IHC 633 - Schäden nach Werkstattbesuch

SalzCracker

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27 Oktober 2021
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auf Anfrage Großraum Stuttgart
Guten Tag,

Ich melde mich zum ersten Mal und war seither ein stiller, aber oft fündiger Mitleser. Sollte ich hier im Forum einige Formalitäten versäumt haben, entschuldige ich mich im Voraus, allerdings habe ich die letzten Tage nur noch den Traktor und die
Ich nutze im elterlichen Nebenerwerb einen kleinen IHC 633 mit 25 km/h-Getriebe. Dieser wird hauptsächlich zur Bewirtschaftung von Wiesen genutzt und man sieht ihm auch an, dass er arbeitet. Leider fehlt mir die Zeit und die Kompetenz für eine Restauration und ich wüsste auch nicht, ob ich das wöllte, weil der Traktor auch noch oft genutzt wird.

Bei diesem Traktor habe ich vor ca. 2 Monaten die Luftfilter gereinigt, die Motorhaube geöffnet und mal reingeschaut, ob ich irgendwo Öl finde, wo es nicht hingehört etc. (Aber viel mehr als Ölstand, Kühlkreislauf, Undichtigkeiten und solche offensichtlichen Sachen, kann ich auch nicht feststellen)
Dieser 633 kam, nachdem sich ein befreundeter KFZ-Mechaniker den ganz leicht tropfenden Traktor (hat im Herbst 2021 angefangen) angesehen hatte und meinte, dass das die Einspritzpumpe sei, zur Überholung der Einspritzpumpe in eine von Case empfohlene Werkstatt. Ausbau, Überholung beim entsprechenden Bosch-Service, Einbau. Alles wunderbar.
Aber hier geht es erst los.

Als ich den guten Traktor abholen wollte, habe ich Dellen, Spannungen und Lackschäden an der Motorhaube bemerkt und beim Öffnen der Haube habe ich festgestellt, dass anscheinend der Ventildeckel abgenommen und wieder angebracht wurde.
Auf Nachfrage habe ich erfahren, dass die Motorhaube wie folgt entfernt wurde: Entfernen der Schrauben von außen und anschließend wurde die Haube mithilfe eines Kollegen vom Traktor getrennt.
Wie kann man als Fachwerkstatt, die zu dem IHC 633 sogar sämtliche Werkstatt-Handbücher hat, SO mit einem Oldtimer umgehen?

Ergebnis: Eine so verzogene Motorhaube, dass die Spaltmaße vorne, hinten und zwischen den beiden Motorhaubenteilen nicht mehr stimmen. Die Befestigungspunkte an der Haube sind verbogen und "bäumen" sich im Bereich der schrauben auf. Die oberen Schrauben sind stehen schräg zur Haube. Im Bereich der unteren Schrauben sieht man (an Lackschäden), dass etwas gebogen wurde. Die Haube schließt nicht mehr richtig, vom Öffnen ganz zu schweigen. Der obere lange Falz, des festgeschraubten Hauben-Teils, hat nun eine Kerbe in die Kunststoffabdeckung der Flügelschraube gedrückt. So stark ist die Deformation der Motorhaube.
Der Ventildeckel wurde abgenommen, weil der Motor neu eingestellt wurde (ohne Auftrag oder Nachfrage) und wieder verschlossen. Allerdings so, dass an der Dichtung Öl austritt.

Nachdem ich dies beanstandet habe, wurde die Motorhaube etwas gerichtet, die beschriebene Problematik hat sich allerdings nicht geändert.(Lässt sich nicht ohne starken Druck von oben schließen, Öfnnen erst recht nicht, der Falz drück weiterhin in die Abdeckung vom Flügelrad, das Blech der Haube "bäumt" sich weiterhin bei angezogenen Schrauben auf).
Außerdem wurde, anstatt die Ventildeckeldichtung zu ersetzen, einfach Dichtmasse hingeschmiert, ebenso auf die untere Seite der beiden Muttern, die den Ventildeckel fixieren.

Was gibt es denn für Meinungen zu dem Thema Dichtmasse, Oldtimer-Reinigung mit Hochdruckreiniger (Motorraum, Motoraube) oder vielleicht sogar einen Erfahrungsbericht mit problematischen Werkstattbesuchen, die hinterher zwar den Auftrag erfüllt hatten, jedoch weitere Problemstellen erst produziert haben?

Grüße aus dem schönen Baden-Württemberg
 
Klingt ganz schön gruselig.  Kann mir kaum vorstellen, das eine Landmaschinenwerkstatt so eine ,nennen wir es mal Arbeit, abliefert...

Gut wenn man im Rechtschutz ist. Die Rechnung würde ich nicht bezahlen.  Erstmal fragen, wie die sich das vorstellen. Hätte sich das genauso, wie von dir beschrieben, bei einem meiner Schlepper abgespielt,  ich weiß nicht, würde erstmal alles in Bildern festhalten und dann mit meinem versicherungsmann telefonieren. Schätze der würde über der Rechtschutz einen Gutachter kommen lassen und dann ein Schreiben aufsetzen, woraufhin die Werkstatt Stellung nehmen kann...
 
Ich habe den beschriebenen Ist-Zustand natürlich durch diverse Bilder festgehalten. Leider habe ich kaum Bilder von vorher, da ich nicht davon ausgehe, dass ich irgendwann nachweisen muss, dass die Motorhaube total verzogen/verwunden ist und das erst im Betrieb passiert ist.

Ich gehe aktuell davon aus, dass das Problem an Monteur liegt, da eine Nachbarin selbst einen IHC 633 restauriert hat und in diesem Betrieb auch einiges hat machen lassen. Und es war alles top.
Leider gibt es hier in der Gegend keine wirkliche Alternative. Sonsten wäre diese Geschichte vielleicht gar nicht erst passiert.

Der Monteur hat auch auf mehrfache Nachfrage, wie sie denn die Schrauben komplett gelöst haben, ohne die Motorhaube zu öffnen, einfach nur geschwiegen. Meine Vermutung ist, dass er ganz genau weiß, wie das alles passiert ist.

Die Rechtsschutz ist aktuell schwierig. Aber da ich ja durch (leider weit weg wohnende) Bekannte in Auskunft bringen kann, wie viel für den Ausbau der Einspritzpumpe und Einbau der Einspritzpumpe - Mehr war ja nicht ausgemacht - veranschlagt werden kann.
Sind die berechtigten Kosten, sofern der Schaden am Ende gleich null ist, ja recht leicht abzuschätzen. Und die Überholung der Einspritzpumpe fand bei einem externen Bosch-Service statt, das wird also auch nur ein Punkt auf der Rechnung. Auf alles andere bin ich auch recht neugierig, was sie da haben wollen.

Grüße aus Baden-Württemberg
 
Moin Sebastian,

nun ist es ohne Bilder aus der Ferne natürlich schwierig, die Sachlage mit der Motorhaube zu beurteilen. Ich kann mir aber nicht vorstellen, daß dieser Schaden/Mangel nicht zufriedenstellend behoben werden kann. Wir reden hier nicht über eine Schweizer Uhr :-) Was den Ventildeckel angeht, muss bei Einbau der ESP natürlich die korrekte Position der Steuerzeiten ( 1. Zyl. auf Verdichtungs-OT) am Ventiltrieb geprüft werden. Bei fachgerechter Arbeitsweise muss dazu der Ventildeckel demontiert werden. Das ist daher keine zusätzliche, "nicht beauftragte" Arbeit, sondern Teil des ESP -Einbaus. Ob nach deiner Reklamation die Ventildeckeldichtung erneuert wurde und die Dichtungsmasse vielleicht nur zusätzlich zur Anwendung kam?

www.youtube.com/watch?v=5Blic6elzkA

Beste Grüße +Matthes+
 
Guten Abend,

Dass für die korrekte Einstellung der ESP der Ventildeckel runter muss, wusste ich nicht.

Dass nur Dichtmasse und nicht Dichtmasse+neue Dichtung verwendet wurde, war die Aussage des Monteurs, mehr weiß ich nicht und Ahnung habe ich davon auch nicht. *Nachtrag: Bei einem Folgegespräch wurde dies widerrufen und mir gesagt, dass eine neue Dichtung+ Dichtmasse eingesetzt wurde. *Nachtrag Ende*. Das mit der Haube kann ich auch nur so feststellen, weil die Haube erst vor einigen Monaten zum Wintercheck offen hatte und dann auch gleich eine komplette Sichtkontrolle gemacht habe, ob der Diesel wirklich nur von der ESP kommt.

Die Haube hatte ich erst vor dem Winter zum Wintercheck und zur Prüfung, ob evtl. noch woanders Diesel heraustropft, komplett weg. Zum Anheben der Haube hatte ich einen alten Seilzug benutzt. Zur Befestigung am Seilzug habe ich einfach einen kleinen Schlupf um die Scharniere, die die Motorhaubenteile verbindet gelegt, damit am stabilsten Teil das Gewicht hängt und nicht sonst irgendwo. Die Motorhaube habe ich dann so auf den Boden gelegt, dass es ungefähr dem "Aufgeklappt"-Zustand entspricht. Das Ganze hat dann, wenn überhaupt 30min gedauert, weil der komplette Abbau diente nur der Sichtkontrolle wegen des Dieselaustritts.

Die Zustand nach dem ersten Werkstattbesuch der beiden oberen Schrauben der Motorhaube und die verformte Motorhaube.

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So sieht die obere, fahrerseitige Schraube bei geschlossener Motorhaube aus.

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Aufnahme von vorne links, vor dem Werkstattbesuch, lag die Motorhaube an und jetzt geht sie in diesen Zustand nur mit ordentlich Druck von oben.

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Bild der vorderen unteren Schraube der Motorhaube. Dieser Bereich war vorher auch eben.

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An der fahrerseitigen Schraube, welche in den Rahmen geschraubt wird, ist die Motorhaube auch ähnlich verbogen, wie im letzten Bild.

Gruß Sebastian
 
Ob es fachlich korrekt ist, den Ventildeckel mit Dichtmasse abzudichten, weiß ich nicht.

Bei meinem 326er wurde es von einem Vorgänger aber auch gemacht. Heuer im Frühjar habe ich das Ventilspiel geprüft und es war keine schöne Arbeit die Dichtmasse wieder zu entfernen. Jetzt habe ich wieder eine Korkdichtung drin und die Kunststoffscheiben unter den Muttern. War auf anhieb wunderbar dicht.

Beim 324er wurde sicher auch schon länger der Ventildeckel nicht abgenommen, dort war aber noch die Korkdichtung und die Kunststoffscheiben drin. Beides lies sich nach Jahren problemlos lösen.

Von daher finde ich Kork und Kunststoffscheiben immer die bessere Wahl.

Zur restlichen Thematik:

Die Rechnung würde ich erstmal nicht bezahlen (Oder nur den Teil für den Bosch Service) und das Gespräch mit dem Werkstattleiter, bzw. Chef suchen. Wenn es gleich über den Rechtschutz, o.ä. läuft sind die Fronten schnell verhärtet.
 
Was die Haube betrifft so ist das was ich auf den Fotos erkennen kann mit ein paar simplen Richtarbeiten in einer halben Stunde erledigt. 
 
Nun,

es gibt ja immer 2 Seiten der gleichen Medaille, gelle?. Ich kenne beide. Bitte nicht wundern, wenn der LAMA bei solchen "Anliegen/Aufträgen" künftig sagt:" Nein Danke, mach deinen [BAD] allein"!

Ich kenne vom früherem beruflichen Hintergrund im hessischen und angrenzenden Raum alle LAMAs, aller Fabrikate. Kein regionaler Betrieb wurde geschlossen, weil der Inhaber in der Karibik von der eigenen Yacht gefallen ist. Ich kenne aber einige Aussagen wie.....: "Wenn ich für 250K einen Mähdrescher verkaufe, selbst aber weniger als 1000€ Deckungsbeitrag übrig bleiben, ich aber die Gewährleistung übernehmen muss....

Bitte denkt auch darüber einmal nach.

Beste Grüße +Matthes+
 
Guten Abend,

Dass es zwei Betrachtungsseiten gibt, ist klar und dass sowohl der LAMA, als auch ich, als Kunde, auf so was keine Lust haben, ist auch klar.

Aber wenn ich dann hintenrum erfahre, dass die Schraubenköpfe abgeschlagen wurden, weil das Wissen fehlte, wie man die Motorhaube öffnet.

Das erklärt auch, warum neue Schrauben und Mutter zur Befestigung vorhanden sind, obwohl ich diese erst ersetzt beim letzten Abnehmen der Haube ersetzt hatte.

Ende der Geschichte, sind die bereits eingefügten Bilder.

Da ich die Motorhaube erst vor Kurzem komplett weg hatte, wusste ich ja auch, welche Stellen anders aussahen als vorher und vor allem, wie sich die Haube schließen lässt. (Vorher widerstandslos und bündig. Jetzt mit viel Widerstand, an einer Stelle schiebt sich die Motorhaube fast 1cm über den Rand (nicht die Auflagefläche, sonder darüber hinaus), ein Fixpunkt eines Scharniers ist verzogen. Die Motorhaube reibt jedes mal zwischen beweglichem und festgeschraubten Teil.

Aber wenn ich mein Auto in die Werkstatt zum Ölwechsel bringe und der Mechaniker nicht weiß, wie er die Haube öffnet. Dann ist es doch wohl nicht der Fehler des Kunden, wenn der Mechaniker UND der Werkstattmeister UND der Werkstattleiter nicht wissen, wie die Haube entriegelt wird und deshalb unnötige Schaden verursacht werden.
 
Achso?

Und der redselige "hintenrum" XXXXXX ist jetzt aufgrund seiner Fachkompetenz der Massstab aller Dinge?? Gutegüte!

Das Ganze ist nicht anders, als ein "zäh" empfundenes Steak im Restaurant. Rede mit den betreffenden Leuten, nicht per XXXXXX über sie.

Die praktische Lösung hat schon der "Wittgensteiner" genannt. Wobei ich "eine halbe Stunde" für reichlich bemessen halte.

Beste Grüße +Matthes+
 
Die betroffenen Leute sagen ja nix, genau das ist das Problem, ich habe mehrfach nachgefragt und habe nur die Antwort erhalten, dass die Haube "halt runtergemacht" würde. Aber nicht, wie sie die Schraube lösen könnten, ohne an die Mutter zu kommen. Ich hatte ja auch eine Sicherungsscheibe (kein Federring) bei jeder Schraube mit Mutter eingesetzt.

Dass ich keine Antwort auf diese Frage bekomme, ist ja das Problem.

Meine erste Frage war, nachdem ich den Schäden bemerkt habe, "Oh, wie ist denn das passiert?" Und weder unfreundlich noch unterstellend. Mir wurde trotz mehrfacher Nachfrage, kein einziges Mal gesagt, wie dieser Schäden entstanden ist. Dass die Werkstatt verantwortlich ist, habe ich an der Reaktion gemerkt, ansonsten hätte ich auch eine andere Reaktion erlebt. 

Beim letzten Gespräch war der stellv. Betriebsleiter dabei, weil er eine Unterstung von meiner Seite vermutete. Als ich ihm dann aber Bilder gezeigt habe und auch am Traktor die nachweislich frischen Schäden (siehe anhand frischer Lackschäden an den betroffenen Stellen durch verbiegen auf der Innenseite der Motorhaube), war er auch sehr perplex. Beharrte aber, vermutlich aufgrund der wirtschaftlichen Einschät des Auftrags zur Überholung der ESP, dass sie nun nicht mehr richten könnten und dass an einem Oldtimer es dazu gehört, dass er kracht, wackelt, schabt und Lackschäden habe.
 
Das ist heutzutage immer das gleiche, selber könnt ihr nicht einmal einen Nagel in ein Bund Stoh klopfen sich dann von anderen was vor reden lassen , und dann hinterher alles beanstanden. 

Kauf dir einen Tretttrecker.
 
"ärgerliche Sache, die man im Guten immer lösen kann. Ich habe ein Problem

damit,


Das Gleiche hab ich mir auch gedacht! Es wäre von SalzCracker angebracht, ......

Gruß und einen schönen Sonntag, Jochen
 
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