Motorsäge - Erfahrung mit Hartmetallkette?

Mac353

Bekanntes Mitglied
Registr.
30 September 2012
Beiträge
498
Ort
85072 Oberbayern
Hallo Miteinander,

nutzt von euch jemand Hartmetallketten für die Motorsäge?

Wenn ja, wie sind euere Erfahrung damit?

Vor allem, wenn das zu schneidende Holz mit der Seilwinde beigezogen wurde, ist eine herkömmliche Kette doch relativ schnell stumpf.

Natürlich achte ich darauf, das ich die Schnittstelle säubere, aber immer lässt sich das nicht ganz sauber bewerkstelligen.

Grüße, Jochen

eup-1138276328-955c2747e55ba6e2c1cd9b3e530114a6-1763816441_big.webp

eup-1138276328-328ebc3f7ac050df26e08d0cdc716032-1763816460_big.webp
 
Hallo!

Ich selbst benutze die Ketten Glaube schon länger als 10Jahre.

In der Anschaffung sind je Teurer und man braucht anderes Werkzeug zum Schärfen.

Aber die Schnittleistung und Standzeit zu einer normalen Kette himmel weiter Unterschied.

Hab bei einen meiner Bekannten auch immer gesagt er sollse mal kaufen und mit Sägen.

Nun hat ers mal Versucht,er sagt auch kein Vergleich.

Haben an 3 Samstagen Verschmutztes Gemeindeholz gesägt mit dem Ergebnis.

Du ich hab oft genug im Deck rumgesägt und das Ding is immer noch scharft,bei ner normalen

hät ich die öfter schärfen oder im Wald wecheln dürfen.

MFG

Kurti
 
Hallo Mac353,

das sieht schon ziemlich professionell aus was Du da machst.

Ich habe auch eine Winde am Traktor (3t) aber keinen Erdsporn und auch keine besondere Schutzvorrichtung. Die Umlenkrolle ist an der Ackerschiene. Die Winde hat mir schon sehr gute Dienst geleistet.

Ja, wenn man die Stämme beizieht können sie etwas mit Schmutz oder Erdreich behaftet sein. Das ist schlecht beim Zersägen.

Bisher hatte ich keine Hartmetallketten im Einsatz, stelle mir das aber für Deinen Fall sehr vorteilhaft vor. Ich passe entsprechend auf oder nehme ggf. den Wendehaken, säubere und schneide dann den finalen Schnitt (Rest).

Meist betrifft es ja nur den Stamm.

Ich habe mehrere Sägen und sollte mal was stumpf sein, wird erst mal eine ander Säge genommen. Eine Kette ist ja schnell gewechselt. Zu Hause habe ich ein professionelles Schärfgerät und das geht dann auch schnell. Ich schärfe nie auf dem Schwert (Feilspäne).

Ein Nachbar hat mir mal 5 "Super-sharp"-Ketten geschenkt (neu). Ich habe immer noch die erste im Einsatz auf der kleinen Stihl AVP20. Für die großen waren die Ketten zu kurz  und für die AVP zu lang (32cm).

Ich habe sie mir dann für die Kleine passend genietet, da die Teilung (3/8") grad passte.

Diese Ketten haben eine komplett andere Zahnform und können, wenn man das dafür passende Schärfgerät nicht hat mit einer Flachfeile geschärft werden. Sie schneiden super aber sind zum Einstechen m. E. nicht so gut geeignet.

Hier mal eine Foto der Meißelform:

eup-1138276730-367d1718913cf612f94a281b9021d2b4-1763892477_big.webp

Die ist etwas staubig aber noch ungenutzt und noch nicht gekürzt (noch im Geschenktzustand).

Für meine normalen Zwecke reichen diese oder andere Vollmeißelketten, aber ich sehe auch den Vorteil der Hartmetallketten für den professionellen Einsatz.

Gruß

Schanks
 
Hallo,

Hartmetallketten sind gut für verschmutztes Holz. Wir nehmen sie, wenn wir Fixlängen machen, die man erst als Ganzstämme ein Stück über den Forstweg schleipfen muss. Da hängt dann feiner sand drin, durch den normale Ketten sehr schnell stumpf werden.

Wichtig zu beachten: Eine scharfe Hartmetallkette sägt immer ungefähr so wie eine leicht stumpfe normale Kette - der Biss fehlt etwas. Zum Schleifen benötigt man eine Diamantscheibe, welche sehr teuer ist (oder man gibt sie beim Stihl-Dienst ab). Und die Kette ist absolut nicht geeignet, um irgendwo zu sägen, wo man Steine o. Ä. trifft. Da reißt es die Hartmetallplättchen ab.

Bei weiteren Fragen kannst dich gerne melden.

Gruß
Martin
 
Guten Abend Schanks, Martin, Kurti

herzlichen Dank nochmals für euere Antworten.

Ich werde mir so eine Kette zulegen, und es dann evtl. so damit halten, das ich zum zerteilen der beigeseilten Stämme die Hartmetallkette benutze und für den Rest, auf die herkömmliche Halbmeißelkette wechsle.

Viele Grüße,

Jochen
 
Hallo, sicher gibt es ein Für und Wider für die Hartmetall bestückten Sägeketten. Ich bevorzuge nach wie vor die Vollmeiselketten von Oregon, zumal eine Kette für ein 70er Schwert gerade mal um die 30.-€ kostet, die kann ich selber wieder schärfen und sollte ich mal beim sägen einen Stein erwischen, so wird die Kette getauscht und zu Hause wieder geschärft.

Gruss Klaus
 
Ich habe mit Hartmetalketten selbst keine Erfahrung. Von einem guten Freund weis ich, dass diese gerne bei der Feuerwehr verwendet werden. Er ist dabei. Sicher aus gutem Grund, da geht es um Retten, Bergen und Zeit. Für mich sind die Halbmeißelketten von Oregon völlig ausreichend. Bei drei Sägen habe ich für jede mindestens zwei als Reserve mit dabei. Völlig ausreichend. Sebst wenn nur zwei Maschnen mit in den Wald fahren. Geschärft wird zu Hause mit der Feile. Aufrechte Arbeit am Schraubstock tut da richtig gut Nur bei größeren Problemen, die vieleicht aller paar Jahre auftauchen kommt die Schleifscheibe ins Spiel. 

Ein Kettenwechsel im Wald dauert etwa drei Minuten, ich nehme mir die Zeit. Das ist mir der Aufpreis für Diamantscheibe und Artikelpreis nicht wert. Den Materialverlust beim Maschinenschleifen solte man nicht unterschätzen. Mache jetzt noch um die 20 Raummeter im Jahr. Ich arbeite mit enem 353 mit Winde und ziehe das 70 m Seil gerne auch weit aus, wenn es sein muss mit Umlenkrolle. Ich möchte so wenig wie möglich im Bestand fahren. Verschmutztes Holz kommt immer dabei vor. Die Ketten haben mich noch nie enttäuscht. 

eup-1138277843-b9e39f7b257a03eb9fc298741f87b7eb-1764536829_big.webp

eup-1138277843-5c4d0ae79a7d3ab79685c2b0a98c1852-1764536860_big.webp

So sieht es bestimmt bei vielen von uns Hobbyholzern aus. Das Holz wird beim Rücken nun mal mit Sand oder Steinen kontaminiert.Das ist übrigens immer der Waldweg, nicht im Bestand.  Aber die normalen Ketten reichen da durchaus. Selbst beim Spalten wo die fünf oder sechs Meter langen Stämme dann auf einen Meter gekürzt werden komme ich bei einer Tagesleistung von drei bis fünf Raummetern mit maximall zwei Ketten hin. 

Schöne Grüße und vor allem unfalllfreies Arbeiten

Dirk
 
Bei der Feuerwehr werden sog. Rettungsketten verwendet, Stihl RDR. Diese sind mit den Hartmetallketten nicht vergleichbar. Man kann damit so ziemlich alles sägen, natürlich nicht gerade Granit oder dicke Eisenträger. Hat aber auch seinen Preis, deutlich über 200 Euro für eine 50 cm-Kette.
 
Zurück
Oben Unten