Motor 353 fest

projekt 353

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Hallo Leute

Bin neu hier im Forum und hoffe, dass mir hier geholfen wird. Hab mir einen 353 zugelegt, der einige Jahre draußen unter nem Baum gestanden hat. Basis soweit gut (soweit ich das beurteilen kann, bin kein Spezialist). Motor ist fest. Habe die Einspritzdüsen mir Halter ausgebaut und in die Brennräume Caramba reingespritzt. Mindestens bei einem Zylinder (3) hatt sich eine Emulsion gebildet, die im Einspritzdüsenkanal zu sehen ist. Anlasser ist abgeschraubt zum drehen mit Montiereisen, aber geht noch nicht. Sollte ich die Emulsion aus den Brennräumen absaugen und nochmals Caramba reinspritzen? Oder hat einer einen besseren Tipp? Oder gleich neue Buchsen und Kolben bestellen?

Auf Eure Antworten bin ich gespannt

LG Ingo
 
Hallo Ingo,

ich würde erstmal den Kopf runter nehmen und schauen was Sache ist. Ich hatte auch mal einen 423 der lange Zeit draußen stand, ohne abgedeckten Auspuff. Da war alles festgerostet. Kolben und Buchsen, Nockenwelle, Zylinderkopf sah auch übel aus. Die Kolben musste ich später mit einem Vorschlaghammer raus dreschen, trotzdem haben die sich nicht gelöst. Es kam direkt die Buchse mit Kolben raus ...

Gruß Pascal
 
Oh jeh, das hört sich ja schlimm an. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Ich geb dem Teil noch drei Tage, dann wird operiert. Vieleicht hat ja einer noch nen Tipp? Schon mal besten Dank für eure Meinungen.

LG Ingo
 
Hallo

Das wird so nichts da baue man den Kopf ab zum schauen. Wenn du ihn auch wieder los bekommst sind Schäden vorprogrammiert.

MfG

Alwin
 
Moin!

Bei unserem 523 war der Motor auch fest wir haben bei uns WD 40 und Petroleum rein gekippt und 1-2 Wochen stehen gelassen dann haben wir uns einen Spezialhebel gebaut um den Motor ans drehen zu bekommen. Als der Motor frei war haben wir den Motor mit Hand ein Paar mal durchgedreht. Danach haben wir den Motor ohne Düsen orgeln lassen und alles was beim Absaugen nicht aus dem Zylinder zu bekommen war ist dann rausgeflogen. Als wir die Düsen wieder eingebaut hatten sprang der Motor dann auch an.

MFG Thorben!
 
Besten Dank für eure Meinungen. Richtig und gut wäre auf jeden Fall Kopf ab. Leider habe ich im Moment nur wenig Zeit (Hausbau). Deswegen würde ich gerne das Teil so frei bekommen, damit es arbeiten kann. Buchsen und Kolben könnte man ja immer noch wechseln, wenns gar nicht mehr geht. Liege ich da falsch und könnte ich dabei noch mehr zerstören oder könnte man das so machen, wenn die Maschine denn frei würde? Was haltet ihr von solch abenteuerlichen Sachen wie Cola oder Zitronenäure?

Lg Ingo
 
Ich kann das nicht so richtig nachvollziehen, wenn sich der Motor schon nicht durchdrehen lässt, und das geht ohne Düsen kinderleicht im Normalfall und zu allem Übel auch noch weiß, dass

Feuchtigkeit drin ist verkneife ich mir doch jede Gewalt- Murksaktion oder ähnliches und verzichte auf die ganzen Zaubermittelchen. Selbst wenn sich alles wieder dreht, der elende Dreck und Rost

wirken wie grobes Schleifpapier.

Wie Alwin schon empfahl, den Zylinderkopf demontieren und sich das mal für ne Bestandsaufnahme anschaun.

Viele Grüße, Matthias
 
Hallo

O.k. ihr habt mich überzeugt. Werde den Kopf abschrauben. Wenn ich neue Teile wie Zylinderkopfdichtung, Kolben und Buchsen brauche, welche Marke (Hersteller der Teile) würdet ihr empfehlen? Das soll ja dann auch ordentlich sein, da will ich nur gute Teile verbauen.

LG Ingo
 
Ich würde CNH Teile nehmen, sind zwar teurer aber die Ersatzteilversorgung wurde damals von denen für Case ih übernommen

Die Zylinder und Buchsen von Granit sind derzeit bei mir in der Testphase. Hätte normal auch die CNH Teile  genommen aber es war weder Zeit noch Geld da...
 
Danke liebe Leute

Hab auf euch gehört und den Kopf abgeschraubt. Alle drei Kolben dick festgerostet, aber an Motorblock, Kopf, Kopfdichtung scheinbar keinen Schaden. Wenn ich mit Buchsen, Kolben und neuen Dichtungen davonkomme, bin ich eigentlich zufrieden. Ich halte euch auf dem Laufenden.

LG Ingo
 
Was die Kolben- Buchsen Assemblys angeht kannst du ohne Probleme direkt auf die Hersteller

KS Kolbenschmidt, Mahle und ev. Götze zurückgreifen, wenn du Premiumqualität bevorzugst. IHC hat die Kolben auch nicht selbst hergestellt,

die entstammen auch von Mahle etc.

Unter Umständen kannst du dann etwas Geld sparen, wenn du nicht den Vertreibsweg über CNH wählst. Ich würd mir mal ne Liste machen,was alles im Endeffekt gebraucht wird

und mir dann ein paar Angebote unterbreiten lassen.

Ev. bietet es sich an, den Zylinderkopf ebenfalls zu überarbeiten, Ventile auf Dichtheit, Ventilsitze, Rotocaps auf Funktion, Reinigung der Ein- und Auslasskanäle, Prüfung Planparallelität, Ventilschaftdichtungen

Viele Grüße, Matthias

P.S. stell doch mal Aufnahmen vom offenen Motor ein
 
Guten Morgen

So werd ichs machen. Wie bekommt man Bilder hinzugefügt? 3er Button von rechts in der Antwort Maske?

Zum Thema Kolben mit Buchsen raus: Da alles festgerostet ist und wahrscheinlich sich die Kolben nicht von den Buchsen lösen, was ist der beste Weg zum entfernen derselben? Könnte ich da eventuell mit dem Wagenheber und einem Holz von unten drücken? Motor hat erst 5000 Stunden, da werd ich wohl sonst nicht viel machen müssen (hoffentlich)

LG Ingo
 
tja, wenn die KOlben sich eh nicht mehr von den Buchsen lösen dann kann man z.B. Löcher in die Kolben bohren ggf. M16, M16 Gewindenstangen reindrehen, das Ganze oben auf dem Block brücken und langsam versuchen, das Teil rauszudrehen.

Von Wagenheber etc. von unten rate ich ab, auch davor, von unten mit Hammer oder ähnliches zu versuchen, die Buchsen rauszutreiben. Wenn die Buchse mal über den O-Ring drüber ist gehts meist leichter.

Mach das mit Gefühl und nötiger Vorsicht.

Möglicherwiese lösen sich die Kolben von den Buchsen, wenn du mit Gewindestange ziehst. Dann hannst du anschließend die Buchsen mit nem klassischen Abzieher rausholen oder es kommt halt alles zusammenr aus.

Meine persönliche Vorgehensweise bei solchem Korossionsschaden wäre allerdings eine andere. Vorderachse weg, Motor abflanschen, Kupplung weg.

Den kompletten Motor in seine Bestandteile zerlegen, alles einzeln begutachten, dann nach und nach alles reinigen und putzen, Lagerschalen etc. auf Wiederverwendbarkeit prüfen, die notwendigen Verschleißteile ordern wie Assemblys, Dichtsätze für oben und unten, Simmering vorn und hinten und was sonst noch dazukommt.

Den Motor wieder zusammensetzen, die ESP-Düsen checken lassen und ggf. auch der ESP Augenmerk schenken.

Viel Arbeit, nicht unbedingt billig aber dafür vermutlich sehr lange Ruhe mit der Maschine und optimale Laufeigenschaften. Immerhin hat dieser Motor 40 Jahre auf dem Buckel.
 
Hallo,

Schau wegen den Ersatzteilen mal bei Schlepperteile online. Die Beziehen ihre Ersatzteile von der Firma BEPCO. Mit einem solchen Ausdruck bin ich schon mal zu meine LAMA gefahren. Auf einmal konnte der die gleichen Preise machen und siehe da: dieTeile kamen dann auch von BEPCO. CNH produziert die Teile auch nicht mehr selber. Würde mich nicht wundern, wenn CNH auch die Teile dort produzieren läßt und anders verpackt.

Gru Kai
 
He Matthias,

er schreibt "Leider habe ich im Moment nur wenig Zeit (Hausbau)."

Da würde ich mich versuchen zu Zeitlich und Finanziell übernehmen.

Ich finde es gibt nichts schlimmeres als einen zerlegten Schlepper rumstehen und

verrotten zu lassen, wenn man die Zeit nicht hat sich drum zu kümmern.

Die Teile rosten so offen schneller als man gucken kann.

Bei 5000 std. und dem Druck im Naken, würde ich mich auf das

wesentliche beschränken.

Da der Motor noch Rotocaps hat, kann man davon ausgehen, das die Ventile dicht sind.

Vielleicht mit umgedrehten Kopf und Diesel drauf testen.

Ventilschaftdichtung kann man locker auch nach Bedarf machen, wenn er Ölt.

Keine Funktion der Rotocaps? Ist das ein Problem?

Kann man das nicht einfach von Hand Testen?

Man kann davon ausgehen, das der Kopf plan ist, sonst würde man es doch beim Zerlegen an der

Dichtung sehen, oder?

Wenn er Glück hat kommt er mit weniger als 800€ weg. Bei einer richtigen revision sind

2500€ und 6 Wochen schneller weg als man schauen kann.

Gruß Matthias
 
Hallo Ingo, dafür das der Motor ein paar Jahre ungünstig gestanden hat sieht er doch noch sehr gut aus !  Hoffentlich hat er keine Risse durch Frost. Ansonsten hab ich schon schlimmer aussehende Motoren gesehen die auch wieder aufgebaut wurden. Viel Freude beim restaurieren wünscht Dir der Paylodoc.
 
sorry, das war nur meine Meinung. Natürlich kann jeder machen was er mag. Ich rede oder versuche es, niemandem reinzureden.

Meine Anmerkungen sollen nur als Tips oder Hilfestellungen verstanden werden.
 
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