Lagerfähigkeit Kraftstoff

+Matthes+

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Hallo in die Runde,

wen es interessiert, war ja auch hier schon Thema:

www.zukunftsheizen.de/fileadmin/user_upload/3_Technik/3.7_NEA/Lagerfaehigkeit_Brennstoff_NEA.pdf

Leider gelingt mir der Dirktlink nicht.

Gruß +Matthes+
 
Habe den oben genannten Artikel durchgelesen. Ich möchte mein bereits 4 Jahre im Schuppen stehendes Fendt Dieselross, im Frühjahr "aktivieren"! Das bedeutet doch eigentlich, das ich den kompletten Tankinhalt (ist randvoll getankt) leeren und entsorgen kann!? Es wär dem Artikel nach zu schliessen, dann eig. doch ratsam, den Tank mit Heizöl zu füllen. Oder wie macht ihr das, wenn ein Fahrzeug jahrelang "eingelagert" wird?Grüße, JochenPunkt 2 - AusgangslageDie den Dieselkraftstoff beschreibende Norm DIN EN 590 geht bei allen darin genannten technischenWerten davon aus, dass Diesel bei der üblichen Nutzung in Fahrzeugen oder dauerhaft laufenden ortsfesten Dieselmotoren eine maximale Lagerzeit von 90 Tagen hat.Punkt 3.2
Man kann feststellen, dass 60 % der mit Dieselkraftstoff betankten NEAs mit großer Wahrscheinlichkeit nach kurzem Anlauf wieder abgeschaltet hätten oder gar nicht angelaufen wären. Über mögliche Folgeschäden an den Motoren selbst sagt die Studie nichts aus. Dem BSI ist aber ein kapitaler Motorschaden einer NEA bekannt, der durch nicht mehr gebrauchsfähigen Dieselkraftstoff verursacht wurdePunkt 3.4Schwefelarmes HeizölDas ausgesprochen positive Ergebnis mit nur 6,5 % kritischen Proben beim Heizöl macht den Gesamttenorder Untersuchungsergebnisse überdeutlich: Wird eine NEA mit schwefelarmem Heizöl nach DIN 51603-1betrieben, gibt es die wenigsten Probleme mit der Brennstoff-Alterung.
 
Traktor "einlagern"! Niemand eine Meinung, bzw. Erfahrung dazu?

Im Tank von meinem Dieslross hat sich auch Rost angesetzt, obwohl der Tank rappelvoll getankt ist!

Wobei ich aber zu 100 % sicher bin, das der Tank zuvor sauber war!
 
Hallo,

das Thema "Traktor einlagern" ist nicht einfach.

Ein Problem ist "Dieselpest". Hatte ich selbst schon beim D214. Da hatte sich am Filzfilter im Tank ein Glibber / Schleim wie Wackelpudding gebildet.

Ursache ist der Biodieselanteil, wo sich Bakterien ansiedeln. Je höher der Wasseranteil, desto schneller geht es. Und Biodiesel hat immer einen Wasseranteil. Daher auch gerne Rost im Tank, trotz randvoll Diesel.

Dagegen gibt es Zusätze. Das Problem ist auch bei Booten und Mähdreschern bekannt.

Der einzige Kraftstoff ohne Biodiesel ist V-Power / Ultimate Diesel. Jedoch ist dieser Diesel nicht gut für alte Dichtungen. Auch sollte dieser Power-Diesel nicht in Wirbelkammermotoren benutzt werden. Da kann es vorzeitige Zündungen in der Wirbelkammer geben und diese überhitzt dann.

Dann wird wohl Heizöl das beste sein zum einlagern.

Gruß

Hendrik
 
Halte das für Unsinn. Maximal 90 Tage Lagerfähiger Diesel.  Die Zündwilligkeit wird wohl runter gehen, laufen werden die Schlepper trotzdem noch ohne Probleme.

Ich habe jetzt aber schon von vielen gehört dass sie nur noch den "alten Diesel" tanken. Den gibt es nicht an der Tanke, ist halt der Diesel den es früher gab, ohne Bio Anteil. Ich frag mich nur wer den vertreibt ...
 
Hallo,

vor allem ist Heizöl nicht erlaubt. Kann davon nur abraten, bei uns wurden letztens Proben gezogen. Das Heizöl kann man auch einige Tankfüllungen später noch feststellen.

Gruß
 
Hallo Jungs,

Finger weg von Heizöl.

Ersten kann man das Zeug in aller kleinsten Mengen noch nachweisen und , dann ist das ganze Steuerhinterziehung und wird sehr teuer.

Zweitens fehlt dem Heizöl die Schmierstoffkomponente die unsere Schlepper benötigen.

Es ist zwar richtig, das Hezöl im Gegensatz zu Diesel keine Beimischung von Biodiesel , aber auch kein Schwefel mehr hat ( den benötigt man zur Schmierung, wenn dem Kraftstoff keine speziellen Additive beigemischt sind ).

Im Heizöl sind Additive die in einer Zentralheizung Sinn machen, nicht aber im Schlepper.

Wenn Ihr eure Schlepper einlagern wollt, so findet Ihr zumindest im "Handbuch für den Schlepperfahrer" bei der D-Linie, den Tipp mit dem Petroleum.

Petroleum hat die Eigenschaften nicht zu verharzen, vieleicht hilft das ja weiter. Dieselpest kommt übrigens gar nicht so häufig vor, also keine Panik. Solltet Ihr dooch mal damit Probleme haben, gibt es gute Additive die man dem Diesel zusetzen kann.

Normalerweise läuft euer Trecker auch noch mit 2-3Jahre altem Diesel ohne das Ihr das wirklich an der Leistung des Schleppers merkt
 
tricotrac:

Hi eelekutscher;

Du irrst gewaltig wenn du der Überzeugung bist, das unser Heizöl Bioanteilfrei wäre ! Zur Erfüllung der Nachhaltigkeitsverordnung der EU sowie zur Erfüllung des Erneuerbare-Wärme-Gesetz ist dem Heizöl anteilig Fame (Fatty Acid Methyl Ester = Fettsäuremethylester) als Bio 5 oder Bio 10 beigemischt. Die Spezifikation lautet dann : Heizöl DIN SPEC 51603-6 EL A Bio 5 oder entsprechend Bio 10. Bei Bio 5 muss mindestens 3% höchstens 5,9% und bei Bio 10 größer 5,9% bis maximal 10,9% Fame Anteil haben. Auch hier gilt eine ähnliche Problematik mit der Lagerfähigkeit und der Vermischung von schwefelarmen bzw. schwefelfreiem Heizöl EL wie beim Dieselkraftstoff. Ich muss beruflich bedingt mit diesen Problemstellungen auseinandersetzen. Da der Heizölpreis zur Zeit mehr wie günstig ist werden viele Tankanlagen mal wieder randvoll gefüllt. Da diese Tankvolumen geblieben sind aber immer mehr energiesparende Heizsysteme eingebaut werden kippt das Zeugs irgendwann wegen Alterung und zeitlicher Überlagerung um.

Gegen die Dieselpest hilft die Chemie, das Biozid heißt : Grotamar 82

www.grotamar-shop.de
 
Allerdings muss man dann auch nach kürzester Zeit die Dieselfilter erneuern. Die setzten sich sehr schnell zu wenn das Grotamar erstmal da aufräumt im Tank. Zumindest hatten wir das schonmal bei einem alten Deutz
 
Hallo tricotrac,

ich möchte meine Kenntnisse mit Deinen ja nicht messen, aber als Mitarbeiter der Firma Roth Energie ( ehemals ESSO-Roth ) in Giessen, seit 1992, kann ich Dir definitiv sagen, das in der zur Zeit gültigen DIN-Norm eine Beimischung von lediglich 0,5% Biodiesel erlaubt sind.

Die von Dir genannte Norm ist eine sogenannte Vornorm, und ist noch nicht Umgesetzt. Ein Heizöl nach "Heizöl DIN SPEC 51603-6 EL A Bio 5"  muß dementsprechen auch deklariert sein, wenn man es verkaufen möchte. Das heist es kann dem BIO-Heizöl FAME zugemischt sein, dann muß es aber als solches gekennzeichnet sein.

In der Regel wird aber Heizöl nach DIN 51603-, also sogenanntes Standard-Heizöl verkauft, hier darf FAME nicht beigemischt werden, der maximale Anteil von 0,5% Biodiesel, der durch den Produktumschlag zustande kommen kann, gilt als unbedenklich.  

Heizöl unterliegt nach Norm einem strengen Reinheitsgebot, Beimischungen von FAME waren bis 2011 überhaupt nicht zugelassen.

In heutigen zentralen Ölheizungen machen FAME Beimischungen immer noch Probleme bei der Verbrennung. Gerade die neueren Brennwertkessel sind hier doch sehr empfindlich.

Gruß

Uli
 
Hallo,

wollte heute mein D-Ross aus dem Dornröschenschlaf erwecken, nur misslang nach 4 Jahren "einlagerung" das Wachküssen!

Es liegt an der Dieselzufuhr! Das feinmaschige Filternetz vor dem Kraftstoffabsperrhahn ist völlig verharzt, der Tank hat innen, obwohl er randvoll befüllt war. ziemlichen Rost angesetzt! Ob die Einspritzpumpe wohl auch Schaden erlitten hat?

Zum mehrjährigen einlagern eines Traktors, ist der moderne Dieselkraftstoff also ungeeignet!

Wie eleekutscher weiter oben ja schon geschrieben hat, sollte man für solche Fälle wohl evtl. zu Petroleum greifen.

Gruß, Jochen
 
Jepp,

kukst Du im Handbuch für den Schlepperfahrer, dort ist das genau so beschrieben.

Jochen, das Netz bekommst du aber mit Benzin, vieleicht auch mit Bremsenreiniger wieder sauber. Den Tank würde ich abbauen, und wenn er nicht durchgerostet ist füllst du Ihn zu einem drittel mit Splitt und spannst Ihn auf eine Mörtelmischmaschine ( bei uns sagt man Speißmaschine) und lässt das ganze mal ne Weile laufen. Damit solltest Du den Rost aus dem Tank bekommen. Bleibt noch die Einspritzpumpe. Ich denke hier kann Dir der Alwin oder aber der Linksdreher besser weiterhelfen. Ich vermute aber mal, das die Einspritzpumpe keinen weg hat da das Material aus dem die ESP besteht vermutlich weniger rostet als der Tank ( ich hoffe, das ist richtig so ).

Gruß

Uli
 
@ eelekutscher

Du scheinst dich ja schon recht gut auszukennen mit Diesel und Heizöl. Also ich muss dir da aber leider wiedersprechen weil wir tanken unsere Schlepper schon seit wir Schlepper haben mit Heizöl. Weit verbreitet ist in Deutschland auch das Gerücht mit Heizöl würden die Einspritzpumpen Schaden nehmen. Ich kann das nicht bestätigen wir haben erst eine Pumpe überholen lassen und das war mit 13000 Stunden. Übrigens ist in fast allen europäischen Ländern das Tanken von Heizöl in der Landwirtschaft üblich. (Niederlande,Frankreich,Belgien) Es geht ja Haupsächlich um die Besteuerung und ihr habt ja diese dämliche Agrardieselrückvergütung, wir bezahlen die Steuern erst gar nicht.

Übrigens hat auch der Puma keinerlei Probleme mit Heizöl
 
Hallo Jim,

ich habe eine Weile überlegt ob ich Dir antworten soll, naja,ich versuchs mal.

Zu allererst möchte ich bestätigen, das ich ein wenig Ahnung von dem Thema habe, da ich 23 Jahre bei einer renomierten ESSO Vertretung gearbeitet habe.

Wir sind ein Groß und Einzelhandelsunternehmen im Mineralölvertrieb, dem zufolge kann ich Dir sehr genau über die einzelnen Produkte im Bereich Heizöl, Kraftstoffe als auch Schmierstoffe Auskunft geben.

Leider kenne ich die Zusammensetzungen der einzelnen Produkte in Luxenburg nicht, ich kann Dir aber sagen das beim Heizöl ein Additiv fehlt welches zur Schmierung der ESP zugesetzt wird, ein weiteres Additiv verhindert die übermäßige Ablagerung von Ölkohle an den Ventilen, ohne die anderen Zusetzte und deren Wirkung zu nennen.

Heizöl hat bis vor ca. 10 Jahren noch einen wesentlich höheren Schwefelanteil besessen ( Schwefel war eine Schmierstoffkomponente ), von daher ist es gut möglich das Schlepper keinen Schaden genommen haben. Ebenso wird dem Heizöl mitlerweile auch ein Additiv zugesetzt, da die Heizölpumpe an der Heizung auch eine Schmierung benötigt.

Ob allerdings dieses Additiv genügent Schmierfähigkeit für einen Dieselmotor bereitstellt wage ich zu bezweifeln.

Im übrigen ist Heizöl bei uns in Deutschland rot eingefärbt, und diese rote Farbe ist noch sehr lange und in kleinsten Mengen, in der Kraftstoffanlage fest zu stellen.

Der Zoll ist mittlerweile dabei, auch, und gerade landwirtschaftliche Betriebe, diesbezüglich auf Steuerhinterziehung zu überprüfen. Sollten die was finden wirds bei uns in Deutschland sehr teuer.

Also nochmal, lasst die Finger davon Heizöl im Schlepper zu fahren, es lohnt sich ( zumindest hier in Deutschland ) nicht.

Gruß

Uli
 
@ Uli

Ich bezweifle deine Kompetenz in puncto Diesel und Schmierstoffen gar nicht. Was du hier alles auflistest mach auch alles Sinn.

Ich kann mir vorstellen dass in Lux. das Heizöl anders beschaffen ist als in D. Hier ist das Heizöl auch rot eingefärbt, nur ist es hier für landwirtschaftliche Betriebe eben erlaubt. Ich muss aber auch dazu sagen dass effektiv seit etwa 10 Jahren der hohe Schwefelanteil fehlt, und die ganzen Heizöl Lieferanten auch mittlerweile immer nachfragen wieviel für die Heizung ist und wieviel für die Schlepper.

Ich behaupte jetzt einfach mal dass heute wahrscheinlich dem Schlepper-Heizöl diese Additive auch hinzugefügt werden, sonst würden ja Probleme auftreten.

Aber ich bin dennoch der Meinung dass früher das ganz normale Heizöl getankt wurde zumindest hier in Lux. Wie gesagt Schäden sind bei uns keine aufgetreten und alle unsere Schlepper wurden von Anfang an mit Heizöl getankt.

Natürlich möchte ich hier keinem empfehlen jetzt Heizöl zu tanken, schon alleine wegen der Steuerhinterziehung bei euch in D.

War nich böse gemeint...

Mit besten Grüssen

Jim 
 
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