IHC 844 XLA qualmt grau nach Motorüberholung

bud1011

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Tach zusammmen.

Ich habe mir vor ca. 3 Monaten einen IHC 844 XLA mit Schäffer Frontlader zugelegt.Der fristete dank eines Motorschadens ein traugiges Dasein auf einem Pferdehof.

Auf Nachfrage meinerseits hat man mir erzählt das der Schlepper ausgeliehen,trockengefahren und mit Startpilot wieder ans laufen gebracht werden sollte...2 Dosen!!!

Dazu ist glaube ich kein weiterer Komentar nötig........

Eigendlich sollte mich das abschrecken aber ich habe Ihn nach erfolgreicher Preisverhandlung gekauft.

Gehofft hatte ich das nur die Zylinderkopfdichtung defekt war,leider war das nicht so.Keine Ahnung wie Lange man die Maschine mit dem Schaden gefahren hat (Kopfschütteln) aber defekt waren: Zylinderkopfdichtung defekt zwischen 1-2 sowie 3-4 Zylinder, Vertile/Ventilsitze eingelaufen, Ventilschaftdichtung defekt,Kolbenringe/Ölabstreifringe gebrochen,Kolben eingelaufen,Laufbuchsen eingelaufen,Kühlkanäle sowie Kühler etc. völlig versaut durch rostroten Kesselstein.

Kurz gesagt Liebe hat dieser Schlepper die letzten Jahre nicht bekommen...aber jetzt bin ich ja da.

Und jetzt der Megahammer...als ich den Motor zerlegt habe und die Ersatzteile bestellen wollte,siehe da der verbaute Motor ist nicht der D 268 sondern nach Seriennummervergleich der D 239 !!! Die Einspritzpumpe ist aber die vom D 268 !

Das war schon ein Hammer,zumal beim Kauf keine Rede von einem Motorwechsel war.Egal nach einer kurzen Demonstration meiner Fluch und Schimpfwortkenntnisse habe ich mich weiter ans Werk gemacht.

Jetzt ist alles wieder zusammen,sieht gut aus.

Die Maschine habe ich am Samstag wieder gestartet,sprang bei ca 10 Grad ohne Vorglühen nach ca 5 Sekunden an.Den Motor habe ich dann ca. 2 Minuten im Standgas laufen lassen,danach habe ich ihn Kurz auf Drehzahl gebracht...WOW! Er hängt gut am Gas,beschleunigt direkt und zieht sauber hoch.Nur das Standgas ist noch etwas zu niedrig.

Jetzt zu meinem eigendlichen Problem/Beobachtung:

Ist das normal das die Maschine nach erfolgreicher Instandsetzung gräulich qualmt? Je länger er läuft umso spürbar weniger wird der qualm.

Muss ich den Motor länger einlaufen lassen oder hat das was mit der ESP(Fördermenge) zu tun da diese ja nicht die Orginale ist?! Grauer Qualm = zuviel DieselKraftstoff?

Vorab schonmal...die Einspritzdüsen sind in einer Fachwerkstatt Instandgesetzt worden,Ventilspiel ist im kalten Zustand eingestellt worden.Ventile und Ventisitze sind aufgearbeitet und eingeschliffen,alle weiteren Bauteile sind nach Angabe/Werkstatthandbuch eingebaut worden

Ich werde in den nächsten Tagen mal ein paarVorher/Nachher Bilder hochladen.

Das ist zwar ein recht ausführlicher Bericht aber ich denke damit kann man halt mehr anfangen.

Ich wäre echt dankbar für eure Tipps,Anleitungen,Erfahrungen!!



MfG



Maximilian Lorenz

.
 
Hallo

Das kann durchaus normal sein, Bilder/Video wären nicht schlecht. Vielleicht ist die Einspritzmenge zu hoch.

MfG

Alwin
 
Hallo Maximilian,

es ist nicht erstaunlich das nach einer Instandsetzung der Motor raucht. Wenn Dein Öldruck und Temperatur stimmen und keine sonderbare Geräusche im Motor sind, könntest Du ihn warmfahren und sehen ob das rauchen nachlässt. Wenn beim Vorbesitzer der Trecker viel im Stand und schlechter Kompression gelaufen ist, kann sich unverbranter Diesel und Öl im Auspuff bzw. Auspuffkrümmer abgelagert haben, der jetzt ausbrennen muss.

Gruß Schrottigel
 
Hallo.

Danke erstmal für eure Antworten.

Ich habe nun eine ganze Weile weiter an meinem 844 geschraubt und konnte Ihn nun am Donnerstag erstmals aus der Scheune fahren...schönes Gefühl.

Ich habe den Motor dann 2 mal 30 Minuten mit wechselden Drehzahlen  warm gefahren.Das rauchen wird geringfügig weniger meiner Meinung nach aber immer noch zu viel.

Wie schon beschrieben springt er gut an,ist schön direkt am Gas und regelt auch sauber runter wenn ich vom Gas gehe.

Jetzt ist mir noch aufgefallen das ich manchmal Drehzahlschwankungen habe sowie kurzzeitige minimale Drehzahlerhöhungen...kann man sich ungefähr wie eine Fehlzündung am Auto vorstellen.

Den Auspuff habe ich abgenommen,es war ein schwarzer Film aussen am Krümmer,der Auspuff selber war innen sauber/trocken.

Das Motoröl / Ölstand  sowie das Kühlwasser habe ich überprüft,keine Veränderungen oder Verlust.

Nochmal zur Info:Der ist Motor D239  und die Einspritzpumpe ist vom D268

So wie die Schrauben/Muttern an der Pumpe aussehen hat der Vorbesitzer daran rumgefingert...

Kann der Einspritzzeitpunkt verstellt sein oder die Menge?

Stellen morgen aufjedenfall mal ein paar Fotos und ein Video rein.

Kann mir da jemand weiter helfen?

MfG
 
Hallo

Leichte Drehzahlschwankungen kann auch an an mangelder Dieselversorgung liegen, da würde ich erst mal die Filter erneuern und die Förderpumpe auf der rechten Motorseite, die kostet Heutzutage kein Geld mehr.

MfG

Alwin
 
Moin.

Die sind bei der bei den Instandsetzungsarbeiten erneuert worden.Was ich gestern gesehen habe ist das das die Stahlrohrleitung vom Dieselzulauf gelötet worden ist.Evtl.auch eine mögliche Fehlerquelle?

MfG 
 
Hallo.

Solangsam komme ich dem Problem näher glaube ich.Also das mit dem Qualm hat sich jetzt nach der Einlaufphase von ca 90 Minuten im Stand gegeben.

Der Schlepper raucht nun so wie es sich für ein für einen 35jährigen gehört :)

Leider sprang der Gestern und Heute nicht direkt an,auch nach mehrmaligen betätigen der Kraftstoffpumpe.Ich habe dann die Entlüftungsschrauben der Dieselfilter geöffnet...es zischte richtig.

Anschließend hab ich das System neu geflutet.Einmal kurz den Schlüssel rumgedreht und brummelte sofort los.Diese Drehzahlschwankungen habe ich noch am Anfang,wenn er länger läuft werden diese weniger.

Trotzdem denke ich das das Kraftstoffsystem irgendwo ein minimales Leck hat.

Ich werde in den nächsten Tagen mal ein paar Fotos/Videos von der Restauration einstellen.

MfG

Maximilian
 
Hallo

Das kann folgende Ursachen bei den XL Schleppern haben.

Es kann sein das die Saugleitung vom Tank unten zur Kraftstofförderpumpe porös ist das kommt bei dennen öfters vor. Wenn der neu muss, muss der ganze Tank ab. In der Praxis wird aber oft Meterware Schlauch genommen, unten am Tank angeschlossen, hinterm Tank mit Kabelband verlegt soweit wie man da hin kommen kann und dann direkt an der Förderpumpe Saugseite mit einer Ringöse anschließen, hier kann man die alte Ringöse wieder verwenden.

Beim Motoreinbau/Kupplungswechsel sind die beiden Dieselleitungen rechts an der Kupplungsglocke vertauscht worden so das er den Diesel von oben aus dem Tank saugt und der Rücklauf ist unten, es muss genau umgekehrt.

Die Förderpumpe läßt den Diesel fallen wenn es noch die erste ist oder es die Bauart ohne eine Schraube oben in der Mitte ist. Bei dieser kann das Rückschlagventil ausgeschlagen sein oder es sitzt Schnutz drin. Diese Dinger kosten keine 50,-€ mehr und würde ich sowie so neu machen wenn diese nicht gerade ein Jahr alt ist.

Mfg

Alwin
 
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