IHC D246 Öldruckwerte?

Christian89

Bekanntes Mitglied
Registr.
1 Februar 2014
Beiträge
234
Hallo zusammen,

mein 844 mit dem D246 Motor macht mir gerade etwas Sorgen.

Da Der alte Öldruckschalter komplett defekt war wurde ein neuer (eBay, wohl kein original) verbaut.

Der Schlepper hat circa 6500-7000 Stunden gelaufen, springt auch kalt sehr gut und ohne Probleme an.

Bringt volle Leistung und bläst kaum wahrnehmbar aus der Entlüftung.

Heute nach 40 Minuten Fahrt zur Firma war alles okay, vor Ort dann 3 Stunden die Kabine montiert und wieder 40 Minuten zurück. Zuhause angekommen leuchtet bei 550-600 Umdrehungen die Öldruckleuchte, ab 800 Umdrehungen ist Ruhe.

Nun will ich den Öldruck kalt und warm messen, wüsste aber gerne welche Werte da in Ordnung wären und ab wann ich von einem Schaden ausgehen kann/muss?

Das Motoröl und Filter ist vor 5 Stunden gewechselt worden, ich weiß jedoch nicht was der Händler da rein gekippt hat.

Beste Grüße,

Christian
 
Hallo Christian,

speziell kann ich Dir das nicht sagen, dafür allgemein: Warm sollte er nicht unter 0,5 bar haben, kalt sind das so 3 bar. Liegt er kalt höher, liegt er auch warm höher. Kann man eigentlich schon beim Kaltstart abschätzen.

Tschüß,

Bernd
 
Moin.

Ein guter neuer Motor sollte warm bei Nenndrehzahl 5 Bar haben und warm bei Standgas 3 Bar. Die vorher genannten Werte ist die untere Verschleißgrenze.

Allerdings finde ich auch deine Standgasdrehzahl von 600 Umdrehungen recht niedrig. Da das Instrument allerdings auch schon älter ist, sind die Werte ja auch immer nur relativ.

Gruß Jürgen
 
Dann werde ich mal morgen eine längere Fahrt machen und das öldruckmanometer dran hängen.

Gerade noch einen Bosch Öldruckschalter und einen CNH Ölfilter geholt, der neue Filter kommt dann vor der Probefahrt rein.
 
Die Werte die Jürgen genannt hat wirst du wahrscheinlich nicht erreichen, dazu hat er schon zuviel Stunden auf dem Buckel.

Gemessen wird natürlich nur in betriebswarmem Zustand.

Wenn Du bei Vollgas so auf 3-4bar und auf Standgas so auf 1bar kommst würde ich sagen, daß es so in Ordnung ist.

Die Untergrenze des druckschalters liegt in der regel  bei  0,5 bar das is auch eingraviert.

Erst wenn Du drunter kommst beginnt die Lampe zu flackern.Früher war ja ein Manometer verbaut mit grünem u roten Bereich, das wurde eingespart

und durch die Lampe ersetzt (ist billiger)

                                                                      Gruß Harry
 
Hallo,

ich hab gerade mal geschaut, mein Öldruckmanometer hat keinen passenden Adapter.. den muss ich erstmal drehen. Gerade noch mal mit dem Händler wo er herkommt gesprochen, die haben 10W40 draufgemacht, könnte evtl. zu dünn sein?

Jetzt kommt erstmal mineralisches 15w40 drauf und dann mal messen
 
Moin.

Meine genannten Werte sind für eine völlig kerngesunden Motor. Natürlich kann es da zu Abweichungen kommen, 0,5 fände ich aber zu wenig.

Am Öl wird es nicht liegen, es sind Grundöle die mit Additiven gepuscht sind. Diese Additive altern mit der Zeit, das ist mit ein Grund für den Ölwechsel. Bei neuen Ölen darf das keine Rolle spielen. Der Grund für zu geringen Öldruck sind vielfältig, angefangen bei einem zugesetztem Ansaugsieb über undichte Rohre/Oringe, einer verschlissenen Ölpumpe bis hin zu verschlissenen Lagern. Ich persönlich finde allerdings das bei 7000 Stunden der Motor noch nicht so verschlissen sein sollte. Wird es natürlich geben, ohne Frage.

Gruß Jürgen
 
Guten Abend zusammen,

heute Nachmittag den Dicken aus der Halle geholt und im kalten Zustand bereits die Öllampe an, hier im Video gut zu sehen bei etwas unter 600 U/min:

https://youtu.be/Eb-ReS0yj_o



Also erstmal alles wieder aus und gewartet... dann den Peilstab geprüft:

eup-1137044068-5a2799c085dc83778bbf1868d03668e3-1605975176_big.webp

Erstmal die Frage wo das Öl geblieben ist, schließlich wurde beim Kauf vor 6-7 Betriebsstunden alles an Öl erneuert (wenn auch falsch mit 10w40). Dabei wurde auch der vordere KW Dichtring gemacht. Also irgendwo muss das ganze Öl ja geblieben sein. Es hat sich gezeigt das der neue Dichtring wohl schlecht montiert wurde, denn da leckt er wieder ordentlich:

eup-1137044068-7f26fdf14cb6012706813864dd840de8-1605975597_big.webp

also erstmal etwas Öl drauf, warmlaufen lassen und dann runter damit. Dabei gleich den Filter nochmals erneuert. Dann mit mineralschem 15w40 befüllt und angeworfen, siehe da es ist Ruhe mit dem Öldruck.

Ich mache morgen noch mal eine Stunde Probefahrt und werde alles beobachten. Könnte es also sein das nur der Ölstand Schuld war? Immerhin hat er ja heute sogar kalt die Anzeige ausgelöst.

Standgas habe ich auf 700 Umdrehungen korrigiert und nach meiner eben 20 minütigen Fahrt war alles gut.

Der Motor läuft ja sonst auch wie ne eins, das wundert mich halt. 

Beste Grüße,

christian
 
Moin

der Ölstand ist noch im normalen Bereich das hat damit eigentlich nichts zu tun.

10W40 ist für so einen alten Schlepper zu dünn der hat bestimmt immer 15W40 gesehen das würde ich persönlich nicht ändern ,

ist beim alten Auto ja auch so, wenn da was dünneres rauf kommt schwitzt es aus allen Poren.

Mein 844 hat auch das Problem das die Lampe bei 650 Umdrehungen im Erntebetrieb nach einer halben Stunde flackert,

hat auch Kolben, Buchsen, Motorölpumpe, Dichtungen und Lager neu bekommen , macht er jetzt schon seit 700 Stunden hat sich aber auch nicht verschlechtert.

Hat genug Dampf . Hattest den Ölstand nach den Aufüllen gleich kontrolliert , sonst haben die vielleicht garnicht bis zur oberen Markierung aufgefüllt.

Grüße Fred
 
Hallo , hatte das geflackere auch längere Zeit am 433 und hab dann den Öldruckschalter vom 840 eingebaut und gut wars . 

           Das war vor 6j , der 840 hat einen neuen bekommen , ist aber der gleiche . 

Gruss Karl 
 
Gerade mal 70 Minuten Probefahrt gemacht, im Stand kratzt der Öldruck bei komplett heißem Motor an der 0.7 bar Marke, genau da fängt der Öldruckschalter an zu schalten.

Wenn er komplett heiß ist wird das also mal vorkommen das die Lampe mal flackert, irgendwann werde ich da wohl bei müssen

@Freddy:

ja, der war komplett voll als der Schlepper geliefert wurde. Der Händler macht den Kurbelwellendichtring noch mal neu, leckt inzwischen sehr stark 
 
Freddy_844:

10W40 ist für so einen alten Schlepper zu dünn der hat bestimmt immer 15W40 gesehen das würde ich persönlich nicht ändern ,

ist beim alten Auto ja auch so, wenn da was dünneres rauf kommt schwitzt es aus allen Poren.

Grüße Fred
Moin! Diese Aussage ist völliger Blödsinn und an Stammtischweisheiten kaum zu überbieten! Ein 10W40 und ein 15W40 sind wenn sie warm sind beide GLEICHERMAßEN DÜNNFLÜSSIG sie unterscheiden sich nur beim Kaltstart in ihrer Fließfähigkeit und da ist das 10W40 dünnflüssiger und für einer schneller Durchölung vorteilhafter. Noch besser wäre gar ein 5W40 oder 0W40. Auch ein 0W40 ist warm nicht dünnflüssiger als ein 15W40. Wenn man was "dickerers" möchte müsste man zu einem xW50 oder gar xW60 greifen. Auch stimmt die Aussage nicht das alte Motoren perse schwitzen durch "dünnes" Öl oder durch Umstellung auf Mehrbereichsöle. Wenn diese Motoren dann schwitzen dann nur deshalb weil die reinigenden Additive im Öl diverse Ablagerungen entfernt haben, sprich die Motoren waren an ihren Dichtungen eigentlich die ganze Zeit schon undicht, der Siff im inneren hat nur den Austritt des Öles verhindert.

Die besagte Werkstatt hat mit dem 10W40 nichts verkehrt gemacht und das es nicht am Öl liegt zeigt die Druckmessung auf 15W40! Entweder sind an der Kiste die Lager durch oder sie hat  ein Problem mit der Ölpumpe.

Gruß

Peter
 
Hallo zusammen,

ich habe mir noch mal so manchen Gedanken zu dem Problem gemacht..

Für Diesel im Öl spricht folgendes:

- das Problem trat mit dem Öl vom Händler erst nach mehreren Betriebsstunden auf, zudem war es sehr dünn beim ablassen. Zum Schluss war die Lampe selbst bei kaltem Motor am flackern, am Anfang gar nicht.

- mit dem frisch aufgefülltem 15w40 gibt es erst Probleme mit dem Öldruck im Standgas wenn der Schlepper über eine Stunde Vollgas (nicht aufgedreht!) auf der Straße läuft. 

- der Ölstand bleibt konstant trotz des inzwischen wieder starken Verlustes an dem Kurbelwellendichtring 

von daher habe ich gerade mal ein wenig Öl auf Papier gegeben, den Tipp hatte ich im Forum gelesen.

was sagt ihr dazu? Öl ist jetzt 2-3 Betriebsstunden drauf.

eup-1137048531-f0b1dc7280864a310bb06b6bfbbf65b9-1606569697_big.webpeup-1137048531-b3a82a083dbc0cd1c1289862491a9c09-1606569697_big.webp

Der Schlepper geht zwar nächste zum Händler und wird komplett durch gecheckt, aber hier sind halt die IHC Experten :)
 
Wenn der Motor an der Kurbelwellendichtung  Öl verliert und der Pegel am Meßstab konstant bleibt ist es schon etwas komisch.

D.h er verliert  dieselbe Menge ,die dann wieder, woher auch immer , reinfließt. Hört sich fast unmöglich an.

teste es mal über einen längeren Zeitraum.

Hydrauliköl kann über eine defekt Dichtung der Pumpe in den Motor gelangen.Dann müßte dort der Ölstand absinken.

Bei diesel lässt es sich natürlich schwer feststellen. Wasser ist es nicht?  

Die Ölfritzen sind natürlich sicher in der Lage das Öl zu analysieren, Frag einfach mal den Ölhändler, von dem du dein Öl beziehst und schicke ihm ein Ölprobe

                                                                            Gruß Harry
 
Christian89:

Hallo zusammen,

ich habe mir noch mal so manchen Gedanken zu dem Problem gemacht..

Für Diesel im Öl spricht folgendes:

- das Problem trat mit dem Öl vom Händler erst nach mehreren Betriebsstunden auf, zudem war es sehr dünn beim ablassen. Zum Schluss war die Lampe selbst bei kaltem Motor am flackern, am Anfang gar nicht.

- mit dem frisch aufgefülltem 15w40 gibt es erst Probleme mit dem Öldruck im Standgas wenn der Schlepper über eine Stunde Vollgas (nicht aufgedreht!) auf der Straße läuft. 

- der Ölstand bleibt konstant trotz des inzwischen wieder starken Verlustes an dem Kurbelwellendichtring 

von daher habe ich gerade mal ein wenig Öl auf Papier gegeben, den Tipp hatte ich im Forum gelesen.

was sagt ihr dazu? Öl ist jetzt 2-3 Betriebsstunden drauf.

eup-1137048531-f0b1dc7280864a310bb06b6bfbbf65b9-1606569697_big.webpeup-1137048531-b3a82a083dbc0cd1c1289862491a9c09-1606569697_big.webp

Der Schlepper geht zwar nächste zum Händler und wird komplett durch gecheckt, aber hier sind halt die IHC Experten :)

Ölpumpe schrott oder/und Lager ausgelutscht an der Kiste
Von welchen Mengen Ölverlust reden wir am Simmerring? Wenn dort in deinen 2-3 Betriebsstunden keine 2-3l weggehen können auch unmöglich 2-3l Diesel eingetragen worden sein wenn der Stand konstant bleibt. Selbst bei 2-3l Dieselanteil im Öl dürfte bei einem gesunden Motor nicht die Öllampe kommen. 
 
Hallo,

Diesel schmiert auch, da geht keine Öldrucklampe davon an. Selbst bei Wasser nicht, dafür gehen da erst mal die Lagerschalen kaputt.

Laß mal nach den Lagerschalen sehen. Daran liegt es meist, Ölpumpe seltener.

Sind die 0,7 bar beim Öldruckschalter serienmäßig? Ich kenne nur 0,5 . Hatte mal einen BMW gakauft, der hatte einen mit 0,05 drin. Jetzt dürft Ihr mal raten warum?

Tschüß,

Bernd
 
Der Machheniker:

Hallo,

Diesel schmiert auch, da geht keine Öldrucklampe davon an. Selbst bei Wasser nicht, dafür gehen da erst mal die Lagerschalen kaputt.

Laß mal nach den Lagerschalen sehen. Daran liegt es meist, Ölpumpe seltener.

Sind die 0,7 bar beim Öldruckschalter serienmäßig? Ich kenne nur 0,5 . Hatte mal einen BMW gakauft, der hatte einen mit 0,05 drin. Jetzt dürft Ihr mal raten warum?

Tschüß,

Bernd
Also in den alten Kisten mit ihrem werksmäßigen Lagerspiel und Diesel pur denke ich würde vermutlich schon die Lampe kommen, gleiches vermutlich wenn man ein 0W20 oä reinkippt was in neue Ford Motoren soll. In dem Fall hier sind sicher wie du es ja auch siehst die Lager platt, bei 15W40 darf keine Lampe kommen
 
Hallo

Diese Schlepper haben in der Regel alle weit über 10000 Stunden gelaufen. Tachowerte sind zu 99% falsch bei diesen Baujahren.

Wenn der Kurbelwellensimmering vorne maximal leckt ist es noch immer so gering das man es am Peilstab nach einer gewissen Zeit nicht feststellen kann.

Standgas ist schon grenzwertig, am besten 700 U/min.

Wenn die Öldruckwerte nicht passen dann hat es nichts mit der Ölsorte zu tun. Wir schon erwähnt sind die Öle im warmen Zustand alle dünn.

Bei der niedrigen Standgasdrehzahl kann es sein das das Ansaugrohr vom Ansaugsieb einen Riss hat, das gab es bei diesen Modellen öfters.

Gruss

Alwin
 
Hallo,

danke für die Tipps. Dann werde ich darum bitten den Kurbeltrieb und die Ölpumpe genauer zu betrachten.
 
Zurück
Oben Unten