Mein D239 Motor muss repariert werden

Moin.

Der lief ja mit der Pumpe, allerdings mit Einspritzdüsen vom 744. Die Pumpe stammt aus einem 745, das ist schon geklärt. Nachdem ich durch Blödheit die Einspritzdüsen geschrottet habe, habe ich zur Pumpe passende eingebaut. Die hab ich in einer Werkstatt einstellen lassen, ich hoffe die haben das auch richtig gemacht. Als sie mir den Förderbeginn einstellen sollten sagten sie mir das sie das nicht können weil sie sich nur mit Reiheneinspritzpumpen (Deutz)  auskennen.

Der Motorblock ist übrigens ein DT 239.

Gruß Jürgen
 
Hallo Forum.

Ich habe Neuigkeiten. Heute habe ich noch einmal versucht den Förderbeginn einzustellen. Zur Erinnerung, der soll sein 1mm Hub bei 8-10 Grad vor OT.

Also alles von vorn. Motor auf 1. Zylinder OT, Messuhr mit 2mm Vorspannung eingesetzt, Motor zurückgedreht bis die Uhr sich nicht mehr bewegt (Pumpe UT), Uhr genullt, Pumpenflansch gelöst, Motor auf 9 Grad vor OT gedreht, Pumpe auf 1mm weitergedreht. Und dann das

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Da bekomme ich keine Schraube rein!

Wenn ich so weit weiter drehe bis die Schrauben passen, habe ich 2mm Hub. Mache ich die Schrauben fest und drehe auf 1mm Hub zurück, bin ich auf 22 Grad vor OT. So läuft er dann im Video.

Mein Plan: Ich versuche den Pumpenflansch auszubauen und die Langlöcher ein wenig zu erweitern. Ich hoffe damit den Förderbeginn richtig einstellen zu können.

Gruß Jürgen
 
Wie kommst du eigentlich auf die 9 Grad vor OT? Beim 724 hast du einen Förderbeginn von 14 Grad vor OT!!!

Mach den Pumpenflansch raus, dann kannst du das ESP Zahnrad um einen, oder 2 Zähne in die richtige Richtung versetzen und den Pumpenflansch wieder einbauen.

Langlöcher erweitern, wie kommt man nur auf sowas? Hast du schon mal drüber nachgedacht, was passiert, wenn der Flansch bricht? Das gibt dann richtig Späne im Stirnradantrieb

Gruß Schorsch
 
Hallo Jürgen,

ich bin verwundert, das sich die Motorenprofis so zurückhalten, aber mit dem einstellen des Förderbeginns, bist Du auf dem Holzweg.

Entweder stellst Du 1mm Hubweg vor OT, oder Du stellst die 9° vor OT auf Hubbeginn.(einige Pumpen haben auf FB eine Markierung, die mit der Gradzahl stimmen muss. Dazu halte ich 9° für sehr Spät, 20° +/- 5° wäre eher ein Wert, lässt sich wohl genauer nachschlagen)

Ich halte den Förderbeginn nicht für den Fehler, das der Kraftstoff, unverbrand ausgestoßen wird. Ein rausdrehen der Fördermengeschraube, bis kurz vom absterben und ein Heißfahren, das der Auspuff frei wird und man ihn dann wieder Fetter stellen kann, wäre meine Idee.

Gruß Demian
 
Hallo.

Danke für Eure Antworten. Auf die 9 Grad komme ich. weil die Pumpe original in einem 745 steckte. Es ist eine VE Pumpe die nur mit einer Messuhr eingestellt werden kann. Die Daten hab ich von Alwin, die hat er mir in einem anderen Chat mitgeteilt. Wenn da jemand was anderes weiß, bitte her damit.

Der Motor lief vorher mit der Pumpe, allerdings mit anderen Düsen. Bis zum Lagerschaden lief er auch gut.

Als Fehlerquelle kommt eigentlich nur noch meine Einstellung des FB in Frage oder falsche bzw. falsch eingestellte Düsen.

Gruß Jürgen

PS: Den kann man so nicht fahren, die Rauchwolke ist echt extrem, da hab ich Angst das jemand die Feuerwehr oder die Polizei ruft.
 
Update

Hallo Forum.

Ich glaube und hoffe das ich den Fehler jetzt kenne. Es liegt an den neuen Einspritzdüsen. Die sind für die Pumpe passend, für einen 745 mit dem D239 Motor auch aber nicht für meinen Motor. Der 745 hat einen anderen Zylinderkopf mit anderen Düsenhaltern. Der hat welche mit Haltepratzen, mein Motor die mit Stehbolzen. Wenn man die Düseneinsätzen vom 745 in die alten Düsenhalter baut, passt das zwar aber die sitzen dann verkehrt und treffen die Mulde im Kolben nicht. Daher die schlechte Verbrennung. Jetzt besorge ich mir die Einspritzdüsen vom 744 und hoffe das er damit läuft.

Wie ich drauf gekommen bin? Ich hab in der Werkstatt angerufen wo ich den Schlepper gekauft hab. Ich wollte fragen ob sie noch Unterlagen für den 745 haben. In dem Gespräch ergab sich wie die den damals zusammengespaxt hatten “Da musst du das Pumpenzahnrad einen Zahn versetzen und Düsen vom 744 nehmen, dann läuft der. Egal ob du den mit 8 oder 14 Grad einstellst, der läuft immer. Dann musst du mal gucken wo er die beste Leistung hat!“

Ich könnte mir in den Arsch beißen dass ich das nicht früher gemacht habe. Stellt sich nur die Frage auf welchen Druck ich die Düsen einstellen lasse, müsste dann ja auch 225 Bar sein und die Pumpe auf 8 Grad vor OT. Oder 215 Bar und 14 Grad vor OT.

Gruß Jürgen
 
Die Frage würde meiner Meinung nach mehr Sinn machen, wenn der höhere Druck bei früherem Fb benutzt wird. :) 
 
Inzwischen würde ich den FB auf 8 nehmen, egal welcher Düsendruck, siehe Thread zu Unterschiede im Förderbeginn.... 
 
Moin.

Nach langer Zeit mal wieder was Neues. Ich habe die benötigen Teile von Uli bekommen. 4 Einspritzdüsen für den 744 und eine neue Motorölpumpe. Die Düsen sind schon getauscht, müssen nur noch eingestellt werden. Ich lasse sie auf 225 Bar einstellen, damit es mit der Pumpe passt. Das Antriebsrad der Pumpe muss ich auch noch um einen Zahn versetzen. Dann mache ich erstmal einen Probelauf bevor ich den Motor wieder abbaue. Wenn der Vorderachsbock ab ist, geht das mit der Ölwanne einfacher um die Motorölpumpe zu tauschen. Ich halte euch auf dem Laufenden.

Gruß Jürgen

PS: Die Einspritzdüsen vom 745 sind jetzt über, wer welche braucht kann sich melden, ich würde sie gerne verkaufen.
 
Moin Forum.

Heute konnte ich die Düsen vom Einstellen abholen. Daraufhin wollte ich das Zahnrad der Pumpe um einen Zahn versetzen. Ausbau und Versetzen hat auch geklappt, nur beim Einbau der Pumpe fühlte sich etwas komisch an. Das lag daran, das sich die Passfeder verschoben hatte und deshalb nicht 100% in der Nut vom Flansch saß. Dadurch quetschte sich der Rand der Nut in Richtung Nut. Das konnte ich zwar wieder wegarbeiten aber jetzt ist es sehr schwer genau die Nut zu treffen wenn man die Pumpe wieder einbauen möchte. Die Gefahr das es hinterher nicht gut passt ist mir zu groß, deshalb hab ich schon eine Suchanfrage eingestellt. Irgendwie ist der Wurm drin, das zehrt an den Nerven. Wenn es was Neues gibt, melde ich mich wieder.

Gruß Jürgen
 
Moin.

Update. 

Ich weiß nicht genau wem ich was getan hab aber irgendwie hat sich das Projekt gegen mich verschworen.

Beim ersten Versuch das Zahnrad der Einspritzpumpe zu versetzen hab ich ja dummerweise die Nabe kaputt gemacht. Das lag daran, das ich gedacht hab das die Passfeder in der Nut angeschnabelt hatte und ich daraufhin die Mutter angezogen hab. Das fühlte sich allerdings seltsam an, so das ich alles wieder demontiert hab, was sich auch als richtig herausstellte. Die Nut in der Nabe war verquetscht, so das die Passfeder nicht mehr richtig anschnabeln konnte und somit eine richtige Montage nicht mehr möglich war.

Daraufhin hab ich mir ein Ersatzteil besorgt und heute eingebaut. Das ging soweit ganz gut. Dann entlüften, hat alles geklappt. Raus auf den Hof mit dem Ding, sprang auch an.

Aber dann, Rauchwolken im Bereich der Einspritzpumpe! Mist, kurz geguckt, ich bin der Meinung das das Zahnrad von der Pumpe an dem Blech vom Steuergehäuse schleift. Ich krieg ne Macke, so viel Pech kann man doch garnicht haben. 

Gruß Jürgen
 
Moin.

So, es geht weiter. Zur Bestandsaufnahme hab ich heute die Pumpe wieder ausgebaut. Was mich da erwartet hat kann ich mir nicht erklären, das Blech in dem die Pumpe steckt war verbogen!

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Auf dem Bild schlecht zu sehen, waren aber sicher 4mm. Wie es dazu kam weiß ich nicht, muss ich aber selber gemacht haben, das wäre mir vorher aufgefallen.

Das bekommt man nur gerichtet wenn das Steuergehäuse weg ist, deshalb hab ich heute alles vorne weg gebaut und das Blech gerichtet.

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Dann die Pumpe wieder eingebaut. Das passt jetzt, muss natürlich noch eingestellt werden. Da ich jetzt sowieso alles ab hab, baue ich natürlich auch noch die Motorölpumpe mit um.

Stand heute: Wieder alles auseinander.

Gruß Jürgen
 
Servus Jürgen,

du hast schon eine Engelsgedult,ist nix für mich ,hätte scho längst unseren Jäger geholt um den Bock 

den Gnadenschuß zu geben.Aber du magst ja deinen Schlepper,weiter so.

Gruß Sepp
 
FuerPapa:

Moin.

So, es geht weiter. Zur Bestandsaufnahme hab ich heute die Pumpe wieder ausgebaut. Was mich da erwartet hat kann ich mir nicht erklären, das Blech in dem die Pumpe steckt war verbogen!

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Auf dem Bild schlecht zu sehen, waren aber sicher 4mm. Wie es dazu kam weiß ich nicht, muss ich aber selber gemacht haben, das wäre mir vorher aufgefallen.

Das bekommt man nur gerichtet wenn das Steuergehäuse weg ist, deshalb hab ich heute alles vorne weg gebaut und das Blech gerichtet.

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Dann die Pumpe wieder eingebaut. Das passt jetzt, muss natürlich noch eingestellt werden. Da ich jetzt sowieso alles ab hab, baue ich natürlich auch noch die Motorölpumpe mit um.

Stand heute: Wieder alles auseinander.

Gruß Jürgen
Das der Deckel gebogen ist habe ich jetzt schon oft gesehen. Mittlerweile bin ich mir nimmer sicher ob das vom Rumdrücken kommt oder sich das anders irgendwie verformt......
 
Moin.

Das muss vom drücken kommen. Diese Art Verformung war beim ersten Versuch des Zusammenbaus noch nicht da, danach ist er ja höchstens 3 Stunden gelaufen. Allerdings ist es mir ein Rätsel wobei ich das geschafft haben muss, so viel Kraft kann man eigentlich nur mit der zentralen Mutter auf der Pumpenwelle aufbringen. Da bin ich von mir selber enttäuscht dass ich das nicht gemerkt habe.

Gruß Jürgen
 
Hallo Forum.

Er läuft.

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Nach langem Hin und Her läuft der Motor nun wirklich gut. Aber leider hat sich beim Motoröldruck nichts geändert, trotz neuer Motorölpumpe. Nach wie vor geht der bei warmen Öl runter auf 0,5 Bar bei Standgas.

Wer hat eine Idee? Noch mal auseinander wäre der Wahnsinn. 

Gruß Jürgen
 
Hallo Jürgen, der Motoröldruck 1-5 bar nach Rep.betragen. Es gibt viele Gründe warum Dein M-Druck so niedrig liegt. Falsches M-Öl, defkt am Balncer, Kipphebelwelle ect. Ich glaube hier kan Dir nur ein Fachmann helfen. LG vom Paylodoc.
 
Moin.

Da kann ein Fachmann ja auch nicht mehr machen. Fatal wären ausgelutschte Nockenwellenlager, da müsste ja alles wieder auseinander.

Ich werde mich langsam rantasten. Anfangen werde ich bei den Kipphebeln, dann Balancer. Wenn es davon nichts ist, gebe ich auf. Irgendwann muss auch mal Schluss sein.

Gruß Jürgen
 
Hallo Jürgen versuch mal über verdrehen der Nockenwelle im Uhrzeigersinn um etwa 1-1,5mm den Öldruck höher zu bekommen. Du darfst aber ur soweit drehen das die Kipphebel noch geschmiert werden.Bei laufendem Motor überprüfen.HG vom Paylodoc.eup-1136873641-9a02b61c1590980b326e6f3c15e494f0-1584283454_big.webp
 
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