Hallo zusammen,
ich habe schon länger überlegt, dies zu posten, mir aber noch nie die Zeit dazu genommen.
Zur Vorgeschichte: ich bin im Herbst 2015 bei Ebay über den Schlepper gestolpert- Startgebot €1200,-. Zufällig stand er ganz in der Nähe, also bin ich hin, hab mir die Maschine angesehen (Zustand: fürchterlich), bin aber trotzdem eine Runde probegefahren was überraschend gut funktioniert hat, habe dann €1201,- als Höchstgebot bei Ebay eingegeben und nicht mehr über das Ding nachgedacht. Bis 10 Tage später eine Mail kam: "gratuliere, sie sind der Höchstbietende..."
Also: blaue Tafeln geholt und auf der Achse heimgefahren. Schrittweise habe ich dann eine Bestandsaufnahme gemacht:
- bis auf die Haube alle Blechteile durch
- Beleuchtung: nix geht
- Motor: springt schlecht an, wenn man die Motorentlüftung zu hält, schießt das Öl beim Einfüllstutzen raus, Wasser im Öl
- Getriebe: Gänge springen gelegentlich raus bzw. der 1. geht gar nicht rein, das Loch in der Armatur sollte wohl für eine "Lastschaltgruppe" sein. Habe aber keine Betätigung gefunden
- Bremsen: funktionieren super, nur Handbremse geht nicht
- Vorderachse: ausgeschlagen und dilettantisch geschweißt bzw. eher geklebt, unterschiedliche Achsschenkel links und rechts, 1 Rad streift am Achsschenkel, Lenkung ausgeschlagen aber funktioniert
- Frontlader: spuckt ab 2/3 der Hubhöhe einen 5mm dicken Hydrulikölstrahl, fürchterlich geschweißt bzw. verstärkt (liegt noch unangetastet bei mir rum)
Zu Hause ist er dann hauptsächlich herumgestanden (max. zum Wieseneggen hatte ich ihn verwendet). Habe mich schon innerlich verflucht, mir so eine Leiche nach Hause gestellt zu haben. Zwischenzeitlich wollte ich den Schlepper wieder verkaufen, habe mich aber nachdem ich ein bissi in der Literatur, diversen Foren usw. mit den Dingern auseinandergestzt habe beschlossen, das ich zumindes eine (low-budget) Restauration riskieren will. Was dabei raus kam, seht ihr auf den folgenden Seiten- Low Budget ist sich dann leider doch nicht ganz ausgegangen, da ich aber wirklich fast alles selbst gemacht habe, trotzdem im Rahmen. Natürlich hatte ich Helfer, die mit der Materie vertraut sind- ich bin ja Hufschmied und weder Mechaniker noch Blechdengler noch Getriebekundig. Schrauben tue ich aber schon immer (vornehmlich an Motorrädern). Was ich gänzlich unterschätzt habe, ist die Putzerei. Die nahm sicher 1/3 der gesamten Arbeitszeit in Anspruch (wenn nicht mehr). Hier habe ich Gottseidank Zugriff zu einem Biocycle Waschtisch, der wahre Wunder wirkt ( https://www.bio-circle.at/produkte/manuell-reinigen/bio-circle/bio-circle-gt-maxi ). Allerdings habe ich mittendrin mal ein Ekzem an den Händen/ Unterarmen ausgefasst, das mich fast 2 Monate begleitet hat.
Als erstes Demontage und Trennen- hier habe ich nicht sehr viele Bilder:








Ich will mal mit dem Motor (D239) anfangen: als erstes: Putzen... es war alles so richtig versifft und verdreckt...



Den Schlick au der Ölwanne musst eich mit einer Spachtel rausschaben.... Meine neue Lieblingsarbeit: Dichtflächen putzen und mit Petroleumstein abziehen...

Bei so manch anderen Teilen, war ich verwundert, was da zu Vorschein kam..... zB ein Dieselfilter mit Inhalt....



Das Ergebnis zählt, und deshalb habe ich froh und munter weiter geputzt und zerlegt. Was mir entgegenkam war nicht so prickeld: KW-Hauptlager hinüber, Buchsen massiv eingelaufen, Kolben dito, Kurbelwelle vorne beim Simmering eingelaufen, Ventile undicht, usw usf. Schlichtweg: Motor sehr sanierungsbedürftig. Darum mal das ganze Programm besorgt: Hauptlager, Pleuel oben+ unten, Buchsen, Kolben+ Ringe, Ventile+ Federn und die KW zum Instandhalter nach Holland geschickt. Der meinte nur: wegwerfen und neue kaufen ist billiger als diese herrichten, zumal er nicht garantieren konnte, das er da passende Hauptlager organisieren kann. Darum eine überarbeitete austauschKW in England besorgt (mit passenden Hauptlagern). Block und Kopf planen lassen, Büchsen getauscht etc. pp. und dann das Ding wieder zusammen gebaut...




















Mit dem Ergebnis war ich schon sehr zufrieden, allerdings wusste ich natürlich nicht ob das Werkel auch funktionieren würde. (Das ich noch 2 Jahre warten musste, um das raus zu finden ist ein anderes Thema...)


... so viel zum Teil 1. Als nächtes das Getriebe.... aber das ist eine andere Geschichte...
ich habe schon länger überlegt, dies zu posten, mir aber noch nie die Zeit dazu genommen.
Zur Vorgeschichte: ich bin im Herbst 2015 bei Ebay über den Schlepper gestolpert- Startgebot €1200,-. Zufällig stand er ganz in der Nähe, also bin ich hin, hab mir die Maschine angesehen (Zustand: fürchterlich), bin aber trotzdem eine Runde probegefahren was überraschend gut funktioniert hat, habe dann €1201,- als Höchstgebot bei Ebay eingegeben und nicht mehr über das Ding nachgedacht. Bis 10 Tage später eine Mail kam: "gratuliere, sie sind der Höchstbietende..."
Also: blaue Tafeln geholt und auf der Achse heimgefahren. Schrittweise habe ich dann eine Bestandsaufnahme gemacht:
- bis auf die Haube alle Blechteile durch
- Beleuchtung: nix geht
- Motor: springt schlecht an, wenn man die Motorentlüftung zu hält, schießt das Öl beim Einfüllstutzen raus, Wasser im Öl
- Getriebe: Gänge springen gelegentlich raus bzw. der 1. geht gar nicht rein, das Loch in der Armatur sollte wohl für eine "Lastschaltgruppe" sein. Habe aber keine Betätigung gefunden
- Bremsen: funktionieren super, nur Handbremse geht nicht
- Vorderachse: ausgeschlagen und dilettantisch geschweißt bzw. eher geklebt, unterschiedliche Achsschenkel links und rechts, 1 Rad streift am Achsschenkel, Lenkung ausgeschlagen aber funktioniert
- Frontlader: spuckt ab 2/3 der Hubhöhe einen 5mm dicken Hydrulikölstrahl, fürchterlich geschweißt bzw. verstärkt (liegt noch unangetastet bei mir rum)
Zu Hause ist er dann hauptsächlich herumgestanden (max. zum Wieseneggen hatte ich ihn verwendet). Habe mich schon innerlich verflucht, mir so eine Leiche nach Hause gestellt zu haben. Zwischenzeitlich wollte ich den Schlepper wieder verkaufen, habe mich aber nachdem ich ein bissi in der Literatur, diversen Foren usw. mit den Dingern auseinandergestzt habe beschlossen, das ich zumindes eine (low-budget) Restauration riskieren will. Was dabei raus kam, seht ihr auf den folgenden Seiten- Low Budget ist sich dann leider doch nicht ganz ausgegangen, da ich aber wirklich fast alles selbst gemacht habe, trotzdem im Rahmen. Natürlich hatte ich Helfer, die mit der Materie vertraut sind- ich bin ja Hufschmied und weder Mechaniker noch Blechdengler noch Getriebekundig. Schrauben tue ich aber schon immer (vornehmlich an Motorrädern). Was ich gänzlich unterschätzt habe, ist die Putzerei. Die nahm sicher 1/3 der gesamten Arbeitszeit in Anspruch (wenn nicht mehr). Hier habe ich Gottseidank Zugriff zu einem Biocycle Waschtisch, der wahre Wunder wirkt ( https://www.bio-circle.at/produkte/manuell-reinigen/bio-circle/bio-circle-gt-maxi ). Allerdings habe ich mittendrin mal ein Ekzem an den Händen/ Unterarmen ausgefasst, das mich fast 2 Monate begleitet hat.
Als erstes Demontage und Trennen- hier habe ich nicht sehr viele Bilder:
Ich will mal mit dem Motor (D239) anfangen: als erstes: Putzen... es war alles so richtig versifft und verdreckt...
Den Schlick au der Ölwanne musst eich mit einer Spachtel rausschaben.... Meine neue Lieblingsarbeit: Dichtflächen putzen und mit Petroleumstein abziehen...
Bei so manch anderen Teilen, war ich verwundert, was da zu Vorschein kam..... zB ein Dieselfilter mit Inhalt....
Das Ergebnis zählt, und deshalb habe ich froh und munter weiter geputzt und zerlegt. Was mir entgegenkam war nicht so prickeld: KW-Hauptlager hinüber, Buchsen massiv eingelaufen, Kolben dito, Kurbelwelle vorne beim Simmering eingelaufen, Ventile undicht, usw usf. Schlichtweg: Motor sehr sanierungsbedürftig. Darum mal das ganze Programm besorgt: Hauptlager, Pleuel oben+ unten, Buchsen, Kolben+ Ringe, Ventile+ Federn und die KW zum Instandhalter nach Holland geschickt. Der meinte nur: wegwerfen und neue kaufen ist billiger als diese herrichten, zumal er nicht garantieren konnte, das er da passende Hauptlager organisieren kann. Darum eine überarbeitete austauschKW in England besorgt (mit passenden Hauptlagern). Block und Kopf planen lassen, Büchsen getauscht etc. pp. und dann das Ding wieder zusammen gebaut...
Mit dem Ergebnis war ich schon sehr zufrieden, allerdings wusste ich natürlich nicht ob das Werkel auch funktionieren würde. (Das ich noch 2 Jahre warten musste, um das raus zu finden ist ein anderes Thema...)
... so viel zum Teil 1. Als nächtes das Getriebe.... aber das ist eine andere Geschichte...