motorbremse? 633

schwaima

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5 Dezember 2010
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hallo
habe mir überlegt eine motorbrmse in meinen 633 einzubauen. was haltet ihr davon? hab schon bissal rumgelesen versteh allerdings nich warum es auf die zylinderkopfdichtung gehen soll- es wird ja nicht mehr angesaugt als was reinpasst!!!
 
Ja du bist gut, klar wird nicht mehr angesaugt wie reinpasst, aber eine Motorbremse, alten Stils wird auch Auspuffdrosselklappenbremse genannt ( das ist ein Wort ), d.h. wenn du die Motorbremse betätigst, machst du im Krümmerbereich ein Klappe ( Drossel ) zu, natürlich nicht ganz, und die Einspritzpumpe wird auf Nullfördermenge gestellt. Da der Motor ja weiterhin seine Arbeit verrichtet ( seine 4 Takte ), arbeitet er irgendwann gegen den Überdruck der sich im Zylinderraum aufbaut. Durch diesen Überdruck im Zylinder hast du natürlich auch eine höhere Belastung der Kopfdichtung.
Soweit alles klar?
Gruss Klaus
 
Moin,
ich verstehe die Frage nicht so ganz, ich kenne nur eine Motorbremse die über die Zapfwelle des Schleppers betrieben wird zur Leistungsermittlung. Das es soetwas zum festeinbauen gibt wäre mir neu und was sollte das bringen?
MfG Eike
 
An Eike, die Motorbremse ist eine absolut verschleissfreie Bremse und Umweltfreundlich noch dazu.
Gruss Klaus
 
Hallo Klaus,
jetzt ist mir alles klar! Damit ist also eine Motorbremse wie z.B. im LKW gemeint. Danke für die Erklärung
MfG Eike
 
An Eike, stimmt genau, ich hoffe meine Erklärung war nicht zu kompliziert,
an schwaima, mit dem Gedanken Motorbremse hatte ich mich vor etlichen Jahren schon mal beschäftigt, wollte eine in unseren Renault R 53 einbauen.
Ich habs gelassen, aus den oben genannten Gründen, wobei es natürlich eine super Sache wäre.
Gruss Klaus
 
hallo
mit der motorbremse müste eigentlich gehen es hat den 1455xl profi auch mit pneumatisch betätigter motorbremse gegeben !!!
man mus ja nicht 5 minuten am stück draufstehen ,aber man solte sich nicht zuviel von der motorbremse versprechen !!!
 
Danke für eure Antworten - Ok hab ich schon verstanden keine Kühlung im Brennraum durch Frischluft?!? da ich finde das der kühler eher unterdimensioniert ist denke ich könnte es wirklich zum Problem werden die Temperaturen weckzubringen. Mal sehen wie ich die Bremsleistung ansonsten in den Griff bekomme – evtl. durch eine Bremse an der Frontzapfwelle (retarder oder so). Dachte ehre an einen Ölmotor mit Drossel und Kühler?
Der Grund warum ich mit der Bremsleistung nicht zufrieden bin ist folgender: Mein bisschen Wald ist am oben am Berg und wenn ich 4-5 fm runterfahre raucht entweder die bremse vom Baumwagen oder die vom IHC . Beides nicht so toll. Die Auflaufbremse kann ich mittlerweile hydraulisch sperren und lösen wobei eine bessere bremse am Traktor auch hilfreich wäre.

grüße aus obb
 
Hallo! Frage...-Was hälst du davon in dem Gang bergab zu fahren,den du bei Bergauffahrt brauchen würdest bei entsprechender Last???-und notfalls noch einen kleiner???-Sagt der,der täglich mit Motorbremse und Retarder zu tun hat...Gruß Frank
 
Hallo Leute,

die Motorbremse mittels Auspuffklappe wird keine thermischen oder mechanischen Probleme an deinem Motor verursachen können.

1) Thermische Last: Die Kühlung ist darauf dimensioniert, die Wärme rauszubringen
die durch Kompression der Luft und durch die Verbrennung des Kraftstoffs *unter stundenlanger Vollast* in den Motor kommt.
Die Energie von einigen hundert Metern Bergabfahrt wird die Kühlung dann leicht bewältigen. Und wenn nicht, dann siehst Du es am Thermometer.

2) mechanische Last: Durch die Auspuffklappe arbeitet der Motor als Kompressor.
Der Druck vor der Auspuffklappe steigt bis, wasweissich, lass es 20bar sein(hoch gegriffen). Der Zylinderkopf erträgt bei der Verbrennung 150bar.

Schwachpunkt wäre höchstens die Krümmerdichtung. Aber eine ausgefallene Krümmerdichtung treibt mir auch nicht gerade den Angstschweiss auf die Stirn.

!!! Ich behaupte hiermit nicht, dass die Nachrüstung der Auspuffbremse sinnvoll ist!!!

Eher bin ich der Meinung dass ein Ackerschleppergespann bei korrekter Auslegung den Holztransport ohne thermische Probleme schaffen sollte. Aber das ist eine Meinung, da sollten sich besser erfahrene Kraftfahrer zu äussern.(wie 624 schon gemacht hat...)

Grüsse, Jens
 
Hallo,

ich hätte auch keine Angst davor, eine Motorbremse einzubauen, aber nur, wenn bei deren Betätigen die Einspritzmenge auf Null zurückgefahren wird. Dies sollte über eine Mechanik sichergestellt werden. Der Druck der sich durch Einsatz der Motorbremse aufbauen würde, wird wohl nie so hoch sein wie während der Kompression oder gar des Arbeitstakt, wie schon bereits meine Vorredner erwähnt haben. Also sollte es der Motor aushalten. Das Problem mit den Temperaturen wird wohl auch nicht so schlimm sein, da wenn kein Diesel eingespritzt wird, auch die Abgastemperatur niedriger ist.

Ob sinnvoll oder nicht, aber großen Schaden am Motor kann ich mir nicht vorstellen.

MfG Georg
 
Recht hast du Manfred. Mein Vater, zu seinen Lebzeiten, gab mir genau diesen Rat. Er setzte sogar noch einen drauf: in dem Gang in dem er ( der Schlepper ) den Berg hochgeht, wird ein Gang kleiner hinunter gefahren, so hält der Motor die Last von allein. Ich denke, er wirds wohl gewußt haben, war Kraftfahrer und zu seiner Zeit, im wahrsten Sinn des Wortes. Da gabs noch keine Re- oder Intarder.
Gruss Klaus
 
633klaus:

An Eike, die Motorbremse ist eine absolut verschleissfreie Bremse und Umweltfreundlich noch dazu.
Gruss Klaus

Verschleißfrei ja, zumindest bei LKWs, Umweltfreundlich sicherlich nicht!

das bettätigen der Motorbremse bei Lkws setzt auch eine ordentliche verbrennung aus, das heißt das der Treibstoff wegen der erhöten gegendruckes nicht mehr so sauber verbrannt wird, außerdem rußte der Motor stark nach den lösen der Bremse, daher ist das betätigen der Motorbremse innerhalb geschlossnener Ortschaften auch nicht gestattet!

die umweltfreundlichste Bremse ist die Wirbelstrombremse oder auch Retarer genannt!
 
warum soll der motor stark rusen wenn man die motorbremse betätigt oder nich sauber verbrennen in dem moment wo man dise bremse betätigt wird die abgasklappe geschlossen un gleichzeitig die esp auf null förderung gestellt in dem moment findet keine verbrennung statt !!!! der motor wirkt als kompressor!!
mfg
 
Eben, bei Nullfördermenge der ESP findet keine Verbrennung statt, wie auch.
Das man die Motorbremse in geschlossener Ortschaft nicht benutzen darf, ist ja wohl ein Witz. Gesetzlich gibts da keine Ansatzpunkte. Das einzige was bei betätigen der Motorbremse auftritt, ist eine höhere Lärmentwicklung (kommt vom schließen der Auspuffdrosselklappe), da die entweichende Luft sich an dem kleinen verbleibenden Spalt vorbeizwängen muss.
Gruss Klaus
 
Bei modernen Nutzfahrzeugen erfolgt die Motorbremse nicht mehr über eine Drosselklappe im Auspuff sondern über eine Verstellung der ventilsteuerung über die Nockenwelle. Damit werden die Auslaßventile geschlossen was noch einen Tick effektiver ist. Das parallel die inzwischen elektronische Einspritzung auf "Null" gefahren wird ist dabei selbstverständlich.

Bei der alten Version bekommst nur dann ein "schickes" Motorrußen, wenn bei getretene Motorbremmse Vollgas gegeben wird. Dies wr in den 80er Jahren noch nicht elektronisch unterbunden.
- Und dann qualmts ganz gewaltig schwarz raus....

Wie‘s aussieht kann man bei der "Auf-Achse Folge" sehen, bei dem guten alten (damals neue) Volvo F12 ein Motorschaden vorgespielt wird...
(am Ende der ersten Staffel)

Bis denne,

Carsten
 
Und das was du beschreibst, heißt man dann Jakobsbremse oder nach dem Ami Jake-Brake ( wer hats erfunden). Bei Volvo nennt sich das VEB und MAN
hat auch einen Namen kreiert für die verstärkte Motorbremse. Die nach der neuen Technologie sind fast nahezu gleichwertig mit Re- oder Intarder bezüglich der Bremsleistung.
Gruss Klaus
 
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