Ja, das war jetzt vielleicht ein bisschen zu ehrlich und wirkt etwas krass. Jürgen hat natürlich recht, nur weiß keiner ob die Kurbelwelle eh schon geschliffen wurde und es nicht mehr geht. Ihr kennt mich ja nun auch schon ein wenig und wisst, wenn ich was anpacke, dann versuche ich alles immer vernüftig und vorrauschauent zu machen. Das ist genau der Grund für meine Antwort. Wenn ich diesen Motor zerlegen würde, dann würde es garatiert nicht bei der Kurbelwelle bleiben, sondern das ganze Program, denn ich würde mich selber hassen, wenn ich nach einem oder zwei Jahren das Ding wieder am Motorkran hängen hätte. das heißt dann:
1. Balancer prüfen ggf. Instandsetzten
2. Kurbelwelle komplett Hauptlager und Pleullager
3. Pleule winkeln und neu lagern
4. Kolbenbolzen
5. Kolben, Kolbenringe und Zylinderbuchsen neu ggf Überstände planen
6. Nockenwelle prüfen ggf. neu oder neu lagern
7. Kipphebelwelle prüfen ggf. neu oder neu lagern
8. Zylinderkopf planen
9. Ventilsitze nachfräsen
10. Ventile auf die Drehbank oder neu
11. Ventile einschleifen
12. Alles was an Dichtungen, Dichtringen oder Wellendichtringen grundsätzlich neu.
13. Im ausgebauten Zustand die Kupplung prüfen und eventuell auch neu
u.w.s u.s.w. u.s.w.....
Das wäre der optimale Weg wenn ich genau weiß ich fahre diesen Schlepper bis an mein Lebensende, oder ich brauche einen zuverlässigen Schlepper weil ich im Nebenerwerb Landwirtschaft, Nutztierhaltung oder Fortswirtschaft betreibe.
Aber wenn ich damit im Jahr vielleicht 20 Betriebsstunden eher aus Hobby oder meinen Eigendarf an Kaminholz werbe, dann würde ich es tatsächlich so machen. Mal angenommen der Motor würde so noch 400 Betriebstunden überleben, dann sind das 20 Jahre! Erstmal ein anderes Motoröl so wie ich es geschrieben habe, vielleicht noch mal gucken was der Markt so an Zusätzen bei Öldruckproblemem bieten und das erstmal so ausprobieren. Vielleicht brauch er dann keine 1600 Umdrehungen, sondern nur noch 1000 im betriebswarmen Zustand. Und wenn der Schlepper bei Drehzahl läuft passiert auch nichts, aber es wäre nicht der erste mir bekannte Motor der im niedriegen Standgas längere Zeit vor sich hin tuckert und plötzlich fest sitzt.
Selbstverständlich freue ich mich als großer Fan der "Roten" über jedes Modell was weiter lebt und erhalten, gar Restauriert wird!
Ich hoffe das meine Aussage jetzt etwas verständlicher wird!
Viele Grüsse und Erfolg
Mark