Generalüberholung Motor DD-111 vom D326

0171.matze

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Hallo Leuts,

wollte hier heute mal ein Thema eröffnen-weil ich unmittelbar vor der Motorüberholung unseres D-326 stehe,

ich denke er raucht zu viel-springt zwar noch gut an,nachdem ich ca.30-40 sek. vorgeglüht hab,

aber bei dem letzten Ölwechsel letzte Woche hab ich festgestellt,dass sich ein Weiß-Gelblicher Belag an dem Deckel des Motoröleinfüllstutzens befindet-

dieser weist normalerweise entweder auf eine def. Zylinderkopfdichtung hin,oder auf zu viele Kurzstreckenfahrten-die ich eigentlich nicht mache-

habe fast generall einen 2-Achser Anhänger dahinter-und da immer ca. 3 Festmeter Holz drauf-(ist keine wirkliche Arbeit für diesen Schlepper)

der Anhänger wiegt ca.800 KG-mann könnte auch meinen,dass der Schlepper mal wieder richtig arbeiten müsste,vielleicht dass der Motor sich mal freiarbeitet-und das mit dem gelben Belag aufhört-->ODER.

Nun wollte ich mal ein paar Tipps dazu hören,was dieser Gelbe belag an Deckel zu bedeuten hat-und was ihr meint,wo man den Motor überholen lässt,!!

Oder ob man sich mit etwas geschick und techn. Verständnis selbst an die Sache ranmacht.

Habe noch einen 2. D326 als Ersatzteilspender liegen-Block,Komplett (Kopf leicht defekt)-und Getriebe komplett.

Habe vor etwa 6 Monaten(100 Stunden) die Kupplung (Korb+Scheiben+Ausrücklager) neu gemacht und dabei hat ein Kumpel(Landmaschinenmechaniker) geäußert,

dass die Kurbelwelle schon zu viel Spiel hat-und auch neu werden müsste-habe  insgesamt 3 Kurbelwellen liegen-und würde gern die Originale nach möglichkeit schleifen lassen-neue Schalen in Untermaß einsetzen-und alles was dazugehört-natürlich komplett neue Büchsen und Kolben-sowie Dichtsatz usw.

Evtl. solllte auch der Kopf und Block geplant werden,,,ODER ????

Nun,wer hat damit erfahrung,und kann mir Tips geben wo ich das machen lassen sollte-und wo man Ersatzteile kaufen sollte,

also insgesamt sollte der Motor dann wieder "Neuwertig" erscheinen,weil ich mit ihm gern noch 30 Jahre Holz fahren würde,

man kann den Schlepper hier im Forum bei dem User 326Martin sehen,dass  ist mein Bruder,welcher sich an dieser Überholaktion komplett beteiligt,

und sich hier auch mit einmischen wird. Haben noch einen 423 stehen (Anschauungsmodell,top zustand) welcher dann die arbeit des kleinen machern wird.

Generell bin ich für sämtliche Ratschläge und Tipps zu diesem Thema dankbar,

ich hoffe es wird hier eine Rege Diskussion mit vielen Insidern geben,

sodass ich dann genau weiss,wie ich vorgehen sollte.

USER 326Martin wird in unserem gemeinsamen Namen hier sprechen.
 
Ganz ehrlich gesagt, so lange er läuft würde ich ihn laufen lassen und ihn nicht auf Verdacht auseinanderreißen. Hast Du Öl im Wasser, Wasser im Öl? Hast Du schon die Kompression gemessen? etc. Ich würde erst einmal anfangen mögliche Ursachen einzukreisen, bevor Du ins Blaue hinein den Schlepper zerlegst und eigentlich gar nicht genau weißt, nach was Du suchst. Bitte nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen.

Wenn die KW Spiel hat, dann ist meisten hinten auch die Dichtung der KW (der berüchtigte Graphitring) zur Kupplungssglocke durchlässig. Wie starkt ölt er dort? Nur einige Tropen oder großes Malheur?

Wenn Du wirklich den Motor komplett überholen willst, dann erwartet dich ungefähr folgendes Szenario:

KW prüfen, ggf. schleifen = rund 400€

KW-Lager und Pleuellager neu = rund 200 € (?)

Kolben und Buchsen neu = 450 €

Kopf planen, ggf. Ventile erneuern = 250 €

Kleinteile etc.

Macht unterm Strich bei einem 3-Zylinder je nach Teilebedarf und Qualität der Teile irgendwas zwischen 1000 bis 2000 €. - ohne Werkstattkosten.

Alleine deswegen würde ich zuvor den Defekt ziemlich genau einkreisen wollen.

Was ist denn mit dem Motor des Teilespenders? Wen der läuft, dann bau doch die Köpfe um und teste das erst einmal.

Viel Erfolg und viele Grüße

Thomas
 
Hallo Bredi,

danke für deine Tipps,

generell,

kein Wasser im Öl....glatt 0

erstrecht kein Öl im Wasser....glatt 0

die Graphitringdichtung der Kurbelwelle richtung Kupplung ist wohl dicht,d.h. Ölaustritt ist da 0,glatt 0-völlig trocken,

kompression habe ich noch nicht gemessen( Sollte ich wirklich mal tun) wer weiss wieviel bar das sein sollten??????

deine angegebenen Preise sind sehr realististisch,da wusste ich ja,was auf mich zukommt.

er läuft momentan noch tadellos rund-

den teilespender hab ich defekt gekauft-der hat eine Vorkammer gefressen,was bedeutet,dass 1 Ventilsitz nachgearbeitet werden muss,und dabei hat sich auch 1 Kolben festgefreesen-da ist jetzt nur der Kopf runter und  der Rest ist noch zusammengebaut,aber vielleicht hat dadurch die KW auch Schaden genommen,weiss ich nicht,

und den Kopf des Motors "A" auf den Block des Motors "B" zusetzen,glaub ich macht keinen Sinn,das wird nichts,

aber vielleicht hast du recht->erstmal noch fahren,und gucken wie sich das entwickelt,

dringend die Kompression messen,und die werte hier posten,

aber was hat denn wohl die erwähnte Ablagerung der gelben Paste am Öleinfüllstutzendeckel zu bedeuten????
 
Hallo,

lt. WHB sollte er eine Kompression von 21 - 24 bar haben. Der Druckunterschied zwischen den einzelnen Zylindern sollte 2 bar nicht übersteigen.

Das gelbliche Zeug könnte in der Tat Waser/Ölgemisch sein, aber sollte in normalen Maße und bei normalen "Begleitumständen" keinen Grund zur Beunruhigung darstellen. Was du mal machen könntest, wäre das Entlüftungsrohr des Kurbelgehäuses mit einem Draht durchstoßen und reinigen. Da hatte sich bei mir auch ziemlich viel Schmodder abgelagert.

Viele Grüße

Thoma
 
Stimmt,jetzt wo du s sagst,das hab ich auch mal wo gelesen,dass dieses Entlüftungsrohr wohl total verstopft war-und das dadurch die Gelbe Schmiere entstanden sein soll.

Kompression werde ich messen lassen,eigenes WHB liegt mir auch vor, hat etwa 350 Seiten,muss dadrin mal stöbern,was da beschrieben steht wegen Kompression.

Also ich denke Wasser im Öl hätte mir ja beim Ölwechsel letzte Woche auffallen müssen,oder wirkt die vielleicht unscheinbar-->wie merkt man das ????

Der Motor hat genau 4,9 Liter Motorenöl Füllmenge,das Altöl hab ich in einen weiteren 5 Liter kanister aus der auffangwanne gekippt.

Das waren dann auch etwa 4,9 Liter,hätte das bei Waser im Öl vielleicht mehr sein müssen???

Oder hätte sich das wasser garnicht mit dem Öl vermischt,und wäre zum schluss rausgelaufen???
 
Achso,

zudem muss ich noch sagen,der 326 hat ja dieses Kombiinstrument-mit Aufblendleuchte,Motortemperaturwarnung,Öldruck und noch ne 4. Funktion,(weissgrad nicht welche)

jedenfalls geht die Öldruckleuchte bei Betriebswarmen Motor an,wenn der Motor auf unter 600 U/min fällt,

obwohl ich 15W40 als Motoröl fahre.

dies deutet wohl auf defekte KW Schalen hin,,, oder so ???

wer weiss da was genaueres??
 
Moin,

ich denke gerade bei dem sch... Wetter was wir im Moment haben ist alles klamm und es wird sich auch Kondensat im Motor bilen. Wenn der Motor im Betrieb ausdünstet könnte sich dann auch dieser Schleim bilden.

So etwas hat man auch bei PKWs bei permanentem Kurzstreckenbetrieb.

Ich würde einen Ölwechsel vor nehmen, den Motor im jetzigen Zustand weiter fahren und beobachten.

Eine Kompressionsmessung kann man machen - ist Zustand feststellen, aber wenn er gut anspringt sauber läuft und nicht " markiert " weiter fahren und auch mal belasten.

(Artgerechte Haltung)

Gruß Henry
 
Hallo,

das Thema Kompression findest Du wahrscheinlich auf Seite 312. Und beim Ablassen wäre dir das Wasser als Erstes entgegengekommen. Öl schwimmt nun einmal auf Wasser.

Die Kontrollleuchte sagt zunächst einmal nicht mehr als dass der Motor zu wenig Öldruck hat. Das kann mehrere Ursachen haben - defekter Öldruckschalter, defekte Ölpumpe, verschlissene Lagerschalen etc.

Viele Grüße

Thomas
 
Stimmt,Öl schwimmt oben,

bei Ölwechsel letzte Woche war mein Bruder mit anwesend-einer Hat die schraube aufgedreht und einer Hat den Auffangbahälter gehalten,dann hätte uns wohl das Wasser auffallen müssen,und im Kühler müsste dann auch regelmässig wasser fehlen,was allerdings nicht der Fall ist-da musste ich ja noch nie was nachfüllen

doch der Öldruck deutet wohl auf def.KW Schalen hin,

können die sich dann komplett durchschleifen,und Schaden an KW und Gehäuse machen??
 
Bredi- stimmt hab grad nachgeschaut,- mein Buch hat 314 Seiten,

auf 312 steht:

betriebswarme Maschine 21-24 atü,

kann unter Umständen bis 17 atü schwanken,

jedoch sollte der Druckunterschied zwischen den Zylindern 2 atü nicht überschreiten,-->wenn doch dann sollen es die Ventile und deren einstellung,

der  halt die Büchsen und Kolben(ringe) sein.
 
0171.matze:

Achso,

zudem muss ich noch sagen,der 326 hat ja dieses Kombiinstrument-mit Aufblendleuchte,Motortemperaturwarnung,Öldruck und Ladekontrolle LIMA

jedenfalls geht die Öldruckleuchte bei Betriebswarmen Motor an,wenn der Motor auf unter 600 U/min fällt,

obwohl ich 15W40 als Motoröl fahre.

dies deutet wohl auf defekte KW Schalen hin,,, oder so ???

wer weiss da was genaueres??
 
Hallo Matze,

mein 326 war motormäßig ziemlich platt, hatte mal auf dem 1. Zylinder geklemmt und beim 2. war dann bei der ersten Holzholfahrt der Kranz von der Laufbuchse abgerissen. Habe alle 3. Zylindersätze damals neu gemacht, die Pleuellagerstellen auf der KW mit geöltem 800er Papier leicht angerauht und neue Lagerschalen im Normalmaß eingebaut.

Reslutat:Schlepper springst super an, hat Leistung, sauberes Öl und raucht nicht. Ich glaub der ganze Spaß hat damals € 400,- gekostet.

Geht nix über Kompression!!!

Gruß Tobias

PS: In meiner Galerie sind Bilder von der OP am offenen Herzen ;-)
 
Youh Kollege,

hab aber grade gesehen, daß bei euch der frische Lack auch was tun muss, richtig so!

Kuscheln kannste mit der Freundin, Trecker sind zum arbeiten!!!

Gruß Tobias aus Windeck
 
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