wir waren vom Wasser eingeschlossen und es ist den Bauern zu verdanken, dass uns Sandsäcke gebracht wurden. Genauso die Post, die Mülentsorgungl oder das Fahren durchs Wasser, um etwas einkaufen zu können. Zur Apotheke, zum Arzt oder einfach zur Arbeit.
Ich jedenfalls und jeder in meiner Familie unterstützt die Proteste und hofft, dass die Aktionen nicht an Fahrt verlieren und die Landwirte die Intensität ihrer Proteste noch lange hochhalten können.
Denn eines darf man nicht vergessen, das Frühjahr kommt und dann werden die Traktoren und die fleißigen Menschen wieder auf den Feldern gebraucht, um die Versorgung für uns alle sicherzustellen.
Zum Abschluss möchte ich euch noch folgendes Statement verlinken, welches mich sehr beeindruckt und bewegt hat.
https://youtube.com/shorts/Dg6dsPogA3c?si=G3TWc43s_Q3-FCFQ
Mein Dank gebührt auch allen aktiven Landwirten in diesem Forum.
Gruss Joerg
___
„Wenn Informationen von Menschen im Dialog oder in einer Diskussion verarbeitet wird,
dann ist dies nach allem, was wir wissen,
die tiefstmögliche Art der Verarbeitung.“
(Manfred Spitzer)
Ich habe lange darüber nachgedacht, ob die Proteste der Bauern hier in dieses Forum gehören und habe mich dazu entschlossen dazu etwas zu schreiben und meinen Blick auf die Dinge hier einmal zu verfassen.
Ich möchte es nicht allzu in die Länge ziehen, daher halte ich mich kurz.
Zum einen bin ich in den sozialen Medien immer wieder darüber erstaunt, dass es einige Menschen in diesem Land gibt, die bis heute nicht kapiert haben, dass es bei den Protesten nicht vorrangig um Dieselabgaben geht, sondern hier ein gesamter Berufsstand abgewickelt werden soll. Die Proteste symbolisieren die Angst der Landwirte, dass sie in diesem Land nicht mehr gebraucht werden und in Zukunft ihren Beruf nicht mehr ausüben können.
Korrigiert mich wenn ich falsch liege, aber es ist etwas völlig anderes ob ich gekündigt werde und mir einen neuen Arbeitgeber suche und dort anfange oder ob mir die gesamte Existenzgrundlage entzogen wird. Ein ähnliches Gefühl dürften die Kumpel im Ruhrgebiet gehabt haben, als die Zechen nach und nach dicht gemacht wurden. Bloß das dort kein eigener fruchtbarer Grund und Boden im Spiel war und nicht die Versorgung eines Landes aufs Spiel gesetzt wurde.
Ich habe zwar keinen landwirtschaftlichen Hintergrund, wohne jedoch auf dem Dorf und bin über jeden Landwirt dankbar. Egal ob er Ackerbau oder Viehzucht betreibt. Ich habe es noch nie erlebt, dass jemand nein gesagt hätte, wenn man höflich fragt und um Hilfe bittet. Häufig bekommt man auch ungefragt Hilfe. So geschehen bei unserem letzten Hochwasser.
Die örtlichen Feuerwehren haben keine Pritschenfahrzeuge zum Transport von Sandsäcken, geschweige denn einen Radlader oder Gabelstapler. Wir waren vom Wasser eingeschlossen und es ist den Bauern zu verdanken, dass uns Sandsäcke gebracht wurden. Genauso die Post, die Mülentsorgungl oder das Fahren durchs Wasser, um etwas einkaufen zu können. Zur Apotheke, zum Arzt oder einfach zur Arbeit.
Ich jedenfalls und jeder in meiner Familie unterstützt die Proteste und hofft, dass die Aktionen nicht an Fahrt verlieren und die Landwirte die Intensität ihrer Proteste noch lange hochhalten können.
Denn eines darf man nicht vergessen, das Frühjahr kommt und dann werden die Traktoren und die fleißigen Menschen wieder auf den Feldern gebraucht, um die Versorgung für uns alle sicherzustellen.
Zum Abschluss möchte ich euch noch folgendes Statement verlinken, welches mich sehr beeindruckt und bewegt hat.
https://youtube.com/shorts/Dg6dsPogA3c?si=G3TWc43s_Q3-FCFQ
Mein Dank gebührt auch allen aktiven Landwirten in diesem Forum.
Gruss Joerg
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„Wenn Informationen von Menschen im Dialog oder in einer Diskussion verarbeitet wird,
dann ist dies nach allem, was wir wissen,
die tiefstmögliche Art der Verarbeitung.“
(Manfred Spitzer)