Wir haben einen D322.
Früher bei der Heuernte haben wir mit dem Heuma extra breite Schwad gemacht.
Diese extra breiten Schwad haben wir dann mit dem Heuschwanz nach Hause gefahren.
Der Heuschwanz ist eine riesige Gabel mit etwa 3 Meter langen Zinken. Man fuhr damit rückwärts ins Schwad bis der Heuschwanz voll war, das Heu türmte sich dabei nach oben auf.
Das Bild ganz unten zeigt ein ähnliches Teil, unser Modell hatte oben und seitlich bewegliche Greifer die über eine Hebellogik im Zusammenhang mit auf/absenken geöffnet oder geschlossen wurden. Der Heuschwanz stand im voll gepackten Zustand rechts/links etwa 50 cm am Schlepper über.
Bei voller Füllung mit trocknem Heu wurde die Sache vom Gewicht her grenzwertig, da der D322 vorne Männchen machte, die Hydraulik hat das jedoch spielend gepackt. Wir haben bei diesen Fahrten immer 50-70 kg Gewichte vorne dran gehabt.
Nach Hause ging es auch nur bergab, die Felder direkt am Hof, max. 500 Meter über Feldweg, bergauf war eigentlich so nicht möglich

Lenkbremse war Pflicht, ohne wäre es nicht möglich gewesen.
Voll beladen keine Sicht nach Hinten, auf/absteigen nur noch vorne ohne Dach möglich.
Das habe ich damals (vor etwa 23 Jahren) als 15 jähriger Bub jeden Sommer gemacht.
Zu der Zeit haben wir auch zeitweise noch Heuböcke gemacht, die konnte man prima mit dem Heuschwanz von der Wiese nach Hause fahren.
Natürlich gab es auch Grenzsituationen, nasses Heu, auf der Wiese, ein bischen bergauf...der D322 ging dann vorne nen halben Meter hoch, dann setzte die Gabel hinten auf. Man hatte ja ne Lenkbremse, nach ein paar Meter kam der Schlepper meist wieder runter.
Letztendlich würde man das heute vermutlich als Wahnsinn betrachten, damals war das "normal".
Leider habe ich nur das eigene kleine nachfolgende Bild aus dem Jahre 1976 davon, schade drum, die Bilder da drunter sind Fremdbilder irgendwo aus dem Internet.
Meine Geschichte passt zwar nicht ganz zum Ausgangsbeitrag, zeigt aber welche Leistung/Gewichte von einem D322 bewältigt werden könn(t)en.
Heuma:
Heuschwanz: