IHC 744 - Was tun mit störrischer Wasserpumpenschraube? - Problem gelöst!

e.r.

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27 Juni 2008
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Hallo,

muss die Wasserpumpe bei meinem ICH 744 tauschen. Alle Muttern und 2 Schraubenbolzen an der Wasserpumpe konnte ich lösen. Leider sitzen 2 Bolzen, die scheinbar im Motorblock verschraubt sind fest. Sie sind eingebacken. Habe sie angewärmt, auch mit Kriechöl behandelt. Da diese Schrauben 8,7 cm lang sind kommt aber da wohl das Kriechöl nicht bis zum Gewinde. Ein Bolzenkopf bewegt sich jetzt zwar minimal. Ich fürchte aber, wenn ich noch mehr Kraft anwende, drehe ich den Bolzen beim Gewinde ab. Den zweiten Bolzenkopf kann ich wegen der teilweisen Nähe zum Pumpengehäuse überhaupt nur mit einem Gabelschlüssel anpacken. Da nützt mir also auch kein Schlagschrauber.

Frage an Profis:
Soll ich die beiden Köpfe wegflexen, das wäre machbar, dann die Pumpe abhebeln. Nun wären die 2 Bolzen unbelastet und noch lange genug, um sie mit der Wasserpumpenzange zu packen. Ich könnte auch eine Mutter aufschweißen und dann mit dem Schlagschrauber probieren. Außerdem würde vielleicht das Kriechöl dann eher zum Gewinde im Block finden.

Ist aber der Kopf abgeflext gibt’s kein Zurück. Ich habe daher einige Skrupel! Es sind keine metrische Schrauben, sondern 5/16 Zollbolzen. Solche sind bei uns in Österreich nicht leicht zu kiegen.
Reißt der Bolzen beim Gewinde ab, so wird das Problem noch größer. Der Bolzen geht zuerst durch den Pumpengehäusevorderteil und dann auch noch durch das Schneckengehäuse dahinter. Dann erst in den Block. Wenn ich also den Gewindeteil ausbohren müsste, wird es notwendig sein, vorher das Schneckengehäuse mit dem dazugehörenden seitlichen Wasserkanal abzuschrauben, Erst dann kann ich genau sehen, ob ich mittig und nicht irgendwo im Motorblock herum bohre. Ich fürchte es gibt da sicher weitere Probleme, all diese Schrauben zu lösen, eine Dichtung zu kriegen, den Aluteil nicht zu beschädigen.
Ich bin mir auch nicht sicher, ob ich zum Schluss einen passenden Zollgewindeschneider auftreiben kann.
Warum hat diese Maschine überhaupt englische Schrauben?

Ist meine Überlegung gut oder gibt es vielleicht bessere Vorgehensweisen?

Danke für Tipps
Erich
 
Eine tolle Anleitung, Dank an 633Fritz!

Danke auch für deinen Tipp, Achim!
 
Problem gelöst!

Habe es genauso gemacht, wie Achim es empfohlen hat. Habe je eine Zehnermutter aufgeschweißt. und dann vorsichtig hin- und hergedreht.Es hat mir aber einige Nerven gekostet: Du siehst, dass sich der Schaft verwindet, aber das Gewinde steckt noch immer fest! Du riskierst weiterzudrehen. Wird der Bolzen abreißen oder geht ev. vorher die Schweißnaht auf? Im letzten Moment löst sich das Gewinde. Glück gehabt!

Achtung! Nicht zu stark auf den Bolzen hämmern! Das Sackloch könnte einen Sprung kriegen und undicht werden. Es ist nicht in den massiven Motorblock gebohrt, sondern es befindet sich in einem Anguss. Ist die Pumpe abgenommen, kann man den Anguss fühlen, wenn man in den rechten Wasserkanal greift.

Übrigens: Das Einsprühen mit Kriechöl war fast nutzlos. Selbst als der Bolzenkopf abeflext war konnte ich nach dem Ausschrauben am Bolzen feststellen, dass das Kriechöl keinen mm ins Gehäuseloch eingedrungen war. Das Gewinde beginnt aber erst nach 7 cm!

Danke und schöne Grüße
E. R.
 
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