Getriebe Schalten Anfänger

Mit der "alten" Agriomatic kannst du den Schlepper in der Ackergruppe mittels einem Hebel (seitlich links am Getriebe) in Gang setzen und wieder anhalten, ohne die Kupplung zu treten. Dies, damit die Zapfwelle nicht stehen bleibt (was passieren würde, wenn du die Kupplung trätest).

In der Praxis geht das so: Agriomatic Hebel auf neutral, Kupplung treten, Zapfwelle einschalten, gewünschten Gang einlegen. Kupplung kommen lassen und die Zapfwelle dreht. Danach den Schlepper mit dem Hebel in Bewegung setzen (nach vorne drücken) - und wieder anhalten.
Für die Strassenfahrt den Hebel ganz nach hinten ziehen (bei getretener Kupplung) und normal Kuppeln und Schalten.

Herzstück der Agriomatic ist eine Lamellenkupplung, welche den Kraftschluss zur Ackergruppe herstellt.

Achtung: Nicht verwechseln mit Wandlergetriebe oder Agriomatic-S. Das sind wieder ganz andere Getriebe.

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Viel Spass
Gruss D-155
 
Gut erklärt. Aber um jegliche Missverständnisse auszuschließen:
Der Agriomatic Hebel darf aus der mittleren Neutralstellung wirklich nur nach vorne (bzw. nach unten) ohne zu kuppeln gedrückt werden.
Auf keinen Fall nach hinten! Das geht nur bei gedrückter Kupplung und im Stand.

Mit dem Schalten kommst Du klar? Oder bezog sich Deine Frage auf das eigentliche Schalten?

Hochschalten muss man mit viel Gefühl. Auf keinen Fall die Gänge wie bei einem synchronisierten Getriebe einfach reinwürgen sondern den richtigen Moment abwarten. Manche machen das auch mit Zwischenkuppeln. Also z.B. im 2. anfahren, kuppeln, Gang raus, Kupplung kurz kommen lassen, wieder kuppeln, 3. Gang einlegen.
Ich kann das aber auch nicht richtig. Beim Zwischenkuppeln reagiert mein rechter Fuß instinktiv und will kurz Gas geben. Das ist nämlich beim Runterschalten nötig:
Fahren im 4. Gang, kuppeln, Gang raus, Kupplung wieder kommen lassen, kurz Gas geben, wieder kuppeln, 3. Gang rein.

Wie viel Gas gegeben werden muss hängt davon ab wie schnell Du fährst. Tuckert der Traktor im 4. Gang nur ganz langsam vor sich hin, also fast im Standgas, muss zum Runterschalten auch fast kein Zwischengas gegeben werden. Bist Du relativ flott unterwegs und willst die Fuhre durch Herunterschalten bremsen muss viel Zwischengas gegeben werden.
Mit der Zeit hat man das im Gefühl. Je mehr man fährt desto schneller geht es.

Zum Verständnis: Man kann sich das ganz einfach vorstellen. Stell Dir zwei Zahnräder vor. Eines dreht z.B. mit 100 Umdrehungen pro Minute, das andere nur mit 50. Will man jetzt beide Zahnräder zusammenführen müssen sie zwangsläufig gleich schnell drehen. Das geschieht indem man eines der Zahnräder beschleunigt (Zwischengas).

Momentan versuche ich das meiner Freundin beizubringen... Fahrlehrer wäre definitiv kein Job für mich /styles/default/xenforo/smilies/fr/smiley4.gif
 
Danke für die schnellen Antworten.
werde noch eine weile üben müssen bis ich mit dem Getriebe klarkomme.Wollte noch fragen ist jemand im Forum aus dem nordlichen landkreis Ludwigsburg?
 
Hallo!

Also mein 423 schaltet sich beim Hochschalten am besten, wenn ich flott und mit möglichst wenig Kraft und viel Gefühl schalte. Wenn die Drehzahlen der Zahnräder passen, rutscht der Gang fast von alleine rein. Wenn man so lange wartet, bis der Motor mit der Drehzahl abgesackt ist, bekommt man den höheren Gang auch nicht rein oder erst, wenn der Schlepper den Schwung verloren hat.

mfg. Stefan
 
Ja, so ist das mit den alten Böcken.
Hab mich erst gestern wieder blamiert als ich mit nem Kipper voll feuchter Lehmerde nen steilen Berg runter wollte und, weil ich den Bremsen des uralten Kippers nicht mehr traue, vorsichtshalber im ersten Gang (Straßengruppe) da runter wollte.
Hab Zwischengas gegeben wie ein Irrer und den Gang trotzdem nicht reinbekommen. Klar, dass ausgerechnet in dem Moment ein paar Bauern ein Schwätzchen am Wegrand halten mussten.

Vor dem Berg hab ich Respekt nachdem mir mein Vater erzählt hat wie er dort vor 35 Jahren, mit dem selben Traktor und Kipper, mit dem Schlepper quer zur Straße runtergerutscht ist.
Er hatte den Wagen voll Bauschutt und den Bremshebel der Sibrabremse am Anhänger vergessen. Er meinte, hätte sich die Gelegenheit geboten wäre er abgesprungen.
 
@Ralf, das kannst Du auch vergessen, bei Bergabfahrt runter schalten wird nichts, da kracht es nur noch, am besten vor dem gefälle runterschalten bzw. kurz anhalten und kleineren Gang einlegen. Ich fahre das Getriebe auch schon ein paar Jährchen, aber Schaltfehler passieren auch mir noch, besonders unangenehm ist es wenn man versehentlich in den Rückwärtsgang schaltet, da schreit das getriebe als würde man eine katze durch ne Kreissäge jagen....

Grüße Tobias

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Jaja, kennen bestimmt viele hier nur zu gut/styles/default/xenforo/smilies/fr/smiley4.gif
Mit meinem 423 fahr ich immer im 2. an, dann so ungefähr bei 1000 u/min in den 3. hoch, und mit 1500 u/min in den 4. So, geht das bei mir immer einwandfrei.Vorausgesetzt Traktormeter geht noch. Ansonsten geht das ja alles nach gefühl. Aber Runterschalten hab ich extreme Probleme. Ich kann nur vom 4 zum 3 runter. Weiter probieren bis ich es raushab will ich nich so richtig, weil mich das Geräusch verrückt macht. Ich will ja nich das Getriebe vernudeln./styles/default/xenforo/smilies/fr/smiley4.gif

Gruß
Pascal

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Sind die Hühner platt wie Teller, war der IHC mal wieder schneller xD
 
Ich habs schon noch vor dem Berg versucht, war aber wohl bereits zu schnell.

In den Rückwärtsgang bin ich noch nicht gekommen. Da stellen sich mir allein bei dem Gedanke schon die Nackenhaare.

Kürzlich hatte ich nen vollen Anhänger mit Kies hinten dran und musste über so nen Feldweg-Bahnübergang. Damit die Schranken aufgehen muss gibts auf beiden Seiten nen Knopf der vermutlich im Stellwerk ne Klingel betätigt. Naja, jedenfalls gingen die Schranken auf und ich wollte losfahren - wie immer im 2. Dummerweise ist der Bahndamm etwas höher als der Feldweg und der gute 423 hat mehr und mehr Touren verloren und ich bekam die Panik wie ich da so mitten auf den Gleisen im Nirgendwo stand und nichts mehr ging. So derb hab ich den 1. Gang noch nie reingewürgt. Bin nach wie vor fasziniert davon was die Zahnräder aushalten.
 
Die Bremse am Kipper hat ja noch funktioniert. Ich will mich aber nicht darauf verlassen, dass die nicht irgendwann in der Mitte der Steigung plötzlich ausfällt weil die Nieten der Bremsbeläge durch sind oder oder...

Bei sehr gemächlicher Geschwindigkeit hält die Motorbremse, gerade im 1. Gang, einiges. Nur wenns schneller wird bringt das alles nichts mehr.
 
hmmm ich schalte meistens ohne kupplung runter bei bestimmten zwischengas ohne lautes krachen, ich merk wenn der rein passt un dann is das nich so peinlich, mit kupplung und zwischen gas kracht das mehr.
binn aber nun schon 2 monate kein 353 mehr gefahren nur noch deutz un da is das schalten viel leichter...
lernt man nich beim führerschein, bei bergab fahrten nie runter schalten?
habs einmal gemacht un kein gang reinbekomm, danach nie wieder da denkst nu is vorbei, bremsen gingen damals nicht.
 
Hatte auch erst Angst ums Getriebe, aber keine Bange, die sind so robust gebaut, selbst nach 40 jahren waren im geöffneteten getriebe keinerlei Abnutzungsspuren zu erkennen, wenn das Getriebe Schaltfehler nicht aushalten würde wäre es in meinen Augen der letzte Mist, das müssen die einfach abkönnen und tun sie ja auch.

Beim hochschalten ohne große Belastung kann man auch vom 2. direkt in den 4 schalten, Voraussetzung dafür ist das der Schlepper noch langsam rollt und die Drehzahl nicht zu hoch ist, und man beim gang einlegen kurz wartet, so fahre ich auch öfter, wenn man Zeit hat und nicht schnell schalten muss, das ganze geht dann auch ohne Zwischenkuppeln. Ansonsten halt das normale Spiel Zwischengas beim runter und doppeltes Kuppeln beim hochschalten.

Beim runterschalten kommt auch wieder auf die Geschwindigkeit des Schleppers an, rollt er langsam reicht kurzes Gas geben, rollt er schnell und dreht noch recht hoch, Gas voll durch, also vollgas und dann Gang einlegen.

Grüße Tobias

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@Ralf, den ersten gang kriegst Du eh nicht eingelegt wenn der Schlepper noch rollt, da nützt auch kein ZW Gas mehr, sowas geht nur bis zum 2 Gang, in den ersten funktioniert das nicht, da musst Du stehen bleiben und dann den gang einlegen.

Grüße Tobias

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Hallo,
bei einem unsyncronisierten Getriebe muß ich immer mit dopplkuppeln hochschalten und beim runterschalten muß ich doppelkuppeln und Zwischengaß geben.
Wenn man nur Zwischengaß gibt ohne dabei die Kupplung kommen zu lassen, so ist der Efekt gleich null und der Gang geht nicht rein,
Versuch es mal mit:
Kupplung treten, zweiter Gang raus, Kupplung kommen lassen,
Kupplung treten, dritter Gang rein.
Runterschalten wie folgt:
Kupplung treten, vierter Gang raus, Kupplung kommen lassen, der Geschwindigkeit angepasstes Zwischengaß geben, Kupplung treten und dann den dritten Gang rein.
Das funktioniert bei jedem hoch und runterschalten.
Gruß Uli
 
hi leute,

ich habe meinen D324 früher immer ohne kupplung geschaltet. brauchte die nur zum anfahren. bei einem unsynchronisierten getriebe geht das gut. auch bei einem synchronisiertem geht das aber das sollte man nicht wegen den synchronringen machen. aber sonst ja wie beschrieben eig. immer mit doppelkuppeln weil eben unsynchronisiert. so wie die trucks in den usa mit den fullergetrieben oder was es da alles gibt. sind ja in der regel alle unsynchronisiert und werden entweder mit doppelkuppeln oder ohne kupplung geschaltet.

Gruß und gute nacht

hendrik
 
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