Hallo zusammen!
Dass das unsynchronisierte IHC-Getriebe für Anfänger mit das am schwierigsten zu schaltende Getriebe überhaupt ist, ist bekannt. Wie Tobias aber richtig bemerkt hat, kann man es auch (fast) ohne Nebengeräusche schalten. Hier mal ein kleiner Erklärungsversuch von mir:
Wichtig beim Hochschalten ist, wie gesagt, eigentlich nur das Zwischenkuppeln, damit das Getriebe nicht mehr unter Spannung steht, wenn der Gang wieder eingelegt wird. Zwischengas ist nicht notwendig und führt nur wieder zu "Geräuschen" beim Schalten.
Beim Herunterschalten muss mit Zwischengas geschaltet werden. Also Kupplung -> Gang raus -> Gas geben -> Kupplung -> Gang rein -> und weiter gehts!
Wichtig ist hierbei, das der Schlepper ausreichend abgebremst wird und beim Zwischengas geben der Motor wieder auf relativ hohe Drehzahlen gebracht wird, um den recht grossen Drehzahlunterschied beim Herunterschalten auszugleichen. Auch sollten die Gänge mit Gefühl eingelegt werden, auf keinen Fall "reinhauen"!
Bei schwerer Anhängelast (in meinem Fall z.B. ein vollbeladener 5,7 Tonner) ist es auch hilfreich, beim Herunterschalten gar nicht vom Gas herunter zu gehen, sondern die ganze Zeit beim Schaltvorgang Vollgas zu geben. Je nach Steigung kann man dann sogar Schaltsprünge (z.B. von 8. auf 6.) ohne Geräusche durchführen, weil der Anhänger den Schlepper so stark verlangsamt. In den 7. Gang zu schalten wäre in diesem Fall sinnlos, weil der Schlepper nicht mehr auf Drehzahl kommen würde und man noch mal schalten müsste (was meistens damit endet, das man in der Steigung "hängt" und im kleinsten Gang wieder anfahren darf!)
Als ich das Schalten mit dem 383 gelernt hab (selbst beigebracht, weil Opa auch meinte, das klappt eh nicht *grummel*) hab ich, wenn ich mich recht erinnere, beim Hochschalten immer auf den Drehzahlmesser geachtet, welche Drehzahl der Motor am Ende hat, wenn ich hochschalte. Also z.B. vom 7. Gang bei 1900 U/min in den 8. und dann schauen was er an Umdrehungen macht, wenn ich jetzt einkupple. Beim Herunterschalten hab ich dann versucht von dieser Drehzahl aus, den Gang herauszunehmen, Gas zu geben und wieder einzukuppeln. Mit etwas Übung hat es dann auch einwandfrei funktioniert. Mit der Zeit bekommt man dann ein Gefühl für das Getriebe und es ist eigentlich ganz einfach.
An manchen Tagen kommt es aber bei mir auch vor, das er beim Schalten doch mal knurrt, obwohl es eigentlich klappen sollte, dann gibt man halt nochmal Zwischengas (in diesem einen Fall auch beim Hochschalten!) und weiter gehts! Wie gesagt, einfach üben, üben, üben, mit etwas gutem Willen schaffts jeder!
MfG
Mario