Motor- Steuerung ESP/433

Matthias-IH353

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Hallo,

eine Frage an die Motorspezialisten:

seitdem ich den 433V besitze habe ich das Gefühl, dass der Motor nicht optimal seine Stärken ausspielt. Einen direkten Vergleich mit meinem Zweitschlepper 353 macht das deutlich, denn dieser ist sehr kräftig und läuft sehr vibrationsarm.

Dies tut der 433V nicht. Mit seinen erst 2400 Std. glaube ich nicht an Verschleiß und co.

So habe ich heute diverse Dinge geprüft.

Ventilspiel: alles exakt so wie es sein soll.

Einspritzzeitpunkt: Zylinder 1 exakt auf Zünd- OT gebracht, wirklich exakt. Dann auf den Tabellenwert 8 Grad vor OT gebracht und dies mit dem Zeiger der ESP abgeglichen. Ergebnis war, dass die Einstellungen nicht zusammenpassen. Nun war es ja daran, herauszufinden, wo der Wert steht. Ich vermutete 10 Grad aber es waren exakt 12 Grad vor OT des 1. Zylinders.

Also 12 Grad vor OT anstelle der eigentlichen 8 Grad.

Der Motor springt sehr gut an, läuft aber vom Gefühl her "hart" und benötigt im Vergleich zu meinem 353 mehr Treibstoff. Im 8. Gang lässt die Kraftentfaltung zu wünschen übrig, sprich er geht in die Knie bei einem Zuggewicht von z.B. 2 Tonnen an der Steigung. Daran kann die Getriebeabstufung nicht schuld sein meiner Meinung nach.

Ich lese hier öfter, dass 10 Grad statt 8 für etwas mehr Dynamik sorgen.

Wie wirken sich 12 Grad aus, was verbessert sich, was verschlechtert sich damit.

Würde der Motor ruhiger laufen, würde er mehr Dynamik aufbauen etc.?

Für mich auch ein untrügliches Zeichen, dass die Vorbesitzer mal was dran gefummelt haben müssen, warum auch immer.

Benutzt ihr für die Schrauben des Pumpenflanschs (3 Stück) und die konische Welle eigentlich Drehmomentschlüssel. Ich hab gar keinen unter 40Nm.

Geht das auch nach "Gefühl".?

Viele Dank für die Hilfe

Viele GRüße, Matthias
 
hallo

je füher die zündung um so härter läuft dr motor , jä später die zündung umso dynamischer !

die werte vom hersteller (egal welcher )sollten schon eingestellt werden deshalb giebt es die ja .bei der feineinstellung kann man ein wenig nachjustieren,ich habe bekannte die stellen einen motor nach gehör ein , ob das so gut ist ?

gruß ralf
 
Hallo

Ich würde sagen erst einmal vor die Motorbremse und dann schauen wieviel Leistung er hat damit man eine Grundlage  hat und dem entsprechend handeln. Alles andere bringt nichts wenn man nur vom Gefühl ausgeht. Vielleicht hat er nur zu wenig Einspritzmenge  und darum  zu wenig Power dies erklärt auch den höheren Spritverbrauch. Die Vibrationen können auch von zu niedrigem Standgas kommen. Die Schrauben einfach normal anziehen. Du must aber bedenken das das Getriebe etwas schwerer läuft wie vom 353.

MfG

Alwin
 
Hallo, ich habe auch schon einen  383 und meinen 433 am Berg gefahren, ich dachte eigentlich auch der 383 lässt am Berg nicht so schnell los ? Warum ist eigentlich der gleiche Motor !!!

Gruss Markus!!!!
 
Hi,

ich war mal so frei und hab mal in die geniale Datenbank vom Matthias Buschmann geschaut.

Der 353 liegt bei 1724kg und der 433 bei 2115kg. Uff, das hätte ich auch nicht gedacht das die Burschen

fast 400kg unterschied auf der Wage haben. (Lassen wir hier mal die Schmalere Achse außer Betracht, dafür

hat er ja ne Kabine).

Es wird hier ja immer über den 743xla "genörgelt" weil der mit 67PS und 3640kg nicht aus dem Quark kommt, wobei

dies vom 745xla mit 72PS und 3820kg nie zur Sprache kommt. 180kg Unterschied reichen wohl nicht das 5PS ausgeglichen 

werden.

Somit kommen wir zu dem Schluß das 400kg bei gleicher Leistung wohl zu einem Unterschied führen wird. (Ich denke bei so großen

Unterschieden kann man die Leistungscharackteristik der Motoren (Jetzt kommt mir nicht mit Lang oder Kurzhubern) ignorieren.

Also mal an die Bremse und Checken lassen, zur Beruhigung.

@Alwin: Sehr interessanter Hinweis mit dem Gewicht, hätte ich nicht gedacht. Danke!

Gruß Matthias
 
Vielen Dank für die Hinweise.

Ich hab mich vorhin wieder erinnert, dass ich einen ähnlichen Beitrag vor einiger Zeit schon mal verfasst hatte. Sorry, ich hatte mich nicht mehr direkt erinnert, man wird anscheined langsam alt (grins).

Gerade das Tema der Dieseleinpritzung / Steuerzeiten etc. und vor allem die possitiven und negativen Konsequenzen interessiert mich in diesem Zusammenhang sehr. Auch unabhängig von meinem Schlepper.

Ich kann mich so dunkel erinnern, dass Alwin  mal eine Anleitung oder sowas ähnliches gepostet hatte,was man beachten muss beim richtigen einstellen um keine Verfälschungen zu bekommen. Dabei unter anderem das

"richtige" ablesen des Kurbelwellenzeigers, dass dier Motor niemals zurückgedreht wird beim eistellen, damit die Zahnräder auf "Druck" stehen, das feineinstellen der Pumpe um letztendlich ein exaktes Ergebnis zu bekommen.

um nochmal auf meinen 433 zu kommen. Da ist es ja jetzt so, dass dieser 4 Grad zu früh mit dem einspritzen von Kraftstoff beginnt. Die Zeitspanne sprich die Kraftstoffmenge bei einer definierten Srehzahl dürfe sich doch dadurch nicht verändern, oder?. Die Pumpe muss ja über ihren Verteiler direkt für den nächsten Zylinder Kraftstoff bereitstellen. Jetzt müsste ja mein Kraftstoff mehr Zeit haben sich im Zylinder mit der Luft zu vermischen und auszubreiten. Ist es denn so, dass dieser nun auch früher zündet, sprich mit etwas mehr Abstand zum OT- Punkt? Wie führt das Verhalten des zu früh gewählten Einspritzzeitpunktes zu erhöhtem Spritverbrauch bei gleichzeitiger Reduktion der Kraftentfaltung und unkulitiviertem Laufverhalten.

Viele Grüße, Matthias
 
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