Gewichte ?!

IHC D 439

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9 Dezember 2008
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... klärt mich doch bitte mal auf:

Es gibt Gewichte für die Räder, Front-, Heckgewichte ...

Was macht Sinn (im "normalen" Treckereinsatz als Forstschlepper) und was geht eigentlich nur auf die Substanz des (immerhin >40 Jahre alten) D-439 ?!

Was setzt Ihr / und wann, ein ?!

Danke & Gruß

D-439
 
Guten Morgen,

Gewichte sind natürlich dazu da die Achslasten je nach Einsatzfall zu optimieren. Entsprechend werden sie vorne, hinten oder an den Hinterrädern positioniert. Bei "getragenen" Geräten (Grubber, Pflüge usw.) oder Anhängern mit Untenanhängung macht es Sinn Frontgewichte anzuhängen. Dann bekommt a) die Allradachse mehr Druck auf den Boden und b) verlagert der Schlepper beim Ziehen noch mehr Gewicht auf die Hinterachse zwecks Traktion. Bei Hinterradschleppern hilft das natürlich nur an der Hinterachse bzw. erhöht es die Lenkfähigkeit.
Ein Gewichtsanhängung hinten im Dreipunktgestänge hilft bei Frontladerschleppern, damit sie beim Anheben nicht nach vorne kippen. Dabei macht ein zusätzliches Frontgewicht wiederum weniger Sinn, da der Schlepper durch den beladenen Fronlader eh genug Druck auf der Vorderachse hat.
Radgewichte in den Hinterrädern erhöhen die Traktion bei gezogenen Ackergeräten, die ein eigenes Fahrwerk haben und durch die Hebelwirkung bei Untenanhängung (unterhalb der Hinterachsmitte) die Hinterachse nur wenig belasten.
Allgemein gilt, je Handling-freundlicher die Gewichte sind, desto optimaler ist der Nutzen. Will meinen, Gewichte für die Fronthydraulik oder das hintere Dreipunktgestänge, die man schnell und leicht an- und abhängen kann, sollten bevorzugt werden. Zu oft sieht man Schlepper die "voll bepackt" sind und eine leere Viehkarre spazieren fahren. Es kostet schon Überwindung die Koffergewichte vorne oder die Radgewichte abzunehmen wenn sie gerade keinen Sinn machen. Naja, da kann man sich zumindest die Muckibude sparen.
"Übergewicht" bringt zusätzlichen Verschleiß in Achsstruktur und Bereifung und kostet unnötig Diesel.

Gruß
Ulli
 
Hi,

mal ne ganz einfache und Praktische Antwort für dich. Wir fahren unseren D 436, der fast baugleich mit deinem d 439 ist, mit einem ca 600kg Heckgewicht an der Dreipunkthydraulik. Der Klotz hängt nur auf der Ackerschine und ist ohne abzusteigen an und ab zunehmen. Damit ist er für Fronttladerarbeiten ganz gut Balastiert, mehr würde keinen Sinn machen, da er eh nicht mehr hebt.

Gruß Markus
 
hallo,

Ob mit der Seilwinde, der Heckschaufel oder einem schwereren Anhänger, der 840 ist meist Vorne ein bisschen zu leicht ;-)
Maschinenschonend ist es sicher, wenn man die Reifen mit Wasser füllt. Der Federungskomfort wird zwar schlechter, aber das Gewicht schlägt nicht auf die Achsen usw. Der Spass ist aber nicht billig, Schlauch mit Wasserventil einziehen, dann noch das Frostschutzmittel.

Ich habe mir eine ziemlich massive Werkzeugkiste für die Fronthydraulik gebaut.
Der Boden ist eine 4cm dicke Stahlplatte, die Seiten sind auch 1,2 cm dicken Stahlplatten, teilweise auch doppelt genommen.
Also Gewicht und ein wenig Stauraum für was auch immer, einige ketten kann man auch noch an die angeschweissten Haken hängen.

www.ishots.cc/euron77/IHC_840A/K800_Frontgewicht.jpg
www.ishots.cc/euron77/IHC_840A/K800_frontgewicht_24.jpg

mfg
 
Jedem das Seine...

Ich würde kein Wasser in die Räder füllen. Erstens verschlechert sich das Fahrverhalten (läuft unruhig und schwimmt) und es ist nicht ganz einfach das Wasser 100%ig heraus zu bekommen, wenn man sich doch dagegen entschieden hat.

Dann würde ich eher zu Radgewichten raten, da die ähnlichen Effekt erzielen und das Fahrverhalten nicht so sehr verändern.

Desweiteren würde ich, um deinen Schlepper zu schonen, nicht zu viel aufhängen. Probier verschieden Möglichkeiten aus, dann weis du wie sich das verhält und kannst danach handeln.

Gruß Alex
 
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