Ich versuchs mal!
Bei Übereinstimmung des Zeigerstiftes der Stirnplatte kennzeichnet die Markierung
- "IB" die für den Motor erforderliche Gradzahl vor dem oberen Totpunkt und
- "DC" den Zeitpunkt des Förderbeginns der ESP.
Vor dem eigentlichen Einstellen der ESP:
- die ESP ist fest an der Stirnplatte verschraubt
- die Antriebsradnabe ist fest auf der ESPwelle verschraubt (mittige Befestigungsmutter), das Pumpenantriebsrad jedoch nur lose
mittels der drei äußeren Schrauben
- ESP ist entlüftet
- Keilriemenscheibe ist auf Markierung "IB" gedreht (im Uhrzeigersinn)
- erster Kolben verdichtet und die zugehörigen Ventile sind geschlossen
- am ersten Drucknippel der ESP ist eine Überströmleitung angebracht
- Handgashebel steht auf Vollast
Nun wird der ESP mittels Handpumpe (bei Pumpen mit Förderpumpe) oder entsprechenden Gefälledruck (evtl. vollen Tank etwas
höher lagern) Kraftstoff zugeführt.
- Läuft nun Kraftstoff aus der angebrachten Überströmleitung, wird nur die Einspritzpumpenwelle gegen den Uhrzeigersinn gedreht,
bis zu dem Moment, an dem das Überfließen gerade so aufhört. An dieser Stelle die drei äußeren Nabenschrauben festziehen.
- Läuft nach Einpumpen des Kraftstoffes kein Kraftstoff aus der Überströmleitung, wird die Einspritzpumpenwelle im Uhrzeigersinn
gedreht, bis Kraftstoff ausfließt. Von hier aus wird wieder gegen den Uhrzeigersinn gedreht, bis das Überfließen gerade so aufhört.
An dieser Stelle die drei äußeren Nabenschrauben festziehen.
Bei der gesamten Einstellung verbleibt die Markierung "IB" in Übereinstimmung mit dem Zeigerstift, da nur die Einspritzpumpenwelle
gedreht wird.
Nun sollte die Einstellung noch mal überprüft werden:
- Kurbelwelle zurückdrehen (gegen den Uhrzeigersinn) und anschließend wieder im Uhrzeigersinn auf die Markierung "IB"
- Kraftstoff zuführen
Nach geringem Weiterdrehen der Kurbelwelle im Uhrzeigersinn muß das Überfließen aufhören.
Ich hoffe, dass Du mit dieser Ausführung etwas anfangen kannst und Deine Fragen beantwortet werden.
Gruß
detlef323