Generalüberholung meines D-320 nach Motorschaden

Dofri

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29 Januar 2010
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Mit weißen Rauch aus dem Kurbelgehäuse, habe ich meinen lieben Roten vor 3 Jahren erworben. Ein augenscheinlich optisch guter Zustand und ein Preis mit dem ich leben kann, waren Argumente, die für den Kauf sprachen. Da ich den D-320 immer mehr nutze, habe ich mich entschlossen dem weisen Rauch aus der Kurbelgeäuseentlüftung nachzugehen und die Ursachen zu erforschen. Leider taten sich Abgründe auf, als ich den Ventildeckel entfernte und die Innereien des 3-Zylinders ans Tageslicht beförderte. Das die Beseitigung des Motorschaden etwas länger dauern würde und bei dieser Gelegenheit eventuell der Altanstrich (Hammerit und Decklack gepinselt) zu erneuern wäre, war es eine Überlegung wert, meinen Roten eine optische Verjüngungskur zu verpassen. Leider haben sich bei der Demontage die üblichen und unüblichen Verschleißteile hervorgeschraubt. Nach eine Woche Arbeit, 2 kaputte Winkelschleifer und 5 abgenutzte Topfbürsten, ist mein kleiner Roter nur noch ein graues Eisenschwein und ich hoffe, das ich alle Teile wieder verbauen werde. Es muß das Getriebe überholt werden (neu lagern und den den 6.Gang erneuern), Bremsen neu, Kupplung neu,  Motor komplett überholen, Elektrik neu, Lenkung und Lenkgetriebe erneuern und überholen, Vorderachse kompl. überholen (Achsschenkelbuchsen, Radlager neu), Steuerteil Hydraulik neu abdichten und und und. Ich werde versuchen diese Restauration so gut wie möglich zu kommentieren und den Fortschritt zu dokumentieren. Ich hoffe natürlich auch auf die Unterstützung der Usergemeinde bei anstehenden Problemen und günstigen Ersatzteilservice.

lg Uwe

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Hallo Uwe,

also, wenn der Rest der Gerneralüberholung so sorgfältig erfolgt wie das abschleifen, dann wirst Du am Ende vor einem Schmuckstück stehen! Deine Liste ist nicht gerade kurz und ich hoffe, Du hast so ungefähr vor Augen, was das für ein finanzielles Ausmaß werden wird. So ein "Ding" kann schnell und ungesehen mal zum Groschengrab werden. Aber was tut man nicht alles für die lieben Kleinen. Und Quellen für Ersatzteile gibt es hier ausreichend im Forum. Ebenso wie hilfreiche Unterstützung bei allen Fragen. 

Viel Erfolg und gutes Gelingen wünsche ich Dir!

Viele Grüße

Thomas
 
Gratulation zu der "Entlackung", finds der Knüller. Lass bitte die rote Farbe weg und mach nur Klarlackdrüber wär schade deine Mühe zu verstecken ;)

Spaß bei Seite, gute Arbeit. Bin gespannt auf die Doku.

 

Gruß

Manuel
 
Hallo, ein weiteres Stück D320 ist "gesprengt". Der Motorblock ist ab und komplett demontiert, mit Kaltreiniger behandelt und gekärchert. Die Glocke wurde gereinigt und auf Schäden geprüft. Die Abdichtung zum Motor war nicht dicht und hat sehr in die Glocke gesuppt. Die Kurbelwelle ist raus und gereinigt, ebenfalls die Lager. Die Lager sehen nicht gut aus und ich nehme sie morgen mit der Welle und den Zylinderkopf zum Motoreninstantsetzer. Die Kupplung ist so lala. Das Ausdrücklager ist auch noch ok. Ich brauch komplett neue Dichtungen für Unten. Wer kann helfen?

lg Uwe

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Hallo

Die Arbeit kenn ich,hab auch alles abmontiert und alles abgeschliefen neue Dichtung und alles neu gestrichen,dann zusammen gebaut ,macht viel spass wenn man sieht das er so schön wird.Ich mach schon seit 3 Jahre rum diese Jahr wir er angemeldet ,freuuuuuuuuuuu.
 
Hallo Uwe,

die Dichtungen bekommst du noch alle beim freundlichen IH-Händler Deines Vertrauens. Jede andere Landmaschinenbude wird sie Dir bei GRANIT bestellen können. Oder bei diversen Online-Händlern wie firlbeck-ersatzteile.de. Oder frag hier im Forum mal den User IHC-Schlosser (=Uli Lübber) oder VTim. Die werden Dir bestimmt alle helfen können.

Viele Grüße

Thomas
 
Hallo,

vielen Dank für die Infos. Ich habe einen Satz Dichtungen kompl. für Motor unten bei Firlbeck für 155 Euronen gefunden.

Der Motorblock wurde inzwischen gereinigt (innen und außen) und der Zahnkranz gedreht.

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Manuel D-432:

 Lass bitte die rote Farbe weg und mach nur Klarlackdrüber wär schade deine Mühe zu verstecken ;)

Gruß

Manuel
Hallo Manuel...

Hast Du sowas selbst gemacht? Wie seht es aus? Hast Du (oder jemand andere) ein paar bilder?

 

Danke,    Dave
 
Tobias 323+353+423:

, und keine Bauernblind Kur wie es manch andere hier machen.
 

Ich denke es kommt auch immer darauf an was man unter "Restauration" versteht. Manche wollen evtl. auch nur die Maschine am laufen halten und das sie nicht unterm ***** wegrostet und manche machen eben einiges mehr. Ist eben auch ein Zeitfaktor.

 

Aber trotzdem klasse Bericht hier.

 

Gruß

Manuel
 
Manuel D-432:

Hi Dave,

ich hab das nur als Spaß geschrieben, gemacht habe ich sowas noch nicht. Würde aber bestimmt gehen.

 

Gruß

Manuel
Aber das idee ist nicht schlecht.Nur extra arbeit wenn mann spater lackieren will..................  Vielleicht ein oder zweimal im jahr gutes waschen und mit WD40 oder linesamen (??) ol polieren??

 

MFG... Dave
 
Hallo, wer kann mit Zeichnungen zum Umrüstsatz der hinteren Kurbelwellendichtung (auf Simmerring) helfen. Ich habe schon bei Treckerfreunde Bad Münder angefragt, aber bisher keine Antwort erhalten.

lg Uwe
 
Hallo Uwe,

dann rufe ich mal "Hier"! Ich habe den damaligen Bericht aus der Oldtimer Traktor und die dazugehörigen Zeichnungen. Schick mir mal Deine Mailadresse, dann scanne ich Dir das am Wochenende mal ein.

Viele Grüße

Thomas
 
Hallo, solange Zylinderkopf und Kurbelwelle in der Werkstatt sind, habe ich etwas Zeit um noch fehlende Teile zu bestellen und die weiteren Maßnahmen mit dem Butget abzustimmen. Ich habe unteranderen einen Komplettsatz für den unteren Motobereich gekauft. Beim Reinigen der alten Teile habe ich bei den kleinen Gummidichtungen an den Stegen der Kurbelwelle-Kurbelwellengehäuse einen kleinen Unterschied bemerkt und komme auch mit den techn.Unterlagen nicht weiter. In den Unterlagen und bei den Händlern sind nur die geraden Gummidichtung (rechts) zu erhalten. Meine alten Dichtungen (links) haben die gerade Form mit einer Verdickung für die Aussparungen.Wer kann mir da weiterhelfen oder hat noch jemand solche Dichtungen liegen.

lg Uwe

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Hallo, die Gummidichtungen für die Dichtleisten sind laut Teilezeichnung einfach gerade. Allerdings stimmen die Dichtleisten laut Zeichnung nicht mit den bei mir verbauten Dichtleisten überein. Die Gummis liegen laut Zeichnung auf den langen Seiten auf und bei mir sind die Dichtungen auf den kurzen Seiten (Stirnseiten). Also werde ich das WWW weiter nach den Gummidichtungen mit Wulst absuchen.

Da der Zylinderkopf noch nicht fertig ist habe ich mir solange den Mittelachsbolzen und die Buchsen (die hintere Buchse ist aufgerieben) nochmal zugewand. Als bei der anfänglichen Demontage die Achse und der "Überbau" sich nicht trennen liesen (mit einfachen Hammerschlägen), suchte ich nach Leidensgenossen im Forum, welche auch schon dieses Problem  hatten und nur mit Köpfchen und viel Schmackes beides getrennt hatten. Da mein Vorbesitzer dieses auch schon versucht hatte und daran gescheitert ist ( unter der Achse ist noch Orginalfarbe), glaubte ich auch an etwas meeeehr Arbeit. Aber da das Ziehen der Kolbenbuchsen bei den Roten auch solch ein Problemchen ist, bin ich ja schon mit Übung und "Erfahrung" ausgestattet um die Sache anzugehen. Erster Schritt: Feststellschraube lösen. Kein Problem und ..... abgerissen (sch...!!!!). Also aufbohren. Da vorne das Schmiernippelgewinde mir etwas zu zart war, habe ich es auch aufgebohrt und gleich auf 1/2 Zoll vergrößert. Das mit Hülsen und Schrauben und die Welle rausziehen schien mir auch logisch, wie bei den Zylnderbuchsen. Also nahm ich mir eine 1/2 Zoll Schraube von den Achstrichtern und versuchte mein Glück. Den Drehmomentschlüsssel auf 200 Nm und los. Leider war kein vorankommen zu sehen, nur die Schraube hatte sich verlängert. Um noch etwas mehr Druck oder Zug auf die Welle zu bekommen, suchte ich mir einen 30er Eisen (21er Zündkerzennuss) und einen 5kg Vorschlaghammer. Nach kräftigen Schlägen von Hinten, lies sich vorne eine 1/4 Umdrehung nachdrehen. Und so immer im Wechsel: anziehen und nachschlagen.Auch immermal mit mit dem kleinen Brenner nachwärmen. So konnte ich die Welle 1cm nach vorne holen bis die Schraube sich verabschiedete und ich vom Achstrichter die nächste holen mußte. Nach 2h hin und her und schwer erkämpften 10cm "Wellenvorsprung" , hatte plötzlich die Welle eine Leichtgängigkeit und es reichten nur noch sachte Hammerschläge aus, um die Welle rauszuholen. Das Fazit: Ich brauche neue 2 Buchsen. Nach dem säubern des Bolzen, sah ich Einarbeitungsspuren (30,20mm) am hinteren Ende. Also drehen um 180grad und Feststellloch neu setzen. 300€ für einen neuen Bolzen ist mir zu teuer. Und natürlich neue Schrauben (diesmal verzinkt).

lg Uwe

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