Kennt Ihr den Case 895XL?

Jochen4

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Ich wusste nicht, dass es den gibt. Hat sogar ‘ne Klimaanlage. Hier ein paar Bilder aus einem Verkaufsportal. Wird angeboten für 9400€:

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Hi,

ich meine das man alle XL mit Klima bekommen konnte.

95er Serie ist die Britische Serie mit Neusser Motoren und Englischen Getriebe.

Vorgänger ist der 85er. Wo der Unterschied ist, weis ich auch nicht.

Schau mal hier Konedata

Gab es von 495 bis 995. (52-90PS). Ja siehe da, du bekommst einen XL mit 52 PS.

Angeboten wurde diese Schlepper auch in Österreich und Schweiz.

Es gibt sogar einen mit schräger Haube, der ist aber Hä...!

Gruß Matthias
 
Ach, guck an... Danke, Matthias! Der Schlepper steht in Dänemark. Wohne bei Flensburg und kann so auch mal über die Grenze gucken...
 
Moin Tom

Nein, ich gucke nur mal über die Grenze weil die Preise, gerade was CASE IHC angeht, hier in Deutschland ja völlig überzogen sind. Aber ich bin komplett. Brauche derzeit nix.
 
Ja, das sind die Engländer, welche mit XL Kabine

parallel zu den deutschen gebaut wurden (in Deutschland wurden die nicht verkauft, um dem Werk Neuss nicht vor der Haustüre "reinzupfuschen").

- im Prinzip bis auf wenige kosmetische Dinge die Vorgänger der 3200/4200 - Serie, die dann nach der Produktionsstillegung in Neuss auch auf dem deutschen Markt kamen.

siehe hier unter Punkt 2.8 : de.wikibooks.org/wiki/Traktorenlexikon:_Case-IH

Getriebe (bei den 85/95 ern erkennbar an Schalthebeln links vom Sitz) / Hydraulik - englische Variante, Vorderachse ZF

Unterschied zwischen 85 ern und 95 ern, ist, wenn ich richtig informiert bin, dass die 85er noch Seitenantrieb beim Allrad hatten (und die frühen vor 85 auch noch rot-weiß-IH-Design), und analoges Armaturenbrett, etc..., die 95er Mittelantrieb bei der Allradachse (deshalb stehen die auch vorne so hoch, weil die Allradantriebswelle unter der eigentlich tiefen Ölwanne hindurch musste), und elektronisches Armaturenbrett, wie die späten Modelle aus Neuss.

Die 3200/4200 er hatten dann schon Getriebe mit Split-Varianten, und Schalthebeln rechts vom Sitz, sowie anderes Design der Motorhaube. - Bilder siehe auch Konedata wie oben!

Die englischen Modelle hatten schon sehr früh gemeinsamen Ölhaushalt Getriebe/Hydraulik, während wir uns z. B. bei den 33 ern noch mit nur 12 Lt. Hydraulikölverfügbarkeit herumplagten.

Bei den frühen englischen Modellen wusste man anscheinend, wenn das Hubwerk nicht mehr funktionierte, dass die Bremsen runter sind. Der Abrieb der damals noch organischen Beläge auch bei den nassen Bremsen verstopfte anscheinend allmählich das Hydrauliksystem,...
 
Im Grunde richtig erklärt, aber nicht ganz korrekt.

Mein Wissensstand:

54/74er

kein Allradantrieb,Kulissenschaltung für Gänge und Gruppen links,  Halbgang lieferbar, hydraulisch geschaltet über Kabelzug mit Hebel am Armaturenbrett, Zapfwelle hydraulisch geschaltet über Hebel, Differenzialsperre mit Fusshebel

85er rot

Allradantrieb lieferbar, Seitenantriebe rechts, mechanisch geschaltet, H-Schaltung für Gänge und Gruppen links,Halbgang lieferbar, hydraulisch geschaltet über Kabelzug mit Hebel am Armaturenbrett, Zapfwelle hydraulisch geschaltet über Hebel, Differenzialsperre mit Fusshebel

85er rot/schwarz

Allradantrieb lieferbar, Mittelantrieb, elektrisch geschaltet, H-Schaltung für Gänge und Gruppen links,Halbgang lieferbar, hydraulisch geschaltet über Schalter am Armaturenbrett, wurde oft auf Schalter am Ganghebel

umgebaut, Zapfwelle hydraulisch geschaltet über Hebel, Differenzialsperre mit Fusshebel

95er (kenn ich eigentlich fast nicht)

Gleich wie 85er rot/schwarz aber neueres Design, digitales Armaturenbrett.

3200/4200

Allradantrieb lieferbar, Mittelantrieb, elektrisch geschaltet, H-Schaltung für Gänge und Gruppen rechts ,Halbgang serienmässig, hydraulisch geschaltet über Schalter am Ganghebel , Zapfwelle hydraulisch geschaltet über Hebel, Differenzialsperre mit elektrisch geschaltet. 4200er mit 40 Km/h lieferbar.

Während meiner "Aktivjahre" als Landmaschinenmechaniker hatte ich sehr oft mit 54/74, 85er in rot/schwarz und 32/42er zu tun. 95er hatten wir keinen in unserer Kundschaft. Einzig  an einem 895 aus dem Bekanntenkreis habe ich mal geschraubt.

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Der 3220 hatte den D-179 mit 52 PS drin und war selbst als Hinterradschlepper ein "wahnsinnige" Rakete. Der 3230 mit dem D-206 wurde offiziell gar nie in die Schweiz importiert, sondern dem 3220 einen Turbo spendiert und diesen als 3225 verkauft. In der Firma in der ich damals gearbeitet habe, wurden 2 Stk. 3220er verkauft, wovon ich einen mit Turbolader nachgerüstet habe. Eingestellt auf rund 65 PS Motorleistung konnte man langsam mit dem Schlepper arbeiten.

745-S...heisst der Spass
 
Ja, das ist mal ne Meldung wo einer richtig Bescheid weis, danke für Deine Infos - so tief habe ich mich damals nicht beschäftigen können mit den Engländern. Dass die 3200er und 4200er extrem lahme Krücken waren, hab ich natürlich auch erfahren,... - die brauchten ja einen Großteil der Motorleistung allein schon zum "Ölumrühren" im Getriebe,..

- du warst mal Schrauber auf den Dingern, ich war nur der Leiter des Ersatzteillagers; hab meine Kenntnisse mit Engländern nur theoretisch, weil ich damals nur mitbekommen habe, dass die uns einige Vorführ- und Ausstellungsschlepper vor die Bude gestellt haben. Praktisch hat Vater bei unserer Kleinlandwirtschaft damals natürlich immer bei den Neussern zugeschlagen,...

Der Tiroler Landwirt hatte es trotz verlockender Angebote nicht so mit den Engländern - da waren damals noch viele dabei, die haben die Neusser natürlich bevorzugt - da hatte das Zeugs aus Doncaster keine Chance,...

Klar, nur Jahrzehnte zuvor hatten die den Vergleich zwischen Sherman und Tiger, und da haben die Alten damals bei uns eisern deutsche Qualitätsarbeit aus Neuss den Produkten aus Doncaster vorgezogen,...

Opa sagte immer: Die "Inselaffen - Tommys" da drüben mit ihrem Zollgewinde-Zeugs, da kannst mich mal gerne haben damit,... - er wusste ja nicht, dass man auch bei den Neussern so manche andere Schraube braucht,...

Den Unterschied in der Fertigungsqualität zwischen Doncaster und Neuss sehe ich seither immer täglich, weil zwischen 833 und 840 (den ich dann mal dazugekauft hatte) ist schon ein kleiner Unterschied, erst später weis man, dass die Alten nicht immer unrecht hatten,..
 
Ganz so kann ich 833/840 nicht zustimmen

engl. IHC (275,414,434,454,474 und 574) gabs bei uns(Oberösterreich) sehr viele, werden jetzt natürlich doch schon weniger

Zum Reparieren brauchst du die meisten Grössen, da an der Karosserie Zöllige Schrauben sind und am Motor Metrische

Der 574 (mit D239 und 2,5t ges.Gew.) ist zumindest keine lahme Kröte

Der wurde ja bis zum 4210er Hinterrad, ziemlich ähnlich 27 Jahre gebaut :-)

Wenn die Hydraulick nicht mehr hebt, ist natürlich der Filter zu wechseln 

Was mich momentan Stört (an meinen 574) ist das immer wierder Luft im Bremssystem ist (Lenkung ist dicht)

Wahrscheinlich sollte ich mal die Bremsgeberzylinder überholen, aber die sind ganz gut verbaut

MfG.
 
Da hast Du recht!

- engl. IHC (275,414,434,454,474 und 574) waren im östlicheren Österreich sicher viel mehr verbreitet, wahrscheinlich zumal ja auch der Firmensitz des ehemaligen Generalimporteurs Warchalovski im Osten war.

In meiner "Karriere" gings aber in unserer Gegend (Tirol) erst mit/ab den 85ern los, wahrscheinlich wegen der Ausstattung Allradantrieb.

vereinzelt liefen natürlich auch die älteren,...
 
Warchalofsky baute den IHC auch mit Allrad ;-)

Als WT32

Da wir gerade beim Thema sind: Hydrostatischer Antrieb gabs dann wohl nur mehr beim 574er ? (abgesehen mal von den Davids)

MfG.
 
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