IHC 523- Problem mit Differentialsperre

kartski

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15 Juni 2007
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Leimen
Hallo zusammen,

bin neu hier und auch generell neu im “Traktorgeschäft“. 

Bin seit ein paar Monaten Besitzer eines 523 mit Agriomatik und Frontlader 

Baujahr 1967. Soweit bin ich auch sehr zufrieden und hab eine Menge Spaß mit dem Teil!

Was mir allerdings aufgefallen ist, dass der 523 enorm über die Vorderachse schiebt und auch einige Spuren bei mir auf der Straße sind! Die Lenkung generell ist auch sehr schwergängig!

Kann es sein dass die Differentialsperre durchgehenden aktiv ist? Dieser kleine Fußhebel hängt auch ziemlich am Boden, hab aber auch keinen Vergleich wie es aussehen soll.

Kann mir jemand weiterhelfen an was das alles liegen kann bzw. wie man es beheben kann?

Bin über jede Hilfe und Tips dankbar!
 
Hallo,

ich habe selbst seit über 20 Jahren einen 523 mit Frontlader aus BJ 1971, jedoch mit einem konventionellen Schaltgetriebe.

Vor einigen Jahren habe ich ihm eine Lenkhilfe eingebaut, weil er mit dem schweren Stoll-Lader äusserst schwer lenkbar war. Ohne diese könnte ich ihn heute mit meiner verschlissenen Schulter nicht mehr fahren.

Was das Schieben über die Vorderräder betrifft, so habe ich dies noch in keiner Situation gest gestellt. Fahr doch mal auf eine nasse Wiese, stelle den Frontlader gegen ein festes Hindernis und gib Gas. Wenn nun beide Räder gleich durchdrehen, ist die Sperre eingelegt.

Ich wünsche dir viel Freude mit dem 523.

   
 
Hallo

eine Seite hochpumpen mit Wagenheber. Keinen Gang einlegen und dann versuchen das angehöbene Rad zu drehen. Wenn es sich nicht drehen lässt ist die Sperre drin.
 
Danke für die Tips. Werde ich bei Gelegenheit auch probieren! Nur was ist zu tun wenn die Sperre tatsächlich drin ist? Hab gelesen dass die eigentlich selbstständig wieder raus geht. Oder hab ich dann ein größeres Problem? 

Die Lenkhilfe hab ich auch schon auf‘m Wunschzettel 😜.
 
so wie du das oben beschrieben hast bin ich auch der Meinung, dass die Sperre drinn ist. Wenn das so ist, fährst dein Div. Getriebe kaput oder die Stifte der Sperre reißen ab. Wenn du sicher bist, dass die Sperre drinne ist und du hast das geprüft wie Jürgen D439 beschriben hat, kannst du versuchen mit sanfter Gewalt das Fußpedal hoch zu ziehen. Ich denke aber auf lange Sicht wird deinem Schlepper damit nicht geholfen sein. Wie du sagst soll die Sperre ja alleine wieder aufgehen, desshalb vermute ich mal, dass eine Feder oder ähnliches nachgegeben hat.Es könnte vieleicht auch ähnlich sein wie mit unserer Doppelkuplung am 724. Der Teil der Kuplung der für die Zapfwelle zuständig ist hat nicht funktioniert wir konnten über den Hebel nicht auskuppeln. Wir haben den Hebel dann auf auskuppeln stehen und unser Holz über Zapfwelle geschnitten, plötzlich hatte es ordentlich gerumpelt und siehe da die Kuplung funktionierte wieder. Vieleicht hat ja bei deiner Sperre auch was gefressen und es könnte sich wieder lösen. Nur mit dem Getriebe ist das natürlich ein Risiko wenn da was abbricht kannst du dir den kompletten Schlepper ruinieren.

Gruß Alexander
 
Hallo Alexander,

bei deiner Zapfwelle wr einfach der Kupplungsbelag mit der Schwungscheibe verklebt. Durch di Belastung im ausgekuppelten Zustand hat sie sich wieder gelöst.

Die Diff. sperre ist mehanisch formschlüssig gekuppelt. Die ist entweder drin oder draussen. In diesem Fall ist es keine Reibfläche die kraft- aber nicht formschlüssig arbeitet.
 
Hi,

die neueste Erkenntni ist, dass sich das Rad nicht drehen lässt. Also ist die Diff drin oder?

Werde jetzt mal versuchen den Fußhebel hoch zu ziehen.

Habt ihr sonstige Tips? 
 
Fußhebel ging auch hochzuziehen. Allerdings lässt sich das Rad noch nicht drehen. Kann es sein dass es bei einer Probefahrt dann wieder entsperrt? Macht mir bitte ein wenig Hoffnung.
 
Moin.

Im Normalbetrieb geht die Sperre erst wieder raus, wenn man ein wenig rückwärts fährt. Dabei löst sich der Kraftschluss und der Bolzen kann federbelastet wieder zurück springen.

Also solltest du das Pedal unterkeilen und am Rad hin und her wackeln. Wenn sich dann nichts löst, steht eine Reparatur an.

Interessant zu lesen wie lange das gut geht mit Sperre im Alltag. Normal geht man davon aus das man alles kaputt macht wenn man Kurven mit Sperre fährt.

Ich wünsche dir viel Erfolg!

Gruß Jürgen
 
Guten Morgen,

so ähnlich hab ich das gestern auch gemacht. Hab ein Holzklötzchen druntergestellt und versucht von Hand das Rad freizumachen. Allerdings erfolglos. Also hab ich ihn wieder abgelassen und bin die Einfahrt vor und zurück gefahren. Irgendwann hat es nach dem vorwärtsfahren beim Bremsen ein hörbares „Klong“ gemacht. Hab dann eine kleine Probefahrt gemacht und bilde mir ein er schiebt nicht mehr über die VA. Werde das Klötzchen unter dem Pedal lassen und mal weiter beobachten.

Zur Haltbarkeit muss ich sagen, der 523 läuft bei mir nicht täglich. Hab ihn nur hobbymäßig für meinen Garten. Allerdings waren es dann doch bestimmt schon um die 40-50km teilweise auch mit Anhänger.

Danke euch für die Ratschläge, die allesamt sehr hilfreich waren. Jetzt heißt es hoffen dass das Problem „beseitigt“ ist!
 
Die 3 + 4 Zylindermaschinen der D-Reihe und die CM-Reihe hatten eine sehr robuste und stabile D-Sperre. Wenn eine Bremse nicht gleichmäßig ging konnte man bei der Bremsprobe beim TÜV auch mal die Sperre mitbenutzen. Dann ging die Bremse 100% gleichmäßig. Der Prüfer durfte das aber nicht spitzen. Bei den 2-Zylindern gab das allerdings Kleinholz.

Schönes Wochenende und Gruß, Dieter, der "Linksdreher".
 
Beim 423 z.B. mit beiden Beinen auf die rechte Fahrerseite und Bremse und Sperre drücken?

Also der Prüfer wo das nicht gemerkt hat, der war wohl blind.

Grüße  ;-)
 
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