Hallo "Tibru",
dein Schlepper hat kein Wandlergetriebe! Ein Wandler ist was völlig anderes und war zu damaligen Zeiten zum beispiel bei Radladern, Gabelspaler, Forstmaschinen verbaut........
Dein IHC 323 hat auch nicht das berühmte Agriomatik S Getriebe wie z.B. die größeren 523, 624. 724, 824 aus dieser Bauzeit, welches ein spezielles Getriebeöl benötigen.
Du meinst vermutlich das normale (alte) Agriomatik Getriebe, so wie es vorher schon in den älteren Modellen der D-Serie verbaut war. Das zeichnet sich dadurch aus, das Du neben deinem Schalthebel für die Gänge noch einen weiteren Hebel hast, in dem du die Unter- / Übersetzung grundsätzlich wechseln kannst. Von schnell auf langsam kannst Du ohne Kupplung und auch während der Fahrt schalten. Von langsam auf schnell musst man leider anhalten und kuppeln und den hebel vorsichtig zurück schalten. in der Mitte ist dann noch einen Neutralstellung wo der Schlepper stehen bleibt. Das liegt daran, das die schnelle Gruppe über eine einfache metallische Klauenkupplung ihre Kraft überträgt, die langsame Gruppe überträgt ihr Krakt über ein Lammellenpaket (eine art Nasskupplung) welche im Getriebe mit im Öl läuft. Das meinst Du vermutlich als "Wandler".
Ich habe kein WHB vom 323, aber wenn Du dieses Getriebe wie in der D-Serie haben solltest, (kannst Du ja noch mal bestätigen oder verneinen), dann benötigt du ein ganz normales 80er oder 90er Getriebeöl für Schaltgetriebe. Die GL Klassifizierung sagt was über die Art der Zahnräder und deren Belastung aus, für dass das Öl geeignet sein sollte. 1967 gab es diese Klassifizierung noch nicht, der hinweis auf Additive zu verzichten oder "mild liegiert" ist immer irritierend in der heutigen Zeit, teilweise gibt es solche Öle garnicht mehr. Damals ist man davon ausgegangen, das gewisse Zusätze eventuell Dichtungen oder sogar Metallliegierungen beschädigen können, in anderen Fällen aber wiederum notwendig waren als Verschleißschutz! Manchmal schon davon abhängig ob verschiede Metalle verbaut sind, Beispiel.....Wellen die nicht auf Kugellagern sondern auf Bronzebuchsen gelagert sind. Das alles ist eine Wissenschaft für sich und man könnte darüber eine Doktorarbeit schreiben. Und das schlimmste, frag 10 verschieden Fachleute, und du bekommst 15 verschiedene Antworten!
Meiner Meinung nach kannst Du aber ein GL3 verwenden, sicherlich ein 80er wenn es das so noch gibt, aber eine Mehrbereichsöl wie 75/80 oder 85/90 und was sonnst noch so alles gibt geht bestimmt auch. Was ich ziemlich genau weiß, in einem alten Getriebe möglicht kein dünneres Öl verwenden. Erstens sind die Wellen und Dichtringe öft nicht in der Lage das inne zu halten, und ein dickes Öl schmiert besser in einem alten Getriebe. Besonders bei Syncronisierten Getrieben, kann es zu starker Geräuschentwicklung und teilweise schwierigen Schaltvorgängen kommen, wenn das Öl nicht passt.
Ich weiß ja nicht wo Du dein Öl kaufen möchtes, aber egal ob Landmaschinenhändler, KFZ-Zubehör, Mineralölhandel, oder Onlineshop.......wenn Du dort telefonisch oder per Mail anfragst und die Schlepperdaten übermittelst müsstes Du eigentlich eine richtige Empfelhlung bekommen. Auf der sicheren Seite wärst Du wohl bein einem IHC/Case Händler, einige LaMa mit eigener Werkstatt sind auch hier im Forum, vielleicht bekommst Du ja noch eine private Nachricht von einem. Ehrfahrungsgemäß kostet Getribeöl beim Fachhändler genauso viel wie auf Onlineshops, nur das du dann das richtige bekommst. Ich habe mein Getriebeöl auch bei einem ehemaligen IH-Händler der jetzt eine freie Werkstatt ist, bezogen. Der ist nur 12 km von mir und hatte das Öl innerhalb von 2 Tagen für mich bestellt.
Gruß Mark
Im Getriebe selbst sitzen miteinander gekoppelte Planetenradsätze. Durch geschicktes Verbinden, Trennen oder Abbremsen der drehenden Bauteile können einem solchen Getriebe unterschiedliche Übersetzungen entlockt werden. Diese Schaltkupplungen- und Bremsen funktionieren hydraulisch, die pünktliche Aktivierung oblag früher einer komplexen, hydraulischen Steuerung bestehend aus Ventilen, Kanälen und Fliehkraftreglern.
Heute sind elektronische Steuergeräte damit betraut. Das Erzeugen des für die Steuerung nötigen Öldrucks sowie der vorwiegend in älteren Geräten auftretende Wandlerschlupf sorgen für einen gewissen Wirkungsgradverlust relativ zu normalen Schaltgetrieben.