Neues Großprojekt MAN Teil2

Moin,
jetzt gehts weiter.

Um zu ermitteln, wie viel ich von der Scheibe abnehmen muß, habe ich mir eine gleichgroße
Holzscheibe ausgeschnitten.

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Nach dem Abschneiden zweier Seiten paßt das Teil von oben durch die Buchse.

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Nach dem Muster habe ich die Stahlplatte zugeschnitten.

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Danach die Gewindestange platzieren und von unten die Mutter gegen schrauben.

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Für den Schutz des Blockes, habe ich die alte Kopfdichtung unter gelegt.
Durch die Radschrazbengewinde kann ich kontrollieren, ob die Scheibe zentrisch sitzt
und bei Bedarf Kältespray einspritzen.

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Noch einmal von unten kontrollieren, ob die Scheibe sauber sitzt.

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Damit die Gewindestange sich nicht mitdrehen kann, habe ich eine 13mm-6-Kant auf die
Stange geschweißt.
So kann ich die Stange fixieren.

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Jetzt gehts los....... das wird spannend...........
 
Es ist geschafft 
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Der Anfang war mehr als mühselig.

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Erst als ich eine Ladung Kältespray eingeschossen habe, hat sich die Buchse mit einem
lauten Knall gelöst.
Damit aber nicht genug. Die Buchse kam auch bei den nächsten Steos nur mit lautem Knall.
Jedes Mal knapp einen mm.

Nach einiger Zeit, konnte ich den Rand durch die Löcher der Bremsscheibe sehen.

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Dann kam mein Kumpel Dennis. Der hat die letzten beiden Knaller erledigt.
Er brauchte dafür keinen 2ten Ringschlüssel als Verlängerung.... er ist eben nicht so ein schmales Hemd wie ich
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Jetzt steht der Rand minimal hoch, perfekt um den Ring einzusetzen.

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Die Nut und der Gußrand unten sehen sehr gut aus.

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Es ist schon erstaunlich, wie die Buchse gegen diesen Widerstand nach unten gedrückt wurde.

Gruß
Jörg
 
Moin,
ich habe heute etwas früher Feierabend gemacht.
So kann ich mich dem Ring widmen.

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Zuerst habe ich die Nut gereinigt.

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Dann stellt sich die Frage, von oben oder von unten montieren?
Um den Ring von oben durch die Buchse zu montieren, müßte ich den Ring extrem zusammen
drücken. Das traue ich mich nicht. Ich habe nur diesen einen und möchte ihn nicht zerbrechen.

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Von unten bekommt man ihn nicht an der KW vorbei.
Dazu muß man sie drehen und den Ring in Position halten.
Da ich alleine bin, muß ich mir etwas einfallen lassen.

Mit einem Magneten hänge ich ihn unten rein.
Dann konnte ich die KW drehen und den Ring führen.

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Das hat ganz gut geklappt.

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Der Ring liegt gut unter der Buchse.

Leider sind die ersten Versuche den Ring in die Nut zu drücken kläglich gescheitert.
Von unten komme ich selbst mit meinen zarten Händen nur mit den Fingerspitzen ran.
Von oben kriege ich den Ring nicht zusammen gedrückt.

Hat jemand von euch den Ring schon bei eingebauter KW montiert?
Wenn ja, verrate mir doch bitte, wie.

Gruß
Jörg
 
Hallo,

ich habe damit keibne Erfahrung.

Was ist wenn du die Buchse ganz ziehst und dann den Ring von oben montierst??

Mit freundlichen Grüßen Jürgen
 
Hallo Jürgen,

das wurde mir von MAN-Kollegen auch vorgeschlagen. Es hieß, es geht nicht von unten, wenn die KW drinnen ist.

Jedoch ist meine Methode des Buchsenziehens sehr mühselig, wenn man eine über 20cm trockene Buchse ziehen muß.

..... und es geht doch....

Ein MAN-Kollege aus der Nordheide hatte eine geniale Idee.

Dazu habe ich (mal wieder) die Drehbank bemüht.

Ich habe einen Teller gedreht mit 2,5mm-Vertiefung und einem Ranh von ca. 1,5mm.
Der Innendurchmesser des Randes beträgt 102,5mm.

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Auf diesen Teller habe ich den Ring geklemmt und mit Kleber fixiert.

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Mittels Gewindestange haben wir den Teller unter der Buchse zentriert leicht eingeklemmt.

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Mit einer Alustange konnte ich den Ring von unten vorsichtig in die Nut treiben.

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Der Ring sitzt sauber in der Nut.
Ich werde ihn noch ein wenig nach aussen klopfen, um sicher zu sein,
daß er bis in den Nutgrund gerutscht ist.

Gruß
Jörg
 
Hi,
das hätte ich fast vergessen: Der Dichtigkeitstest der Ventile.
Nachdem ich über die Sprengringproblematik kopflos grübelnd durch die Gegend lief, fiel mir ein, daß
da ja noch etwas offen war.

Ich habe Diesel nach und nach in die Ein- bzw. Auslaßkanäle gekippt.

Beim schlechtesten Ventil bildete sich nach ca. 1 Minute ein Tropfen.

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Zwei Auslaßventile haben nach 5 Minuten "geschwitzt". Der Rest hat nichts durch gelassen.
Ich denke, das ist gut so.

Gruß
Jörg
 
Hallo Jörg,

Respekt für die saubere Arbeit. Hat sich ja ausgezahlt, die Sprengring Geschichte ist wohl geschafft :-)

Die Ventile würde ich aber noch bearbeiten. Könnte eventuell schon reichen wenn du sie selber mit Einschleifpaste schleifst ? Gibt dafür ja so einen Saugkopfstiel den man aufs Ventil packt und dann in Kreisbewegungen die auf die Dichtflächen aufgetragene Schleifpaste "einmassiert" . Vorher halt die Ventilfeder lösen.  Hab ich so mal auf einem Motorenlehrgang gemacht.

Gruß Pascal
 
Moin Pascal,

die Ventile lasse ich, wie sie sind. Die sind dicht genug.

Beim Ritscher mußte ich sie einschleifen, da hat´s aber auch richtig durchgepfiffen.

Heute habe ich den Ring auf Sitz geprüft und die Buchse wieder auf Anschlag
in den Block geschlagen.

Mit der Zugscheibe und einem Schohnhammer und einer ordentlichen Portion Kältespray
habe ich sie eingetrieben.

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Mit einem 0,03mm-Metallstreifen habe ich den Abstand zwischen Ring, Guß und Buchse
geprüft.

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Der Streifen läßt sich nirgends einschieben.

Trotzdem habe ich einen Buchsenüberstand von 0,1mm (soll = 0,0mm).

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Das verstehe ich nicht? Wo kommt auf einmal die zusätzliche Länge her?

Gruß
Jörg
 
Moin,

ist der neue Sicherungsring dicker als der alte? Andere Gründe kann‘s ja eigentlich nicht geben. Welchen Überstand haben die anderen Buchsen denn? Und wie genau ist Deine Meßmethode? Die Frage ist ja, ob die 0,1mm von der Kopfdichtung kompensiert werden können? Ich würde aus dem Bauch heraus ja sagen.

Gruß

Frank
 
Hallo Frank,

es ist ein gebrauchter Originalring.

Der alte und der neue sind beide 3mm dick.

Die anderen Buchsen sind ohne Überstand.

Die Kopfdichtung würde es wegdrücken.

Wenn die Buchse (wohin auch immer) die 0,1mm noch nachgibt, wird der

Metallring der ZKD nicht auffedern um das auszugleichen.

Ich muß mal sehen, ob ich beim Messen des Spaltes unten nicht genau genug

gefühlt habe. Anders kann es ansich nicht sein.

Gruß

Jörg
 
Hallo Jörg,

sonst setzet den Kopf doch erstmal mit der alten Kopfdichtung rauf und ziehe ihn an, vielleicht setzt sich die Buchse beim Kopfschrauben anziehen noch?

Gruß

Frank
 
Hallo Frank,

da ich die Ringe vorher nicht gemessen hatte, habe ich jetzt den Schrottring gemessen.

Ist 2,96-2,97mm (soll=3mm)

Der 0,03mm-Streifen geht zwar nicht in die Nut, aber wenn man das mal zwei
nimmt, kann die Buchse noch immer auf knapp 0,6mm nicht aufliegen.
Wenn der Ersatzring tatsächlich 3,0mm hat, erklären sich die knapp 0,1mm Überstand.

Vielleicht muß ich noch einmal mit der Ziehvorrichtung dabei gehen und dabei den
Teller oben ansetzen.

Mit der Kopfdichtung werde ich die Buchse nicht reinpressen können.

Gruß

Jörg
 
Hallo Jörg,

wie Du das mit dem Sprengring einsetzen wieder gezaubert hast, einfach Klasse! Bei uns würde man sagen isch scho a u Hund der Jörg. Bischt halt a richtiger Mächler.

Das mit dem Buchsenüberstand kriegst Du auch noch hin.

Grüße aus dem Allgäu Eugen
 
Hallo Eugen,

was für eine  Ehrung!!

Dabei war ich nur zu faul die Buchse komplett zu ziehen :-))

Die Geschichte mit dem Buchsenüberstand habe ich noch nicht verstanden.

Lt. MAN-Schleppertechnik ist der Überstand 0,0mm, aber ein Rückstnd von 0,1mm ist erlaubt.

Die ZKD hat ber den Durchmesser der Buchse, die wird also gar nicht abgedeckt.

Bei 0,1mm Überstand ist der Kopf ( bei 0,6mm Kopfdichungsdicke)  0,5mm von der Buchse entfernt.

Gruß

Jörg
 
Moin,
es geht weiter.

Nach und nach werde ich die Kolben ziehen, begutachten und reinigen.
Zusätzlich werden die Buchsen gehohnt.

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Der Grat am Kolben ist geglättet.
Zwei Kolben sind fertig.

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Gruß
Jörg
 
Der erste Kolben ist montiert.

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Alles ist glatt gegangen.
Nur das Anziehen der Schrauben mit 140Nm war etwas tricky.
Der Drehmomentschlüssel was schlecht zu platzieren und konnte nur jeweils um
2 Rasten bewegt werden.
Erstaunlich finde ich, daß die Schrauben nicht gesichert werden.

Gruß
Jörg
 
Moin Jörg ,

die Bauteile sehen ja alle noch erstaunlich gut aus!

Welche Schrauben meinst du welche mit 140NM angezogen werden ? Die vom Pleueldeckel ?

Sind doch bei den IHC Motoren auch nicht gesichert, Zumindest bei den neueren Direkteinspritzern

Gruß Pascal
 
Die Kolben sind alle fertig und wieder eingebaut.

Sie sind in gutem Zustand.

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Gleich reinige ich noch die Wasserkanäle und den Block.

Gruß
Jörg
 
Der Block ist jetzt bereit für den Kopf.

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Allerdings kommt der erst drauf, wenn die Ölplatte wieder montiert, und die Dreieckstrebe für die VA fest ist.
Den Kopf setze ich nicht im Blechschuppen drauf.
Der ist für den Motorkran zu klein. Dazu muß ich den MAN rausziehen.

Gruß
Jörg
 
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