Hydrostatische Lenkung IHC 633 neu einbauen

Bogge

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Hallo zusammen,

im Rahmen meines 633er-Umbaus verbaue ich eine hydrostatische Lenkung, die ich zusammen mit anderen gebrauchten Teilen erworben habe. Da ich bisher keinerlei Erfahrungen mit diesem Lenkungstyp habe wollte ich mich einfach hier vergewissern, wie die Leitungen angeschlossen werden müssen. Hier das Bild der Lenkung.

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Die beiden mit dem Schlauch verbundenen Leitungen gehen vermutlich zum Lenkzylinder. Die dicke mit der Überwurfmutter geht schätzungsweise  an den Druckanschluss der zweiten Stufe der Tandempumpe. Aber wohin geht der gebogene Anschluss? Dem Aussehen nach wird hier ein Schlauch befestigt, mit wenig Druck. Geht der zum anderen Pumpenanschluss? Warum hat er dann keinen Schneidring mit Überwurfmutter.

Würde mich freuen, wenn mich jemand etwas erhellen könnte.

Grüße, Markus

Meine Schätzchen: IHC 633 (Bj.75) , Unimog 411 (Bj.66) , Ehefrau (Bj.71)
 
An den gebogenen Anschluss kommt der Notlenkbehälter. Allerdings ist der bei früheren Typen nicht immer verbaut gewesen. So wie es aussieht fehlen Dir also noch ein paar Teile. Ich kann später vielleicht mal ein Bild aus der ET-Liste hochladen. 

Gruss

Georg
 
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Hoffe das hilft dir weiter, bei Fragen einfach melden. Dir fehlen ein paar Teile. Frag mal den Verkäufer deiner Lenkung ob er die noch hat.

Gruss
 
Vielen Dank für das Bild. Wie es aussieht fehlt ja nur der Notbehälter mit den Anschlussleitungen zu der Pumpe. Ich dachte immer, die zweite Pumpenstufe würde aus der Ansaugleitung den "normalen" Pumpe mitversorgt. Ist denn der Lenkungskreislauf ein eigener Kreislauf? Braucht man den Notbehälter überhaupt oder kann man auch direkt zur Pumpe gehen?
 
Die Lenkung wird schon von der Haupthydraulik mitversorg, beide Pumpen bekommen Öl aus der dicken Leitung. Der kleine Behälter dient nur für den Fall dass der Motor nicht läuft als Notversorgung. Aber wie gesagt, die älteren Versionen hatten den auch nicht. Inwieweit dies Auswirkungen aufs Notlenken hat weiß ich nicht. Aber das Lenken wenn der Motor aus ist wird dir eh schnell vergehen, da es einfach zu schwer geht. 

Georg
 
Hi,

ich hoffe du hast noch ein paar mehr Teile für deinen Umbau 😄. Ich habe das vor ein paar Jahren auch an meinem 533 gemacht. Falls du also noch Fragen hast versuche ich die zu beantworten bzw kann dir auch Fotos von den Leitungen machen. Kannst mir ja per PN deine Handynummer schicken dann ist das mit den Bildern schicken einfacher.

Gruß Markus 
 
Hallo Markus, 

ja, ich habe auch viele andere nette Teile verbaut. Werde bei nächster Gelegenheit einen kleinen Umbaubericht verfassen. Vielen Dank für Dein Angebot der Bilder. Ich würde mich sehr über Bilder von der Lenkung  (und gerne auch andere vom Schlepper) freuen. Ich schicke dir Handynummer und Email-Adresse per PN.

Hier mal ein Bild vom aktuellen Stand. 

Grüße, Markus 

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Hallo zusammen,

habe mich nun doch entschieden, einen Lenköl-Notbehälter zu verbauen, allerdings einen universellen aus dem Zubehörhandel.

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Nachdem nun alles verbaut ist, habe ich über eben diesen Behälter Öl eingefüllt und anschließend das Lenkrad versuchsweise hin und her gedreht. Nach kurzer Zeit kam Öl im Lenkzylinder an und er hat sich sogar etwas bewegt. Aber plötzlich trat an der rechten Bohrung im folgenden Bild Öl aus.

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Ist hier etwas kaputt? Welche Funktion haben die beiden Bohrungen überhaupt? Kann mir einer von euch weiterhelfen?

Grüße, Markus

Meine Schätzchen: IHC 633 (Bj.75) , Unimog 411 (Bj.66) , Ehefrau (Bj.71)
 
In der rechten Bohrung müsste eine kleine Madenschraube sein, die den vorderen Teile des Zylinders mit dem Zylinderrohr gegen Verdrehen sichert. Die andere Bohrung ist zum Einführen bzw herausnehmen des Sicherungsdrahtes der den vorderen Teil mit dem Zylinderrohr verbindet. Die Abdichtung beider Teile erfolgt durch einen O-Ring. Ich denke mal der wird bei dir undicht sein.

Gruss
 
Vielen Dank für die Antwort.

Wie kann ich den Zylinder zerlegen? Wie sieht der Sicherungsdraht aus? Hat jemand ein Schnitt- oder Funktionsbild, wie das ganze aufgebaut ist?

Markus
 
Hoffe das hilft dir weiter. Du musst die Madenschraube lösen, dann den ZylinderOberteil drehen, so das der Drahat aus der Bohrung herauskommt. Dann kann du den Zylinder zerlegen und alle Dichtungen tauschen. Bei weiteren Fragen gerne melden.

Gruss

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Hallo Georg,

vielen Dank für die Bilder. Habe allerdings aufgrund einer Beschreibung im internet den Zylinder schon zerlegt gehabt und kann nun "echte" Bilder zeigen. Die Demontage war problemlos.

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Habe die etwas haklige Schräge am links Sicherungsring etwas schräger gefeilt und verrundet, damit er bei einem eventuellen nächsten Mal leichter heraus geht.

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Hier sieht man gut die Nut im Zylinderrohr.

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Die Dichtungen der Kolbenstange und des Führungskopfes waren im tadellosen Zustand, auch der O-Ring war nicht wirklich schlecht, aber natürlich etwas abgeplattet. Habe ihn getauscht und dann das Ganze wieder zusammengebaut. Gut Fett an den Sicherungsring und der Kopf ließ sich einwandfrei aufdrehen. Dann Dichtheitsprobe mir verschlossenen Öffnungen, alles einwandfrei. Die Leitungen wieder angeschraubt und nochmals getestet: komplette Undichtheit!! Habe dann festgestellt, dass die Ringösendichtfläche kegelig nach innen geht und so der Kupferring gar nicht dichten konnte. Der ganze O-Ringtausch war also eigentlich unnötig! So kann es gehen, wenn man an der falschen Stelle schraubt. Aber interessant war es trotzdem.

Was mich noch interessieren würde, die Kraft des Zylinders ist ja unterschiedlich, weil er keine durchgehende Kolbenstange hat. Macht die Differenz der wirksamen Fläche nichts aus? Er müsse sich ja eigentlich in eine Richtung (Einfahren) schneller bewegen.

Meine Schätzchen: IHC 633 (Bj.75) , Unimog 411 (Bj.66) , Ehefrau (Bj.71)
 
Hallo alle,

die Lenkung ist inzwischen verbaut und funktioniert einwandfrei . Der Schlepper lässt sich mit einem Finger lenken, mit 360/70R20 vorne drauf. Die Lenkung ist offensichtlich für ganz andere Bereifungen geeignet.

Folgendes fällt mir aber auf: Das Lenkrad hat keine definierte 0-Stellung mehr. Ich habe einen Lenkknopf (Agropa Fixlenker) montiert und nach jeder Kurve steht der bei der nachfolgenden Geradeausfahrt an einer anderen Stelle. Ist das normal?

Gruß, Markus
 
Hallo Markus!

Bei meinem 533 ist das auch so,ich sehe das als minimalen Verschleiß.

Wenn ein Fachmann mitliest:Ist die originale Lenkung auch so ausgelegt,dass sie im Motorleerlauf ganz schnell durchgedreht werden kann?Meine kommt dann nicht ganz nach.

Danke im Voraus für die Antworten!

Christian
 
Hi,

das ist normal, du hast ja keine mechanische Verbindung mehr zwischen Lenkrad und Achse. Hundert Prozent dicht ist son Lenksteuergerät und Lenkzylinder auch nie. Wenn sich dein Lenkrad nicht von alleine im stand dreht, und du beim fahren nicht dauernd nachlenken musst, damit er geradeaus fährt, sollte alles passen.

Gruß Markus 
 
Danke für die Antworten.

Das mit der geringen Ölundichtheit macht Sinn. Der Fixlenker verändert die Position nach einer Lenkbewegung nur geringfügig, so nach 8 Lenkungen bin ich dann einmal rum. Ansonsten, das Lenkrad dreht sich im Stand definitiv nicht von alleine, ich kann im Stand ohne Motor lenken, beim Fahren geht die Lenkung in den Endlagen auf Block, scheint also vermutlich im Großen und ganzen in Ordnung zu sein. Den Knopf mach ich dann besser weg, ist blöd, wenn der immer an einer anderen Stelle "gesucht" werden muss.

Grüße, Markus
 
Also ich würd den dran lassen. Dank der Servolenkung hast du doch jetzt erst die Möglichkeit den Fixlenker sinnvoll einzusetzen, da du jetzt wirklich schnell lenken kannst. Also ich fahr ja fast nur Traktoren mit Servolenkung und Fixlenker. Wenn ich dann mal wieder auf einem Traktor ohne Fixlenker sitz dann vermisst du den richtig weil die Lenkgeschwindigkeit einfach nicht mehr da ist.

Gruss

Georg
 
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