Motor D217 läuft schlecht in warmem Zustand

Horbacher

Mitglied
Hallo,

ich habe ein Problem mit dem Motor meines D217!

Der Motor wurde Komplett überholt,springt supergut ohne gross vorglühen an.

Wenn er jedoch warm wird,läuft er sehr hart und auch mehr auf einem Zylinder.

Diesen Traktor haben sich mittlerweile schon einige Fachleute angehört,jeder findet

das er nicht gut läuft,aber eine Idee hat keiner!

Die Einspritzpumpen waren beim Boschdienst ,die Düsen bereits zweimal,

Alle Einstellungen lt. Werkstatthandbuch gemacht!

Hat jemand eine Idee? 

Grüsse Horbacher
 
Hi,

ẃenn er neu gemacht worden ist...

Heisst das, das Kolben, Buchsen, Lager, etc. alles neu sind?

Wenn ja, scheint es nach Warmlaufen eine zu enge Toleranzsituation zu geben.
Wurde beim Einbau der Kolbenringe das Stoßspiel der Ringe geprüft?

Ist es zu eng, könnte diese nach dem Warmlaufen Klemmen.

Gruß
Arno
 
...davon hat man hier auch schon gehört! Die IH-Teile von dort, wären wohl nicht so der Aal !?

gruß

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Gaggenau / Neuss / Freising
 
Hallo Horbacher, eine Ferndiagnose ist immer sehr schwierig! Hart oder mehr auf einem Zylinder ist relativ. In der Regel deuten harter Lauf auf Düsen, ESP oder Zündzeitpunkt hin wenn im Motorischen Bereich wirklich alles i.O.ist. Kannst Du Dir mal ein Paar Düsen ausleihen und damit Testen?Wie sieht es mit Büchsenüberstand aus? Grüße vom Paylodoc.
 
Kontrolliere mal das Axialspiel der Einspritzpumpenantriebswelle mit einem geeigneten Gerät. Messuhr oder Digitalmessschieber und evtl. selbstgebauter Haltevorrichtung für das Messwerkzeug. Das Axialspiel soll nicht größer als 0,05 mm sein. Wenn das Maß größer ist, entsteht ein sehr ungewöhnliches Motorlaufgeräusch. Es hört sich an als würde der Zylinder mit einem "Doppelschlag" zünden und der Motorlauf hört sich sehr unrund an. Wo die Ausgleichscheiben liegen, siehst Du auf angehängtem Foto. Gruß "Linksdreher"
 
Hallo ,

erstmal vielen Dank für die neuen Lösungsansätze!

Um die Sache noch eingrenzen zu können , das Spiel der Nockenwelle

zum betätigen der Pumpen hatte ich auch schon in Verdacht ist aber O.K..

Die Teile habe ich nicht von Granit ,sind aber auch keine  Originalteile.Den Namen des Lieferanten habe ich gerade

nicht parat,müsste ich nachschauen.

Der Motor lief vor der Überholung schlecht an,nicht rund,und irgendwann hat sich die Buchse im Kolbenbolzen

aufgelöst! Jetzt kann man halt nicht sagen ob der Defekt der Buchse auch schon von einem unsauberen Motorlauf

zumindest mitverursacht wurde! Die Einspritzdüsen habe ich schon mehrfach überprüft ,es schein aber aller OK.

Bei der Montage der Buchsen habe ich woll den Überstand, aber kein Stoßspiel der Ringe kontrolliert !

Macht euch nochmals Gedanken was es noch sein könnte.

Grüsse Horbacher

 
 
Horbacher:

Hallo ,

erstmal vielen Dank für die neuen Lösungsansätze!

....

Bei der Montage der Buchsen habe ich woll den Überstand, aber kein Stoßspiel der Ringe kontrolliert !

Macht euch nochmals Gedanken was es noch sein könnte.

Grüsse Horbacher

 
Den Tipp mit dem Stoßspiel der Kolbenringe habe ich von nem Hanomag-Spezialisten.

Vor der Montage der Kolbenringe auf dem Kolben, die Ringe in die Buchsen durchschieben, an die Stellen wo er später laufen wird.
Das Stoßspiel sollte in den technischen Unterlagen vorgegeben sein, gemessen wird mit Fühlerlehre.
Beim Hanomag D28CR Motor ist das 0,25-0,40 mm bzw. 0,35-0,55 mm (Ölabstreifring bzw. Verdichtungsringe)

Ist das Spiel zu eng, klemmt eventuell der Kolben im Betrieb.

Gruß
Arno
 
hallo

stimmt der abstand der pumpen zur nockenwelle?

stimmt der einspritzzeitpunkt?

stimmt der düsendruck?

stimmt die gleichförderung der beiden pumpen?

ist der regler richtig eingestellt?

stimmen die steuerzeiten der ventiele und das ventilspeil?

mfg
 
Hallo,

also liste ich mal alles auf was mir einfällt was getan,kontrolliert und eingestellt wurde:

Neue Buchsen, neue Kolben ,neue Lagerschalen,Kopf komplett überholt, ESP, Düsen

kontrolliert,Einspritzpumpen justiert,Kompression gemessen (23 und 23,5) Abgastemperaturen

jedes Zylinders gemessen (170 C)gleich ,Regler nach Wsthb.eingestellt,abstand Kolben OT zu Zylinder-

kopf mittels Lötdraht (bis auf 1/10 mm gleich) verglichen.Was mir auffällt ist daß das Reglergestänge

auch bei gleichbleibender Drehzahl immer in Bewegung ist! Auch durch belasten durch etwas niederdrücken

mit einem Schraubendreher lässt es sich nicht ruhigstellen! Ist das normal? 

Das der Motor durch zu stramme Ringe klemmt kann ich mir zwar theoretisch vorstellen,bevor ich aber wieder

alles zerlege, möchte ich so gut wie alles andere ausschliessen können!

Danke für eure Hilfe,

Gruss Horbacher

 
 
hallo 

hört sich so erst mal gut an.

sitzen die reglerbacken (gewichte) stramm am träger oder wackeln diese?

und kannst du die drehzahn veränder oder läuft er nur konstand?

mfg
 
Hallo, 

die Gewichte sitzen schon einigermaßen stramm, wenn ich mich richtig erinnere.

Die Drehzahl kann ich ganz normal über das Gasgestänge variieren.

Es gibt jedoch Drehzahlbereiche da "hackt"der Motor förmlich ,etwas mehr oder weniger Gas und der Motor 

höhrt sich wesenlich besser an, aber eben immer noch nicht gut .Mit zunehmender Temperatur

wird dieser Effekt dann immer schlimmer. Ich bin selbst Maschinenbauer und habe echt Hemmungen

dies so zu belassen wie mir auch schon geraten wurde.

Mfg
 
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