Neues Großprojekt MAN Teil2

Moin,

sehr ärgerlich, bist Du sicher, das die Buchse mit einem Sicherungsring gesichert ist? Wie sollte man den montiert bekommen? Ich weiß das nicht, meine Motorerfahrungen beziehen sich zu 90% auf IHC, aber das Laufbuchsen mit irgendwelchen Sicherungsringen gehalten werden, habe ich noch nicht gehört. Hast Du eine Explosionszeichnung?

Das Gute an der Sache: Du wirst uns an Deinem Wissen Teilhaben lassen und der super Beitrag geht weiter.

Frohe Pfingsten und viel erfolg

Frank
 
Moin Frank,

ja, ich habe eine ETL mit Zeichnung.

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Der Motor hat trockene Buchsen. So kann ein einfaches Rohr ohne oberen Absatz verwendet werden.

Sicherungsring in die Nut, Buchse von oben rein und fertig ist die Montage.

Ich hoffe nur, daß die Nut nicht nach unten ausgebrochen ist.

Einen Originalsprengring habe ich auch schon in Aussicht.

Mein norwegischer MAN-Freund hat einen über.

Gruß

Jörg
 
Moin,
ich kontrolliere jetzt die Ventile und deren Sitze.
Damit ich sie nicht ausbauen muß, drücke ich sie mittels Brett und Leimzwinge heraus.

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Ich kann sie so gut einsehen und bei Bedarf mit einem Vlies reinigen.
Der Motor hatte recht ordentliche Kompression.
Wenn alle Ventile sauber sind, lasse ich sie unverändert im Kopf.

Gruß
Jörg
 
Moin,

wenn ich das richtig begreife, müßten ja die Reste Deines Sicherungsringes dann im Kurbelgehäuse liegen. Da sieht man wieder: Du warst old as en Koh und leerns immer noch wat toh.

Gruß

Frank
 
Ja Frank, so ist es: Man lernt immer wieder etwas dazu.

Die Ventile sehen alle hervorragend aus.Da muß ich nichts machen.

Der Kopf ist absolut plan.

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Selbst ein 30µm-Blechstreifen war nicht unter das Haarlineal zu schieben.

Ich habe ihn dann noch mit 800er Papier und Öl saubergeschliffen.

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Für heute ist´s genug.
Ob ich morgen etwas schaffe? Mal sehen.

Gruß
Jörg
 
Hallo Jörg

Wenn wir auf der Schaff solche Sicherungsringe montieren müssen verwenden wir eine Sogenannte Montagehülse.

Diese wird am Lochbild oder der Ausengeometrie zentriert die Hülse ist Konisch ausgeführt so das der Offene Ring eingelegt werden kann.

Zum runterdrücken haben wir einen dünwandigen Kunstoffdorn der geschlittzt ist und man im geschlitzten bereich zusammendrücken kann, damit wird der Ring durch die Hülse hinuntergedrücktbis in die Bohrung.

Ist Zuhause schwierig machbar ich weis nur so als idee.

Gruß

Daniel  
 
Hallo daniel,

danke für die Anregung.

Ich muß erst einmal sehen, was los ist.

Morgen will ich die Ölplatte abnehmen. Dann hoffe ich nur Sprengringstücke zu finden.

Am Wochenende kommt Magne aus Norwegen. Der kann mir sicher sagen, wie ich am Besten vorgehe.

Gruß

Jörg
 
Moin,

heute habe ich die Ölwanne demontiert und die reste den Sprengringes gefunden.

Es waren keinerlein Gußbruchstücke dabei.

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Dann in ich in den Motor eingetaucht, um das Pleul zu lösen.

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Soweit ich sehen und ertasten konnte, gibt es keine Ausbrüche im Guß unterhalb der Ringnut.

Die Lauffläche der Lager sind ohne Riefen, das sieht schon mal gut aus.

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Der Kolben hat einige tiefe Kratzer im unteren Bereich.

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Die Kolbenringe und die Nuten sind erstaunlich sauber und haben wenig Spiel.

Lediglich der obere Ring hat etwas mehr Spiel. Ob das noch im zulässigen Bereich ist, checke ich morgen.

Die kratzer lassen sich glätten. Trotzdem lasse ich mir einen Ersatzkolben von meinem MAN-Freund aus Norwegen mitbringen.

Die Buchse sieht ok aus. Die muß nur neu gehohnt werden.

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Gruß

Jörg
 
Hallo,
von einem Kumpel habe ich eine alte Bremsscheibe mit Radlager bekommen,
aus der ich einen Buchsenzieher gebaut habe.

Aus der Platte, die ich für den "falschen" Motorblock für den Ritscher gedreht hatte,
habe ich die Platte zum Ausdrücken der Buchse gedreht.

Sie ist aus 20mm Alu. Ich hoffe, sie staut sich nicht und klemmt fest.
Auf jeden Fall paßt sie geschmeidig.

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Mit einer M20-Gewindestange sollte ich genug Kraft aufbringen können.

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Für den ersten, meist schwierigsten Teil, reicht der Platz unter der Bremse aus.
Die Kraft auf dem Block ist schön gleichmäßig verteilt.

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Durch die dicke Scheibe mit dem angeschweißten Rohr wird die Gewindestange
zentriert und die Kraft auf das Radlager übertragen.

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Das sollte das Ziehen der Buchse deutlich vereinfachen.

Gruß
Jörg
 
Hallo Jörg,

ich hatte in meinem Leben 5 MAN´s (A25A, 4N2, 2x 4P1, 4R1), alle Formschön und super anzuschauen in dem Tükis/Beige!

Aber alle hatten irgendwie das gleiche Problem: schlechtes bis sehr schlechtes Startverhalten unter +10°C (!!!), alle Motormäßig sehr inkontinent u. Leistung (dank des tollen M-Verfahren u. wenig Hubraum...) nur obenrum! Und alle hatten zu schwache u. ausgeschlagene Vorderachsen! :-((

Aber ich schaue sie mir immer wieder gerne an und irgendwann kommen wir mal mit zwei 14er zum Kiekeberg und schauen uns auch (gemeinsam?) deinen frisch restaurierten "Boliden" mal genauer an... ;-))

gruß

der thorsten

__________________________
Gaggenau / Neuss / Freising
 
Hallo Thorsten,

MAN hat ohne Frage hochwertige Schlepper gebaut.

Die wurden allerdings besonders bei den Allradversionen meistens mächtig rangenommen.

Dafür hatten sie den Allrad ja auch schließlich. :-)

Die Schnellläufer-M-Motoren sind in der Tat unten rum etwas schwachbrüstig.

Auch die Instandsetzung ist meisten sehr, sehr teuer.

Der 4R1 hat allerdings nicht einen dieser Motoren. Der hat den 9624 M-Motor. Der genießt einen guten Ruf.

Ansonsten bin ich nicht markenvernarrt.

Alle Hersteller haben ihr Macken und ihre Vorzüge. Die Vielfalt, die sich in den ersten Jahrzehnten der

Treckerentwicklung ergeben hat, macht das Hobby nur interessanter.

Mit dem Roten verbinden mich sehr viele Kindheitserinnerungen. Der steht für mich ganz oben an.

Komm mal ruhig zum Kiekeberg. Da sind die großen Roten noch nicht gesichtet worden.

Ich würde mich freuen.

Gruß

Jörg
 
Hallo Jörg,

schön mal wieder was von dir zu hören! Allerdings auch wieder nicht schön dass sich am MAN noch mehr Baustellen aufgetan haben.

War der Motor mit der abgesackten Buchse echt noch lauffähig ? Dann hast du aber ganz schönes Glück gehabt dass sich am oberen Ende kein Kolbenring ausgefedert hat bzw. dass sich am unteren Ende das Pleuel mit der Buchse nicht verklemmt hat, oder ? ......

Auf jeden Fall bekommst du wohl nie langeweile :-)

Läuft der Ritscher denn noch zu deiner Zufriedenheit ?

Gruß Pascal
 
Hallo Pascal,

der Ritscher ist im Antritt noch etwas müde. Fährt aber sehr gut.

Glücklicherweise haben wir hier kaum Steigungen. Da reichen die 12PS.

Meine Frau ist jedenfalls zufrieden und ist damit auch schon beim Supermarkt vorgefahren.

Der MAN-Motor lief sogar sehr gut. Im November ist er letztmalig ohne Starthilfen angesprungen.

Für einen M-Motor ist das ein gutes Zeihen.

Er hat nur zunehmend über die letzten Jahre geräuchert. Damit geh ich nicht mehr auf die Straße. Wie eine Nebelmaschine.

Natürlich ist es ärgerlich. Aber ein Motor mit 23.500 Bstd. darf auch mal zicken.

Wann die Überholung gemacht wurde, kann ich nicht sagen. Die wurde aber mal gemacht.... er hat Übermaßkolben.

Der erste Kolbenring hat die Kante der abgesackten Buchse gerade so verfehlt.

Insgesamt sieht es nicht schlecht aus.

Ich brauch nur einen neuen Kolbenbolzen. Der dreht im Kolben.

Gruß

Jörg
 
Moin,
gestern habe ich zusammen mit einem MAN.Kollegen versucht die Buchse hoch zu ziehen.
Es ist extrem eng neben und oberhalb der KW. Die volle Scheibe war nicht unter die Buchse zu
platzieren. Die Buchse steht noch ca. 10mm aus dem Guß heraus, was die Sache nicht einfacher macht.

Ich habe die Scheibe dann "verschlankt" in dem ich ein Kreissegment abgeschnitten habe.
Da habe ich ein wenig zu viel des Guten abgeschnitten... aber die Scheibe war einfädelbar.
Man soll eben nix einfach mal so machen. 
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Dann haben wir es versucht...... nix. Die 20mm Aluplatte hat es durch gebogen.

Also werde ich mir eine Platte aus Stahl drehen und die Segmente sorgfältig
dimensionieren.

Gruß
Jörg
 
Moin,

da die Aluscheibe kläglich versagt hatte, muß etwas stabileres her.

Von einem MAN-Freund habe ich ein schönes Stück Planke erhalten.

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Die 20mm Platte sollte stabil genug sein.

Zuerst vorbohren.

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Dann auf 20mm aufbohren.

Die nachträglich montierte Platte für die Spannpratzen ist eine echte Aufwertung der Bohrmaschine.

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Fertig entgratet.

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Bevor ich auf die Drehbank gehe, muß das Gröbste mit der Flex abgeschnitten werden.
Das tu ich den Nachbarn heute nicht mehr an.

Um das Abziehen zu erleichtern, habe ich mir gedacht, daß ich eine Vorspannung
über den Buchsenzieher aufbaue, um dann die Buchse von innen mit Kältespray etwas
zu kühlen.
Das kommt aber erst in den nächsten Tagen.

Gruß

Jörg
 
Moin,
es geht weiter.
Erst die Platte grob vorschneiden

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Ecken abrunden

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und abdrehen.

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Das ist zwar alles recht zeitraubend, aber bis zum WE habe ich die Scheibe fertig.
Vorher komme ich wohl kaum dazu die Buchse zu ziehen.

Gruß
Jörg
 
Moin,

wie so oft im Leben, Vorbereitung ist die halbe Miete.

Gruß

Frank
 
Hallo Frank,

genau so ist es.

Das Herstellen der Werkzeuge macht mir aber auch Spaß.

Es ist geschafft.
Das Teil sitzt schmatzend.

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Jetzt müssen nur noch 2 Segmente abgeschnitten werden, damit ich sie von unten unter das Loch bekomme.
Um das Optimum zu erziehlen, werde ich ein 20mm Holzstück zurechtsägen.
Wenn das gerade eben paßt, werde ich die Maße auf das Stahlteil übertragen.

Für heute ist aber genug gebastelt 
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Gruß
Jörg
 
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