Instandsetzung Motor DT-239

Midsch

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29 Januar 2011
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Hallo Forengemeinde,

Da "HirschC" bereits sehr ausführlich auf den Motor D-239 eingeht, starte ich ein neues Thema für den Motor mit Turbo.
Viele Sachen sind aber bestimmt ähnlich.
Angefangen hat alles mit einem "normalen" Ölwechsel, bei dem ich Späne gefunden habe. Es war die Pleuelbuchse, und so habe ich den Motor komplett zerlegt und bin ihn wieder am Aufbauen.
Die Kurbelwelle war beim Instandsetzer und wurde aufs erste Untermaß geschliffen. Die Lagerstellen waren zwar noch akzeptabel, da hätte wohl polieren genügt, allerdings war der Rundlauf nicht (mehr) ok.
Jetzt bin ich bei der Montage und mußte leider feststellen, dass die für den 856XL bestellten Kolben zu leicht waren... Der Kolbenboden war dünner als bei denen für den Turbomotor. Also nochmal bestellen.
Ausgebaut habe ich Mahle Kolben mit 21,9mm Muldentiefe. Es sind für diesen Motor laut Mahle und Kolbenschmidt aber nur Kolben mit einer Muldentiefe von 23,9mm zu haben ?!
Wenn mir jemand mit der Muldentiefe helfen könnte ware das toll. Oder hat schon mal jemand den Kolbenschmidt-Satz KS.92.982.960 in den Motor verbaut?

Und hier noch ein Bild vom überarbeiteten Kopf. Die Schaftdichtungen gehen nicht weiter auf die Ventilführung...

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Schon mal vielen Dank an Euch.
Der Bericht geht natürlich weiter.

Michael
 
Hi Michael, 

Ich kann es ja, wie dir bereits bekannt, nur mit meinem D-239 vergleichen:

Ich hatte bei Motoren Michaelis in Straubing bestellt. Vielleicht können die dir ja weiterhelfen. 

Grüße
 
So, in der letzten Zeit konnte ich mich leider nur wenig um den Motor kümmern, aber nun geht es hoffentlich mit großen Schritten voran. Wird ja auch langsam Zeit (nicht, dass ich noch die Lust verliere...).

Mit dem Tip von „HirschC“ hat dann auch alles gut geklappt und die richtigen Kolben / Buchsen sind montiert. Zunächst hatte ich ja von einem anderen Lieferanten Kolben mit dünnem Kolbenboden bekommen.
Mein Tip: Immer alles nachmessen und nicht irgendwo im Internet bestellen!

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Der Buchsenüberstand wurde mit Vorspannung gemessen. Der ist zwar an der unteren Grenze aber zum Glück alle relativ gleichmäßig.
Und hier noch ein Bild von meinem Einpresswerkzeug. Das war aber fast nicht nötig, ist aber wesentlich angenehmer als drücken und hämmern.

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Ach ja: Die O-Ringe zum Abdichten der Laufbuchsen habe ich etwas mit Öl benetzt. Andere nehmen Spüli oder Silkonspray…

Hier bin ich mal auf Eure Meinung gespannt!
 
Hallo zusammen,

die gute Nachricht zuerst. Der Motor läuft wieder. Jetzt habe ich auch hoffentlich ein bisschen Zeit, den Bericht hier weiterzuschreiben. Beim Einbau der Pleuel-Lagerschalen ist mir aufgefallen, dass dort zur Versorgung der Ölbohrung im Pleuel / Pleuelbuchse Nut mit Bohrung gefehlt hat. Beide Lagerschalen waren ohne.

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Mein Motorenbauer sagte mir, dass es von Glyco keine anderen gibt und er einfach nur eine Bohrung ohne Nut machen würde. Aus meiner Sicht ist die Nut aber zur ausreichenden Ölversorgung (Kühlung Kolbenboden?) beim Turbo-Motor wichtig. Auf einen anderen Hersteller der Schalen wollte ich auch nicht gehen, also erfolgte eine Nachbearbeitung. Vielleicht finde ich davon auch noch ein Bild für Euch.

Parallel zu den ganzen Motorarbeiten war die Kupplung noch zur Überholung bei ZF und die ESP bei Bosch.
 
Für die O Ringe gibt es extra Fett was diese nicht angreift ,gibt es normalerweise dazu . Bei Spüli bin ich mir sicher das sie nach kurzer Zeit hart und wieder porös sind, 
 
Mit dem Kurbelwellenschleifen musst Du vorsichtig sein. Richte Regelmäßig IHC Motoren her. Beim Schleifen ist es sehr wichtig das die Welle wieder ganz genau gehärtet wird wie Original. Meistens werden diese einfach nach Standartvorgängen gehärtet und dann brechen sie gerne ab.

Wenn Du schon auf Turbo umbauen willst wäre es Sinnvoll gleich Turbopleuel, aufgrund der dann vorhandenen Kolbenbodenkühlung, zu verbauen. Aber dazu ists nun zu spät wenn du die Originalen Kolben Büchsen bestellt hast.

lg Teply
 
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