IHC 423 Lenkung: Hebel sitzt auf Welle fest! Wie lösen?

IHC_permanent

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11 April 2021
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Guten Abend ,

von meinem verstorbenen Schwiegervater habe ich eine IHC 423 (Bj. 68) vererbt bekommen.
Der Schlepper ist soweit in einem sehr ordentlichen Allgemeinzustand.
Am Montag HU ohne Mängel bestanden.
An ein paar Stellen ölt der Gute allerdings. Diese möchte ich jetzt Schritt für Schritt beseitigen.

(1. Baustelle)

Der Wellendichtring am Lenkgetriebe (abgangseitig) ist undicht. Tritt relativ viel Öl aus.
Wollte diesen heute Abend gegen einen Neuen austauschen.
Musste jetzt allerdings abbrechen, da ich den Hebel nicht von der Welle runter bekomme. Keine Chance. Sitzt bobenfest. Verzweiflung!
Habe mir den Abzieher mit der großen Rätsche fast zerlegt.

Könnt ihr mir bitte ein paar Tipps geben, wie ich den verfluchten Hebel von der Welle bekomme?

(Hebel heiß machen?)

Danke und Grüße
Dietmar

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Hallo Dietmar,viel WD40 und leichte Hammerschläge rundum das Auge, dabei mit einem größeren Hammer gegenüber der Schlagstelle gegenhalten. Etwas Geduld mußt Du haben.Viel Erfolg wünscht der Paylodoc.
 
Moin Dietmar,

das Problem hatte ich im letzten Jahr bei meinem 644 auch. Ich habe es dann mit den erwähnten Hammerschlägen und Zweiarmabzieher versucht, ohne Erfolg, Wärme hat auch nichts gebracht. Aber dann habe ich diesen Abzieher verwendet, der gerade so gepasst hat:


Mit Drehmomentschlüssel auf das maximal zulässige Moment eingestellt ist der Hebel tatsächlich gekommen. Die eigentliche Ursache war eine verformte Welle ...

Gruß

Thomas
 
Dass es sich um einen Kugelgelenkabzieher handelt, war und ist mir klar. Was mit penetrieren gemeint ist allerdings in diesem Zusammenhang nicht. Laut Duden ist die Bedeutung "durchdringen, durchsetzen". Durchdrungen hat der Abzieher nichts. Aber er konnte den Hebel lösen.

Gruß Thomas
 
Moin

das Werkzeug auf dem Bild hat mir auch nicht funktioniert ( Schrauben brechen ), Markierung im Lenkhebel und Führung richtig einritzen und dann ordentlich warm machen,

mit zwei große Hammer ( einer als Gegendruck) seitlich auf den Lenkhebel schlagen, dann noch mit mit dem Abzieher runterziehen so ging es dann.

Grüße Fred 
 
Verlief bei mir ähnlich! Mit meinem eigenen Abzieher ging gar nichts, habe mir dann in einer Werkstatt einen geliehen, der war etwas größer und das Gewinde war feiner.

Damit hatte es dann ohne Hammerschläge oder erhitzen reibungslos geklappt.

Gruß, Jochen
 
Moin,

mit ordentlich Erwärmen? Die Farbe ist ja gar nicht runter gebrannt, wie hast Du das hin bekommen? Normalerweise ist die Farbe doch als erstes ab, wenn man da mit‘m Brenner bei geht.

Gruß

Frank
 
Moin,

Brenner? Auf keinen Fall.

Da reicht ein guter Industrie Heißluftfön. Du musst das Bauteil ja auch nicht zum Glühen bringen. Wie gesagt, ordentlich erwärmen (70-80 Grad) reicht völlig aus.

Das war auf jeden Fall bei mir der Schlüssel zum Erfolg.

Schönes WE

dietmar
 
IHC_permanent:

@Matthes,

schon klar, dass man das Teil beim ihc Händler kaufen kann.

Dachte mit beziehen ans Internet.

Grüße

dietmar

Hallo Dietmar,
man bräuchte halt dafür eine Ersatzteilnummer. Genauso für den Dichtring. Normal ist das ein einfacher Wedi mit bekannten Maßen, die Maße sollten auf dem alten Ring noch zuerkennen sein.  Würde aber einen mit Staubschutzlippe verbauen.
 
Moin.

Eigentlich ist der Trick beim Erwärmen das sich das eine Bauteil, in dem Fall der Lenkhebel weil außen, schneller erwärmt als das andere Bauteil, in dem Fall die Welle.

Um das zu erreichen muss mit entsprechender Energie in sehr kurzer Zeit viel Energie eingebracht werden, weil das Material die Wärme ableitet und verteilt. Dann wirkt die Oberfläche wieder als Kühlfläche. Das sind bei einem Heißluftgebläse 650 Grad Celsius. Ein Propanbrenner knapp 2000 Grad Celsius und ein Schweißbrenner mit Acetylen ca 3600 Grad Celsius.

Wenn das bei dir mit dem Heißluftgebläse geklappt hat ist ja alles gut gegangen.

Gruß Jürgen
 
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