IHC 955 Problem Allrad

+Forstwirt+

Mitglied
Registr.
22 April 2016
Beiträge
6
Hallo,

ich habe ein Problem und brauche einen Rat. Sorry, wenn ich mich unfachmännisch ausdrücke. Bin kein Landmaschinenmechaniker....

An meinem 955 haben wir kürzlich das Zahnrad, das die Kraft zum Allradgetriebe hin überträgt und das auf der Welle sitzt mit der die Zapfwellen angetrieben werden, in Stand gesetzt. Der eingelaufene Lagersitz auf der Welle wurde im Fachbetrieb aufgeschweißt und auf Maß geschliffen. Das Zahnrad wurde gegen ein gutes Gebrauchtteil getauscht. Sämtliche Lager etc. wurden neu verbaut. Die Zapfwellenstummel ließen sich nach der Reparatur ganz leicht drehen. Auch das Allradgetriebe ließ sich gut durchdrehen.

Nach dem Zusammenbau machte der Schlepper den Eindruck, ziemlich zäh zu sein. War richtig steif. Dachte, das könnte vom neuen Getriebeöl kommen und weil das Getriebe mit Benzin gewaschen wurde. Und ausserdem war ja durch die Reparatur auch wieder eine funktionierende Verbindung durch das Zahnrad hergestellt. Eigentlich logisch, das er etwas schwerfälliger läuft. Dachte ich jedenfalls.

Aber wenn ich den Allrad einschalte, macht er seit ein paar Tagen ein dröhnendes Geräusch. So ein hochfrequentes Geräusch hat er immer gemacht, wenn der Allrad zugeschaltet wurde. Jetzt dröhnt es aber noch dazu und das ist was mechanisches - nicht von wegen irgendwo ein Blech los oder sowas. Folgendes kann ich dazu sagen.

Wenn ich im Allrad gefahren bin und anhalte. Auf der Bremse stehe und den Allrad rausmache, dann dreht sich die Kardanwelle eine viertel bis eine halbe Umdrehung gegen den Uhrzeigersinn zurück. Wenn er kalt ist, geht diese Bewegung des Kardan ohne Losbrechmoment vonstatten. Wenn er heiss gefahren ist, gibt das einen richtigen Schlag, das der ganze Schlepper wackelt. Muss total auf Spannung sein.

Wenn ich den Schlepper auf einem abschüssigen Weg langsam im Straßengang anfahre, auskuppel, den Gang rausnehme, den Motor abschalte und dann den Allrad langsam reinziehe, kommt ein deutlich hörbares Zahnradgeräusch und es bremst den Schlepper bis zum Stillstand ab.

Wenn ich im Stand die Zapfwelle eingeschaltet habe, pulsiert die Kardanwelle deutlich spürbar hin und her. Je nachdem wie der Schlepper steht, geht das von alleine. Ansonsten muss ich die Kardanwelle gegen den Uhrzeigersinn durch Drehung mit der Hand anlegen. Dann spürt und sieht man die Bewegung. Sobald ich die Zapfwellenkupplung ziehe, ist die Bewegung weg. 

Und nochwas. Wenn ich im Allrad fahre und eine ganz enge Kurve fahre, dann ist das dröhnende Geräusch auch weg. Sobald es gerade ausgeht, ist es wieder da.

Kann einer von euch den Defekt herleiten?

Viele Grüße und schonmal Danke für ne Antwort.
 
Stimmt die Übersetzung und der Vorlauf?

MF-Gruß Andreas

http://www.beepworld.de/members47/andis-oldtimer/
MASSEY-FERGUSON.....weil es die Besten sind!!!!!!!
 
Hallo,

die Frage habe ich mir beim Lesen auch gestellt. Ist Sicher dass das gebrauchte Zahnrad auch die selbe Zähnezahl hat wie das alte? So wie du es beschreibst dreht deine Vorderachse entweder zu schnell oder zu langsam im Verhältnis zur Hinterachse. Wie verhält er sich auf dem Acker mit Allrad? Kann man erkennen ob die Vorderachse schneller will als die Hinterachse?  Du musst erst mal die Voreilung der Vorderachse ermitteln. Musst mal nach Allrad und Voreilung hier im Forum oder bei Google suchen.

Gruß Markus 
 
Welche Bereifung fährst du vorn und hinten? Ist die Gelenkwelle i. O. und Kreuzgelenke, Schiebestück freigängig? Was hast du für ein Oel aufgefüllt u. wieviel L.?

gruß

__________________________
Gaggenau / Neuss / Freising
 
Hallo,

erstmal danke für eure Antworten.

Ob Übersetzung und Vorlauf stimmen, davon bin ich bis jetzt ausgegangen. Fahre ihn seit 8 Jahren mit gleicher Bereifung. Natürlich könnte der Defekt das bisher verdeckt haben. Demletzt bin ich beim Rumprobieren auf einem lehmigen Waldweg gefahren. Beim Einziehen des Allrad kam es mir vor, als würden die Hinterräder mehr Spuren ziehen als eigentlich nötig. Habe neue Reifen drauf und ich bin davon ausgegangen, das es vom Untergrund abhängig ist. Aber jetzt sehe ich das wieder mit anderen Augen und evtl. baue ich auch mal die Kardanwelle ab um zu sehen, ob es nicht von der VA kommt.

Das alte und das neue Zahnrad habe ich übereinander gelegt. War identisch. Aber ehrlich gesagt wusste ich auch nicht, dass es da auch noch Unterschiede gibt. Gezählt habe ich die Zähne nicht. Ich hoffe jetzt aber mal, es wäre uns aufgefallen, wenn es einen Unterschied gegeben hätte. Aber die Möglichkeit wird beachtet, wenn das Allrad Getriebe abgebaut wird. 

Auf dem Acker fahre ich nie. Ich rücke damit ausschließlich Holz. Wie es unter permanentem Schlupf aussieht, kann ich nicht sagen. Bei Schlupf drehen die Vorderräder definitiv durch. Mit dem Thema Allrad / Voreilung werde ich mich also beschäftigen.

Ich habe hinten 34 Zoll ( 18.4-34 ) und vorne 24 Zoll ( 14.9-24 ). Hinten 90% u. vorne 70% Bereifung. Die Kardanwelle ist fest, soweit ich das beurteilen kann. Aber auch das wird dann mal durch Fachmann geprüft. Das Schiebestück ist freigängig. Das sieht man am Fettrand, der weggedrückt wird. Ich schmiere das regelmässig, sowie die Kreuzgelenke der Kardanwelle auch. Beim Öl haben wir gängiges Getriebeöl genommen. Hat ja Getrieböl und Hydrauliköl getrennt, also kein Hytran nötig. Soweit mir bekannt ist jedenfalls. Aufgefüllt wurden glaube ich 40 Liter und der Ölstand wurde mittels Finger durch die Einfüllschraube geprüft. Ausgetreten ist nachher auch nichts.

Was definitiv noch defekt ist und was demnächst gemacht wird. Der Bolzen der Vorderachse ist komplett ausgeschlagen. Wenn man ihn vorne aufbockt, pendelt die VA quasi in alle Richtungen. Das sind auch nicht nur die Kunststoffbuchsen, die defekt sind. Da ist noch viel mehr Spiel vorhanden als verschlissene Buchsen verursachen würden.

Sorgen macht mir die Bewegung der Kardanwelle im Stand, wenn die Zapfwelle läuft. Das berühmte Zahnrad läuft ja auf der Welle der Zapfwelle. Eigentlich dreht sich die Welle ohne Bewegung des Getriebe ja in diesem Zahnrad durch, wenn die Zapfwelle eingeschaltet ist. Richtig? Wenn trotzdem eine Übertragung auf die Kardanwelle stattfindet in Form dieser leichten Bewegung der Kardanwelle, dann kann das eigentlich nichts Gutes bedeuten. So wie ich das gesehen habe, überträgt dieses Zahnrad ja nur die Bewegung des Hauptgetriebe auf das Allradgetriebe. Es treibt ja nichts an sondern läuft nur leer auf der Welle. Wenn das so stimmt, dann ist das Nadellager bestimmt schon wieder im Eimer :-(

Wie ist eure Meinung dazu? 
 
Hallo,

ist das ein 955 mit 310‘er Motor?

Da wurde von IH das Hytran Öl für vorgeschrieben.

Gruß
Torsten

IHC, alles wird gut!
 
Hi,

ist die Welle richtig nachgearbeitet worden. Aufgearbeiteter Lagersitz Rundlaufgenauigkeit zum Rest der Welle, wiederhergestellter Durchmesser und Längenmaße.

Ist die Welle krum durch Hitzeeinwirkung.

Stimmt das Flankenspiel und Tragbild des Zähnepaares.

Möglicherweise müssen beide Zahnräder getauscht sein. Könnte sein das die Zahnräder aufeinander abgesimmt sind. Wie bei Kegel und Tellerrad.

Auch wenn die Zahnräder den gleichen Modul haben, kann es sein,das wenn eine Profilverschiebung vorliegt, das die Zähne nicht zu einander passen.

Viele Grüße
 
Moin,

ich hatte das Problem auch bei meinem 1055, dass das Nadellager verschlissen und die Welle schon etwas eingelaufen war.

Habe einen sehr guten Freund, der auch ein sehr guter Zerspaner ist mit zu Rate gezogen und bin auch selber Maschinenbauschlosser.

Wir waren uns beide einig, dass wir keine Hitzeeinwirkung wie Schweißen etc an der Welle haben möchten, einfach dass sie nicht krumm wird,

denn man merkt ein paar hundertstel Krümmung kaum, aber das Nadellager merkt das.

Also hat mein Kumpel die Welle nur auf der Länge des defekten Lagersitzes etwas abgedreht, aber nur so viel, bis alles plan war, also auf keinen Fall mehr wie nötig.

Es war noch kein mm, der abgenommen werden musste. Statt dem Nadellager hat er mir ein zweiteiliges Messinglager gedreht/gefräst, was ähnlich stramm wie ein Kugellager in das Zahnrad passt.

Das Messinglager hat eine umlaufende Schmiernut mit Drall und das kleine Schmierloch im Zahnrad haben wir auch durchs Messing durchgebohrt.

Dadurch, dass das Messinglager zweiteilig ist, muss das Lager ja unten im Getriebe bei eingebauter Welle montiert werden, war nicht ganz einfach, hat aber geklappt.

Seit dem läuft der Schlepper wieder einwandfrei, Allradabtrieb macht keine Geräusche läuft alles super, sowohl mit eingeschaltetem Allrad als auch mit ausgeschaltetem.

Habe unsere ganze Herbstaussaat mit dem 1055 gepflügt (30ha) auch danach keine Probleme. Fahre im Getriebe auch Hytran.

Gruß Sebastian
 
Nochmal ´ne Frage zum Zahnradeinbau vom Allradantrieb: Habt ihr das richtige Teil für den 955A verbaut? Denn 955 u. 1055 haben zwar das gleiche Getriebe und Vorderachse, jedoch eine andere Übersetzung im Abtrieb, da der 955 mit 18.4-34, bzw. 16.9-38 in Verbindung mit 14.9-24 auf der VA läuft, der 1055 jedoch mit 18.4-38 in Verbindung mit den 14.9-24 vorne! Wenn da das falsche Teil verbaut wurde, dann...

gruß

__________________________
Gaggenau / Neuss / Freising
 
Hallo und nochmal dankeschön für eure Hinweise!

@Torsten ich habe den 358er Motor drin. Ich sehe mal nach, welches Getriebeöl verwendet werden sollte. Evtl. ist das ja wichtiger als man gemeinhin denkt.

Was die Welle anbelangt. Das Nadellager war nicht mehr vorhanden. Die Welle war schon extrem eingelaufen. Ich hatte mir eine sehr gute, gebrauchte Welle besorgt für einen fairen Kurs. Leider mussten wir dann zu allem Überfluss feststellen, dass ich auf der Welle einen Lagersitz im Zollmaß und im Getriebegehäuse ein metrisches Lageraussenmaß hatte ( aus dem Gedächtnis, ich meine, so wär es gewesen ). Beim Case Händler haben wir das Lager dann entsprechend umgetauscht. Ein Teile Händler hatte 5 dieser Wellen liegen und alle waren ebenfalls am betreffenden Lagersitz mit metrischem Maß ausgestattet. Eine Welle mit diesen Maßen habe ich nicht mehr gebraucht gefunden, obwohl viele Wellen vermessen wurden. Deswegen musste die Welle letztlich aufgearbeitet werden. Das hat ein Spezialbetrieb gemacht, der ausschließlich sowas macht. Per Laserschweißen (fragt nicht...habe keine Ahnung davon...) haben die Material aufgetragen und dann auf Maß geschliffen. Und die Welle wurde anschließend vermessen und gerichtet. Das ist zumindest die Info, die ich habe und ich hoffe, das es daran nicht liegt.

@1246L Flankenspiel und Tragbild des Zahnpaar? Profilverschiebung? Böhmische Dörfer für mich. Das gebe ich weiter an den Fachmann, der das eingebaut hat. Das wurde mit entsprechendem Wissen und Werkzeug repariert. Ohne Gewalt oder Einbau mit Verspannung, Hammer und Meißel :-). Und alles wurde pikkobello sauber gemacht mit Waschbenzin und Magnetstab. Das sah nachher im Gehäuse aus wie neu. Beim Vergleich des alten und neuen Zahnrad konnte ich beim besten Willen keinen Unterschied sehen. Mit der Info, die ihr mir jetzt an die Hand gebt, hätte ich das allerdings auch anders betrachtet. Aber das kommt dann, wenn das Allrad Getriebe abgebaut wird. Das lässt sich ja durch die Öffnung noch darauf kontrollieren.

@Sebastian Jeder der die Nadellager mal aus dem Öl gefischt hat, wird an Deiner Lösung mit dem Messinglager Gefallen finden oder zumindest darüber nachdenken, glaube ich. Das finde ich richtig gut ( soweit ich das als Holzwurm beurteilen kann ). Ein Gleitlager mit Schmierung an der Stelle finde ich irgendwie symphatischer. Falls das Nadellager ( was ja auch seinen Preis hat ) jetzt schon wieder defekt ist, werde ich das mal vorschlagen. Das würden wir hinbekommen.

@Lanz_4016 Gute Frage und ehrlich gesagt, kein Ahnung. Brauchst nicht zu glauben, das mich ein Gebraucht Teile Händler darauf hingewiesen hätte und ich habe bei einigen angefragt. Wenn ich das richtig verstehe, müsste es eine Kompromiss Übersetzung für 34 und 38 Zoll geben und eine Übersetzung nur für 38 Zoll. Dann könnte ich ja auf 38 Zoll umrüsten, was sicher die einfachste Lösung wäre. 

Das etwas mit dem Vorlauf bzw. der Übersetzung nicht stimmt, ist wie ich finde, das Wahrscheinlichste. Das der deswegen nach der Reparatur so bockig war, würde einleuchten.

Ihr habt mir jetzt schonmal viele Ansätze gegeben, die wir demnächst beim Ausbau und Prüfen berücksichtigen werden. Ich hoffe, ich kann mich dann mit der Lösung des Problems zurück melden und euch eine Rückinfo geben.

Vielen Dank und Grüße 
 
Betrifft Zähigkeit:

Ist ein altbekanntes Phänomen. Nach Getriebeölwechsel sind viele Schlepper träge - so lange sie kalt sind. Meiner scheint nach dem Ölwechsel auch geradezu wie an einem dicken Gummiband zu hängen. Das geht aber vorbei wenn er warm ist.
 
Hallo ,

als nicht Fachmann ? kann man den Schlepper nicht aufbocken und ihn ohne wiederstand einmal usw. drehen lassen ,

wie sich der vorlauf verhält .?

Gruss Karl 
 
Hi,

Als Gleitlager - nehmt um himmelswillen kein Messing!!!!!!!!!!!!!!!= Ms58.

Man hört immer: hab ne Messingbuchse gemacht.

Frist auch bester Schmierung sofort fest.

Es ist kein Lagermetall. Davon könnt ihr Türgriffe machen, aber kein Gleitlager!

Lagermetall ist Rotguss Altbezeichnung Rg7.

Oder höherwertig ne Bronzelegierung googelt mal Gleitlagerwerkstoff.
 
Lanz_4016:
Denn 955 u. 1055 haben zwar das gleiche Getriebe und Vorderachse, jedoch eine andere Übersetzung im Abtrieb, da der 955 mit 18.4-34, bzw. 16.9-38 in Verbindung mit 14.9-24 auf der VA läuft, der 1055 jedoch mit 18.4-38 in Verbindung mit den 14.9-24 vorne!

gruß

__________________________
Gaggenau / Neuss / Freising
Die letzten 955er (80 mund 81) gabs auch mit 14,9/24 und 18,4/38

Hatte der 1055 nicht vorne 28 Zoll ??
 
Hallo,

auch die 955 hatten 28 Zoll vorne drauf.

@ L1246L: Genauso sieht es aus. Messing ist nicht gleich "Lagerbronze" oder Rotguss!

@ +Forstwirt+: Dann benötigt dein 955 kein Hytran Getriebeöl.

Ich kann mir nicht wirklich vorstellen, dass der Vorlauf sprich die Reifengröße da die Ursache sind. Vielmehr denke ich, dass da was am Zahnrad nicht stimmt. Denn das ist der "Frequenzgeber". Und sowas krasses wie Kardanwelle läuft zurück wie eine aufgedrehte Feder... 

Gruß
Torsten

IHC, alles wird gut!
 
@Torsten, das mit der Kardanwelle ist krass und ich habe darüber nochmal gegrübelt. Über Getriebe und Zwischenzahnrad kommt die Kraft aufs Allradgetriebe und auf die Kardanwelle. Im Allradgetriebe wird diese Vorspannung von den Kupplungsscheiben gehalten, bis ich den Allradhebel bei stehendem Schlepper nach unten drücke. Nach der Entlastung dreht sich die Kardanwelle dann gegen den Uhrzeigersinn, bzw. entspannt sich. Denke ich mir jedenfalls so. 

Im Rückschluss kann das ja nur bedeuten, dass die Übersetzung zwischen VA und HA nicht stimmt. Ich habe vorn und hinten fast neue Bereifung. Ausgleich über Schlupf findet da nahezu nicht statt. Jetzt ist mir noch was eingefallen. Kennt ihr das Geräusch, wenn man an einer Seilwinde zuviel Last hat und die Kupplung durchrutscht? Ziemlich unschönes Gekreische. Könnte es evtl. sein, dass die Kupplungsscheiben im Allradgetriebe beim Fahren die falsche Übersetzung kompensieren und durchrutschen. Und das Geräusch daher kommt, weil die Scheiben dadurch übermässig und allmählich mehr und mehr verschleißen?

Der Schlepper steht momentan am Einsatzort im Wald und weit weg von der Werkstatt. Aufbocken und sowas ist schlecht. Aber wenn ich die Kardanwelle mal abschraube, kann ich es ja testen. Dann sollte bei eingezogenem Allrad kein so ausgeprägtes Geräusch kommen und es sollte den Schlepper im Leerlauf nicht abbremsen. Falls doch, wär das ziemlich schlecht. Glaube ich aber nicht. Nachdem die Kardanwelle wieder dran ist, wird der Bremseffekt und das Geräusch wieder da sein. Und das kann nur an der Übersetzung liegen. VA glaube ich nicht. Wird alles ständig geschmiert und Öle werden regelmässig gewechselt. Das wäre aufgefallen wenn da was nicht stimmt.

Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr glaube ich daran, die HA und VA laufen gegeneinander und ich habe das durch den Verschleiß vorher nicht gemerkt. Das Zahnrad hatte ja auch keinen permanenten Kraftschluss mehr, weil es ja frei auf der Welle lief. Bereifung hinten war beim Wechsel 20 %. 
 
Hallo,

hier mal für alle eine Tabelle des i-gesamt der Allradachsen der einzelnen Schleppertypen.

Hinweis: Es handelt sich hierbei NICHT um das Übersetzungsverhältnis der Allradachse was man vorne auf dem Typenschild findet, sondern um das Übersetzungsverhältnis des Hinterradgetriebes in Verbindung der angegebenen Vorderachse!

Denke das wird einige interessieren um ihren Vorlauf zu berechnen oder zu kontollieren.

eup-1127469874-9c43ff00247394d92f36eb04c1eb9142-1461476953_big.webp

eup-1127469874-3d6de8b0981af4ed1e90e584943e801b-1461476987_big.webp

eup-1127469874-bef1eb7096797b790c57b48369b7137a-1461477054_big.webp 

Gruß
Torsten

IHC, alles wird gut!
 
Hallo

So wie es aussieht hast du zwei Baustellen,das  eine denke ich es ist bei der Reparatur etwas schief gelaufen sonst würde beim einschalten der Zapfwelle nicht die Kardanwelle pulsieren und das zweite ist, das Übersetzungsverhältniss stimmt nicht aus welchem Grund auch immer und dadurch ist das Lager kaputt gegangen, da waren diese Modelle empfindlich drauf. Ich würde da jetzt systematisch von vorne anfangen zu suchen. Als erstes das Allradgetriebe wieder abbauen und schauen ob man im Zapfwellenantriebstrang/ Nadellager/Zwischenzahnrad etwas sehen kann ob alles leicht läuft oder irgendwo frisst. Dann würde ich das Allradgetriebe in der Mitte wo die beiden Gehäusehälften verbunden sind trennen und die Zähnezahl vom dem Einzelzahnrad wo die Lamellen drauf sitzen zählen, genauso die Zähnezahl von dem Doppelzahnrad das kleine Zahnrad. Wer weiß was hier schon alles getauscht/gebastelt worden ist. Es gibt hier verschiedene Zahnradpaarungen die auch oben im Gehäuse mit Schlagzahlen eingeschlagen sind, da kann man sich aber auch nicht drauf verlassen wenn Zahnräder getauscht worden sind und die Schlagzahlen nicht. Wenn du dann noch deine Reifengrößen mit Fabrikat und Typ mitteils kann ich dir sagen ob das alles zusammen passt oder nicht und was man ändern muß/kann.

MfG

Alwin
 
Zurück
Oben Unten