Motorblock innen reinigen ?

Der Nils

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19 März 2015
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Hallo Forum

Der Motor von meinem 324 er leidet an allem was ich hier bisher so gelesen habe.

Kurbelwelle eingelaufen , Lager verschlissen , alle drei Kolben defekt , Pleuele ausgeschlagen und Buchsen defekt.

Die Buchsen zu ziehen war extrem schwer und der Raum wo eigentlich das Wasser ist war voll mit Rost , Kalk , Kruste und Ablagerungen,

als hätte jemand feinen Kies eingefüllt.

Zudem sind die Sitze der Buchsen mit harten Ablagerungen verkrusstet , so das ich mir Sorgen mache wie die neuen Buchsen da vernünftig reinpassen sollen.

Wie bekommt man das wieder sauber ?

Oder muss man den Motorblock aufgeben und nach Ersatz suchen.

Ein paar gute Tipps wären jetzt echt klasse.

Gruß vom Nils
 
Hallo

Den Block kann man reinigen so wie es sich anhört wird der Block komplett zerlegt oder? Dann kannst du am besten den Block mit einem Dampfstrahler vorreinigen danach trocken pusten und die Verkrustungen mit einem Schraubenzieher lösen. Die Buchsensitzen mit einer runden Stahlbürste die du in einem Rundschleifer oder Bohrmaschine spannst reinigen und alle anderen Stellen wo du damit hinkommst. Die Stahlbürste hat den Vorteil das diese nur den Dreck abnimmt und nicht das Grundmaterial was bei Dichtflächen sehr wichtig ist. Danach den Block nochmal spülen und mit WD 40 einsprühen damit er nicht ansetzt.

MfG

Alwin
 
Ich habe zwar noch keinen stark verkrusteten Motorblock gereinigt, aber du kannst es auf alle Fälle mit Trockeneis strahlen.

Ob da aber alles sauber wird, bezweifle ich, aber beschädigt wird dafür auch nichts.

Ich habe in letzter Zeit häufig Schrauben und andere empfindliche Bauteile selber mit Glasperle gestrahlt.

Die Oberfläche wird ganz glatt, Material wird kaum abgetragen, zusätzliche kann man den Druck verringern oder mit großem Abstand strahlen.

Man hat bei vernünftigen Geräten eine sehr gute Kontrolle über den Strahlprozess, wenn es mit dem Trockeneis nicht sauber wird, wird es mit der Glassperle garantiert.

Ich habe die Erfahrung gemacht, je stärker die Teile verrostet sind, desto leichter wird die Oberfläche sauber, besonders bei Rost.

Ich behaupte sogar, dass die Glasperle bei richtiger Verwendung schonender als eine Drahtbürste ist und gründlicher reinigt.

Kannst ja mal ein Bild posten ;D
 
Hallo

Danke für die schnelle Antwort.

Ich habe den Block ausgespült und viel Kruste abgekratzt ....eine neuen Dratbürstenaufsatz für die Bohrmaschine gibts heute auch noch.

hier mal ein paar Bilder.....bin immer noch nicht sicher ob der noch zu verwenden ist ??????

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Ich hab den Burschen sehr günstig bekommen weil er nicht mehr funktionierte.

Es gab quasi keinerlei elektrik mehr....Keine Funktion der Glühanlage und der Magnetschalter war fest.

Keine Temperatur und keine Öldruckanzeige.

Ich habe die Glühanlage provisorisch geflickt und der Motor sprang erstaunlich gut an.

Da es keine Anzeigen gab habe ich ihn nicht länger laufen gelassen.

Kurz alle Gänge durchgeschaltet und die Hydraulik geteste.

Weil alles funktionierte hab ich beschlossen ihn zu demontieren und neun Lack zu spendieren.

Nachdem alles wieder schön zusammengebaut war gab es eine neue Elektrik und neue Anzeigen.

Dann beim ersten Probelauf der Schreck mit steigender Temperatur kein Öldruck mehr.

Nach der Demontage ist es mir ein Rätsel wie der überhaupt noch laufen konnte.?

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Bin weiterhin für jeden Tipp dankbar.

Gruß vom Nils
 
Mit der Drahtbürste und Trockeneis wirst du nicht den ganzen Rost entfernen können.

Mit der Glasperle schon, da hast du gute Chancen die Rostnarben richtig sauber zu bekommen.

Mehr als dass was du mit dem Schraubendreher zerkratzt hast, wird da auch nicht beschädigt

Eine plane Dichtfläche ist nach dem strahlen noch genau so dicht.

Bei meinem bekannten kostet 30 Minuten Glasperlstrahlen grob 25€, ich würde auf 30-60 Minuten arbeit Tippen.
 
Hallo Nils,    die Zylinderbrücken dieses Blocks sind komplet durchgerissen   !!!! .... also den kannst nicht mehr richten.

Leider.     Viel Glück bei der Suche nach einem besseren.

Grüße  Rainer
 
Hallo,

die Mühe mit dem Block kannst du dir wirklich leider sparen. Der Riss im Block ist zu heftig.

Schau mal unter biete, da war glaube ich ein guter, rissfreier Block inseriert.

Gruß 
 
Hallo Rik,

Du hast doch in Deinem Tread zu den Rissen erklärt bekommen, das so was bei der D-Linie ganz normal ist.

Also warum machst Du hier solche Panik?

Hallo Rainer, was erzählst Du denn da?

Die Stegrisse im Block sind bei der D-Linie ganz normal und ohne Bedeutung.

Auch finde ich, das der Block gar nicht so schlecht aus sieht.

Viel schlimmer wäre ein Riss ( Frostriss ) zwischen Wasserkanal und Öl. Aber selbst den kann man schweißen.

Also Nils, keine Panik, so wie ich das sehe ist Dein Block noch lange nicht reif für den Schmelzofen.

Mach den sogut Du kannst mit der Drahtbürste sauber und gut is. Die Inkrustierungen sind eigentlich auch kein wirkliches Problem.

Beim Zusammenbau solltest Du darauf achten das die neuen Buchsen genügend überstehen.

Wie siehts denn mit der Kurbelwelle, den Kurbelwellenlagern und den Pleullagern aus?

Wenn die verschlissen sind, dann geht Dir der Öldruck flöten.

Gruß Uli
 
Hallo

Der nicht mehr vorhandene Öldruck war der Grund für die Demontage.

Zusätzlich sprudelte das Wasser im Kühler etwas und die Kurbelgehäuselüftung damfte auch etwas zu viel.

Die Kurbelwelle ist übel eingelaufen, alle Lager und die Pleuele sind auch auf.

Ob die Welle noch geschliffen werden kann weiß ich wenn der Motorenguru angerufen hat.

Die Pleuele werden neu ausgebuchst und gewinkelt , die Kolben mit Bolzen und Laufbuchsen kommen neu.

Vor dem Ziehen standen die Buchsen noch etwas raus .

Die Größte Sorge machen mir aber die Risse und die Luft im Kühler, die Kopfdichtung sah eigentlich noch ganz gut aus.

Gruß vom Nils
 
Hi,

grundsätzlich hast du recht, aber da ging es um sehr sehr feine Risse. Hier kannst du ja schon eine Münze reinstecken.

Die von Nils genannten Symptome kommen ja nicht von ungefähr.

Deshalb würde ich in Anbetracht dieser Risse tauschen, aber probieren kann man es. 

Grus
 
Hallo Rik,

meiner Beurteilung nach sollten die Risse keine Probleme machen.

Sie haben keine tragende Funktion und die Trennung zwischen Wasser, Öl und Verbrennungsgasen wird hier in diesem Bereich durch die Kopfdichtung sicher gestellt.

Die Risse dürften also keine Auswirkungen auf die beschriebenen Symtome haben. Dampfen aus der Kurbelgehäuseentlüftung dürfte hier eher ein Problem von verschlissenen Kolben und Kolbenringen sein.

Niedriger Öldruck kommt ziemlich sicher von verschlissener Kurbelwelle und Kurbelwellenlager, und das Sprudeln im Kühler kann von einer defekten Kopfdichtung kommen. Von diesen Rissen kann das Sprudeln aber nicht kommen, da Sie keine ( ungewollte ) Verbindung zwischen Brennraum oder Abgasführung  und Wasserkanal herstellen.

Gruß Uli
 
Hi,

danke für deine Erklärung.

Ich hatte es so verstanden, dass je größer die Risse sind desto mehr verzieht sich der Block beim finalen anziehen der Kopfschrauben. Soll mir aber recht sein wenn dem nicht so ist, immerhin hat mein Patient ja auch diese feinen Risse.

Gruß 

Rik
 
Hallo

Bei den Stegrissen sehe ich auch nicht so das Problem, aber die Dichtflächen sind doch schon sehr rau. Du mußt auf jeden Fall die Buchsen  ohne O-Ringe untern trocken einpassen ob die auch Spannungsfrei eingebaut werden können oder ob noch irgendwo Verkrustungen zum klemmen führen. Denn Kopf auf jeden Fall planen lassen. Wenn ich aber sehe wie Ihr den Motor zerlegt habt und die ganzen Teile liegen da so verstreut auf dem Boden da meine ich das müßte ein wenig ordenlicher.

MfG

Alwin
 
Kann es sein ( erstes Bild  ) das da ein Loch bzw Bohrung für einen Wasserkanal feht oder zugerostet ist ? Sieht zumindest auf den Bildern so aus 
 
Hallo

Das dort eine Bohrung fehlt war auch mein erster Gedanke.....hab aber keine freilegen können.

Warum soll ich die Dichtringe unten weg lassen ,.....dadurch ändert sich doch oben nichts an der Passung.(bitte mehr Info)

und Ja ....etwas ordentlicher könnte es aussehen.....da aber alle Teile eh noch gereinigt wedrden müssen

spielt es auch eigentlich keine Rolle......das Meiste ist ja doch Schrott.

Gruß vom Nils
 
Hallo Nils,

ich gebe Alwin Recht.

Die Buchsen sollten vorab eingepasst werden ( ohne O-Ring ) um festzustellen ob sie auch spannungsfrei passen.

Natürlich werden sie dann schlussendlich mit O-Ringen verbaut. Es geht darum festzustellen ob noch irgendwelche Inkrustierungen im Wege sind, und den spannungsfreien Sitz behindern.

Kopf planen wäre eine sinnvolle Maßnahme, evtl. Ventilsitz prüfen, oder gleich neue Ventile. Die kann man dann gleich beim planen des Kopfes neu einfräsen und einpassen ( müssen zum planen eh raus ).

Beim aufsetzen des Kopfes solltest Du die Kopfdichtung mit Hylomar oder Wasserglaß einsetzen, die alten Dinger sind sonst kaum dicht zu bekommen.

Sicher weis ich,daß die Kopfdichtung normal ohne Dichtmittel eingesetzt wird, allerdings kommt auch hier wieder ursprünglich der Tipp nicht von

mir, sondern von Manfred Meyer ( ehemaliger Kundendienstleiter von IHC ). Er hat immer darauf hingewiesen, in der Praxis hat sich das dann auch so bewährt.

Gruß Uli
 
Hallo

Danke für die Tipps und Anregungen.

Ich habe eine alte Laufbuchse so wie die Sitze und Passung mit einer Drahtbürste gründlich gereinigt.

Alles mit Caramba eingesprüht und die Buchse an allen drei Stellen testhalber eingesetzt.....geht ohne Kraftaufwand rein und raus.

Wenn die neuen Buchsen dann auch so rein und raus gehen und wie die alte noch 0.1mm raus steht wird es wohl gut sein.

Die Kopfdichtung wollte ich mit einer Dichtmasse von Elring (Dirko HT rot) beidseitig unterstützen.

Damit habe ich früher schon VW Boxer Motoren montiert und war immer gut zufrieden.

Den Kopf werde ich vom Motoren-instandsetzer prüfen und eventuell bearbeiten lassen .

Die ganze Aktion wird aber wohl noch etwas dauern .....muss erst die Hobbykasse verschnaufen lassen.

Gruß vom Nils
 
Hallo

Das mit den Buchsen einpassen ist ja schon gesagt worden, Dichtmasse würde ich auch nehmen habe ich auch schon gute Erfahrungen gemacht wenn der Block so rau ist vorher aber mit Bremsenreiniger reinigen damit die Dichtfläche fettfrei ist.

MfG

Alwin
 
Hi, 

nur kurze Rückfrage;

habe gesehen, dass du nun einen neuen Block suchst. Was war denn nun der Grund für den Wechsel? Habt ihr es mit den Rissen probiert und war undicht oder gehst du gleich auf Nummer Sicher?

Gruß 
 
Hallo

Ich habe alle sehr gründlich gereinigt und mit dem Motoreninstandsetzer durchgesprochen.

Der ausschlag gebende Punkt ist das die mittlere Laufbuchse oben im Sitz einen halbmondförmigen Spalt hat.

So als wäre die Bohrung nicht mehr ganz rund.....liegt wahrscheinlich an den Rissen.

Der Profi meint wenn sich der Block erwärmt wird die Passung eher noch schlechter und die Laufbuchse könnte sich bewegen.

Das führt dazu das die Kopfdichtung eventuell nie richtig dicht wird.

Parallel dazu habe ich einen Frostschaden am Kopf gefunden.(anderer Fred)

Meine Theorie ist das aus den Stegrissen solche Krater wurden weil der Block durch frost verformt wurde.

Daher würde ich lieber einen anderen Block und Kopf für den Neuaufbau verwenden.

Gruß vom Nils
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