IHC 423 - Arbeitszylinder Regelhydraulik abdichten

MTN 724

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31 Oktober 2016
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Niedersachsen
Guten Tag geehrte Forumler,

vorab: Ich habe bereits die Werkstatthandbücher (Regelhydraulik, Getriebe) und die Ersatzteileliste studiert - aber im Hydraulik-WHB wird immer davon ausgegangen, dass das ganze Krafthebergehäuse demontiert wird - davon würde ich gern absehen!

Also - zwischen Zylinderkopf und Krafthebergehäuse sifft es bei meinem 423 heraus - gelber Kreis. Laut Werkstatthandbuch ist zur Abdichtung ein O-Ring (2) verbaut. Dieser soll getauscht werden.

Hierzu habe ich ein paar (evtl. laienhafte) Fragen:

1. Kann ich den Zylinderkopf (1) nach dem Lösen der 4 Schrauben zusammen mit dem Zylinder (6) ausbauen / herausziehen? Im Werkstatthandbuch ist erläutert, dass die beiden durch einen weiteren O-Ring (3) zusammengehalten werden. Der Kolben (9) verbleibt vermutlich auch im Zylinder (dieser ist nicht mit dem Pleuel (10) verbunden)?

2. Dann den O-Ring tauschen und wieder einführen - kann ich die Pleuelstange durch die obere Öffnung im Krafthebergehäuse fassen und führen (muss ja wieder in den Kolben eingeführt werden)?

3. Ich finde für die 4 Schrauben des Zylinderkopfes keine Anzugsmomente - was gebe ich da an Nm / mkg drauf?

4. Das Ganze findet im Zuge der Gangbarmachung einer verhakten Schaltnocke / Schaltkulisse (Rückwärtsgang geht nicht mehr raus) statt - den Schaltdeckel dichte ich am besten mit der Original-Papierdichtung oder mit Dirko o.ä ab? Welche Dichtmittel sind zu empfehlen? Das bisherige Dichtmittel des Vorbesitzers (irgendeine schwarze Mumpe) tut es nicht sonderlich gut.

Ich freue mich von euren Erfahrungen hierzu zu hören!

Es grüßt Martin

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Hallo Martin,

normalerweise reichen die Originaldichtungen vollkommen aus. Meine Erfahrungen sind bis dato, dass es häufig nicht an den Dichtungen selbst liegt, sondern entweder an unsauberen Dichtflächen oder an Beschädigungen dieser Flächen.

Bei meinem 423 war vom Vorgänger auch mit Dichtmasse der Hydraulikblock aufgeklebt worden. Dies hatte zur Folge, dass ich mit dem Werkstattkran den halben Traktor hochgehoben habe, bis sich der Block vom Getriebe löste. So fest saß das Teil. Viele stechen dann mit einem Schraubendreher oder Änlichem zwischen die beiden Bauteile und versuchen die Teile auseinander zu hebeln. Dabei werden dann die Dichtflächen beschädigt.

Ich könnte dir als Dichtmittel hylomar (blau) empfehlen. 


Mein Favorit ist aber mittlerweile das Reinigen der Dichtflächen mit einer abrasiven Schleifscheibe (CSD) für die Flex oder kleine Aufsätze für den Akkuschrauber. Diese sind härter als Lack und Schmutz, aber weicher als Metall oder Guss. Dadurch schleifst du kein Material ab, sondern reinigst nur.

Hier für die Flex:

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Hier für den Akkuschrauber/Bohrmaschine:

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Ich hoffe ich konnte dir helfen.

Gruss Joerg
 
MTN 724:

Guten Tag geehrte Forumler,

vorab: Ich habe bereits die Werkstatthandbücher (Regelhydraulik, Getriebe) und die Ersatzteileliste studiert - aber im Hydraulik-WHB wird immer davon ausgegangen, dass das ganze Krafthebergehäuse demontiert wird - davon würde ich gern absehen!

Also - zwischen Zylinderkopf und Krafthebergehäuse sifft es bei meinem 423 heraus - gelber Kreis. Laut Werkstatthandbuch ist zur Abdichtung ein O-Ring (2) verbaut. Dieser soll getauscht werden.

Hierzu habe ich ein paar (evtl. laienhafte) Fragen:

1. Kann ich den Zylinderkopf (1) nach dem Lösen der 4 Schrauben zusammen mit dem Zylinder (6) ausbauen / herausziehen? Im Werkstatthandbuch ist erläutert, dass die beiden durch einen weiteren O-Ring (3) zusammengehalten werden. Der Kolben (9) verbleibt vermutlich auch im Zylinder (dieser ist nicht mit dem Pleuel (10) verbunden)?

2. Dann den O-Ring tauschen und wieder einführen - kann ich die Pleuelstange durch die obere Öffnung im Krafthebergehäuse fassen und führen (muss ja wieder in den Kolben eingeführt werden)?

3. Ich finde für die 4 Schrauben des Zylinderkopfes keine Anzugsmomente - was gebe ich da an Nm / mkg drauf?

4. Das Ganze findet im Zuge der Gangbarmachung einer verhakten Schaltnocke / Schaltkulisse (Rückwärtsgang geht nicht mehr raus) statt - den Schaltdeckel dichte ich am besten mit der Original-Papierdichtung oder mit Dirko o.ä ab? Welche Dichtmittel sind zu empfehlen? Das bisherige Dichtmittel des Vorbesitzers (irgendeine schwarze Mumpe) tut es nicht sonderlich gut.

Ich freue mich von euren Erfahrungen hierzu zu hören!

Es grüßt Martin

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Servus Martin,

bevor du großen Aufwand betreibst, prüfe zuvor mal die Verschraubung der Ansaugleitung die zur Pumpe vor führt. An dem Anschlußnippel befindet sich das Ansaugsieb, dieser ist mit einem Kupferring abgedichtet und sollte fest mit dem Gehäuse verschraubt sein. Bei mir war es so, dass diese Verbindung nur Handfest angezogen war und deshalb auch unter dem Zylinderkopf, wie von dir beschrieben alles mit Öl versifft hatte!

Gruß

Wolfgang
 
Moin Joerg, Moin Wolfgang,

danke für die Rückmeldungen!

@Joerg: Diese Scheiben werde ich mir mal anschauen. Bisher habe ich alles mit einem scharfen Schaber sauber bekommen - aber Versuch macht kluch.

@ Wolfgang: Daran habe ich auch schon gedacht - die Schraube werde ich probehalber nachziehen und nochmal schauen. Was gegen die Theorie spricht, ist die Tatsache, dass die Dichtfläche am Zylinder fast rundherum feucht ist. Sollte diese Verbindung allerdings äußerst selten undicht werden, kann man ja auch noch die geringe Hoffnung haben, dass es doch nur die Verschraubung ist und das Öl an den Dichtflächen hochgezogen ist.

Hat jemand noch Erfahrungen zum Fall, dass der Zylinder raus muss?

Man wird sehen durch probieren.

Es dankt Martin
 
Moin HB-Reloaded,

die Senkdrossel hatte ich noch nicht im Verdacht - da könnte man mal schauen. Deine Reparaturanleitung habe ich versucht zu finden - mit meinen eingegebenen Stichworten (u.a. Hubkolben, Hubkolben Reparatur, Hobbybauerreloaded,...) findet man diese nicht. Hättest du eine Stichwort, Link o.ä. dorthin? Das wäre klasse.

Es dankt und grüßt Martin
 
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