Meine aktuellen Baustellen am Case IH 844 XL

clausweb

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3 Oktober 2007
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Hallo,

ich schon wieder ;-) Da ich noch ein paar kleine Baustellen an meinem 844 XL habe und das Forum nicht mit einzelnen Beiträgen vollmüllen möchte, hoffe ich meine Fragen in diesem Sammelbeitrag abhandeln zu können. Neben der Sache mit dem Sprit fallen lassen sind mir noch folgende Sachen aufgefallen:

Ich kann mit dem Fußgas nicht ganz Vollgas geben. Es fehlen so ca. 1 - 2mm bis zum Anschlag an der Einspritzpumpe. Er fährt daher nur ca. 36 kmh. Wenn ich das Handgas runterziehe gibt er dann tatsächlich Vollgas und beschleunigt spürbar bis 40 kmh. Ich habe zusammen mit meinem Bekannten versucht, dass Gestänge am Fußgas nachzustellen, sodass ich kurz Vollgas geben konnte. Dabei ist jedoch das Gestänge oben am Cockpit von der Führungsstange gehüpft. Wir haben daher die Mutter am Fußgashebel etwas zurückdrehen müssen. Bei Durchdrücken des Fußgashebels hängt nun das Gestänge auf der letzten Rille der Führungsstange. Siehe Foto: 

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Es muss doch eine Möglichkeit geben, Hand- u. Fußgas so einzustellen, dass man mit beiden Vollgas geben kann, ohne das sich das Gestänge aushängt. Kann man evtl. den Gaszug an der Einspritzpumpe kürzer stellen?

Dann habe ich noch eine kleine Leckage hinten am Schlepper, unter der rechten Hinterachse. Ich dachte zunächst, dass dies von einem undichten Hydraulikschlauch kam, den wir kürzlich ausgetauscht hatten. Man konnte nämlich gut erkennen, dass da das Öl schon längere Zeit an der Achse heruntergelaufen ist.  Es scheint sich jedoch um eine weitere undichte Stelle zu handeln. Sie befindet sich in etwa dort, wo die Differentialsperre ins Getriebe einrückt. Zumindest hängt dort unterhalb der gewinkelten Halterung ein Tropfen Öl. Siehe Foto:

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Vermutlich sitzt da ein Dichtring. Ist das eine riesen Aktion den zu erneuern? Muss dafür das Getriebeöl abgelassen werden? Das haben wir nämlich erst die Tage gewechselt. Es tropft nur sehr minimal (wenige Tropfen am Tag).

Zu guter Letzt habe ich noch eine Undichtigkeit am linken Hydraulikfilterbehälter. Diese besteht erst seit dem letzten Filterwechsel. Ich werde nochmal den Sitz des Dicht- und Stützrings kontrollieren. Das Problem dabei ist, dass man da so gut wie nicht rankommt, das die Frontladerkonsole davor ist. Als letzte Möglichkeit hätte ich es mal mit Teflonband versucht.

Bitte entschuldigt meine zahlreichen Fragen. Ich habe mir zwar die Betriebsanleitung zugelegt, bin aber Schrauber-Laie. 

Danke für eure Hilfe und eure Zeit!

Claus
 
Hallo

Also was die Leckage hinten rechts angeht. Erstmal penibelst Sauber machen. So kann man keine Undichtigkeit aufsuchen.

Gruß Franz
 
Hallo Franz,

da gebe ich dir recht. Über die Jahre ist dort das Hydrauliköl über die Achse hinuntergelaufen und hat sich mit Dreck zu einer zähklebrigen Pampe verbunden. Ich hab zwar schon von hinten mit dem Dampfstrahler druntergehalten, aber leider nicht alles erwischt. Habe leider keine Grube, so dass ich mich mal mit der Bürste drunterlegen muss.

Hat keiner eine Idee wegen des Fußgasgestänges? Es ist nicht so, dass ich nicht schon "Fachleute" vor Ort gefragt hätte. So meinte der beim Kauf anwesende Lama, dass ich das unten an der Schraube kurz oberhalb des Fußgashebels einstellen muss. Das habe ich dann auch mit meinem Bekannten  (ebenfalls gelernter Lama) gemacht. Wie schon erwähnt, konnte ich dann zwar Vollgas geben, aber das Gestänge hat sich oben ausgehängt und das Fußgas blockierte in unterster Stellung! Da ich das nicht auf der Straße erleben will, haben wir die Schraube wieder etwas zurückgedreht, so dass es nun auf der letzten Rille hängt. Das ist mir ehrlich gesagt immer noch zu heikel und ich würde es aus Sicherheitsgründen gerne noch weiter in Richtung Ausgangsposition zurückstellen. Allderdings würde ich auch gerne mit dem Fußgas Vollgas geben können um so auch 40 kmh zu fahren. Mein Bekannter meinte lapidar, dass es doch reichen würde wenn er 36 kmh läuft und ich doch schließlich mit der Hand Vollgas geben könne...

Gruß 

Claus
 
Hallo,

wegen des Hand/Fussgas würde ich mal sagen, dass das immer so ist.

Ich bin in meinem Leben bestimmt 20 verschiedene Schlepper gefahren und es war bei jedem einzelnen so, dass mit dem Handgas etwas mehr geht las mit dem Fussgas.

Außerdem heisst 40km/h-Schlepper nicht, dass er auch wirklich 40,00km/h fährt.

Da gibt es je nach Modell schon gewisse Unterschiede, z.B. je nach Reifengröße.

Viele Grüße

Benni
 
Moin Claus, ein weiser Mann dein Bekannter, ob 36 38 oder 40 ist das so ausschlaggebend. ?? Bist Du im Dauerstress ????

Falls Dein Gestänge zu kurz sein sollte, hast Du die Möglichkeit  dir selbst ein Neues Teil herzustellen.

Kenne den 844 nicht genau sodass ich das Gasgestänge nicht vor Augen habe.

Vermute mal 10er Rundeisen mit Gewinde und auf der anderen Seite rechtwinklige Abkantung mit Loch für den Splint.

Notfalls gehst Du mit dem alten zu kurzen Gestänge zum Schlosser und lässt Dir ein längeres Teil mit längerem  Gewindestück anfertigen.

Hoffe hab mich verständlich ausgedrückt. Ansonsten helfen Fotos,

Grüße Emslandschrauber Franz
 
Hallo,

nein im Dauerstress bin ich nicht :-) Ich fand es nur ungewöhnlich, dass man mit dem Fußgas nicht Vollgas geben kann. Das kannte ich so von meinem MF 155 nicht. Letztendlich kann ich so nicht die volle Leistung abrufen.

Hab auch schon dran gedacht, mir eine etwas längere Führungstange zu bauen, aber dazu muss das Cockpit ab. Daher hoffte ich, dass es evtl.  eine andere Möglichkeit gibt wie z.B. über die Einstellung des Zuglänge.

Ich werde jedoch die Schraube wieder ganz in die Ausgangsposition zurückdrehen, da mir das zu heikel ist. Eine Bodenwelle bei Vollgas und das Gestänge hüpft raus und das Fußgas klemmt bei Vollgas fest. Danach läuft er dann allerdings wieder nur knapp über 30 und ich kann erst recht kein Vollgas geben.

Wie gesagt, ich konnte es einfach nicht verstehen, dass das werkseitig so eingestellt war und es keine Möglichkeit gibt, dass optimal einzustellen. Ich finde ein Schlepper sollte über das Fußgas seine volle Leistung abrufen können, gerade hier bei uns im Mittelgebirge, bei vollem Hänger und einem 40 kmh Getriebe. Wenn ich den Motor nur bis max. 2200 drehen kann,  fällt die Drehzahl beim Gangwechsel oftmals so ab, dass ich direkt wieder runterschalten kann.  

Gruß 
 
Kein Vollgas am Pedal war bei unserem auch so. Ursache waren die völlig ausgenudelten Lagerbuchsen vom Pedal und Verschleiß am Gestänge oben. Gruß Oldenburger 
 
Servus,

Vielleicht wurde ja schonmal an dem Gestänge für dein Gaspedal was geändert/gekürzt? Vielleicht weil der Sohn vom Vorbesitzer einen Bleifuß hatte oder weil der Schlepper zu viel Leistung hat. 😂

Ich würde das auch mal mit anderen vergleichen oder gleich ein neues Kaufen. Unsere 3 XL laufen jedenfalls mit Handgas nicht schneller als mit dem Fußgas..

Zum Hydraulikölfilter kann ich nur sagen Ordentlich sauber machen, danach mit Bremsenreiniger entfetten und mit Talg Puder einnebeln, sonst suchst du die Lekage ewig. Ich hatte auch über Monate und gefühlt 100 O-Ring/Stützringen das selbe Problem. Lief immer am linken Filter herunter, zumindest laut der Tropfen am Boden.

Nach dem oben beschriebenen Vorgang stellte sich heraus das die Lekage garnicht am Ölfilter bzw. an einem der Ölfilter war sondern links daneben am Lenkbehälter. Dort war oben der Bund nichtmehr eben und er lag daher nichtmehr flächig an. Habens dann auf der Hydraulikpresse den Bund wieder eben gerichtet seither ist Ruhe.

Ansonsten niemals die im Filter mitgegebenen O-Ring/Stützringe nutzen sondern, ich würde originale von CNH bestellen, die sind im Gegensatz zu den anderen geschlitzt, und halten von der Dichtigkeit her besser.

O-Ring oben weißer Stützring unten, wenn ich mich nicht Irre. 

Dann bekommt man das auch in der Regel wieder dicht. Ist ja 10.000 Fach erprobt. Nur mit Teflonband funktioniert nicht, das Feingewinde dreht das Band nicht sauber mit rein.

Viele Grüße Matthias

-IHC, ein roter Mythos der lebt!!!!

-IHC Whistle - The Sound of Neuss!
 
Hallo,

danke für eure Rückmeldungen! Das mit der Einstellung von Fuß- u. Handgas habe ich soweit zu meiner Zufriedenheit hinbekommen. Ich habe das Gestänge des Fußgases nun so eingestellt, dass ich etwas mehr Gas geben kann wie im Ursprungszustand bei Kauf, jedoch nicht so kurz wie mein Bekannter. Es fehlt zwar zunächst noch ein kleines Stück bis zum Vollanschlag, aber so kann die Führungsstange des Handgases definitiv nicht mehr "raushüpfen". Den Rest habe ich über die Länge des Gaszuges eingestellt. Dieser war im Leerlauf wirklich sehr locker. Ich habe ihn einfach etwas straffer gestellt. So komme ich nun fast auf Vollgas. Das reicht mir. Der letzte Rest mit Handgas ist kaum noch spürbar.  

Den Stütz- u. O-Ring habe ich nochmal getauscht und toi toi toi - bisher scheint es dicht zu sein. Keine Ahnung woran das vorher lag.

Grüße

Claus
 
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