Klaus hat Recht!
Aber heute ist es vor allem eine Frage der Bereifung und der Ausstattung.
Ich habe lange nach einem 833 gesucht, vor allem WEIL ich grundsätzlich keinen Ackerbau betreibe, und sehr überwiegend Grünland pflege.
Geworden ist es dann aber ein 844 AS mit einer leichten Mauser-Niedrigkabine.
So leicht wie ein 833 ist das Teil nicht, zumal es einen Frontlader hat.
Aber die rd. 10 PS mehr kann ich spätestens dann gut brauchen, wenn ich im März einen schweren Kalkstreuer ziehe....
Letztlich sind aber die Reifen entscheidend, ich fahre vorne 380/70R24 und hinten 520/70R34, und zwar Conti AC 70 G, also ein Grünlandprofil mit niedriger Stollenhöhe und guter Überlappung in der Mitte.
Diese Reifen laufen auf Grünland UND auf Asphalt sehr schön. Sogar auf Schnee sind sie recht gut. Nur auf dem Acker wären sie ziemlich untauglich.
Zum Pflügen wären diese Reifen alleine schon deshalb eine Katastrophe, weil sie außen fast bündig laufen. Dadurch ergibt sich auf den Reifeninnenseiten zwischen vorne und hinten ein großer Versatz, der beim Fahren in Pflugfurchen sehr hinderlich wäre.
Mein 844 AS hat ein 16 plus 8-Getriebe, und zwar das mit der 30-%-Reduzierung. Im Prinzip hat er mit 30 % Untersetzung ein 25-km/h-Getriebe, welches man nach Ausdrehen des 4. Straßengangs bei ca. 25 km/h dann auch "30-km/h-Version" hoch schalten kann.
Gemessen an modernen Schleppern hat man damit nicht gerade gigantische Zugleistungen, aber für Grünland und Transportfahrten reicht das völlig.
Es gab den 844 AS auch mit einer anderen 16plus8-Getriebe-Konfiguration, da konnten quasi unterhalb der normalen Ackergruppe noch Kriechgänge geschaltet werden. Für Ackerbau, vor allem Gemüse und Pflanz-Tätigkeit sicher eine feine Sache. Für mich wäre das völlig unbrauchbar....
Ist eigentlich klar, dass man sich seinen Schlepper so "konfiguriert", dass er zu den jeweiligen Einsatz-Zwecken am besten passt.
Grünland-Schlepper heißt im Zweifel leicht, weniger Gänge (spart Geld!) und Grünland-Bereifung.
Wer eine "eierlegende Wollmilch-Sau" will, muss halt in einigen Anwendungsbereichen Einschränkungen in Kauf nehmen.
Einfach ausgedrückt: Wer mit einem eher für den Acker geeigneten Schlepper Grünland pflegt, fährt vor allem im Bergland ziemlich viel Grasnarbe kaputt.... und bleibt schon mal in Ecken hängen!