Hydrauliköl am 523 wird heiß und läuft über

FuerPapa

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Hallo Forum.

Ich habe gestern und heute mal mit meinem "neuen" Mulcher am 523 gearbeit. Funktioniert soweit ganz gut. Was mir aufgefallen ist, die Heckhydraulik regelt ja nach wie vor nach und hört dann irgendwann damit auf. Mit der großen Last hinten dran hört es sich dann so an als ob die Hydraulik die ganze Zeit auf Druck arbeitet. Das ist doch sicher nicht normal!? Dabei hab ich dann mal am Vorschaltventil der Zusatzsteuergeräte angefasst, das wird nach kurzer Zeit schon so warm das man es nicht mehr anfassen kann. 

Dann läuft mir auch bei Arbeiten mit der Hydraulik immer das Öl aus der Entlüftung hinten. Außerdem steigt mein Motorölstand langsam an. Eigentlich ein Zeichen für Diesel im Öl, aber ich hab gestern einen Ölwechsel gemacht und das Öl roch überhaupt nicht nach Diesel. Also gehe ich davon aus das es sich um Hydrauliköl im Motoröl handelt. Kann man die Pumpe selber abdichten? Ich habe schon öfter an Hydrauliken gearbeitet, Ahnung ist vorhanden. Nach getaner Arbeit hab ich gerade mal den den Hydrauliköltank, also Krafthebergehäuse geguckt. So richtig Schaumig ist es nicht gewesen, aber richtig "klar" auch nicht. Das Überlaufen und Ablaufen ins Motoröl würde ja auf eine undichte Hydraulikpumpe deuten.

Fragen:

- Bin ich auf dem richtigen Pfad?

- Kann ich die Pumpe selber abdichten? Ist eine doppelte wegen der hydraulischen Lenkung.

- Wenn die Heckhydraulik nachregelt ist es ja eigentlich die Hubkolbendichtung (wäre ich froh drüber). Aber was könnte das noch sein? Die Senkdrossel funktioniert auch nicht mehr.

- Ersetzt der Vorschaltblock die Rücklaufleitung die vorne seitlich beim Regelsteuergerät rein geht?

Gruß Jürgen
 
Hallo

Wenn  das Motorenöl mehr wird und es ist kein Diesel dann ist der Simmering von der Hydraulikpumpe defekt und es läuft hier Hydrauliköl im Motoröl. Die Pumpe ausbauen sitz mit zwei Stehbolzen fest also nur die Muttern lösen und den Simmering vorne tauschen das ist kein Problem. Wenn aber die Pumpenwelle zuviel Spiel hat bringt es nichts dann muß die Pumpe neu.

Mit dem Absenken der Hydraulik und das ständige Nachregeln wird das Öl wärmer wie sonst aber das ist auch normal. Beim Pflügen mit Regelhydraulik regelt er ja auch ständig.

Bei 50 Grad fasse ich keine Hydraulikleitung usw. mehr an, die Anlage kann aber ohne Bedenken 90 Grad heiß werden. Das Absenken wird wohl in erster Line die Hubkolbendichtung sein da er nach einer gewissen Zeit aufhört zum nachregeln weil sich die Manschette erwärmt hat und dadurch sich wieder anpasst. Wenn es das Lastsicherheitsventil oder der Sperrblock im Regelsteuergerät wäre, würde er in einer Tour nachregeln.

Ist vielleicht zuviel Hydrauliköl drauf? Frontlader und Heckhydraulik ganz unten, dann nur soviel bis zur unteren Makierung am Peilstab, wenn dann noch eine andere Maschine mit ausgefahrenen Zylinder angebaut wird und dann diese eingefahren werden ist oft zu viel Öl im Block.

MfG

Alwin
 
Danke Alwin.

Zu viel Öl ist nicht drin. Spiel in der Welle macht mich hellhörig, kann wohl das Klackern im Bereich der Stirnräder daher kommen?

Kannst auch noch was zur Rücklaufleitung sagen?

Gruß Jürgen
 
Hallo

Das Klackern von vorne glaube ich nicht das Spiel ist relativ gering wirkt beim Simmering aber als Pumpe und fördert somit Öl nach aussen im Motorenöl und kann auch Luft ansaugen, dadurch tritt dann Öl hinten heraus und wenn es schlimm ist schäumt es

Mit der Rücklaufleitung habe ich nicht verstanden was du da genau meinst.

Mfg

Alwin
 
Moin.

Gut, also werde ich die Pumpe mal ausbauen und nachsehen, ist ja kein großes Ding.

Über die Rücklaufleitung bin ich gestolpert als ich in meinem WHB Hydraulik geblättert hab. Dort ist eine Leitung abgebildet die von hinten wo der Vorschaltblock der Zusatzsteuergeräte angeflanscht ist nach vorne geht zu einem Eingang im Krafthebergehäuse. Der Eingang befindet sich rechts neben dem Regelsteuergerät im Krafthebergehäuse. Dort war bei mir ein druckloser Rücklauf montiert, den ich aber vorläufig weggebaut hab. Ersetzt der Vorschaltblock den Rücklauf?

Mal ein Bild von der Pumpe:

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und vom Anschluß den ich meine:

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Hallo

Der Vorschaltblock hat nichts mit dem Rücklaufanschluss zu tun. Die ersten 523/624 hatten hier einen Ringösenanschluss der das Rücklauföl vom Regelsteuergerät zum Rücklauffilter im Stellewellenlager geleitet hat wie es im WHB auf den Bildern zu sehen ist. In neuere WHB vom 523-824 sind alte und neue Versionen aufgeführt. Welche BJ ist dein Schlepper so wie ich auf den Bildern erkennen kann hat der keinen Hydraulikfilter.

MfG

Alwin
 
Hallo Alwin.

Das ist ein 65er, erste Serie mit NT200 Nummer. Den Hydraulikölfilter hab ich nachgerüstet unter den Hebeln der Heckhydraulik.

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Wenn ich dich richtig verstanden habe bräuchte ich diesen Eingang nur wenn ich den Filter im Stellwellenrohr hätte.

Gruß Jürgen

PS: Hat hier mal jemand die Originalersatzteilnummer vom Dichtring der Senkdrossel? Evtl. liest ja der Linksdreher hier mit ;-)
 
Hallo

Ja die Leitung war nur bei den ersten mit Filter im Stellwellenrohr, Es gab aber auch welche mit Filter im Stellwellenrohr ohne diese Leitung. Deiner müßte aber diese Leitung haben, der hat bestimmt mal einen neuen/gebrauchten Block bekommen, entweder ist die Hydraulik mal nachgerüstet worden weil es diese auch ohne gab, sehr selten, oder der Block ist mal gerisssen da hatten die ersten auch Probleme.

Die ET Nr. von dem O-Ring für die Senkdrossel ist 3052813 R1

MfG

Alwin
 
Update.

Ich hatte die Pumpe raus und sie hat, glaube ich, zu viel Spiel. Die Pumpe ist von Rexroth, weiß einer ob es da Ersatzteile für gibt? Ich hatte sie komplett auseinander, ist ja kein Hexenwerk. Vielleicht weiß auch jemand eine Firma die Pumpen überholen können. Oder hat jemand eine gute Quelle für eine neue Pumpe? Es handelt sich um eine Tandempumpe wegen der hydraulischen Lenkung.

Gruß Jürgen
 
Hallo

Da gibt es nur eins, Pumpe neu da du diese nicht so wieder zusammen bekommst das diese nacher richtig läuft weil die Pumpe zentriert werden muß und ich glaube da gibt es auch keine Einzelteile bis auf die Abdichtungen mehr das war früher mal.

MfG

Alwin
 
Danke!

Könnt ihr alle nicht schlafen? 00:25 und 00:40 tststs, ich wusste gernicht das das Forum eine Hotline rund um die Uhr hat ;-) Vielen Dank!

Zum Thema. Die Pumpe im Link ist ja sehr günstig, die wird es werden.

@ Alwin

Ich hab die Pumpe doch schon wieder zusammen und drin. Überall wo es drauf ankommt sind Stifte drin und die Einzelteile der eigentlichen Pumpe sind so genau gearbeitet das sie einfach ineinander passen. Deshalb wundert mich das mit dem Spiel auch so. 

@ all

In dem vorderen Gehäuse stecken nochmals kleine Gehäuseteile drin in denen dann die einzelnen Wellen mit den Zahnrädern laufen. Das sind auch Aluteile die an den Lagerstellen mit einer Gleitbuchse versehen sind. Ich hab die Welle genommen und das Lagerteil darauf gesteckt, da war meines Erachtens so gut wie kein Spiel feststellbar. Dann hab ich das Lagersteil in das Gehäuse gesteckt, auch kein Spiel merkbar. Alles wieder zusammen, an der Welle "geruckelt", alles gut. Dann hab ich das Antriebszahnrad wieder drauf gesteckt und angezogen mit 100Nm. wenn ich dann zwischen Zahnrad und Gehäuse mit einem Schraubendreher hebele, bewegt sich die Welle fast einen Millimeter hin und her. Man hat dann ja auch mehr Kraft durch den Hebel, aber das hat der Motor ja auch.

Naja, 300 Euro für eine Neue Pumpe geht ja noch wenn dann wieder 20 Jahre Ruhe sind.

Gruß Jürgen
 
Habe früher mal Zahnradpumpen repariert. Die einzelnen platten(3St) sind ja verschraubt u.verstiftet sodaß das zerlegen u. zusammenbauen kein Problem ist.

Die Außenplatten wurden einzeln plangeschliffen. Die Mittelplatte mit den Zahnrädern wurde zusammen beidseitig geschliffen, danach die Zahnräder - 0.02mm

(Sie müssen sich ja drehen.) Das Maß selber(Dicke) spielte keine Rolle .Wichig beim schleifen ist, daß gut ausgeschliffen wird d.h.der ganze Druck muß ausgeschliffen

werden. Danach alles gut entgraten u mit einen Ölstein abziehen.Es mußte sehr sorgfältig gearbeitet werden,daß ja kein grat meh rvorhanden war.

In den meisten Fällen hats funktioniert.

                                                                                   Gruß  Harry
 
Hallo Harry.

Das brauche ich bei meiner Pumpe nicht. Du meinst sicher die alten Pumpen die noch keine Dichtung zwischen den Teilen hatten. Meine Pumpe hat vorne an der Antriebswelle radiales Spiel wodurch der Wellendichtring nicht mehr abdichten kann. Oder es hat sie vor mir schon einmal jemand auseinander gehabt und sie ist zwischen den Gehäuseteilen undicht, wer weiß. Da stecken jedenfalls überall Dichtungen drin.

Ich hab nur die Befürchtung das ich jetzt eine neue Pumpe für 300 Euro einbaue und es ist doch was anderes.

Gruß Jürgen
 
Hallo Jürgen,

Die Welle muß doch irgendwie gelagert sein?Kleines Nadellager od dergl. Kann mir leider diese pumpe im Moment nicht bildlich vorstellen.

Der Simmerring ist ja nur die Abdichtung Der hat auch oft in Welle eingeschnitten.

                                                                                                          Guß  Harry
 
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