hydraulische Hilfslenkung

383 klaus

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18 April 2020
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69221 Dossenheim
Hallo,

ich hatte zu diesem Thema schon einmal einen Beitrag aufgemacht um evtl. Erfahrungen abzufragen. Nun habe ich mich entschlossen mir eine Lenkunterstützung zu gönnen. Nach langem Hadern habe ich mich für die Lenkung von RosiTeh entschieden. Der Preisunterschied zu anderen Anbietern liegt bei rund 400€.

Leider hat RosiTeh keinen hydraulischen Hilfslenkungssatz für den 383. Ich dachte mir, da der Unterschied zum 423 nicht all zu groß ist, bestell ich mir den für den 423. Als dieser geliefert wurde machte schon mal die Verpackung (Bild 1) einen guten Eindruck. Der Inhalt war vollständig und es war eigentlich alles dabei (Bild 2) was für den Umbau nötig ist. Sämtliche Dichtungen, lange Stehbolzen mit Muttern für die Pumpenbefestigung und selbst die Schlauchbinder.

Ein Wermutstropfen war dabei, welcher sicherlich dem Typenunterschied geschuldet ist. Die Lenkschubstange war zu kurz, der Hydraulikzylinder zu lang und das Kugelgelenk vorn zu klein. Für mich stand die Frage: zurückschicken oder ändern. Ich habe mich für die 2. Variante entschieden.

Das größere Kugelgelenk habe ich mir von RosiTeh schicken lassen. Die anderen Änderungen (Bild 3) habe ich wie folgt gelöst:

  • Den Aufnahmebock für den Hydraulikzylinder habe ich aufgetrennt und die Zylinderaufnahme weiter nach hinten versetzt (Bild 4) um den etwas längeren Lenkzylinder befestigen zu können.
  • Die gerade Lenkschubstange habe ich verlängert und an zwei Stellen leicht gebogen um den seitlichen Versatz auszugleichen.
  • Durch die doppelte und damit längere Pumpe war die Saugleitung für die Pumpe mit ihren Biegungen (Bild 0 u. 5) im Weg. An dieser habe ich ein Stück herausgeschnitten und durch einen Schlauch ersetzt.

Optisch etwas störend ist der zusätzliche Ölbehälter. Ich wüsste auch nicht, wie ich die Lenkung an den Hydraulikölkreislauf des Schleppers anschließen sollte. Die Ölversorgung könnte mit einem T-Stück im Zulauf der Schlepperhydraulikpume evtl. funktionieren, falls keine Pumpe der anderen das Öl wegzieht. Aber wohin mit dem Rücklauf der zweiten Pumpe?

Nachdem alles montiert, das Öl aufgefüllt und entlüftet war, ergab die erste Probefahrt ein geschätztes Lenkverhalten wie zuvor mit 700Kg auf der Gabel.

Fazit:

Ich hätte es schon viel früher machen sollen. Für den Umbau ist alles dabei. Die Unstimmigkeiten lagen bei mir am anderen Schleppertyp. Aber wenn man bereit ist Anpassungen vorzunehmen und dieses kann ist es kein Problem.

Über den erforderlichen Zeitaufwand kann ich nichts sagen, da ich, weil das Hydrauliköl schon raus war, alle Leitungen ausgebaut und die mittlerweile etwas schweißende Dichtungen und den Filter ersetzt sowie as Ölsieb gereinigt habe.

Klaus

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Hallo Klaus,

das ist ein sehr guter Bericht zu deinem Einbau. Das du das Rohr aufgetrennt hast und da ein Stück Schlauch zwischen gesetzt hast finde ich nicht schlimm. Ich würde aber trotzdem diesen Schlauch gegen einen Hydraulikschlauch mit ordentlicher Verschraubung tauschen.

Dann hätte ich noch zwei Fragen:

1) Ich habe mir auch schon mehrere Lenkunterstützungen angesehen. Soweit ich mich erinnern kann waren dort die Lenkzylinder immer anders herum eingebaut, d.h. die fixe Seite am Traktor und die Seite, die sich ausschiebt, Richtung Vorderachse. Ist das bei deiner Lenkunterstützung so nicht vorgesehen?

2) Warum ist bei deinem Motor die Kurbelwellenentlüftung mit einer Platte geschlossen und links daneben hängt irgendwie ein Schlauch als Ersatz?

Gruss Joerg
 
Hallo,

interessantes System, frag mich nur warum nicht eine originale Doppelpumpe wie sie bei der originalen Servolenkung verbaut ist, im Bausatz mitgeliefert wird, dann bräuchte es keinen extra Ölbehälter. 

Gruss

Georg
 
Hallo Jörg,

Dank für das Lob.

Der von mir verbaute Schlauch ist ölfest mit einem Betriebsdruck von 25 Bar. Da es die Saugleitung ist, dürfte dies meiner Meinung nach ausreichen und auch die Schlauchbinder halten.

Der Entlüftungsschlauch wurde von dem seitlichen Deckel an den Ventildeckel verlegt. Warum weiß ich nicht. Es war so als ich ihn gekauft habe.

Der Lenkzylinder ist vorn fest und die Schubstange hinten am Montagebock. Das Steuerventil für die Lenkung ist am festen Teil gleich nach der Befestigung des Lenkzylinders eingebaut und daran die Lenkschubstange montiert. Dafür müssen die Schläuche zum Zylinder etwas länger sein und in einen Bogen verlegt werden.

Gruß  Klaus
 
Hallo zusammen,

hier noch ein kleiner Zusatz.

Ich hatte während des Fahrens öfter ein surrendes Geräusch von der Hydraulikanlage. Es trat während der Fahrt auf und ging dann wieder weg. Dabei hat die Hydrauliksaugleitung wenn ich hingelangt habe leicht vibriert. Seit meinem Umbau ist dies weg. Da die Pumpe, genau wie die Originale Öl fördert und Druck aufbaut, gehe ich davon aus, dass das Geräusch wegen des von mir eingefügten Schlauches weg ist. 

Unterschiede der Lenkzylinder:

Bei meinem Lenkzylinder ist die Schubstange hinten und der feste Teil vorn angebracht. Das Steuerventil sitzt im festen Teil. An diesem wird die Lenkschubstange befestigt. Das ist vielleicht ein kleiner Nachteil, denn bevor die Achsschenkel durch die Schubstange bewegt werden, wird erst das Steuerventil bewegt. Bei den anderen ist die Schubstange des Lenkzylinders vorn und an dieser die Lenkschubstange angebracht. Ich vermute, dass mit der Zylinderschubstange das Steuerventil betätigt wird und somit bei Lenkbewegungen am Lenkrad diese direkt auf die Achsschenkel wirken, während bei meiner Variante ein kleines Spiel / Versatz ist da zuerst das Steuerventil bewegt wird. Beim Fahren im Gelände hat dies keine große Auswirkung und auf der Straße mit höherer Geschwindigkeit macht das auch kaum etwas so dass ich fast nicht durch Lenkbewegungen ausgleichen muss. Es ist eine Gewöhnungssache.

Klaus
 
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