Gewährleistung ja oder nein beim alten Schlepper

Christian89

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Hallo ihr lieben,

ich habe ja leider mit meinem 844 einige Probleme mit dem Öldruck Sobald er heiß ist.

Den Schlepper habe ich ja als "Werkstattgeprüft, in sehr gutem Zustand mit frischem Service und ca 7000 Stunden" gekauft.

Nun hat der Händler den Schlepper abgeholt um der Ursache auf den Grund zu gehen. Er vermutet einen Schaden den Haupt- und Pleuellager.

Als Lösung wurde vorgeschlagen das ich die Teilekosten übernehme, er die Stunden um den Block zu überholen. Sollte tatsächlich eine komplette Motorüberholung fällig sein sind natürlich die Teilekosten nicht gerade wenig. 

 Die Gewährleistung wurde nicht ausgeschlossen, somit steht mir nach seinen AGB‘s 1 Jahr Gewährleistung als Privatkäufer zu. ich bin ein wenig hin und hergerissen ob ich auf die Übernahme aller Kosten aufgrund der Gewährleistung bestehen soll oder ob ich die Teilekosten trage. Man will sich ja schließlich auch noch in die Augen sehen können und das ist nunmal n alter Schlepper.

Wie seht ihr das? ich möchte mich von dem Schlepper auch nicht trennen, habe schon viel Arbeit reingesteckt. Hubwerk und Elektrik habe ich komplett neu gemacht, alles abgedichtet, Perfect Kabine montiert und und und.. damit er so dasteht wie ich ihn haben will. Ein abgeben vom Trecker kommt für mich nicht in Frage.

Im Grunde finde ich die Lösung fair für beide Seiten, die andere Seite ist was mir vom Gesetz her zusteht...

Beste Grüße,

christian 
 
Moin.

Ich halte den Vorschlag für fair. Immerhin behältst du die Teile ja auch. Und wenn er vernünftige Arbeit macht ist der Anteil der Arbeitskosten nicht gerade gering.

Gruß Jürgen
 
Hallo,

ich verstehe deine Bedenken aber sie‘s mal so, er könnte den Schlepper mit alten, oder gebrauchten Teilen auch wieder hin flicken dass er so lange hält bis er aus der Gewährleistungszeit raus ist dann wäre dir auch nur bedingt geholfen.

und wenn du dir sicher bist dass du den Schlepper behalten willst dann ist der Deal doch gar nicht mal so schlecht.
 
Hallo,

dieser Deal ist in meinen Augen völlig in Ordnung. Sei einfach

froh, das es noch Leute gibt, die solche alten  Motoren in deiner Nähe

überholen können. Wenn irgendwann mal wieder andere Reperaturen

anstehen, kann man im Vertrauen dort wieder hinfahren.

Gruß Casi
 
Vielen Dank für eure Meinungen, so sehe ich das auch. man sieht sich ja immer zweimal und so ist es für beide Seiten fair
 
Hi,

denke auch,dass die Lösung in Ordnung geht. Würde aber auf Originalteile bestehen und nicht auf günstigen Nachbau, und eigentlich müsste er dir die zum EK in Rechnung stellen. Wichtig ist, vernünftig miteinander Reden. Hatte bei meinem 533 das selbe, nur leider von Privat gekauft, also den Motor auf eigene Kappe überholt. Habe ich aber nicht bereut, springt immer an, läuft wie ein Uhrwerk und hat Leistung satt für so nen kleinen wendigen Schlepper.

Gruß Markus 
 
Moin zusammen,

meine Meinung:

1.

verscherze es dir nicht mit einer guten/fairen und verläßlichen Werkstatt, schon garnicht wenn sie die einzige im Umkreis von z.B. 50km ist.

Die heutigen, neuen, Werkstatten wollen bzw. können sich nicht mehr um die "kleinen Bauern" mit alten Geräten kümmern.

Die Stunden die anfallen können/wollen die nicht entbehren und wir nicht bezahlen.   

Die alten Werkstätten finden meist keinen Nachfolger und schließen.

2.

wenn du dem jetzt quer kommst, wird der sich das nächste mal an dich erinnern und sich dann sein Geld wieder holen.

Mein Vorschlag:

Mach den Deal und stelle ihm zu Weihnachten einen guten Cognac auf den Tresen. Da hilft der dir das nächste mal auch.

Gruß

Bernd
 
Das ist ein guter Vorschlag :)

wir hatten bisher auch ein super Verhältnis, der Händler ist mega zuverlässig und absolut klasse. 

und genau dieses gute Verhältnis sollte man sich nicht durch sowas kaputt machen denke ich.

Lieber die Teilekosten haben und dafür einen Schlepper der genau so ist wie ich ihn haben will.
 
kurze Rückmeldung, der Schlepper ist seit kurzem wieder da. 

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Leider hat die Instandsetzung weitaus länger gedauert als gedacht da der Motorenbauer der mit der Instandsetzung beauftragt wurde sich extrem Zeit gelassen hat.

Da war wirklich einiges im Argen... Das ansaugrohr der Ölpumpe war gerissen.

Folglich wurde folgendes gemacht:

- Zylinderkopf geplant, Ventile eingeschliffe, Ventilführungen bearbeitet und Schafteichtungen erneuer

- Kurbelwelle geschliffen

- Nockenwellenlager und Kurbelwellenlager erneuert 

- Ölpumpe und Ansaugung neu

- Massenausgleich neu

- Kolben und Buchsen neu (Kolbenschmidt)

und natürlich noch n neuer Dichtsatz.. zudem haben wir gleich den Motor Kabelbaum komplett neu gemacht, geliefert wurde diese von Ingo Hellmers, absolut top!

Nun hat er seit der Überholung circa 30 Stunden gelaufen. Leider sind die Düsen noch die alten, für die neuen warten wir noch auf die Einstellscheiben. so läuft er im Moment kalt in den ersten Minuten im Standgas nur auf 3 Pötten... zudem muss noch mal nach der Wasserpumpe gesehen werden da es hier an den Stehbolzen feucht ist und der Nockenwellen Deckel seitlich ist nicht dicht geworden..

aber ich bin zuversichtlich das auch das schnell behoben wird und er dann endlich fertig ist. Bis er dann im Winter lackiert wird.

ein kleines Andenken an diese Aktion hat mir ein guter Freund aus Holland aus einem der alten Kolben gemacht :) 

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