Hobby Landwirtschaft

-Ihcd432-

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17 April 2019
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Moin,

Ich hoffe, hier mal ein paar Berichte von anderen zu einem bestimmten Thema zu bekommen. Ich und mein Vater diskutieren seit längerem immer mal wieder darüber, ob es sich lohnen würde, wenn wir auf unserem, derzeit noch verpachteten Ackerland (ca. 1ha), für die Direktvermarktung Kartoffeln anbauen würden. Das würden wir dann weitestgehend in Eigenregie machen, bis auf das Spritzen, dass würde sich im Leben nicht kostendeckend bewerkstelligen lassen, eine pflanzmaschine kann ich, passend für meinen Trecker von einem Bekannten bekommen, anhäufeln würde ein Kollege für mich machen und nen Roder würden wir uns dann zusammen ebenfalls anschaffen. Nun ist die Frage, ob man so mehr oder weniger kostendeckend hinbekommen kann. Ob ich die Pacht, die ich derzeit bekomme wieder reinwirtschaften kann, wage ich mal einfach zu bezweifeln, aber es gibt hier mit Sicherheit ein paar Leute hier, die mir da ein wenig weiterhelfen können.

Mfg Patrick

P.s. Da es jetzt schon des öfteren zu relativ unentspannten Diskussionen unter meinen Beiträgen gekommen ist, bitte ich schon vorab um einen gesitteten Umgang, danke

Ein Trecker an dem man nicht arbeiten muss, ist kein Trecker😁
 
Hallo,

du kannst nicht jedes Jahr Kartoffeln auf dem gleichen Acker anbauen.

Aus gesundheitlichen Gründen der Frucht. Wenn man so etwas nicht mal weiß,

sollte man von vornerein dieses Vorhaben einstampfen........

Gruß Casi
 
Moin,

Das ich nicht jedes Jahr die gleiche Fläche verwenden kann weiß ich, da habe ich nen bekannten landwirt, mit dem ich dann tauschen kann

Mfg Patrick 

Ein Trecker an dem man nicht arbeiten muss, ist kein Trecker😁
 
Was bekommst du denn an Pacht für den ha?

Das man mal ne Vorstellung hat, was du mindestens mit den Kartoffeln erwitschaften musst.

Gruß Micha
 
Pro ha ca. 1300€ 

Ein Trecker an dem man nicht arbeiten muss, ist kein Trecker😁
 
-Ihcd432-:

Pro ha ca. 1300€ 

Ein Trecker an dem man nicht arbeiten muss, ist kein Trecker😁
Moin, ganz ehrlich,

wenn Du wirklich soviel Geld für einen Hektar verpachtetes Ackerland erhälst bleibe lieber Verpächter und genieße Deine Freizeit mit Spazierfahrten auf Deinem Trecker.

Da Du hier im Forum fragen mußt ob es sich lohnt Kartoffeln für Direktvermarktung anzubauen denke ich das Du von der dazugehörigen Marktwirtschaft keine wirkliche Ahnung hast und auch keinen Überblick zu den Kosten hast die auflaufen bis zur Ernte der Kartoffeln, ich wette du arbeitest am Ende für ca. 1,- € Stundenlohn.

Ich habe ca. 8Ha. Ackerland verpachtet für das ich bei weitem nicht Deinen Pachtzins bekomme und bin einfach glücklich mit meiner Situation. Mein Geld verdiene ich als Elektriker, das kann ich besser als Landwirtschaft.

Gruß Heiko
 
Genau in die richtung ging meine Frage, bei uns fehlt da eine Null pro Hektar Ackerland.

Glaube ich auch nicht, das du das wieder reinholst.

Du müsstest dir ja Gerätschaften Kaufen oder wenigstens ausleihen.

Sortiert und abgesackt muss es auch noch werden.

Zum Verkauf muss ja auch jemand da sein.

Gruß Micha
 
Moin, ganz ehrlich,

wenn Du wirklich soviel Geld für einen Hektar verpachtetes Ackerland erhälst bleibe lieber Verpächter und genieße Deine Freizeit mit Spazierfahrten auf Deinem Trecker.

Da Du hier im Forum fragen mußt ob es sich lohnt Kartoffeln für Direktvermarktung anzubauen denke ich das Du von der dazugehörigen Marktwirtschaft keine wirkliche Ahnung hast und auch keinen Überblick zu den Kosten hast die auflaufen bis zur Ernte der Kartoffeln, ich wette du arbeitest am Ende für ca. 1,- € Stundenlohn.

Ich habe ca. 8Ha. Ackerland verpachtet für das ich bei weitem nicht Deinen Pachtzins bekomme und bin einfach glücklich mit meiner Situation. Mein Geld verdiene ich als Elektriker, das kann ich besser als Landwirtschaft.

Gruß Heiko

Moin, 

Es geht mir in dem Sinne gar nicht ums Geldverdienen. Und das ich hier nachfrage ist dem Grunde geschuldet, dass ich bei so etwas lieber erfahrenere Personen frage, da ich mir im allgemeinen nicht sicher bin, ob die Ware am Ende auch abgenommen wird. Außerdem steht ja auch eine gewisse Investition dahinter steht und ich keine Lust habe, nachher den ganzen Rummel, den ich mir vorher amgeschafft habe, wieder verkaufen zu dürfen

Mfg Patrick 

Ein Trecker an dem man nicht arbeiten muss, ist kein Trecker😁
 
Wer soll Dir die Kartoffeln abkaufen wenn Du sie mit Chemie behandelst? Solche Kartoffeln kann man billig in jedem Supermarkt kaufen. So was macht meiner Meinung nach nur Sinn wenn man ohne Chemie arbeitet. Und das ist ja bei einem Hektar machbar.

Wir haben bis 2002 auch noch eigene Kartoffel gehabt, da muss man halt mal mit Handarbeit bei. Mehrmals häufeln, mindestens einmal Unkraut kratzen, und bei Bedarf auch noch Kartoffelkäfer inkl. Larven einsammeln. 

Ich bin ganz bestimmt alles andere als ein Öko, im Gegenteil, ich hasse das grüne besserwissende arbeitsscheue Gesocks!

Aber von chemischem Pflanzenschutz halte ich nicht viel.
 
RS30Micha:

Genau in die richtung ging meine Frage, bei uns fehlt da eine Null pro Hektar Ackerland.

Glaube ich auch nicht, das du das wieder reinholst.

Du müsstest dir ja Gerätschaften Kaufen oder wenigstens ausleihen.

Sortiert und abgesackt muss es auch noch werden.

Zum Verkauf muss ja auch jemand da sein.

Gruß Micha
Moin,

Wie gerade schon geschrieben, es geht mir nicht zwangsläufig um das Geld oder so etwas, deswegen ja auch Hobby Landwirtschaft, für den Verkauf würde ich eine mehr oder weniger bestehende Infrastruktur nutzen, da wir bereits für einen bekannten Landwirt Freilandeier Verkaufen. Das mit den Geräten ist eben der Knackpunkt, diese kosten zwar gebraucht nicht die Welt, aber es ist und bleibt nun einmal Geld, was erst einmal in die Hand genommen werden muss

Mfg Patrick 

Ein Trecker an dem man nicht arbeiten muss, ist kein Trecker😁
 
Wittgensteiner:

Wer soll Dir die Kartoffeln abkaufen wenn Du sie mit Chemie behandelst? Solche Kartoffeln kann man billig in jedem Supermarkt kaufen. So was macht meiner Meinung nach nur Sinn wenn man ohne Chemie arbeitet. Und das ist ja bei einem Hektar machbar.

Wir haben bis 2002 auch noch eigene Kartoffel gehabt, da muss man halt mal mit Handarbeit bei. Mehrmals häufeln, mindestens einmal Unkraut kratzen, und bei Bedarf auch noch Kartoffelkäfer inkl. Larven einsammeln. 

Ich bin ganz bestimmt alles andere als ein Öko, im Gegenteil, ich hasse das grüne besserwissende arbeitsscheue Gesocks!

Aber von chemischem Pflanzenschutz halte ich nicht viel.
Pflanzenschutzmittel will ich grundsätzlich auch relativ wenig einsetzen, aber es gibt nun einmal Dinge, die ohne Pflanzenschutzmittel nicht kleinzukriegen sind.

Ein Trecker an dem man nicht arbeiten muss, ist kein Trecker😁
 
....mein Tipp:  nix machen, Schnauze halten, alles so lassen wie es ist und hinterm Ofen sitzend mit einem lächeln im Gesicht die jährliche Pacht zählen u. genießen! Wenn unbedingt nötig, sich ggf. ein schickeres Hobby u. sinnvolleren Zeitvertreib suchen, statt Kartoffelanbau...

Gruß ;-))

__________________________
Gaggenau / Neuss / Forstern
 
Moin,

mit sowas hab ich vor Jahren angefangen bzw. bin damit aufgewachsen. Hab rund 4ha, davon sind rund 2ha verpachtet. Von den anderen 2ha pflanze ich jedes Jahr rund 5000qm querbeet, der Rest ist Ökoparadies mit viel Pflegeaufwand.

Bei mir läuft das als Hobby/Ausgleich, zumindest rede ich mir das ein da es nicht selten auch eine Zusatzbelastung darstellt (Wetter wartet nicht etc.).

Bleiben wir beim Bsp. Kartoffeln: Dir muss klar sein das du für einen Zentner Steckkartoffeln allein rund 50Kg zahlst, bei halbwegs natürlichem bzw. chemielosem Anbau kommst du auf ca. 500Kg Ertrag in einem guten Jahr. Dazu kommen aber Kosten für Beregnung, Düngung, Chemie gegen Kraufäule (anders gehts nicht), Diesel/Sprit fürs Hacken, Anhäufeln etc. Zudem kannst dich ab Juni/Juli jeden Tag 2h oder mehr (je nach Größe des Schlags) in den Acker stellen und den Coloradokäfer und seine fleißigen Larven absammeln bzw. zertrücken sonst hilft da auch nur Chemie. Dann min. 4 Jahre Abstand in der Fruchtfolge bei Kartoffeln sonst hast du ganz schnell ein Nematoden (besonders Drahtwurm) Problem und wirst die Kraut-/Stängel-/Knollenfäule gar nicht los. Das geht ganz schnell und kaum sind deine Stöcke ausgetrieben, sind sie noch vor der Blüte vergammelt. Zudem darfst du als Privatperson am Markt oder sonst wo gar nix verkaufen sondern nur in der Familie etc. verschenken. Bei 500Kg übers Jahr und wenn man auch mal so ein paar verschenkt oder für nen kleinen Obulus weitergibt reicht das gerade fürs Saatgut. Wenn du das gewerblich machen willst, musst auch BG bezahlen die dir dann ganz schnell auch sagt was du darfst und was nicht (Überrollbügel etc etc etc.). 

In Zahlen: In sehr guten Jahren hab ich die Saatgutkosten wieder reingeholt und der Rest bleibt Kosten. Arbeitszeit darfst in der Landwirtschaft sowieso nicht rechnen...

Fazit: Es muss dein Ding/Hobby sein und Hobby kostet Geld! Alles andere ist genauso illusorisch wie 1300€/1ha. Selbst wenn du wie hier an einen Gemüseriesen verpachtest kommst da mit Abstand nicht drauf, zudem kannst die nächsten 10 Jahre beobachten wie dein Acker einfach nur im Axxxx ist.

Gruß :)
 
Lanz_4016:

....mein Tipp:  nix machen, Schnauze halten, alles so lassen wie es ist und hinterm Ofen sitzend mit einem lächeln im Gesicht die jährliche Pacht zählen u. genießen! Wenn unbedingt nötig, sich ggf. ein schickeres Hobby u. sinnvolleren Zeitvertreib suchen, statt Kartoffelanbau...

Gruß ;-))

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Gaggenau / Neuss / Forstern
Guten Tach

Was und wie ich etwas mache ist meine Sache, wenn ich gerne Kartoffeln als Hobby anbauen möchte, dann werde ich das machen. Hier geht es darum, ob sich so etwas lohnt und wenn ich das mache, wie ich am besten anstellen kann. Kleiner Tipp, wenn du mit mir bzw. meinen Fragen nicht einverstanden bist, dann ignoriere sie bitte einfach und verbreite keine schlechte Laune

Mfg Patrick 
 
Hallo Patrick,

kann es sein das du eine 0 zuviel geschrieben hast? Falls es stimmt würde ich auch die Pacht kassieren und gut ist.

Für das Geld kannst du dir 65 Säcke a´ 25kg Kartoffeln kaufen und hast keine Arbeit damit.

Die Antwort, ob es sich lohnt, hat IHC_Bubi dir schon gegeben.

Viel mehr muss man dazu nicht sagen. Viel Erfolg.

Gruß Alex

IF IT AIN´T RED, LEAVE IT IN THE SHED
 
Alex353:

Hallo Patrick,

kann es sein das du eine 0 zuviel geschrieben hast? Falls es stimmt würde ich auch die Pacht kassieren und gut ist.

Für das Geld kannst du dir 65 Säcke a´ 25kg Kartoffeln kaufen und hast keine Arbeit damit.

Die Antwort, ob es sich lohnt, hat IHC_Bubi dir schon gegeben.

Viel mehr muss man dazu nicht sagen. Viel Erfolg.

Gruß Alex

IF IT AIN´T RED, LEAVE IT IN THE SHED
Moin,

Das mit der 1300€ stimmt tatsächlich, da wir im Verbund mit unserem Nachbarn, der die Fläche neben unserer Besitzt verpachten. Wir verpachten immer fest für zehn Jahre, das letzte Mal war vor knapp sieben oder acht Jahren. Davor hat die Pacht für unsere Fläche bei gerade einmal 500€ gelegen. Es werden aber mittlerweile, je nach Größe und Bodenpunkten bis zu 1500€ bezahlt, was meines Erachtens nach ein totaler Wahnsinn ist, da ich mir nur schwer erklären kann, wie ein Landwirt das wieder erwirtschaften kann bzw will

Mfg Patrick 

Ein Trecker an dem man nicht arbeiten muss, ist kein Trecker😁
 
Hi Patrick,

Wie sieht der lokale Markt denn aus? Kannst du deine Kartoffeln an den Mann bringen. Von 1 ha sind ja schon einige Zentner die da runter kommen. Lager Kapazität brauchst du auch.  Bei den meisten Direktvermarktern ist der Absatz mit kleinen Mengen  langsam erst gestiegen.

Gruß Uli 
 
Goldener 353:

Hi Patrick,

Wie sieht der lokale Markt denn aus? Kannst du deine Kartoffeln an den Mann bringen. Von 1 ha sind ja schon einige Zentner die da runter kommen. Lager Kapazität brauchst du auch.  Bei den meisten Direktvermarktern ist der Absatz mit kleinen Mengen  langsam erst gestiegen.

Gruß Uli 
Das habe ich auch bereits überlegt, deswegen würde ich wahrscheinlich erst mit weniger Fläche anfangen. Wenn es dann mehr Nachfrage gäbe, würde ich dann Schrittweise mehr Kartoffeln machen, wenn es sich als totaler Flop herausstellt, würde ich das Projekt auch wieder einstellen. Ich wollte mich aber auch noch einmal schlau machen, ob es bei uns in der Ecke noch Händler gibt, die Kartoffeln abnehmen. Die Lagerkapazitäten würde ich sogar noch haben, da ich hierfür unsere teils ungenutzte Scheune verwenden kann. Der lokale Markt direkt bei uns in der Ecke sieht so aus, dass es zwar Kartoffelbauern gibt, aber diese lediglich an Märkte oder Verarbeitende Firmen verkaufen bzw Verträge haben. Direktvermarktung, wie wir sie auch mit den Eiern schon betreiben, gibt es für Kartoffeln meines Wissens nach noch nicht. Aber das ist, wenn überhaupt sowieso erst in zwei Jahren, wenn der Pachtvertrag ausläuft ein Thema

Mfg Patrick 

Ein Trecker an dem man nicht arbeiten muss, ist kein Trecker😁
 
Noch ein paar Anregungen zum Abwägen:

Du musst deinen 1ha ja sowieso aufteilen. Vernünftig kannst du pro Jahr 2000m² stellen. Für die restlichen 8000m² müsstest du dir da aber auch was überlegen wie Zwischenfrüchte oder Gründüngung etc. Kannst auch mal ne Schwarzbrache machen (je nach Boden) aber mehr als 1 Jahr ist da nicht empfehlenswert. Wenn dus direkt vermarkten willst brauchst auch ne geeichte Waage, Raschelsäcke etc. Weiterhin musst du dir Gedanken machen wie du die Kartoffeln stellen willst damit das auch zu deinen Gerätschaften passt. Du schreibst dass das Setzen und Spritzen dann ggf. jemand anders übernimmt. So einfach wird das speziell bei Kartoffeln nicht gehen.

Bsp: 

Du setzt mit deinem D432 die Kartoffeln in im alten Maß (Reihenabstand) von 62,5cm was einer Spurweite von 1,25m entspricht (schmalste Einstellung der originalen Verstellfelgen). Die maximal mögliche Reifenbreite ist dabei meiner Erfahrung nach 12.4 (320) was aber zum Hacken und Anhäufeln schon deutlich zu breit wird, spätestens da brauchst dann Pflegeräder (9.5 / 230). Zum Roden gehen auch wieder bis 12.4. Alternativ kannst du natürlich dauerhaft Pflegeräder fahren, was aber bei vielen Hobby Spazierfahrern aufgrund der Optik unbeliebt ist. Wenn nun aber zB für Spritzen der Nachbar mit einer moderneren Maschine kommt scheitert das schnell allein daran das neuere Schlepper keine 1,25m fahren bzw. fahren können und die Reifen auch deutlich breiter sind. Vermutlich wird der Nachbar ungern wegen max 2000m² alles umbauen wollen (sofern überhaupt möglich). Hier müsstest du dann wohl noch Fahrgassen (2 Reihen weniger pro Arbeitsbreite Spritzgestänge) vorhalten und deine Kartoffeln in einem moderneren Maß legen und deinen Schlepper entsprechend anpassen. Vorteil ist dann du kannst breitere Räder fahren. 

Zum Thema Spritzen muss dir auch klar sein dass du als Privatperson bzw. ohne Nachweis eines Pflanzenschutzlehrgangs keine Pflanzenschutrzmittel erwerben kannst/darfst. Es gibt zwar auch für private Anwendungen entsprechende Kleingebinde die du nutzen/kaufen kannst aber nur zu WUCHER Preisen und eben nur bestimmte Mittel. Du bist dann schnell, wie ich auch, irgendwo zwischen zu kleinem Acker bzw. zu großem Garten. Für eine Spritzung Krautfäule (Phytophtora Erreger) kosten im Privatverkauf inkl. Steuer (zB bei Raiffeisen) 25ml rund 12-13€. Damit kommst du rund 200m² weit. Bei deinen 2000m² wärens linear betrachtet also für eine Spritzung min. 120€, realistisch eher 150€ weil du ja auch Reste hast etc. Zusätzlich wird eine Spritzung pro Saison nicht ausreichen.

Will dich von deinem Vorhaben nicht abbringen aber überleg dir ob du eher den Fokus auf die Arbeiten mit Schlepper etc. hast oder am Anbau oder beides. Für letzteres ist meiner Meinung nach nur ein Kompromiss sinnvoll. Also zB Bodenbearbeitung, Stecken, Hacken, Häufeln und Roden mit deinem D432 auf Pflegerädern und Spritzen ist dann Handarbeit mit einer Rückenspritze. Die Kosten für weitere Pflanzenschutzmittel wie zB insektizide gegen die Käfer sind hier nicht mal berücksichtigt und 2000m² mit der Hand in einem Jahr wo die Biester richtig aufmarschieren ist das ein Tagwerk an jedem Tag in der Saison.

Gruß und gutes Gelingen
 
Ich habe 180 m Kartoffeln für den Eigenverbrauch angebaut.

Furchen gezogen wird mit dem Einachser, Angehäufelt auch damit aber das meiste ist Handarbeit.

Mit den Kartoffelkäfern ist so ne Sache, am Anfang kommt man noch hinterher, denkt das schaff ich.

Sind die Larven draussen, sieht die Sache anders aus. Dieses Jahr schlüpften die auch noch um mehrere Tage versetzt.

Da habe ich keinen Bock tagelang, meinen Feierabend mit absammeln zu verbringen.

Also habe ich auch etwas frei verkäufliches gegen die Viecher gespritzt.

Es lohnt nicht, deine entgangene Pacht holst du nicht rein.

Schau doch, das du bei dem Landwirt, für den du die Eier verkaufst mit helfen kannst.

Da kannst du auch Traktor fahren.

Gruß Micha
 
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