Motorsägenlehrgang

hurgel

Bekanntes Mitglied
Registr.
1 Januar 1970
Beiträge
260
Hallo, hab im Bild-Beitrag von Alfred (624+946) mit Interesse die Diskussion über Motorsägenlehrgänge verfolgt.
Stimmt es wirklich, dass man mit BG-Anmeldung den Lehrgang umsonst machen kann?
Bei uns werden Zwei-Tägige Kurse i. Regel für 100 Euro angeboten.
( Nord Baden Württ.)
Ich selbst hab noch keinen gemacht, weil ich mir immer sagte:
"Das brauch ich nicht"!
Jetzt wäre ich aber soweit, dass ich mich anmelden würde und da mitmache.
Der Zettel oder die Karte, welche man zum Schluß bekommt und einem den
Kurs nachweist, wird der irgendwo gespeichert?
Weil einheitlich ist das, sagen wir Zertifikat, wohl nicht, oder?
Wenn ich sagen wir mal, verbotener Weise, was ich natürlich nicht vorhab, so einen Zettel oder ne Karte schnapp, scann sie mir in den Computer, druck sie mit meinem Namen aus und laminier das Ganze, ist das
für den Förster, welcher Flächelose vergibt aus irgeneiner Stelle, Behörde ..etc. ersichtlich, dass ich tatsächlich an nem kurs teilgenommen habe? Oder kann er feststellen, dass ich betrüge?

Wie schon erwähnt, so ein Kurs ist sehr sinnvoll und ich hab es auch vor einen zu besuchen. Also vorweg für die Skeptiker.... ich hab zum einen keinen Scanner, zum einen will ich nicht wg. Urkundenfälschung verknacht werden.
Ach und nochwas, sind auch welche von hier im WKW aktiv?
(Nur Interessehalber)
Schönen Sonntag-Abend noch......FRed
 
http://www.fbz-koenigsbronn.de/

"Im Gegensatz zu den nach wie vor kostenpflichtigen Motorsägen-Lehrgängen der LFV (allerdings mit starkem Rabatt für Privatwaldbesitzer) sind die weiterqualifizierenden Lehrgänge für Privatwaldbesitzer mit Wald in Baden-Württemberg kostenlos ! (allenfalls entstehen Kosten für Unterbringung und Verpflegung). "

Btw: Wir zahlen auch nichts an die BG
 
Ich habe einen 3 Tages Lehrgnag gemacht, MS Basis, Laubholzfällung/Nadelholzfällung für Privatwaldbesitzer. Gekostet hat mich das 30 Eus, weil die BG den Rest übernimmt. Ich bin ja dann auch mal froh, dass die ganzen Beiträge für was gut sind.

--------------------------------------------------------------------
Es gilt das © für meine Bilder!
Bild787.jpg

Suche 724 AS
 
Hallo

Für uns als Lohnunternehmer mit der "neuen" Verpflichtung zur Zertifizierung sind fast alle Lehrgänge kostenfrei oder werden bezuschußt.

Dafür bezahlen wir aber 1000 Euro Jährlich um dauerhaft zertifiziert zu sein.

Das beinhaltet sowohl die Schlepperzertifizierung als auch sämtliche Scheine für den Maschinen und Sägeführer.

Kostenfreie Kurse sind:

Kletterscheine bis zum 40. Lebensjahr, Sägescheine 1+2, Seilwindenschein, Gehölzschnittkurse und der Sachkundennachweiß von Herbiziden,Fungiziden und Wildschäden in der Land und Forstwirtschaft.

Ohne diese Zertifizierung werden die Kurse alle von der BG bezuschußt oder vereinzelt (nach Beantragung und nachweisbarer Notwendigkeit für das Mitglied) komplett getragen.

Gruß Frank
 
Bei uns in Rheinland Pfalz und speziell in unserem Kreis (Rhein Lahn Kreis)
ist für die kostenlose Teilnahme am Grundlehrgang die Mitgliedschft im KREIS- WALDBAUVEREIN erforderlich. Mit ihr geht in aller Regel der Besitz von Privatwald einher.
Vom Waldbauverein werden die Kurse auch angeboten. Sie erstrecken sich über 2 Tage, 1 Tag Theorie, 1 Tag Praxis. Der Preis für Nichtmitglieder beläuft sich in etwa auf 50€.

Auch gibt es bei uns die Möglichkeit über die Freiwillige Feuerwehr als aktives Mitglied den Lehrgang zu absolvieren. Das wäre dann gratis.

Auch ist es bei uns noch Privileg der Feuerwehr, auch ohne Schnittschutzausrüstung die Kettensäge im Ernstfall einzusetzen, sofern Leib und Leben bedroht sind.

ich selbst hab den Schein letzten Winter gemacht, da es in der Saison 08/09 zum ersten Mal zwingend vom Forstamt vorgeschrieben war.

Seitdem sind auch die Leute mit Jogginghose und der 100€ "PARTNER" Kettensäge aus dem Baumarkt aus dem Wald verschwunden.

Viele Grüße
Matthias
 
Hallo Matthias,
das Problem mit der 100€ Säge und Jogginghose ist bei unserem Eck der Pfalz immer noch. Habe erst letzten Samstag einen aus´m Wald gejagt. Der meinte das er sich, für umme, einen Kofferraum voll Brennholz schneiden kann.
Mfg Andy
 
Hallo Thyrant

Die Schlepperzertifizierung ist die wichtigste, um überhaupt noch gewerblich Holz einzuschlagen, zu rücken, zu poltern und das ganze dann zu einem anständigen Preis oder überhaupt der Industrie zu verkaufen.

Inzwischen werden immer mehr Sägewerke, Möbelhersteller, Funierhersteller, Spannplattenhersteller usw. zertifiziert, diese Betriebe kaufen nur noch Holz, das lückenlos bis zum Ernteplatz verfolgt werden kann, das geht ohne Zertifizierung nicht.

An den Schleppern wird, der Allgemeinzustand (Tüv und Strassenzulassung), die Sicherheitsmassnahmen (Schutzgitter usw.), selbstverständlich die Ölsorten (Hydrauliköl) und die Reifen geprüft.

Dann werden die qualifikation der Maschinenführer und 6 Einschläge (pro Saison) vom Gassen anlegen bis zum Zustand nach dem Einschlag überprüft.

Das ist ein wahnsinns Akt und für uns Lohner ein Angstschweisstreibendes Geschäft.

Frank
 
Zurück
Oben Unten