Lackierung im Neusser Werk

996christian

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Hallo,

im Forum wird ja bei Neulackierungen oft diskutiert, ob Kunstharz oder 2k lackiert wird/wurde. Wie war das eigentlich damals im Neusser Werk? Wurde dort Kunstharz oder 2K verarbeitet? Wenn dann 2k verwendet wurde, liefen die Teile durch einen Ofen zum aushärten?

Ich vermute zwar, dass 2k verarbeitet wurde, aber sicher bin ich mir nicht. Vielleicht kann dazu jemand etwas genaueres sagen.

Gruß
 
Ein vorweg, wissen tu ich es nicht.

Aber was ich weiß, ist, das es nicht einfach mit den beiden Aussagen getan ist. Kunstharz ist nicht gleich Kunstharz und von 2K gibt es auch mehrere “Mischungen“. Das mit den Öfen braucht man bei den heutigen 2K Lösungen auch nicht mehr. Es gab auch mal TPA Lack, thermoplastischer Akrylatlack, der musste “eingebrannt“ werden. Und es gibt auch 1K Produkte die schnell trocken, z.B. NC Lack. Für Stahlbau nimmt nan auch 2K Lack, der ist aber mit dem 2K Autolack überhaupt nicht zu vergleichen.

Gruß Jürgen
 
...früher waren ja auch noch andere Umweltbestimmungen, demzufolge auch noch alles lösemittelhaltige Lacke, heute ausschließlich alles auf Wasserbasis, teilweise mit Nanotechnologie überzogen u. die Grundlacke im Tauchbad vorweg!

gruß

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Gaggenau / Neuss / Freising
 
Grundieren ist ja noch mal was anderes. Bei den Autos seit Jahrzehnten KTL, kathodisches Tauchbadlackierung. Ich glaube aber kaum das die bei Schleppern damals so einen Aufwand betrieben haben. Ich lass mich überraschen.

Gruß Jürgen
 
Hallo,

das war mir schon ziemlich klar, dass es da nochmal verschiedene Systeme gab. Aber es würde mich schon interessieren, was damals verwendet wurde und wie es verarbeitet wurde. Man kann ja nachher noch diskutieren, welchem heutigen Lack das am nächsten kommt. Ich bin mal gespannt, ob man das überhaupt so grob pauschalisieren kann oder ob das alle paar Jahre gewechselt wurde.

Gruß
 
Hallo,

ich denke wenn es bei einem Lieferanten Engpässe gab, das da auch mal gewechselt wurde. Matbush wird uns bestimmt was genaueres dazu sagen können.

Gruß

Hans
 
Hi,

also ich habe eine original Spraydose aus dem Werk noch liegen, mit der wohl fehlerhafte Stellen ausgebesser worden sind.

Aber das bringt und beim Thema nicht wirklich weiter.

Gruß Matthias
 
...hui! Jetzt haben wir es schriftlich u. sogar direkt aus Neuss am Rhein! Das orig. IH-Rot heißt "2158" u. nicht einfach RAL 3003!  -> Super, wieder was dazu gelernt...

gruß

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Gaggenau / Neuss / Freising
 
Moin Thorsten. die Erkenntnis ist nicht  so neu.

Auf der IHC Seite unter Lackierung steht das es sich beim IHC Rot um einen FT zwischen RAL 3002 und 3003 handelt.

Das andere Thema Grundierung ist durch den aktuellen "Stand der Tecnik" in Bewegung geraten.

Es gibt inzwischen soviel neue Bindemittel auf 2 K basis und auch 1Komp. so das die bisherigen Erfahrungen nach dem Motto :das haben wir schon immer so gemacht; heute nicht mehr greifen.

Einzig der alte löselmittelhaltige Kunstharz Lack in guter Qualität, ist heute noch so zu verarbeiten wie die Kunstharzlacke wie vor 40-50  Jahren.

Damit will ich die neuen 2 Komp. Lacke egal ob wässrig oder Festkörpr mit reaktiven Verdünnern nicht schleecht machen. Diese gehören aber meiner Meinung nach in die Hände von geschulten Fachleuten .

Ob die dann mit oder ohne Grundierung funktionieren sagt das zugehörige Technische Merkblatt, diese ist für die Verarbeitung bindend. Im Schadensfall beziehen sich die Hersteller auf diese Dokumente. 

Bei der kleinsten Abweichung von den dort aufgestellten Vorgehensweisen ist die Gewährleistung und damit die Produkthaftung futsch.

Das kann ich aus 16 Jahren Erfahrung im Außendienst eines großen Hestellers von Farben, lackenund Beschichtungen sagen.

Viele Grüße und Frohes Schaffen  vom Emslandschrauber Franz
 
Hallo Emslandschrauber,

Ich habe mir die Farbe RAL 3003 am Farbcomputer machen lassen.Sieht eigentlich ganz gut aus.

Hätte ich statt dessen 3003 u. 3002 je zur Hälfte machen lassen müssen.?   Gruss Harry

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