Motor ausgegangen

Masi67

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1 Mai 2012
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76669 Bad Schönborn
Hallo,

eigentlich wollte ich mich erst mal vorstellen aber nun habe ich direkt ein Problem mit meinem Mc Cprmick D436. Ich habe heute morgen meinen Hydraulisch angetriebenein Spalter montiert. Beim 1. anschließen hatte ich den Vorlauf/Rücklauf verwechselt also gewechselt. Als ich dann das Ventile zur Öffnung des Kreislaufs für den Spalter öffnete gab es von vorne (Motor?) einen Schlag und der Motor ging sofort aus. Nun dreht zwar der Anlasser aber der Motor startet nicht. 

Vielleicht hat jemand von euch eine Idee was das sein kann, ich bin völlig ratlos weil ich den Zusammenhang nicht nachvollziehen kann.

über Tipps würde ich mich sehr freuen.

Gruß von Heiko, der sein Holz spalten wollte
 
Hallo Heiko,

du schreibst hier:

"Beim 1. anschließen hatte ich den Vorlauf/Rücklauf verwechselt also gewechselt. Als ich dann das Ventile zur Öffnung des Kreislaufs für den Spalter öffnete gab es von vorne (Motor?) einen Schlag und der Motor ging sofort aus. Nun dreht zwar der Anlasser aber der Motor startet nicht."

Wenn du den Anlasser betätigst,dreht sich da der Motor und startet nicht,

oder dreht sich der Motor nicht wenn du den Anlasser betätigst,das müße man noch wissen um dir da zu helfen.

Mfg..Anton
 
Hallo!   Das kann so vieles sein! Pumpe gegen Rückschlageventil gefahren! Ich würde bevor ich weiter rumspiele die Hyraulikpumpe vom Schlepper ausbauen und schaun ob diese noch geht und dann erst mal den Motor von Hand versuchen zu drehen. Bevor du noch mehr kaputt machst mit dem Anlasser!

 

Kurti
 
Ich werde am Wochenende mal die Pumpe ausbauen und prüfen. Falls die gefressen hat muss ich dann mal nach den Stirnrädern schauen. Ich hoffe das ist nicht zu kompliziert! Hatte auch schon ein tolles Telefonat mit Kurt, danke noch mal! Ichnhalte,euch auf dem Laufenden!
 
844XLA:

@ IHCmaeaeda:

Da habe ich auch schon dran gedacht. Hydraulisch ist das nicht zu erklären.

Holger
hallo

doch ist zu erklären.

wen die pumpe einen druck aufbaut und dieser nicht entweichen kann, wird der druck mehr als normal steigen und die pumpe läuft immer schwerer bis der motor den leistungsbedarf für den sehr hohen druck nicht mehr erbringt und geht aus.

es kann auch gut sein das der keil des nockenwellenzahnrades abgeschert ist und dan stimmen die steuerzeiten nicht mehr.

mfg
 
lukas 217 219 439:

844XLA:

@ IHCmaeaeda:

Da habe ich auch schon dran gedacht. Hydraulisch ist das nicht zu erklären.

Holger
hallo

doch ist zu erklären.

wen die pumpe einen druck aufbaut und dieser nicht entweichen kann, wird der druck mehr als normal steigen und die pumpe läuft immer schwerer bis der motor den leistungsbedarf für den sehr hohen druck nicht mehr erbringt und geht aus.

es kann auch gut sein das der keil des nockenwellenzahnrades abgeschert ist und dan stimmen die steuerzeiten nicht mehr.

mfg

lassen wir es mal dahingestellt, ob eine Hydraulikölpumpe es schafft einen Motor abzuwürgen. Bei niedriger Motordrehzahl ist das vielleicht möglich, bei höherer Motordrehzahl eher nicht.
Aber wenn es so wäre dass der Motor ausgeht hat Heiko ja im Anschluss die Schläuche wieder richtig gesteckt. Spätestens dann müsste der Motor wieder laufen, weil sich der Hydraulik-Gegendruck, der die Pumpe und somit den Motor am drehen gehindert hat, wieder abbaut. Dass meinte ich mit hydraulisch nicht erklärbar. Ansonsten könnte er den Motor ja auch nicht mit dem Anlasser drehen.
Die einzige sinnvolle Erklärung ist zur Zeit, daß sich im Bereich der vorderen Zahnräder ( Pumpenantrieb, Nockenwelle, Kurbelwelle... ) irgend etwas verabschiedet hat. Da macht Lukas Vorschlag mit dem Nockenwellenzahnrad am meisten Sinn.
 
sowas hatte ich mal an einem D-432, dessen Besitzer hatte sich bei einem "Hydraulik-Fachbetrieb", ein zusätzliches Steuergerät anbauen lassen. Als der ganze, nicht funktionierende Leitungs und Steueregräte Wirrwarr dann fertig war, arbeitete das ganze gegen das Überdruckventil, und als der Meister dann eine Probefahrt machte, ging das Nockenwellenzahnrad kaputt, es flogen die Zähne.

Daraufhin tauschte die Firma das Zahnrad, doch anstatt die Nockenwelle auszubauen, haben sie ein gebrauchtes Nockenwellenzahnrad, einfach mitm Hammer auf die NW draufgewemst, so das es die Nockenwelle hinten raus gedrückt hat, bis sie am Schwungrad anstand. Ahnung von Steuerzeiten hatten die auch nicht, also wurde es alles wieder so zusammen gebaut, und der Schlepper sprang nicht mehr an.

Mit den Worten, "Der geht nimmer, wir wissen auch nicht wieso", wurde er dem Besitzer wieder übergeben, natürlich mit einer saftigen Rechnung, denn auch Murks muss ja bezahlt werden.

Das ganze wurde gerichtlich, und solange stand der Schlepper natürlich unangetastet rum, mehrere Gutachter sahen sich den 432 an und kamen auf kein Ergebnis, die Sache endete mit einem Vergleich. Zudem meinte der Chef, er würde von der Rechnung zurücktreten, wenn der Besitzer ihm den Schlepper dafür überlassen würde, er würde ja eh nur noch zum schlachten taugen. Der Schlepper funktionierte vorher einwandfrei.

Nach dieser Sache wurde der 432 vom Besitzer in eine andere Landmaschinenwerkstatt gebracht, die sahen sich das an, und machten einen Kostenvoranschlag, der den Besitzer auf die Knie sinken ließ. Einer der Mechaniker drückte ihm dann meine Nummer in die Hand, und meinte, er solle mich doch mal anrufen und fragen, ob ich mir das mal anschauen mag.

Zusammen mit dem Besitzer, der technisch nicht die geringste Ahnung hatte, aber sehr interessiert war, wurde der Motor ausgebaut und an den Montageständer geschraubt.

Bei der Zerlegung kam auch der Spreizdeckel der Nockenwelle zum Vorschein, der im Kupplungsgehäuse lag, die Kupplung war natürlich voll verölt. Glücklicherweise ist den Kolben und Ventilen nix passiert, so das nach einbauen eines neuen Spreizdeckels, korrigieren des Nockenwellenzahnrades, einstellen der Steuerzeiten, und tauschen aller Dichtungen, der Motor wieder zusammengebaut war. Die "Spezialfirma" hatte alle alten Dichtungen mit reichlich Fett wieder eingebaut, aber neue auf der Rechnung aufgeführt.

Bei den ersten Startversuchen qualmte der Motor zwar, sprang aber nicht an, bis aus den Glühkerzen Diesel kam. Die Werkstatt hatte die Kerzen rausgenommen, und nur mit der Hand reingedreht und verkabelt. Nachdem auch dies erledigt war, wurde der ausgebaute Motor auf einer Palette verzurrt, mit einem Start-Ladegerät vorgeglüht, und mittels Starthilfekabel und meines 353 gestartet, der Motor sprang sofort an, lief rund fast rauchfrei.

Natürlich habe ich die Aktion auch fotografiert, ein paar Fotos hab ich unter alles andere eingestellt,

Gruß Schorsch
 
Hallo Schorsch,

den Spalter betreibe ich seit 2 Jahren problemlos am Traktor. Und den Vor- und Rücklauf Habe ich schon des öfteren verwechselt, jetzt aber nachhaltig markiert. Das Ventil ist so montiert, dass der notwendige Druck nur beim Umlegen des Ventils erzeugt wird. Warum die Pumpe wahrscheinlich gefressen hat werde ich wahrscheinlich nicht herausfinden. 

Ich fange am Wochenende mal an zu demontieren und werde mich sicherlich mit einigen Fragen wieder an euch wenden. Zwar habe ich mal Mechaniker gelernt ( in der Industrie) aber mittlerweile bin ich Sesselpupser. Von der Traktortechnik habe ich also wenig Ahnung schaue aber mal im Bekanntenkreis wer da helfen kann. 

Auch würde ich mich über Ratschläge bezüglich der Ersatzteilbeschaffung freuen. Schließlich werde ich Dichtungen, möglicherweise Zahnräder und Hydraulikpumpe benötigen und beim Ausbau des Kühlers direkt die Kühlerschläuche, Keilriemen, Temperaturfühler (defekt) usw. ersetzen. 

Bis bald

Heiko
 
Hallo Heiko,

ist genug Hydrauliköl aufgefüllt?

Wenn der Holzspalter zu viel "Durst" hat, kann der Ölspiegel möglicherweise

zu weit absinken, und die Pumpe läuft trocken und frißt.

Gruß

Jörg
 
Hallo!   Nachdem ich mit Heiko schon mal am Telefon hatte!!!   Der Motor lässt sich von Hand ohne große Mühe und Widerstand durchdrehen was zu logischen Folge hat das zur Zeit auch keinen Verbrennungsdruck aufbaut!!! Was zu 100% heißt Zahnverlust!!!!

 

Kurti
 
Kurti,

da hast du sicher recht.

Die Ursache für den Zahnbruch muß ja auch ergründet werden.

Meinst du, daß eine Zahnradpumpe, die gegen "die Wand" drückt genug Kraft aufbaut, um

Zähne aus zu brechen?

Gruß

Jörg
 
Hallo,

wenn die Pumpe irgendwo auf Block pumpt, ist es trotzdem in der Regel nicht möglich damit einen Schaden anzurichten . Ich kann ja auch ein Zusatzsteuergerät, an das kein Verbraucher angeschlossen ist, betätigen. Dabei entsteht in der Regel auch kein Schaden und ich würge damit normalerweise keinen Motor ab. Ebenso passiert nichts, wenn ich einen Hydraulikzylinder bis zum Anschlag ausfahre.

Da muss ein Vorschaden gewesen sein,  der jetzt durch das Vertauschen der Schläuche zu Tage gekommen ist. Entweder war ein Schwachpunkt im Bereich der Stirnräder oder es ist ein Schaden im Bereich der Stirnräder durch eine festgefressene Pumpe enstanden. Von daher würde ich auch die Pumpe prüfen.

Holger
 
Die alten Pumpen haben schon viele Stunden hinter sich und haben damit Luft und Spiel  im Alugehäuse was irgendwann zur Folge hat das die Räder klappern und  sich im Gehäuse verkannten und die Pumpe stehen bleibt! Habe noch eine solche Pumpe igendwo im Regal liegen und die schaut nicht gut aus.Bei dem Schlepper hatte es die Zahnräder auch abrasiert!

 

Kurti
 
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